Die exklusiven Verwertungsfenster der Kinos schrumpfen weiter. Stellt das ihre Daseinsberechtigung mittlerweile infrage?
So hatte der Chef von Netflix, Ted Sarandos, kürzlich das Geschäftsmodell des Kinos bereits als obsolet kritisiert. Da spielen aber natürlich auch die Interessen des Unternehmens eine Rolle. Zu beobachten ist aber bereits, dass die Filmstudios ihre Kinofenster generell verkürzen. Die Zeit, in der Filme exklusiv nur auf der großen Leinwand zu sehen sind, schrumpft demnach. Dies geht aus Daten der Marktforscher von Omdia Research hervor. Einschränkend ist aber zu sagen, dass die Beobachtungen sich auf den US-Markt beschränken.
Kinofilme landen deutlich schneller im Streaming
Der Trend geht jedoch allgemein dahin, dass Filme nach ihrem exklusiven Kinostart deutlich schneller als noch vor wenigen Jahren auf digitalen Plattformen wie Apple TV zum Kaufen und Leihen landen. Auch bei Streaming-Diensten wie Disney+, Netflix oder Prime Video, die ihr abonnieren könnt, sind sie schneller zu sehen.
Exklusive Kinofenster werden immer kleiner.
Im Durchschnitt hat es 2024 in den USA etwa nur 37 Tage gedauert, bis ein Film nach seinem Kinostart zum Kaufen und Leihen auf entsprechenden Plattformen gelandet ist. Bis die entsprechenden Produktionen dann sogar Teil von Abonnements werden, dauert es inzwischen ebenfalls weniger als 100 Tage. Rückt man vom Durchschnitt ab, den Ausreißer nach oben bzw. unten ziehen können, und blickt auf das Gros der Filme, dann zeigt sich, dass die meisten Filme weniger als 30 Tage exklusiv in den US-Kinos laufen.
Disney hält seine Filme am längsten exklusiv im Kino
Betrachtet man sich die unterschiedlichen Studios, dann hält Disney seine Filme am längsten exklusiv im Kino – und Netflix naheliegenderweise am kürzesten. Denn dem Streaming-Anbieter geht es da in der Regel ohnehin nur um die Qualifizierung für Preisverleihungen. Bei Disney verbleiben die Filme im Durchschnitt 61 Tage exklusiv im Kino – 20 Tage länger als bei allen anderen Vertrieben.
Vermutlich wird das Kino langfristig weniger auf das reine Filmerlebnis und mehr um Events drumherum setzen müssen, um die Zuschauer zu halten. Immer mehr Menschen begnügen sich schlichtweg mit dem Heimkino.
Grand Theft Auto VI sorgt aktuell aus mehreren Gründen für Schlagzeilen. Wird das Spiel die aktuelle Konsolengeneration am Ende im Alleingang definieren?
Release-Verschiebung: Grand Theft Auto VI erscheint nun erst am 26. Mai 2026, statt im Herbst 2025 – weitere Verzögerungen könnten folgen.
Trailer-Enthüllung: Das neue Video zeigt eine Mischung aus Cutscenes und geskripteten Abschnitten mit beeindruckenden Effekten, gerendert auf einer PlayStation 5.
Grafische Highlights: Spiegelungen, Transparenzeffekte und Charakterdetails setzen neue Maßstäbe, doch unklar bleibt, ob das Material auf einer regulären PS5 oder einer PS5 Pro berechnet wurde.
Neue Protagonisten: Erstmals in der GTA-Geschichte spielt man ein Liebespaar, bestehend aus Jason und Lucia.
Vorbestellung & Preis: GTA VI ist noch nicht vorbestellbar – Gerüchte deuten auf einen Preis von über 100 Euro, vorerst erscheint das Spiel nur für PS5 und Xbox Series X|S.
Zum einen haben die Entwickler von Rockstar Games das Spiel verschoben. Statt im Herbst 2025, soll Grand Theft Auto VI alias GTA VI am 26. Mai 2026 auf den Markt kommen. Ob es bei jenem Datum bleiben wird, kann man jedoch getrost als offen betrachten. Weitere Verschiebungen sind durchaus wahrscheinlich, denn bislang konnte das Studio im Grunde noch nie das erste, öffentlich für ein Spiel angesagte Erscheinungsdatum einhalten. Zum anderen haben die Entwickler jedoch einen Trailer veröffentlicht.
GTA VI zeigt sich von seiner besten Seite
In dem Video sieht man allerdings kein normales Gameplay, sondern eine Mischung aus Cutscenes und geskripteten Abschnitten. Doch es ist sehr beeindruckend, was man da zu sehen bekommt. Insbesondere die Charaktere, die Spiegelungen und die Transparenzeffekte von z. B. Glas stellen wohl so gut wie alle aktuellen Spiele in den Schatten. Dazu kommt, dass jenes Material zu GTA VI nicht etwa auf einem High-End-PC, sondern auf einer PlayStation 5 gerendert worden ist.
Offen ist jedoch, ob das neue Material zu Grand Theft Auto VI auf einer regulären PlayStation 5 oder der Pro-Version berechnet worden ist. Dazu hat Rockstar Games bislang trotz emsiger Nachfragen der Community geschwiegen. Dabei stellt der Clip auch die beiden Protagonisten Jason und Lucia genauer vor. Erstmals in der Geschichte der Serie, wird man als Spieler also ein Liebespaar verkörpern.
Grand Theft Auto VI ist noch nicht vorbestellbar
Der neue Trailer zu GTA VI ist bereits fast 100 Mio. mal abgerufen worden – allein auf Rockstars offiziellem YouTube-Kanal. Das zeigt, dass die Erwartungshaltung der Spieler und der gesamten Gaming-Branche immens ist. Ein Wunder ist das nicht: Der direkte Vorgänger „Grand Theft Auto V“ ist erstmals 2013 für die PlayStation 3 und Xbox 360 auf den Markt gekommen. Später folgten aufgepeppte Versionen für die PS4 / Xbox One, den PC und sogar die PS5 und Xbox Series X|S. Nach über 12 Jahren ist der Durst nach einem neuen Game der Serie kaum zu stillen.
Einige Screenshots zu Grand Theft Auto VI wirken fast schon fotorealistisch.
Es bleibt die Frage, ab wann GTA VI vorbestellbar sein wird. Gerüchte sagen einen Preis von möglicherweise über 100 Euro für das Spiel voraus. Zum Launch wird es dabei nur für die PS5 und Xbox Series X|S zur Verfügung stehen. Eine PC-Version sollte, traditionell für Rockstar, aber einige Monate später folgen. Wer auf eine Portierung für die Nintendo Switch 2 hofft: Das halten wir und viele andere Medien für ausgeschlossen. Der Konsole fehlt schlichtweg die Leistung für das Gebotene.
Weitere Eindrücke zum Spiel und zu den Charakteren hat Rockstar im Übrigen auf dieser Website gesammelt – viel Spaß!
Netflix hat seine Streaming-App für TV-Geräte komplett überarbeitet. Und natürlich kommt die bislang größte Änderung auf der TV-Plattform nicht ohne erweiterte KI-Funktionen aus . Aber auch mobil hagelt es neue Funktionen.
Um eure Erwartungen aber direkt ein wenig zu dämpfen: Netflix stellt klar, dass die neue Oberfläche für Smart-TVs und Streaming-Player erst in den kommenden Wochen und Monaten nach und nach für alle Geräte und Regionen verteilt wird. Es ist also wahrscheinlich, dass ihr euch noch eine Weile gedulden müsst. Dabei soll es für euch möglich werden, leichter Inhalte zu finden, die euch interessieren. Und auch die Empfehlungen will man beim Streaming-Anbieter verbessern.
Netflix spricht von einem neuen TV-Erlebnis
Um euch die Auswahl an Filmen und Serien zu erleichtern, will man auf einen Blick Markierungen setzen wie „Emmy-Gewinner“ oder „Nummer 1 im Bereich Serien“, dir ihr direkt als kleine Badges erblickt. Obendrein werdet ihr die Suche und die Watchlist einfacher finden und abrufen können. Die Shortcuts wechseln nämlich von der linken Seite in den oberen Bereich der App.
Netflix spendiert seiner App eine Frischzellenkur.
Zudem sollen die Empfehlungen sich stärker an euere aktuelle Stimmung anpassen. Wie genau das vonstattengehen soll, lässt Netflix offen. Vage erläutert man, dass die Empfehlungen weniger starr auf eure langfristigen Gewohnheiten fokussiert sein sollen und mehr auch aktuelle Stimmungen und Interessen berücksichtigen werden. Dazu soll eben ein moderneres und aufgeräumteres Design der App kommen.
Netflix legt auch mobil zu
Die mobile App soll eine verbesserte Suchfunktion mit generativer KI erhalten. Zunächst startet diese aber nur für iOS-Geräte als Opt-in-Beta. Diese KI-Suche wird es dann erlauben, nicht mehr nur nach z. B. Genres, Film- und Serientiteln sowie Schauspielern zu suchen, sondern z. B. auch breiter nach beispielsweise „fröhlichen und witzigen Filmen“ oder „Serien für einen verregneten Sonntagnachmittag“ zu fragen.
Zudem führt Netflix in der mobilen App einen vertikalen Feed ein, der Clips aus Eigenproduktionen zeigen wird. So sollt ihr auf den Geschmack kommen und könnt Filme und Serien, die durch die Kurzvideos euer Interesse wecken, direkt aufrufen können. Da hat man sich wohl von TikTok inspiriert gefühlt. Auf Wunsch lassen sich so entdeckte Titel auch der Watchlist hinzufügen oder mit Freunden teilen.
Netflix – Übersicht der wichtigsten Neuerungen auf Smart TVs:
Vereinfachte Navigation: Die bisherige Seitenleiste wird durch eine obere Menüleiste ersetzt, die stets sichtbare Shortcuts zu „Suche“, „Serien“, „Filme“, „Spiele“ und „Mein Netflix“ bietet.
Größere und informativere Vorschaukarten: Titel werden mit zusätzlichen Informationen wie Kurzbeschreibungen, Auszeichnungen (z. B. „Emmy-Gewinner“) und Platzierungen in den Top 10 direkt in der Vorschau angezeigt.
Neuer Bereich „Mein Netflix“: Ein personalisierter Hub, der „Weiterschauen“, „Meine Liste“ und Erinnerungen bündelt, um den Zugriff auf relevante Inhalte zu erleichtern.
Dynamische Empfehlungen: Das Empfehlungssystem berücksichtigt nun in Echtzeit das Nutzerverhalten, wie angesehene Trailer, Suchanfragen und Bewertungen, um passendere Inhalte vorzuschlagen.
Netflix – Übersicht der wichtigsten Neuerungen auf mobilen Geräten:
Vertikaler Video-Feed: Netflix testet einen TikTok-ähnlichen Feed, in dem Nutzer durch kurze Clips von Serien und Filmen scrollen können, mit der Möglichkeit, direkt zur vollständigen Wiedergabe zu wechseln.
KI-gestützte Suche in natürlicher Sprache: Nutzer können Suchanfragen wie „Ich möchte etwas Lustiges und Aufmunterndes sehen“ eingeben, um passende Inhalte vorgeschlagen zu bekommen. Diese Funktion wird zunächst auf iOS-Geräten eingeführt.
Der Horror-Klassiker „Wolf Creek“ (2005) erscheint im 4K Blu-ray Mediabook, limitiert auf nur 777 Exemplare. Diese Sonderedition gibt es nur exklusiv im Turbine-Shop!
Ab wann wird ein Film zum Klassiker? Wer schon ein paar Jahre verlebt hat, wird einen Horrorfilm aus 2005 vielleicht nicht als Klassiker definieren. Wer etwas jünger ist, dem kommen die 20 Jahre dagegen fast wie eine Ewigkeit vor. Klassiker oder nicht – „Wolf Creek“ brachte das „Backwoods“-Filmgenre erst so richtig nach vorn. Okay, „Wrong Turn“ hatte 2003 bereits von sich Reden gemacht, davor gab es aber nur in den 70er Jahren erwähnenswerte Titel mit „Hügel der blutigen Augen“ (OT: The Hills Have Eyes) und natürlich „The Texas Chainsaw Massacre“.
Zurück zum eigentlichen Film. Drei junge Erwachsene wollen sich im australischen Outback den Meteoritenkrater „Wolf Creek“ ansehen. Irgendwo auf den Weg dorthin verreckt ihr Wagen und zu ihrem (Un-)Glück taucht nachts der Jäger Mick Taylor auf. Dieser schleppt sie auf seinen abgelegenen Hof ab. Doch leider ist Mick weit entfernt von einem guten Sammariter und so beginnt der Horrortrip für die Drei.
Wolf Creek: 4K-Upgrade mit Dolby Atmos 3D-Sound
Detailabbilung des 4K Blu-ray Mediabooks zu „Wolf Creek“
Die restaurierte Fassung erscheint im 2-Disc-Mediabook mit 4K UHD Blu-ray und Standard Blu-ray. Ein kleines Booklet ist ins Mediabook eingearbeitet und liefert einen tieferen Einblick in das Filmprojekt. Die 4K Abtastung mit erweitertem Farbraum, HDR10 und Dolby Vision HDR präsentiert sich im Bild-füllenden 1.78:1 Seitenverhältnis und einer Laufzeit von 104 Minuten. Das Bonusmaterial mit rund einer Stunde Laufzeit liegt auf der Standard Blu-ray ab. Turbine Medien haben sich beim Ton wieder einmals ins Zeug gelegt und präsentieren die deutsche Sprachausgabe, sowie den englischen Orignalton in Dolby Atmos 3D-Sound.
Wie angemerkt, ist die Erstveröffentlichung im limitierten Mediabook auf 777 Exemplare beschränkt. Wer sich das Set nicht entgehen lassen möchte, sollte entsprechend zeitig vorbestellen:
Nvidia hat für seine Shield TV das neue Shield Experience Upgrade 9.2.1 veröffentlicht. Die Firmware führt etwa 120 fps für GeForce Now ein.
Konkret handelt es sich bei dem Shield Experience Upgrade 9.2.1 um den Firmware-Build 33.2.0.326. Dieser steht seit einigen Tagen zum Download zur Verfügung. In den Genuss kommen sowohl die Besitzer der neuesten Shield-TV-Version aus dem Jahr 2019 als auch Besitzer der Vorgänger aus den Jahren 2015 und 2017. Nvidia versorgt sowohl die regulären als auch die Pro-Versionen.
Nvidia GeForce Now jetzt mit 120 fps
Neu ist in dem Update etwa, dass Abonnenten von GeForce Now an der Shield TV das Cloud-Gaming mit bis zu 120 fps nutzen können – allerdings nur bei 1080p-Auflösung. Voraussetzung ist zudem, dass ihr den Ultimate-Tarif gebucht habt. Wer es nicht so mit dem Gaming hat, kann aber immer noch von anderen Verbesserungen profitieren. So hat Nvidia im Zuge des neuen Shield Experience Upgrades 9.2.1 zahlreiche Fehlerbehebungen durchgeführt.
Die Nvidia Shield TV erhält das Experience Upgrade 9.2.1.
Beispielsweise soll das Stottern bei der Wiedergabe von Inhalten mit Dolby Vision bei aktiviertem Framerate-Matching jetzt behoben sein. Für Plex wurde zudem ein bisheriges Problem bei der Wiedergabe des Audiocodecs AAC 5.1 behoben. Für die USB-Audiowiedergabe kehrt überdies die Option für HQS / Maxrate zurück.
Nvidia Shield TV: Keine Nachfolger mehr geplant
Bedauerlicherweise hat Nvidia offenbar keine Nachfolgemodelle für die Shield TV aus dem Jahr 2019 mehr geplant. Dabei wäre die Veröffentlichung der Nintendo Switch 2 die perfekte Gelegenheit gewesen. Denn die Spielekonsole nutzt einen neuen Tegra-Chip. So hatte etwa die erste Generation bereits einen sehr ähnlichen Chip wie die Nvidia Shield TV verwendet.
Doch Nvidia verdient mittlerweile das große Geld mit seinen KI-Chips, sodass selbst die Grafikkarten und Notebook-GPUs des Unternehmens fast schon zu Randnotizen werden. Eine neue Generation der Shield TV steht da ganz weit unten auf der Prioritätenliste des Herstellers.
Roku ist einer der Hersteller, der es mit der Werbung auf die Spitze treibt. Jetzt erreicht man sozusagen die nächste Eskalationsstufe.
So war Roku eines der ersten Unternehmen, dass etwa mit Vollbild-Werbung seine Kunden „beglückt“ hat. In Europa ist der Anbieter zwar nur eine kleine Nummer und konnte sich aufgrund seines verspäteten Markteintritts nicht wirklich gegen die Amazon Fire TV Sticks und andere Konkurrenten behaupten, in den USA zählt Roku hingegen zu den wichtigsten Herstellern von Streaming-Playern und versorgt natürlich auch Partner mit seiner Plattform.
Roku streut Werbung in Wiedergabepausen ein
Bei Reddit beschweren sich nun zahlreiche Nutzer darüber, dass Roku bei Wiedergabepausen einfach mal Werbung einstreut. Beispielsweise startet man also einen Film oder eine Serie bei Prime Video, Disney+ oder Netflix und pausiert dann den Inhalt – schwups erkennt Roku dies über das Betriebssystem und nutzt die Gunst der Stunde, um Werbung einzublenden. Einziger Lichtblick: Bei extern angeschlossenen HDMI-Zuspielern an betroffenen Smart-TVs ist das wenigstens aktuell nicht der Fall.
Die Roku Streambar Pro ist aktuell der Werbe-Übeltäter.
Konkret berichten Besitzer einer Roku Streambar Pro von jenem Szenario. Aktuell tritt die Werbung nicht in jeder Wiedergabepause und auch nicht in allen Apps auf den Plan. Betroffen ist beispielsweise Discovery+ – auch in der eigentlich werbefreien Version. Allerdings gibt es noch andere Negativschlagzeilen rund um Roku.
Roku OS 14.5 zerschießt die HDR-Wiedergabe
Wenn man schon aggressiver Werbung einbaut, kann man doch gleich noch technische Querelen verursachen: So führt Roku OS 14.5 offenbar zu Problemen mit der HDR-Wiedergabe in Apps wie Disney+ und Netflix. So sehen HDR-Inhalte auf einmal total verwaschen aus. Auch Neustarts und Neuinstallationen der betroffenen Apps schaffen offenbar keine Abhilfe. Allerdings sind hier offenbar nur Smart-TVs von dem Fehler betroffen, nicht die Streaming-Player des Anbieters.
Thomson bringt einen neuen QLED Pro mit satten 100 Zoll Diagonale auf den Markt. Der Smart-TV wirf auch Google TV als Plattform in die Waagschale.
Thomson gehört als Marke mittlerweile zu StreamView, einem Unternehmen aus Österreich. Man wirbt dabei für die Modellreihe QLED Pro QG7 auch mit einer dreijährigen Garantie sowie dem Versprechen, dass es keinerlei Pixelfehler gibt. Dabei gibt es den Thomson QLED Pro QG7 nicht nur mit 100 Zoll Diagonale (100QG7S14), sondern auch mit wahlweise 43, 50, 55, 65, 75 und 85 Zoll. Es handelt sich jeweils um LCD-Fernsehgeräte mit Quantum Dots für verbesserte Farbwiedergabe.
Thomson QLED Pro: LCDs ohne Mini LED
Technisch sind die Smart-TVs jedoch eher im Einstiegsbereich zu sehen. So handelt es sich um LCD-TVs ohne Mini-LED-Hintergrundbeleuchtungen. Auch bieten sie zwar eine Bildwiederholrate von 144 Hz, doch Thomson schlüsselt derzeit nicht auf, ob sie auch ALLM (Auto Low Latency Mode) und VRR (Variable Refresh Rate) unterstützen. So nennt man neben einem Anschluss für HDMI 2.1 mit eARC auch HDMI 2.0 als Schnittstelle.
Die Thomson QLED Pro verwenden Google TV als Plattform, sodass reichlich Apps zur Verfügung stehen. Auch der Google Assistant ist abrufbereit. Für das Bild bietet man neben 4K-Auflösung auch HDR10 und Dolby Vision. Der Ton ist über Dolby Atmos und die integrierten Lautsprecher mit 12 Watt abgesichert. Punkten soll etwa das Modell 100QG7S14 mit 100 Zoll vor allem über den Preis. Erste Händler listen den Smart-TV trotz der Größe für nur 3.079 Euro.
Thomson QLED Pro 100QG7S14 ist ab sofort erhältlich
Im Inneren des Fernsehgeräts steckt ein Chip mit vier Kernen als Herzstück. Der darf mit 2 GByte RAM und 16 GByte Speicherplatz im Tandem arbeiten. Zu den weiteren Schnittstellen zählen neben den bereits erwähnten Anschlüssen für HDMI 2.0 / 2.1 auch noch Bluetooth 5.0, Ethernet, Optical, USB 2.0 / 3.0, Wi-Fi und ein Tuner für DVB-C, DVB-T2 und DVB-S2.
Der Ständer des Thomson QLED Pro ist drehbar – zumindest bei den „kleineren“ Modellen bis 75 Zoll.
Obacht solltet ihr bei der Aufstellung geben. Das Modell mit 100 Zoll Diagonale wiegt, inklusive Standfuß, nämlich 46,42 kg, was sich dann nur für stabile Echtholztische eignet.
Ikea und Sonos beenden ihre bisherige Kooperation. Dadurch werden die Multiroom-Lautsprecher der Reihe Symfonisk eingestellt.
Wie Sonos mitgeteilt hat, werden weder neue Modelle entwickelt noch bisherige weiter produziert. Ikea verkauft also nur noch die Lagerbestände der bereits veröffentlichten Symfonisk ab. Da gibt es sehr unterschiedliche Modelle. Einer der Lautsprecher etwa kann auch als LED-Lampe fungieren, ein anderer erinnert an einen Bilderrahmen und ein weiteres Exemplar steht für einen Bookshelf-Speaker.
Symfonisk: Mögliche Ursachen des Endes
Warum die seit Jahren bestehende Partnerschaft zu Ende gegangen ist, schlüsseln weder Ikea noch Sonos auf. Öffentlich lobt Sonos den Partner in den Himmel, aber man kann spekulieren, dass die Zufriedenheit hinter den Kulissen offenbar ja nicht gegeben gewesen ist. Denkbar ist, dass Sonos die Symfonisk von Ikea am Ende doch Verkäufe der hauseigenen Speaker abgegraben haben. Symfonisk-Modelle sind nämlich voll zum Multiroom-Ökosystem von Sonos kompatibel – kosten aber deutlich weniger.
Ikea und Sonos tragen Symfonisk zu Grabe.
Immerhin hat Sonos erklärt, dass bereits veröffentlichte Modelle weiterhin Updates erhalten und natürlich in den hauseigenen Apps unterstützt werden. Weltweit werden aber eben nun die Bestände nur noch abverkauft. Wer somit an einem Symfonisk-Lautsprecher Interesse hat, sollte nicht mehr lange mit dem Kauf warten.
Sonos steht vor vielen Herausforderungen
Sonos hat vielleicht auch nicht gefallen, dass einige Symfonisk-Lautsprecher sich ganz gut als Surround-Lautsprecher für die Soundbar Sonos Arc Ultra und deren Geschwistermodelle gemacht haben. Da möchte man sicherlich lieber seine eigenen Modelle verkaufen. Dazu kommt, dass es viele Unsicherheiten für den Multiroom-Primus gibt. Die Zollpolitik der US-Regierung stellt nämlich auch Sonos und dessen Lieferketten vor Herausforderungen.
Zuvor hatte Sonos nach einem Führungswechsel aufgrund des App-Debakels im letzten Jahr beispielsweise auch die Pläne für einen eigenen Streaming-Player zu den Akten gelegt. Das Ende der Partnerschaft mit Ikea ist da eine weitere Anpassung der Unternehmensstrategie, die zeigt, dass der Hersteller sich auf sein Kern-Line-up fokussieren möchte, wie es aussieht.
Wir erklären euch, was es mit eARC (enhanced Audio Return Channel) und ARC (Audio Return Channel) auf sich hat, worin die Unterschiede liegen und wofür sich das HDMI-Feature eignet.
Im Heim- oder Wohnzimmerkino wird in den meisten Fällen ein HDMI-Kabel verwendet, um zwei Geräte miteinander zu verbinden. Die HDMI-Schnittstelle ist seit längerer Zeit ein fester Bestandteil unseres modernen Lebens mit TV-Geräten, Spielekonsolen, Soundbars und anderen elektronischen Geräten. Es gibt jedoch verschiedene HDMI-Standards, die unterschiedliche Funktionen ermöglichen. In diesem Beitrag werden wir zwei dieser Standards näher durchleuchten: ARC und eARC.
Was bedeutet ARC und eARC?
ARC bedeutet Audio Return Channel
eARC bedeutet enhanced Audio Return Channel
ARC und eARC sind HDMI-Features
HDMI Anschluss mit ARC und eARC auf der Rückseite eines Fernsehers
Um die erwähnten Audio-Features nutzen zu können, ist ein HDMI-Anschluss in einem Gerät erforderlich. HDMI ist ein digitaler Audio-Video-Verbindungsstandard für hochauflösende Display- und Projektionslösungen. Der D-förmige Stecker findet sich bei vielen Geräten wie Fernsehern, Projektoren, Monitoren, Soundbars, Spielkonsolen und vielen anderen wieder. Vor fast 20 Jahren wurde HDMI entwickelt, um unkomprimierte digitale Video- und Audio-Daten über eine zuverlässige physische Verbindung zu übertragen. Es basiert auf dem bestehenden DVI (Digital Visual Interface) High-Speed-Serien-Link, der für die Übertragung von Videosignalen an Computerdisplays verwendet wird. Durch die Hinzufügung von Steuerungs- und Gerätekommunikationsfunktionen sowie digitalen Audioformaten wurde HDMI geschaffen. In diesem Beitrag liegt der Fokus auf der Audiodarstellung mittels ARC und eARC, welche nur über HDMI-Verbindungen möglich ist.
Was ist HDMI ARC?
Audio Setup mit HDMI ARC (Audio Return Channel)
Seit der HDMI-Version 1.4 (2009) können Geräte ARC (Audio Return Channel) verwenden. ARC ist eine zusätzliche Audioverbindung, die externe Kabel zwischen dem Fernseher und dem AV-Receiver, der Soundbar oder einem Aktivlautsprechersystem ersetzen soll, um die Einrichtung zu vereinfachen. Das Wort „Return“ bezieht sich darauf, dass Audiosignale, die vom Fernseher kommen und über das bereits bestehende HDMI-Kabel, das den Fernseher mit dem AV-Receiver/Soundbar/Aktivlautsprecher verbindet, zurückgesendet werden kann. Die maximale Datenrate, die den Audiosignalen via ARC zur Verfügung steht, liegt übrigens bei gerade einmal 1 Mbit/s.
Kurz gesagt: HDMI-Verbindungen für Bild und Ton funktionierten bislang immer nur in eine Richtung. Mit ARC kann jetzt zumindest das Audiosignal auch in die andere Richtung verlaufen.
Mit (e)ARC können Audiodaten übe rein HDMI-Kabel in beide Richtungen übertragen werden
Wenn ein Gerät kein ARC unterstützt, können Audiosignale immer noch über eine HDMI-Verbindung übertragen werden, jedoch nur in eine Richtung, zum Beispiel von einem Blu-ray-Player an einen Fernseher. Wenn ein HDMI-Anschluss jedoch eines der Audio-Return-Channel-Features unterstützt, kann er in beide Richtungen Audiosignale übertragen und dem Benutzer somit einen Audio-Eingang und Audio-Ausgang zur Verfügung stellen.
Vorteile für Streaming-Apps und Konsolen
Die Vorteile der Rückführung werden deutlich, wenn der Fernseher oder Projektor das Audiosignal empfängt oder produziert. Das liegt daran, dass es praktisch keine Möglichkeit gibt, das geschützte Audiosignal von integrierten Streaming-Apps wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video außerhalb des Fernsehers unverfälscht und in bester Qualität zu übertragen. Auch der In-Game-Sound, wie er von einer Xbox Series X oder PlayStation 5 an den TV übertragen wird, kann mittels ARC und eARC an ein Soundsystem weitergereicht werden. Denn viele Spiele profitieren von einer hochwertigen Audiodarstellung – egal ob Surround oder 3D-Sound – die sich mit einem internen Soundsystem eines Fernsehers nur eingeschränkt darstellen lässt.
Ohne HDMI ARC/eARC ist die Anzahl der angesteuerten Lautsprecher eingeschränkt, eine zusätzliche Verbindung (optisch / digital) wird benötigt.
Obwohl es auch andere Möglichkeiten gibt, Audiosignale von Wiedergabegeräten an einen AV-Receiver oder eine Soundbar zu übertragen, wie z.B. über eine optisch-digitale Verbindung (TOSLink oder S/PDIF), hat dieser Standard einige Einschränkungen. Die Kabelverbindung ist sehr anfällig für Beschädigungen und die maximale Qualität beschränkt sich auf Stereo (PCM) oder 5.1 Surround Sound (Dolby Digital, DTS). Möglicherweise ist an dieser Stelle eine Tabelle zum Vergleich der verschiedenen Übertragungstechnologien angebracht:
Vergleich der Übertragungstechnologien optisch, ARC und eARC mit unterstützten Audio-Features
HDMI-ARC unterstützt nicht die Audioformate Dolby TrueHD, Dolby Atmos, DTS-HD Master Audio oder DTS:X, die auf Blu-ray oder 4K-Blu-ray-Discs zu finden sind. Es wird höchstwahrscheinlich nur ein 5.1-Datenstrom übertragen. Da die Unterstützung nicht für jeden Audio-Codec obligatorisch ist, sollte man nicht davon ausgehen, dass der Fernseher über den Rückkanal einen 5.1-Dolby-Digital- oder DTS-Soundtrack senden wird. Einige Fernseher senden nur Dolby Digital oder grundlegende Stereokanäle, was bedeutet, dass man möglicherweise nicht das volle Potenzial des angeschlossenen Soundsystems ausschöpfen kann.
Nochmals zum Verständnis, via ARC lassen sich Dolby Atmos und DTS:X übertragen, diese beiden Formate werden jedoch lediglich im Dolby Digital Plus (DD+) oder DTS-Container übertragen, also komprimiert. Eine vollwertige Ausgabe des 3D-Sounds funktioniert dagegen nur mit den Dolby TrueHD- und DTS-HD MA-Containern. Akustisch lässt sich zwischen einer unkomprimierten Ausgabe via eARC und einer komprimierten Ausgabe mit ARC doch deutliche Unterschiede heraushören – vorausgesetzt die Soundanlage kann diese auch akustisch darstellen.
Was ist HDMI eARC?
HDMI eARC schöpft das volle Potenzial der Audioquelle aus, inkl. 3D-Sound (Dolby Atmos / DTS:X / Auro-3D)
HDMI Enhanced Audio Return Channel (eARC) ist eine Funktion, die im November 2017 vorgestellt und mit HDMI Version 2.1 eingeführt wurde. eARC funktionierte jedoch bereits unter HDMI 2.0 bzw. wurde von einigen TV-Herstellern mit dieser Schnittstellen-Version angeboten. Auf der Audio-Seite markierte HDMI Version 2.0 einen bedeutenden Fortschritt, da die maximale Anzahl unterstützter Audio-Kanäle von 8 auf 32 erhöht wurde, während die maximale Abtastrate von 192 kHz pro Kanal beibehalten wurde. Mit HDMI 2.1 bzw. eARC war es jedoch erstmals möglich, objektbasierte immersive Audioformate wie Dolby Atmos und DTS:X in vollem Umfang zu übertragen. Zum Vergleich, den verarbeitenden Geräten stehen 37 Mbit/s für den Audiostream zur Verfügung, unter ARC sind es lediglich 1 Mbit/s. So ist es z.B. auch möglich, einen unkomprimierten PCM-Audiostream mit 8 Kanälen und 24-bit zu verarbeiten. Besser könnte man ein 7.1-Soundsystem nicht bespielen.
In vielen Fällen wird eARC jedoch genutzt, um eine 3D-Soundanlage zu befeuern. Diese besteht in der Regel aus einer Surround-Ebene mit 3-7 Lautsprechern, einem Subwoofer und mehreren Treibern für die Höhen-Kanäle. Klangobjekte, die von oben auf den Zuschauer einprasseln, werden entweder mit in an der Decke verbauten Lautsprechern, oder sogenannten Reflexions-Lautsprechern, die nach oben gerichtet sind, damit die Schallwellen von der Decke abprallen können. Letztere finden sich übrigens sehr oft in High-End-Soundbars und kompatiblen Rear-Lautsprechersystemen wieder.
Welche HDMI-Kabel benötige ich für ARC / eARC?
Während ARC und eARC auf Geräteseite nur ein optionales Feature darstellt, so unterstützt ein Großteil der im Umlauf befindlichen HDMI-Kabel diese bereits. Es wird somit kein spezielles HDMI-Kabel benötigt. Einen Unterschied gibt es jedoch, während ARC mit allen Kabel-Versionen übertragen werden kann, ist für eARC die Auswahl an Kabeln etwas eingeschränkt. Nachfolgende HDMI-Kabel-Typen unterstützen die Audio-Features:
Kabel-Typ
ARC
eARC
High Speed (Standard) HDMI
•
Premium High Speed HDMI
•
•
Premium High Speed with Ethernet
•
•
Ultra High Speed HDMI
•
•
Wir würden vermuten, dass über 98 Prozent der HDMI-Kabel, die mittlerweile in Online-Shops angeboten werden, der „Premium High Speed“ oder „Ultra High Speed“-Kategorie zugeordnet werden können. Die meisten von uns werden bereits ein solches Kabel besitzen. Premium High Speed ist in der Lage eine maximale Bandbreite von 18 Gbit/s zu übertragen (HDMI 2.0), während Ultra High Speed-Kabel bis zu 48 Gbit/s (HDMI 2.1) durchschleusen können. Letztere werden auch benötigt, um z.B. 4K@120Hz Videosignale an kompatiblen Endgeräten zu verarbeiten (z.B. PS5-Konsole an 4K Fernseher mit 120Hz-Panel).
Achtung: Es gibt spezielle HDMI-Kabel, z.B. mit Glasfaser, die Daten grundsätzlich nur in eine Richtung übertragen. Die Nutzung von (e)ARC ist ggf. nicht möglich, weil sich die Geräte nicht „verständigen“ können.
Profi-Tipp (aktiviere CEC):
Ihr habt Probleme mit ARC-TV und eARC-Gerät? Das Feature will einfach nicht funktionieren und der AV-Receiver / Soundbar erkennt einfach nicht das Audiosignal? Dann liegt es womöglich daran, dass ihr die CEC-Funktion (Consumer Electronics Control) eures Fernsehers/Projektors nicht eingeschaltet habt. Viele Geräte, die ARC/eARC unterstützen, schaffen es sich nur miteinander zu verbinden, wenn CEC aktiviert ist. Aktuelle Hardware schafft dies oft auch ohne aktivierter CEC. Wer jedoch für eine Lösung für das oben beschriebene Problem sucht, sollte diesen Schritt einmal ausprobieren.
Kurz zusammengefasst:
Die wichtigsten Infos rund um ARC / eARC zusammengefasst
Mit ARC und eARC lassen sich Audiosignale über eine HDMI-Verbindung an ein kompatibles Endgerät zurückführen. Die HDMI-Verbindung funktioniert somit in zwei Richtungen.
Die HDMI-Features wurden mit dem Aufstieg der Streamingdienste immer beliebter/wichtiger. Denn nur so lassen sich die Audiosignale in bester Qualität von der integrierten App-Lösung des Fernsehers an eine externe Soundanlage übertragen.
Die Alternativen zu HDMI ARC/eARC wären eine digital-optische Verbindung via Toslink (S/Pdif), Bluetooth oder Klinkenstecker. In wenigen Fällen lassen sich die Singale auch drahtlos via WiSa übertragen.
Um die Audio-Features nutzen zu können, müssen alle Geräte in der Wiedergabekette diese unterstützen. Es reicht z.B. nicht, wenn nur die Soundbar eARC unterstützt, der Fernseher/Beamer jedoch nur ARC beherrscht.
ARC und eARC unterscheiden sich dadurch, dass eARC alle Audiosignale komplett unverfälscht und unkomprimiert wiedergeben kann, darunter auch die 3D-Soundformate Dolby Atmos, DTS:X oder Auro-3D. Mit ARC kann man dagegen immer noch sehr gut die Surround-Ebene bedienen.
FAQ – Fragen zum Thema
Kann ich ARC/eARC an meinem Fernseher / Projektor nachrüsten? Jein – es ist nicht möglich, das Feature mittels Soft- oder Hardware-Update nachzurüsten. Es gibt wenige Fälle, in denen der Hersteller diese Features erst nach dem Verkaufsstart der Hardware freischaltet. Dies wird jedoch meist in der Artikelbeschreibung angegeben. In der Regel ist ARC und eARC schon so etabliert, dass diese, sofern unterstützt, bereits ab Werk funktionieren.Mit einer externen Hardware, einem Audio-Extractor ist es jedoch möglich, ein Audiosignal, welches via eARC von einem Fernseher/Projektor kommt, dann über eine ganz normale HDMI-Verbindung an eine Soundbar und/oder AV-Receiver zu leiten. So ein Gerät bietet z.B. FeinTech an:
Benötige ich ein neues HDMI-Kabel für ARC / eARC? In der Regel nicht, außer ihr besitzt ein wirklich altes HDMI-Kabel (High Speed HDMI) aus den Jahren 2015 und davor.
Kann mein Gerät mit eARC automatisch auch ARC? Ja – wenn euer Endgerät eARC unterstützt, dann funktioniert auch ARC.
Wie viele HDMI-Eingänge für ARC / eARC sind normal? In der Regel einer. Meist wählen die Hersteller einen HDMI-Eingang aus, über den die Rückführung der Audiosignale umgesetzt werden kann. Leider liegt diese meist an einem HDMI 2.1-Eingang an, was prinzipiell nichts Schlechtes ist. Besitzt ein TV jedoch nur zwei HDMI 2.1-Eingänge, wird einer für das ARC/eARC-Feature belegt und es steht somit nur noch ein HDMI 2.1-Eingang zur Verfügung. Ärgerlich, wenn man jedoch mehrere Endgeräte mit HDMI 2.1 (PC, PS5, Xbox Series X) anschließen möchte. Uns ist derzeit nur der TV-Hersteller Philips bekannt, der eine HDMI-Verbindung mit ARC/eARC ausstattet und an allen anderen HDMI-Eingängen parallel ARC ermöglicht.
Ihr habt noch Fragen zum Thema ARC / eARC? Dann schreibt uns doch direkt über unser Kontaktformular an!
Die Audiomarken Denon, Maratz und Bowers & Wilkins wechseln erneut ihren Besitzer. Samsung Electronics kauft das Audiobusiness von Sound United über seine Tochtergesellschaft HARMAN International für 350 Millionen US-Dollar.
Mit einem Wertverlust von rund 66 Prozent verkauft der ehemalige Eigentümer Masimo die Audiosparte für Konsumenten an HARMAN International, eine Tochtergesellschaft von Samsung Electronics. Nach der Übernahme im Jahr 2022 für rund 1 Milliarde US-Dollar und einem heftigen Abstieg des Aktienkurses von Masimo, entschied sich das Unternehmen zu diesem wichtigen und richtigen Schritt. So kann sich Masimo wieder voll auf ihr Kerngeschäft im Gesundheitswesen konzentrieren und die beliebten Marken Denon, Marantz und Bowers & Wilkins können sich unter neuer Führung beweisen.
HARMAN erweitert sein Audio-Portfolio
Die Übernahme soll bis zum Ende 2025 abgeschlossen sein, man warte lediglich noch auf die regulatorischen Freigaben, damit die Marken ins Portfolio der HARMAN International eingeführt werden können. Diese besitzt bereits die Marken JBL, Harman Kardon, AKG, Mark Levinson, Arcam und Revel. Ab 2026 dürfte dann das „gemeinsame Erbe aus Innovationen und Exzellenz“ endlich weitergeführt werden. Sobald die Markenfamilie und die Mitarbeiter aus beiden Unternehmen zusammengeführt wurden, möchte man ergänzende Audioprodukte bereitstellen, die Auswahl erweitern und vor allem das Nutzervertrauen wiederherstellen. Letzteres hat über den Zeitraum der letzten 2.5 Jahre sicherlich Schaden genommen.
Letzte Chance für Denon, Marantz und B&W
Die Traditionsmarken Marantz und Denon von Sound United sollen Ende 2025 den Besitzer wechseln.
Einerseits ist es schön zu sehen, dass ikonische Marken nicht verschwinden oder sich auf einem „ewigen Abstellgleis“ wiederfinden. Auf der anderen Seite ist es doch schockierend zu sehen, wie schnell der Wertverlust im Markt für hochwertige Audioprodukte und HiFi voranschreitet. Man möchte vielleicht argumentieren, dass die Übernahme durch ein Unternehmen mit keinerlei Bezug zur Unterhaltungselektronik für rund 1 Milliarde US-Dollar ohnehin überzogen war. Der Kaufpreis von nur 350 Millionen US-Dollar wirkt aber wie ein Schnäppchen, das man sich nur mit Misskalkulation nicht erklären kann.
Wie es jetzt genau mit Denon, Marantz und Bowers & Wilkins weitergeht, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Viele Heimkino-Fans würden sich sicherlich wünschen, dass die Marken unter der neuen Führung wieder erstarken und neue AV-Produkte inkl. Soundbars und Lautsprecher unter den neuen Marken entwickelt und vermarktet werden. Wie es auch ausgeht, für die Audiomarken der Sound United ist dieser Schritt womöglich die letzte Chance, eine gewisse Relevanz im Markt zu behalten. Wir halten euch auf dem Laufenden…
Vielen Dank an unseren Leser „Daniel“ für den Hinweis!