Netflix testet Feature „Schnelle Lacher“ in seinen TV-Apps

Netflix experimentiert in seinen Apps für TVs und Mediaplayer mit einer neuen Funktion: den „Schnellen Lachern“. An mobilen Endgeräten hielt das Feature bereits Ende 2021 Einzug.

Auf Englisch nennt sich das Feature wiederum „Fast Laughs“. Und „Englisch“ ist hier dann auch ein wichtiges Stichwort. Denn derzeit fehlen die Schnellen Lacher noch in der deutschsprachigen Netflix-App. So rollt man die Funktion für ausgewählte Tester bisher nur in den USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland aus. Ausgewählte Nutzer, welche die Funktion testen, könnten sich an Kurzvideo-Plattformen wie TikTok erinnert fühlen.

So reihen die Schnellen Lacher / Fast Laughs kurze Ausschnitte aus Filmen und Serien aneinander, die jeweils besonders lustig sein sollen. Dabei greift Netflix natürlich auf Clips aus seinen Eigenproduktionen zurück. Ziel ist es, den Anwendern kurzweilige Unterhaltung zu bieten, aber gleichzeitig natürlich auch die Werbetrommel zu rühren. Ein Nutzer, der einen Clip aus einer Serie bei den Schnellen Lachern besonders amüsant findet, zappt ja dann vielleicht auch in das komplette Format herein.

Die Schnellen Lacher sind nicht in Kinderprofilen verfügbar. Da war Netflix wohl das Risiko zu groß, womöglich mit einigen Gags aus seinen Originals und Comedy-Specials danebenzugreifen. Derzeit ist noch offen, ob Netflix die Funktion am Ende bereiter verteilt oder womöglich wieder zu den Akten legt.

Netflix Schnelle Lacher: Das andere TikTok?

Selbst TikTok erreicht mittlerweile viele Smart TVs, da ist wenig verwunderlich, dass Netflix nun ebenfalls mit Kurzvideos hantiert. Die Funktion wird natürlich niemandem aufgezwungen: Leser, die also bereits mit den Augen rollen, können sich entspannen. Generell sollte man ohnehin abwarten, was Netflix mit den Fast Laughs so anstellt. Es ist auch möglich, dass man die ganze Angelegenheit doch wieder zu den Akten legt. Das dürfte von der Nutzung abhängen.

 

QuelleEngadget
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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6 Kommentare

  1. Was für ein Blödsinn. Netflix sollte lieber mal eine Editiermöglichkeit der eigenen Liste möglich machen. Dieser ständige Wechsel der „Cover“ und der Reihenfolge der abgespeicherten Titel nervt gewaltig.
    Ich meine irgendwann irgendwo gelesen zu haben, in den USA soll dies bei Netflix möglich sein.

    • Soweit ich weiß, sortiert Netflix aktuell nach dem Prinzip der „Wahrscheinlichkeit“, dass es einem Gefallen könnte mit der angezeigten Prozentzahl der „Übereinstimmung“. Je mehr man liked, desto eher rutschen potentielle Inhalte nach Vorne. Ich würde auch gerne sortieren, wie ich möchte und nicht das vorgegeben bekommen.

      • Einer der Gründe warum ich bei Netflix so gut wie keine Likes vergebe. Mal ganz davon ab, dass man sonst irgendwann nur noch in seiner althergebrachten Interessensblase unterwegs ist. Das betrifft meines Wissens aber auch nur die „Gesamtübersicht“.
        Mir geht es um „Meine Liste“, in der ich die relevanten Dokus, Serien und Filme verlinkt habe. Momentan schaue ich zum Beispiel Narcos Mexico. Der Titel ist in dieser Liste jedes Mal an anderer Stelle und hat von Zeit zu Zeit auch ein anderes Vorschaubild. Echt ätzend, wenn diese Liste mal angewachsen ist…

  2. Was für ein Schrott. Und für den ganzen Mist mit dem Netflix experimentiert, weil ihnen die Inhalte wegschwimmen, soll der Abonnent zahlen. Netflix steht bei mir mittlerweile ganz unten in der Topliste der gößeren Streaminganbieter.

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