Samsung Display: Erste QD-OLED-Prototypen gehen im Juni an Hersteller

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Erste QD-OLED-Panels in marktfähiger Qualität sollen an Dritthersteller im Juni ausgeliefert werden
Erste QD-OLED-Panels in marktfähiger Qualität sollen an Dritthersteller im Juni ausgeliefert werden

Samsung Display hat Berichten zufolge seine ersten QD-OLED-Prototypen produziert, die die Quantum-Dot-Technologie mit organischen LEDs kombiniert und möchte diese noch im Juni an Dritthersteller ausliefern.

Wir sprechen hier von fortgeschrittenen Protypen die in ihrer Qualität dem entsprechen, was der Hersteller aus der Massenproduktion erwarten kann. Auf Basis dieser QD-OLED-Displays können interessierte Dritthersteller (ggf. TCL, Sony, Panasonic oder Philips) neue TV-Geräte entwickeln, die auf der neuen Displaytechnologie aufbauen. Offen bleibt die Frage, ob die produzierten Prototypen von Samsung Display auch in die eigene Unterhaltungselektronik-Entwicklung von Samsung Electronics aufgenommen werden. Die Verantwortlichen für die TV-Sparte hatten sich ja bislang gegen QD-OLED „gewehrt“, weil man die Vorteile der QLED-TVs wie z.B. der hohe Helligkeitswert, die nicht vorhandene Burn-In-Gefahr oder die geringe Reflexionsrate (der High-End Modelle Q90T/Q90A aufwärts) nicht gefährden wollte.

QD-OLED besser als OLED?

Samsung QD-OLED TV 2021
Vizepräsident Lee Jae-yong von Samsung Electronic inspiziert einen QD-OLED-Prototyp (TV) || Bild: thelec.kr

QD-OLEDs sind auf dem Papier der etablierten OLED-Technologie überlegen. Es wird z.B. auf eine erhöhte Helligkeit und Kontrast spekuliert. Zudem soll die Farbdarstellung durch das Quantum Dot-Material ebenso besser sein – vor allem bei Farben mit hoher Luminanz. Die QD-OLED-Panels setzen auf blaue OLED-Pixel als Helligkeitsgeber mit einem roten und grünen QD-Farbfilter. Die OLED-Panels von LG Display können Farben in hohen Luminanzen nur mit Hilfe des weißen Subpixels darstellen (WRGB). Das führt in einigen Fällen zu einer schwachen Farbdarstellung und den Verlust von Details in sehr hellen Bildbereichen.

180.000 Displays mit 55 Zoll pro Monat

Sollte sich ein Dritthersteller dafür entscheiden die QD-OLED-Displays von Samsung Display zu verwerten, kann die Produktion sofort in der neuen Q1 Gen 8.5-Produktionsanlage anlaufen. Die Kapazität der Anlage wird mit rund 30.000 Substraten pro Monat angegeben. Das entspricht rund 180.000 Displays mit 55 Zoll oder 90.000 Panels mit 65 Zoll. Auf jeden Fall könnte Samsung mit einem Konkurrenzprodukt auf OLED-Basis den Mitbewerber LG Display ganz schön unter Druck setzen. Letzterer hatte jetzt fast über 6 Jahre ein Monopol auf das „High-End-OLED-Segment“ und bestimmte entsprechend auch die Preise.

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