5 Tipps für bessere Raumakustik im Heimkino

Ihr wollt die Raumakustik in eurem Wohnzimmer oder Heimkino verbessern? Mit diesen 5 Tipps könnt ihr euren Heimkino-Sound zum größten Teil selbst optimieren.


Das Thema Raumakustik, egal ob im Studio, im Wohnzimmer oder im Heimkino ist umfangreich und zum Teil recht komplex. Es gibt jedoch einige Regeln, die einfach beachtet gehören, um der Soundanlage einen guten Klang zu entlocken. Dabei ist es egal, ob man nur ein Stereo-Setup, eine Surround-Sound-Anlage oder gar ein vollwertiges 3D-Soundsystem für Dolby Atmos, DTS:X und/oder Auro-3D sein Eigen nennt. Es gibt sogar Unterschiede, welche akustischen Signale man verarbeiten möchte. Für Musik gelten z.B. bei der Nachhallzeit andere Regeln, als bei Kinosound. Wir möchten Anfängern, aber auch fortgeschrittenen Nutzern, eine kleine Hilfestellung geben und zählen die in unseren Augen (oder besser gesagt Ohren) fünf besten Tipps auf, um die Raumakustik im Wohnzimmer oder Heimkino zu verbessern.

1. Wir starten mit dem Bass (Subwoofer)

Bereits beim ersten Schritt scheiden sich ggf. die Geister. Viele würden nämlich als Erstes sicherlich erst einmal die Lautsprecher im Stereo-Dreieck (später dazu mehr) ausrichten. Wir finden jedoch, man sollte auf jeden Fall mit dem Subwoofer/Bass beginnen, da sich damit das „akustische Spielfeld“ für weitere Schritte optimieren lässt.

Wir regen den akustischen Raum im niedrigen Frequenzbereich mit unserem Subwoofer an
Wir regen den akustischen Raum im niedrigen Frequenzbereich mit unserem Subwoofer an (Bild: SVSound)

Wer keinen Subwoofer hat, sollte darüber nachdenken, sich einen anzuschaffen und in sein Lautsprecher-Setup zu integrieren. Wer bereits einen Subwoofer besitzt, sollte sich ggf. noch einen einen zweiten oder dritten Sub anzuschaffen. Und keine Angst, das hat nichts mit „schau mal, wie krass das hier scheppert“ zu tun. Denn je mehr Chassis im Tieftonbereich (Subwoofer) im Einsatz sind, desto gleichmäßiger lässt sich der Raum „anregen“. So können Überlagerungen von Schallwellen, auch Raummoden genannt, reduziert werden. Überhöhungen am Hörplatz, die im extremen Fall bis zu 20 Dezibel betragen können, sollten mit einem, zwei oder gar drei Subwoofern nicht mehr auftreten.

Wer jetzt sagt, diese Überhöhungen kann ich doch auch über einen Equalizer herausrechnen, dem können wir nur zustimmen. Wir persönlich sind jedoch der Meinung, dass eine physikalische Lösung in diesem Fall einer elektronischen Behebung vorzuziehen ist. Bei einer Behebung mit dem Equalizer bleibt uns z.B. immer noch die Nachhallzeit bestehen, welche sich mit der physikalischen Lösung bereits etwas optimieren lässt.

1.1 Stellt euren Bass in ein Minima

Als untergeordneten Hinweis (sozusagen ein „Sub-Tipp“) möchten wir euch noch folgendes mitgeben. Stellt euren Bass/Subwoofer im Raum immer in ein Minima und nicht in ein Maxima des Raumes. Im Maxima hat der Bass die meiste Kraft und im Minima die geringste. Das bedeutet nicht, dass wir im Minima von unserem Subwoofer nichts mehr mitbekommen, sondern, dass alle Personen im Raum die gleiche Bass-Intensität erfahren.

Bass Subwoofer Minima Maxima Raumakustik
Einfaches Modell. In den grünen Bereichen (Minima) sollte der Subwoofer aufgestellt werden. Das Maxima und die eher toten Bereiche in der Mitte (rot) sollten vermieden werden.

Also vermeiden wir die Maxima, die sich in den Ecken des Raumes und jeweils an den Mitten der Seitenwände befinden. Und ja, ein Subwoofer sieht in der Ecke stehend ganz gut und aufgeräumt aus, mit einer dreifachen Stärkung des Reflexionsschalls (zwei Seitenwände + Boden) ist diese Position aber einfach nur suboptimal.

Die Minima lasst sich ganz einfach ermitteln. Hierzu wird einfach ein Viertel der Raumbreite/-länge genommen. In einem rechteckigen Raum mit 5 x 3 Metern würde der Subwoofer mit 0.75 x 1.25 Meter von einer Ecke entfernt optimal stehen.

2. Lautsprecher korrekt ausrichten (Stereodreieck)

Wenn ihr den Begriff „Stereodreieck“ noch nicht gehört habt, dann habt ihr womöglich eines der größten Potenziale für eine optimale Raumakustik noch nicht ausgeschöpft. Denn die korrekte Ausrichtung der Haupt-Lautsprecher, also der linken und rechten Stereo-Treiber, gehört neben dem Subwoofer wohl zu den wichtigsten Regeln in der Raumakustik. So lenken wir den Direktschall der Lautsprecher auf den Sweet Spot, also der Position, an der am Ende der Zuschauer sitzt. Dabei ist es wichtig, dass die Klangwellen der Stereo-Lautsprecher zum gleichen Zeitpunkt beim Zuschauer ankommen – Stichwort symmetrische Abstände.

Stereodreieck Lautsprecher erklärt
In einem Stereodreieck trifft der Schall des linken und rechten Lautsprechers im 30° Winkel und im gleichen Abstand auf den Zuhörer

Markiert euch als Erstes, wo eure Sitzposition liegt. Hier ist wichtig, dass ihr wirklich den Punkt „markiert“, an dem sich am Ende euer Kopf befindet, wenn ihr Musik, Filme oder Serien genießt. Von dort aus könnt ihr mit einem Maßband ausmessen, ob die Abstände zu den Lautsprechern gleich sind. Dieser Abstand, in unserem Beispiel 3 Meter, sollte dann auch zwischen den beiden Lautsprechern liegen. Die Lautsprecher sollten auch direkt auf die Sitzposition ausgerichtet sein. Am Ende ergibt sich daraus ein gleichschenkliges Dreieck.

Wer jetzt einen Schritt weitergehen möchte, sucht sich die Vorgaben für die Platzierungen der Lautsprecher von Dolby, DTS bzw. Auro-3D raus (je nachdem, auf welches Setup man optimieren möchte) und versucht die anderen Lautsprecher anhand der Ausgangsposition der Stereo-Lautsprecher anzugleichen. Alle Möglichkeiten hier aufzulisten, würde leider den Rahmen des Beitrags sprengen. Aber mit den korrekt positionierten Stereo-Lautsprechern, ist die Positionierung des Centers, der Surround- und Rear-Lautsprecher definitiv einfacher.

Auch wenn man die Lautsprecher nicht optimal aufstellen, z.B. nicht in Richtung des Zuhörers drehen kann, sollte man dennoch auf symmetrische Raumverhältnisse achten
Auch wenn man die Lautsprecher nicht optimal aufstellen, z.B. nicht in Richtung des Zuhörers drehen kann, sollte man dennoch auf symmetrische Raumverhältnisse achten

Wir wissen, dass es nicht in allen Wohnsituationen möglich ist, das Stereodreieck perfekt einzuhalten. Manchmal sitzt man mit der Couch einfach zu weit weg, als dass man die Lautsprecher optimal ausrichten könnte, oder die Lautsprecher lassen sich einfach nicht im gleichen Abstand zum Zuhörer aufstellen. Trotzdem sollte man versuchen, diese Faustregel so gut wie möglich umzusetzen. Es gilt, jeder Zentimeter kann das Hörerlebnis verbessern. Am Ende ist es dringend, auf die Symmetrie zu achten.

2.1 Die Couch gehört weg von der Wand!

Ein weiterer Tipp, der viel für die Raumakustik leistet, ist die Bestimmung des Sitzplatzes. Im Heimkino werden die Sitzmöglichkeiten meist auf 1/3 der Gesamtlänge des Raumes gelegt. Bedeutet bei einem Heimkino mit 6 Metern Länge, ist hinter den Kinosesseln rund 2 Meter Platz. Nach vorn zur Leinwand/TV-Gerät sind es dann um die 4 Meter Entfernung. Das macht man natürlich nicht, um hinter den Sesseln oder Sofas besser Staubsaugen zu können (obwohl das natürlich hilft), sondern um eine „verzerrte Akustik“ durch Reflexionen zu vermeiden. Zudem lassen sich so Surround-Lautsprecher und ggf. Rear-Lautsprecher definitiv besser um die Zuschauer platzieren.

3. (Erst-) Reflexionspunkte ausmachen

Wir haben den Raum mit unserem Subwoofer angeregt und unser Stereodreieck optimal ausgerichtet. Nun gilt es, die akustischen Reflexionspunkte, primär die Erstreflexionspunkte auszumachen. Frühe Reflexionen (erste) haben eine hohe Schallenergie. Diese prallt dann von Wänden, Fenstern usw. ab und trifft verzögert zum ersten Akustikstrahl beim Zuhörer ein. Dieser verzögerte indirekte Schall kann vom Zuschauer wahrgenommen werden, viele haben sich jedoch nie um das Thema Reflexionspunkte gekümmert und kennen daher womöglich nur diesen „verzerrten“ Klangeindruck. Erst nach einer Bereinigung mit Absorbern, die den Schall so gut wie möglich „schlucken“ wird erst klar, was für eine Klangperformance die heimische Audioanlage wirklich leisten kann.

Erstreflexionspunkte (Rot) und weitere Reflexionspunkte (Gelb) zeigen, wo akustische Absorber/Diffusoren zum Einsatz kommen sollten.
Erstreflexionspunkte (Rot) und weitere Reflexionspunkte (Gelb) zeigen, wo akustische Absorber/Diffusoren zum Einsatz kommen sollten.

Um die Reflexionspunkte zu ermitteln, ist es am besten, man erstellt von seinen Räumlichkeiten einen exakten Plan, auf der ihr Wände, Säulen, Lautsprecher und die bevorzugte Sitzposition (ggf. mehrere Sitzpositionen) einträgt. Und jetzt versetzen wir uns zurück in unsere Schulzeit und berechnen die Punkte mit der Spiegelmethode. Hierbei gilt, Einfallswinkel = Ausfallswinkel.

Reißbrett, Geodreieck und Lineal

Optimal wäre es, wenn man auf einem schön großen Plan mit zwei Geodreiecken arbeitet. Es gibt auch Programme, zum Teil sogar kostenlos und online, mit denen sich Reflexionspunkte berechnen lassen. Selbst in unserem Grafikprogramm, haben wir es relativ gut hinbekommen, die Erstreflexionspunkte (Rot) und die weiteren Reflexionspunkte (Gelb) festzulegen. Man erkennt schnell, wo man mit Absorbern arbeiten sollte. Reflexionspunkte im Wohnzimmer, die z.B. auf Fenster oder Fenstertüren treffen, sollten mit Vorhängen abgeschwächt werden.

Geometrie Planung Raumakustik
Beim Rausrechnen der Reflexionspunkte fühlen wir uns in die Schulzeit zurückversetzt

Die Berechnung aller Reflexionspunkte kann gut und gerne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Hierbei sollte man Reflexionen, die hinter dem Zuhörer auftreten sowie Deckenreflexionen nicht vergessen. Es gilt, je genauer die Vorarbeit, desto einfacher und präziser lassen sich am Ende die Absorber positionieren.

Absorber oder Diffusor?

Links ein Breitband-Absorber gegenüber einem Diffusor (rechts)
Links ein Breitband-Absorber gegenüber einem Diffusor (rechts) || Bild: MWAcoustics & t.akustik

Wer sich fragt, soll ich einen Absorber (schluckt den Schall) oder lieber einen Diffusor (verteilt den Schall) einsetzen, dem sei ganz klar der Absorber empfohlen. Diese sind weitaus günstiger und man kann damit einfacher arbeiten und auch mit weniger Fachwissen gute Ergebnisse erzielen.

4. Nachhallzeit messen

Wenn wir jetzt unser Wohnzimmer oder Heimkino mit absorbierenden Materialien optimiert haben, können wir anhand der Nachhallzeit messen, ob unsere Maßnahmen und Berechnungen einen Effekt hatten. Die Nachhallzeit ist die Zeit, in der die Schallenergie nach Abschalten der Schallquelle auf ein Millionstel (um 60dB) abfällt.

Die Nachhallzeit sollte für Filme und Serien zwischen 200 und 250ms betragen
Die Nachhallzeit sollte für Filme und Serien zwischen 200 und 250ms betragen

Bedeutet, wir haben den direkten Schall vom Lautsprecher zum Zuhörer, einzelne Reflexionen, die im Bestfall bereits durch Absorber deutlich abgeschwächt sind und dann den Nachhall, der nur bei unoptimierten Räumen groß ins Gewicht fallen dürfte. Zwischen Direktschall und dem Ende der Nachhallzeit, also wenn der Schall um 60dB abgefallen ist, sollten bei für Musik optimierten Räumen (abhängig von deren Volumen) zwischen 300 und 400ms vergehen. Bei Filmen und Serien sollten es nur 200-250ms sein, da sonst der Nachhall negativ auffällt, da Klangeffekte asynchron zum Bild vom Zuschauer wahrgenommen werden.

So weit, so gut. Jedoch ist eine Messung für Laien sicherlich nicht einfach und in den meisten Fällen mit einem Geldaufwand verbunden. Optimal, wenn man einen Freund hat, der bereits entsprechendes Messequipment besitzt und für ein Bier und eine Pizza entsprechende Messungen anstellen kann. Alle anderen dürfen sich natürlich gerne in die Thematik des Messvorgangs einlesen oder man behilft sich wirklich mit einem Profi, der für einen festgelegten Betrag die Messungen vornimmt. So bekommt ihr vielleicht auch gleich noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag, sollte etwas im Rahmen der Messung auffallen.

5. Heimkinoraum nach dem LEDE-Prinzip optimieren

Der letzte und wohl am aufwendigsten umzusetzende Tipp ist, den Heimkinoraum nach dem LEDE-Prinzip zu optimieren. Hier sei gleich gesagt, dass dies im Wohnzimmer einfach nicht funktionieren kann und ist somit nur eine Empfehlung für Enthusiasten.

LEDE steht für „Live End Dead End“. Der vordere Bereich des Raumes, wo die meisten Lautsprecher stehen, wird so gut wie „schalltot“ gemacht und im hinteren Bereich des Raumes werden die Schallwellen mit Diffusoren verworfen. So kann man die sogenannte Schallglocke verbessern und Reflexionen deutlich reduzieren. Der Direktschall kann so am besten wahrgenommen werden, da der indirekte Schall im hinteren Teil des Raumes nicht auf einen Punkt gebündelt trifft, sondern durch die Diffusoren auf so viele Punkte aufgeteilt werden.

Beim LEDE-Prinzip (Live End Dead End) wird der vordere Teil des Heimkinos (Dead End) mit Absorbern (rot) ausgestattet um frühe Reflexionen zu vermeiden, während um die Sitzplatzpositionen (Live End) mit Diffusoren gearbeitet wird.
Beim LEDE-Prinzip (Live End Dead End) wird der vordere Teil des Heimkinos (Dead End) mit Absorbern (rot) ausgestattet um frühe Reflexionen zu vermeiden, während um die Sitzplatzpositionen (Live End) mit Diffusoren gearbeitet wird.

Wer sich jetzt die Frage stellt, wieso nicht den Raum komplett mit Absorbern ausstatten und schalltot machen, dem sei gesagt, dass sich so ein Raum ohne jegliche Schallreflexionen unwirklich anfühlt und sicherlich nicht zu einem behaglichen Kinoabend einlädt. Wir waren schon einmal in einem fast schalltoten Raum, als wir das „Labor“ von Samsung Audio besucht haben. Faszinierend, aber auf längere Zeit sicherlich nicht angenehm.

Den Heimkinoraum komplett schalltot zu machen, sollte nie das Ziel sein
Den Heimkinoraum komplett schalltot zu machen, sollte nie das Ziel sein

Auch hier gilt, wer möchte, kann statt Diffusoren auch erst einmal zu einzelnen Absorbern im hinteren Teil des Raumes greifen. Wieso? Weil Absorber weitaus günstiger sind als Diffusoren, auch die Anbringung ist ggf. einfacher. Und der akustische „Gewinn“ zwischen Diffusor und Absorber steht ggf. nicht im Verhältnis zum Preis. Man sollte es jedoch nicht übertreiben (schalltoter Raum)! Wir verstehen jedoch, wenn jemand das letzte Quäntchen an Akustikleistung aus seiner Anlage holen und lieber mit Diffusoren arbeiten möchte.

In Kürze: 5 Tipps zur Optimierung der Raumakustik

Das waren unsere 5 Tipps um die Raumakustik im Heimkino oder Wohnzimmer zu verbessern. Anbei nochmals in Kürze:

  • Sorgt für ausreichend Bass-Leistung / Subwoofer, um den Raum zu „beleben“
  • Richtet eure Lautsprecher so gut wie möglich aus und denkt an das Stereodreieck
  • Findet die Reflexionspunkte der Lautsprecher und versorgt diese mit Absorbern, Akustikvorhängen etc.
  • Messt die Nachhallzeit und erkennt so Schwachstellen in eurem Lautsprecher-Absorber-Setup
  • Heimkinoräume können nach dem LEDE-Prinzip (Live End – Dead End) optimiert und für eine gute Klangperformance optimiert werden.

Vielen Dank an Nils Hitschke von FM-Audio für die Inspiration und Zusammenarbeit!

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse

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18 Kommentare
  1. Die Tipps basieren zum Groß Teil auf Theorie. Zum Thema Subwoofer wurde erwähnt Kauf mehrere und der Bass ist Gleichmäßiger, in der Theorie ja in der Praxis gehört deutlich viel mehr dazu. Einfach hinstellen wird nicht funktionieren, dazu muss das Delay perfekt angeglichen werden und der Frequenzgang ebenfalls angepasst werden ohne jetzt zu weit ins Detail zu gehen. Durch die maximale Anregung des Raums kann die Aufstellung im Eck ebenfalls zum Vorteil genutzt werden, wenn dieser mit entsprechender Software entzerrt wird. Es hat fast keiner die Idealen Raummaße daher sind einige der Tipps in der Praxis kaum anwendbar, das sollte erwähnt werden.

  2. nach meiner erfahrung bietet ein normal eingerichteter raum (z.b couch, teppich, pflanzen, bücherregale, gardinen, bilder etc.) meist schon eine sehr gute raum akustik. die tipps hier sind für einen individuellen leeren raum auf jeden fall klasse.

    bei standboxen vorne kann man auch mal schauen ob der hochtöner weit über dem ohr des hörers abstrahlt und ggf. nach unten korrigieren. ob die vorderen boxen eingedreht werden sollte man durch probehören herausfinden das kann sehr abhängig vom LS sein.

    hätte mal wieder bock heimkino sound aufzubauen aber bin mit stereo gerade super zufriednen für alles 🙂

    danke für den klasse artikel

    • Die blauen Balken sollten „Entfernungen“ darstellen. Also 0,75m von der rechten Wand und 1,25m von der unteren Wand entfernt. Aber ja, ist schwer korrekt anzugeben. Man könnte die Werte auch tauschen und damit die Stellen an der Wand selbst markieren. Ich korrigiere hier ggf. noch. Danke für den Hinweis.

  3. Das sind auf jeden Fall interessante Tipps. Die scheinen sich aber eher auf Räume mit nackten Wänden zu beziehen.
    Wie wirken sich denn z. B. Regale voller Bücher und optischer Discs auf die Akustik aus? Sind das dann eher Absorber oder Diffusoren?

    • Regale mit Inhalt sind dann eher Diffusoren. Der Unterschied von Absorbern und Diffusoren ist (wenn ich Falsch liege bitte korrigieren) folgender.

      Ein Absorber ist ein weiches Material, z.b. ein Wandtepich, ein Kissen das an der Wand hängt, ein Kuscheltier … usw ..Glas/Steinwolle an den Wänden. Etwas weiches halt das du so leicht zusamendrücken kannst.

      Ein Diffusor ist Hart. Holz, Stein spezielen Schallbrechende Formen, Die Wand selbst ist sozusagen ein Diffusor nur ohne Schallbrechende Form. Etwas festes halt, nur mit möglichst vielen Ecken und Kanten

      • Würde ich so unterschreiben. Eine Couch hat z.B. eher Eigenschaften, die einem Absorber gleichen, während ein Buchregal eher einem Diffusor gleichkommt. Auch Bilder an der Wand, sofern bespannt und nicht mit Glasplatte davor, fungieren geringfügig als Absorber, eine Pflanze in der Ecke mit vielen Blättern (Diffusor) usw. Jedoch liefern Alltagsgegenstände im Wohnzimmer oder Heimkino selten optimale Eigenschaften mit sich, mit denen sich die Raumakustik verbessern lässt. Für eine gezielte Optimierung und gute Ergebnisse, sind Absorber (ggf. Diffusoren) unabdingbar.

      • Das sollte dann ja eigentlich heißen, dass Bücher beide Eigenschaften mehr oder weniger kombinieren. Sie sind weder sehr hart noch sehr weich und in einem echten Bücherregal (im Gegensatz zum Vorzeige-Bücherregal) ist die Form und Größe der Bücherreihen auch alles andere als geometrisch regelmäßig. Die physikalische Dichte von Büchern kann auch sehr stark variieren, z. B. nach Papier- und Covertyp.
        Danke für die Infos!

    • Also wenn du ein Regal mit vielen Büchern, DVDs, Blu-rays etc. hast, dann solltest du die Gegenstände im Regal alle mit unterschiedlichen Abständen zur Rückwand des Regals aufstellen =D Oder Bücher, Filme usw. mixen, dann ergibt sich vielleicht eine Form, die einem Diffusor am ehesten nahekommt. =) Spaß beiseite. Manche Gegenstände können sich im Raum sicher positiv auf die Akustik auswirken, aber man kann in den meisten Fällen mit etwas Hirnschmalz und Geldeinsatz noch mehr rausholen. Man erinnere sich an leer stehende Räume, wenn man z.B. umzieht oder bei einem Umzug hilft. Der Hall ist da doch immer sehr befremdlich. Im Laufe des Umzugs, wenn Kartons, Möbel usw. in die Räume gestellt werden, verändert sich die Akustik dramatisch, in den meisten Fällen zum Positiven.

      • Besonders von der Höhe und Breite der Bücher und teilweise gestapelter Disks her ist das Ganze schon ziemlich unregelmäßig. Rein vom subjektiven Höreindruck her ist die Akustik auf jeden Fall sehr brauchbar.
        Jedenfalls Danke für die Tipps.

  4. Beim Subwoofer sollte man darauf achten das der Subwoofer wenn möglich in einem Bass minima steht und nicht in einem maxima.
    Diese stellen lassen sich einfach herausfinden. man nehme die Wandbreit und teile diese durch 4. die Bass maxima (wo der Bass gefühlt am lautesten, stärksten ist) sind genau in der mitte (1/2 raumbreite/länge) und in den Ecken. Die Bass minima (wo der Bass gefühlt am leisesten, schwächsten ist) sind genau in der (1/4 raumbreite/länge) von den Ecken entfernt.
    Dort in diesen Bass minima sollte man im idealfall die Subwoofer hinstellen damit alle Personen die gleiche Bass intensitet haben.

  5. Man sollte noch hinzufügen, dass die Nachhallzeit im Bass nicht mit mit mehreren Subwoofer verringert werden kann. Und das ist auch ein wichtiger Punkt. Elektronisch lässt sich die Nachhallzeit auch nicht verringern sondern nur im Pegel absenken. Nachhallzeiten kann man nur verringern indem man seinen Raum akustisch optimiert mit beispielsweise einer Bafflewall. Elektronisch kann man den Bass auch nur auf einem Hörplatz zu optimieren.

    • Vielen Dank für den Hinweis! Wir freuen uns immer, wenn Profis unsere Beiträge noch mit zusätzlichen Details anreichern, dafür ist ja die Kommentarfunktion da. Ich habe jedoch versucht, bei allen Tipps irgendwann einen Schlussstrich zu ziehen, damit der Leser (gibt ja auch mehrere die nicht so firm in dem Thema sind) nicht überwältigt werden. Solche Details sind dann nochmals ganz gut für Beiträge, die sich z.B. speziell mit „Nachhallzeit“ beschäftigen.

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