Yamaha bringt mit der B200A im November 2026 eine besonders kompakte Soundbar mit Dolby-Atmos-Unterstützung auf den Markt. Die nur 60 Zentimeter breite 2.1-Lösung richtet sich an kleinere Fernseher, Monitore, Schlafzimmer und Gaming-Setups. Echten 3D-Klang mit Höheninformationen sollte man bei diesem Aufbau allerdings nicht erwarten.
Yamaha erweitert seine Kompaktklasse um die B200A. Das neue Modell folgt auf die Yamaha SR-C20A, behält deren äußerst platzsparendes 60-cm-Format praktisch bei und ergänzt es um HDMI-eARC sowie Dolby Atmos. Mit 600 × 64 × 94 Millimetern passt die Soundbar auch unter kleinere Fernseher oder auf einen Schreibtisch, ohne Gefahr zu laufen ins Bild zu ragen. Im Inneren arbeiten zwei 4,6-cm-Breitbandlautsprecher für den linken und rechten Kanal. Für den Tiefton ist ein integrierter 7,5-cm-Subwoofer zuständig, der von zwei gleich großen Passivradiatoren unterstützt wird. Die gesamte Nennleistung beträgt 70 Watt: 2 × 20 Watt für die Frontkanäle und 30 Watt für den Bassbereich.
Dolby Atmos ohne Höhenlautsprecher

Der entscheidende Unterschied zur bisherigen SR-C20A ist die Dolby-Atmos-Kompatibilität. Die B200A besitzt jedoch weder nach oben abstrahlende Treiber noch separate Rear-Lautsprecher. Der räumlichere Eindruck wird deshalb vollständig per Signalverarbeitung aus der 2.1-Konfiguration erzeugt.
Was Dolby Atmos grundsätzlich leisten kann, ist damit nicht automatisch mit dem zu verwechseln, was die kleine Yamaha in der Praxis umsetzen kann. Dialoge, Effekte und die Klangbühne dürften gegenüber den TV-Lautsprechern besser klingen. Echter 3D-Sound wie es bei Soundanlagen mit dedizierten Lautsprechern im 5.1.2- oder 7.1.2-Verbund der Fall ist, darf man nicht erwarten. Selbst Soundbars mit nach oben abstrahlenden Lautsprechern, Rear-Lautsprechern und externem Subwoofer dürften hier deutlich mehr dreidimensionale Akustik bieten.
„Dolby Atmos“ beschreibt bei der B200A daher vor allem die Verarbeitung des Tonformats, nicht den Aufbau eines vollwertigen Atmos-Lautsprechersystems. Yamaha ergänzt die Ausstattung um Clear Voice für besser verständliche Dialoge und Bass Extension. Dazu kommen vier Klangmodi für Filme, Standardwiedergabe, Stereo und Gaming.
eARC ist ein echter Fortschritt gegenüber der SR-C20A

Über HDMI-eARC/ARC lässt sich die B200A direkt mit dem Fernseher verbinden und komfortabel über dessen Fernbedienung steuern. Zusätzlich stehen ein optischer Digitaleingang und ein 3,5-mm-Klinkeneingang bereit. Gegenüber der SR-C20A mit einfachem ARC ist eARC die sinnvollere Basis für moderne TV- und Streaming-Setups. Bluetooth 5.3 mit Multipoint erlaubt zudem, zwei Geräte mit der Soundbar zu koppeln.
| Modell | Yamaha B200A | Yamaha SR-C20A |
|---|---|---|
| Breite | 60 cm | 60 cm |
| Kanäle | 2.1 | 2.1 |
| Leistung | 70 Watt | 100 Watt |
| Raumklang | Dolby Atmos, virtuell erzeugt | Virtual Surround |
| HDMI | eARC/ARC | ARC |
| Subwoofer | integriert | integriert |
In den USA soll die Yamaha B200A ab November 2026 für 249,95 US-Dollar erhältlich sein. Für Europa werden ebenfalls November und ein Preis von 299 Euro genannt. Eine deutsche Produktseite oder eine verbindliche deutsche UVP gibt es bislang jedoch nicht. Der Europreis sollte deshalb zunächst noch mit Vorsicht genossen werden. Mit einem erwarteten Preis von 300 Euro muss Yamaha noch beweisen, dass die Klangqualität den Aufpreis rechtfertigt. Und würde vor allem interessieren, wie sich der neue Klangriegel zum Vergleichsmodell SR-C20A schlägt, welches ja noch mit 100 Watt statt 70 Watt Gesamtleistung angeboten wurde.
Technische Daten der Yamaha B200A

- 2.1-Soundbar mit integriertem Subwoofer
- 70 Watt Gesamtleistung
- 2 × 4,6-cm-Breitbandlautsprecher
- 1 × 7,5-cm-Subwoofer plus 2 × 7,5-cm-Passivradiatoren
- Dolby Atmos, Clear Voice und Bass Extension
- HDMI-eARC/ARC, optischer Eingang und 3,5-mm-Aux
- Bluetooth 5.3 mit Multipoint, SBC und AAC
- 600 × 64 × 94 mm, 1,8 kg

