Eine aktuelle Studio der Filmförderungsanstalt (FFA) belegt: 3D-Filme so beliebt wie noch nie sind. Leider gilt dieses Ergebnis nur für den Kino-Markt. Im privaten Unterhaltungssektor zeichnet sich ein anderer Trend für 3D ab.


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Die Zahlen der FFA klingen vielversprechend. Bereits jeder vierte Kinofilm, genau gesagt 25,6 Prozent, in 2016 erschien in 3D. Ein rasanter Anstieg von 21,9 Prozent in 2015. Auch die Bewertung der Besucher fällt überdurchschnittlich gut aus. Die Filme bekamen eine durchschnittliche Wertung von 1.49. Die beste Bewertung fiel übrigens auf Mavels „Doctor Strange“ mit Benedict Cumberbatch mit einer Wertung von 1.37. Obwohl die Besucherzahlen in den Lichtspielhäusern insgesamt rückläufig waren, konnten 31.3 Millionen Tickets, also rund 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr, gelöst werden. Die 3D-Neustarts stieg von 38 auf 44 Titel. Neue Kino-Techniken wie „Cinema 3D“ das erstmals bei „Avatar 2“ zum Einsatz kommen soll, könnten dem Format zudem neues Leben einhauchen.

3D in den eigenen 4 Wänden stirbt aus

In den eigenen vier Wänden ist 3D auf lange Zeit sicherlich kein Thema mehr. Während die Filmstudios immer noch fleißig populäre Blockbuster auf 3D Blu-ray veröffentlichen, kehrt die Elektronik-Industrie der „dritten Dimension“ den Rücken. Vor allem TV-Hersteller streichen das Feature bereits aus ihrem Produkt-Portfolio. Unter den namhaften Herstellern bringt eigentlich nur noch Panasonic einen Fernseher mit 3D-Unterstützung auf den Markt. Beamer, AV-Receiver und Blu-ray Player unterstützen das Feature noch in den meisten Fällen. Im Fernsehen ist 3D schon lange kein Thema mehr. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Sky 3D schließt und somit einer der letzten 3D-Kanäle verschwindet.

VR: Bekommt 3D eine neue Chance?

Auf lange Zeit gesehen, wird 3D wohl aus den Wohnzimmern verschwinden, oder von neuen Techniken ersetzt. Im Ultra HD Standard ist zumindest keine Weiterentwicklung von 3D vorgesehen. Hochauflösende Virtual Reality Brillen wären dagegen in der Lage ein immersives 3D-Gefühl zu vermitteln. Die Anschaffungskosten der Hardware ist aber hier verhältnismäßig hoch. Zudem möchte nicht jeder Nutzer sich für 2 Stunden eine VR-Brille auf den Kopf setzen.

Via: Mediabiz.de

 

3D beliebt wie nie – leider nur im Kino
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