OLED-Fernseher sprengten in Deutschland 2021 die Grenze von 1 Mrd. Umsatz

OLED-TVs werden für immer mehr Kunden attraktiv. In Deutschland sind 2021 mit OLED-Fernsehern daher erstmals mehr als 1 Mrd. Euro umgesetzt worden.

Auch wenn uns dazu keine konkreten Zahlen vorliegen: Da LG international in den OLED-Verkaufszahlen dominiert, nehmen wir an, dass das auch in Deutschland der Fall gewesen ist. Doch dank Samsungs QD-OLED-Technik kommt ja nun endlich wieder Bewegung in den Markt. Zumal auch Sony mit seinem Bravia XR A95K ein entsprechendes QD-OLED-Modell veröffentlicht hat.

Doch zurück zum Jahr 2021 und dem Absatz der OLED-TVs: Laut Daten der Marktforscher von der gfu haben sich 2021 in Deutschland rund 623.000 OLED-TVs in Kundenhände begeben. Das entspricht einem Umsatz von ca. 1,01 Mrd. Euro. 2020 waren es noch 817 Mio. Euro. Somit konnte beim Umsatz ein Wachstum von 24 % erzielt werden – bei der verkauften Stückzahl sind es gar 38 %.

Die OLED-Verkaufszahlen sind 2021 in Deutschland stark angestiegen.
Die OLED-Verkaufszahlen sind 2021 in Deutschland stark angestiegen.

Laut gfu habe sich in Deutschland in den vergangenen Jahren immer mehr ein Trend hin zu größeren Bilddiagonalen und Premium-Geräten abgezeichnet. Die Pandemie habe diese Bewegung noch verstärkt. Davon hätten OLED-TVs ganz besonders profitiert. In der Regel rangieren sie bei den TV-Herstellern technisch oberhalb der LCD-Modelle.

OLED-Trend dürfte anhalten

So rechnet die gfu dann auch damit, dass der Absatz und die Beliebtheit von OLED-Fernsehern auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. Sicherlich dürften auch die QD-OLED-Modelle dem Markt einen Push versetzen. Auch wenn LCD-TVs sich da ebenfalls weiterentwickelt haben, etwa durch verbesserte Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen, kommen sie in der Darstellung von Kontrast- und Schwarzwerten nicht an OLEDs heran.

Samsungs OLED TV S95B erhältlich in 55 und 65 Zoll
Samsungs OLED TV S95B erhältlich in 55 und 65 Zoll

Auch beim Gaming haben OLED-TVs Vorzüge: Im Gaming-Modus müssen LCD-Modelle die Ansteuerung ihrer Hintergrundbeleuchtung stark vereinfachen, um die Reaktionsgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Optimierung des Bildes wird zurückgefahren und es kommt zu spürbaren Einbrüchen in der Darstellungsqualität. Dies ist bei OLED-TVs, die aufgrund der selbstleuchtenden Pixel keine Beleuchtung benötigen, weniger der Fall.

Dafür werden OLEDs nicht so hell wie ihre LCD-Pendants und kranken unter der Gefahr des Einbrennens, wenn statische Inhalte über sehr lange Dauern angezeigt werden.

Quellegfu
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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2 Kommentare

  1. Ist unterm Strich nicht wirklich verwunderlich. Insbesondere im Gaming-Sektor hat ja nicht zuletzt LG auch viel neue Kundschaft gefunden. Und auch Hersteller wie Sony liefern qualitativ im Non-Gaming-Bereich sehr gute Ergebnisse. Das spricht sich alles rum.

    • Und wie es aussieht, könnte das noch besser werden, wenn die Spitzenhelligkeiten immer weiter wachsen und LCD-TVs damit ihren letzten großen Vorteil gegenüber OLED verlieren.

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