Google Stadia: Unternehmen beantwortet Fragen zum Game-Streaming-Dienst

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Ist Googles Stadia Games Streaming Service die Zukunft der interaktiven Unterhaltung?
Ist Googles Stadia Games Streaming Service die Zukunft der interaktiven Unterhaltung?

Google Stadia wird ein neuer Dienst für Game-Streaming. Es ist also fast keine potente Gaming-Hardware mehr nötig. Bisher blieben aber noch viele Fragen zu Stadia offen. Bei Reddit hat ein Google-Mitarbeiter sich diesen Fragen aus der Community gestellt.


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Aktuell ist die Stimmung zu Stadia, vorsicht gesprochen, in Gaming-Communities eher pessimistisch. Man sagt dem Dienst keine klare Zielgruppe nach, bemängelt die Latenzen und die Tatsache, dass man Titel weiterhin zum Vollpreis kaufen muss, ohne sie aber faktisch anschließend wirklich zu besitzen. So richtet sich Stadia eher an Casual-Gamer, die weder eine Konsole noch einen Gaming-PC besitzen. Ob dieser Adressatenkreis aber den Vollpreis für Triple-A-Spiele zückt? Das ist eine Frage, die erst der Launch beantworten kann.

Googles Leiter des Stadia Produktmanagements, Andrey Doronichev, hat bei Reddit zumindest möglichst viele andere Fragen rund um den Game-Streaming-Dienst beantwortet. So stellte er klar, dass es irreführend sei, dass Stadia von einigen Websites als „Netflix für Spiele“ beworben worden sei. Genau das sei Stadia nicht. Vielmehr sei das Angebot mit PlayStation Plus oder Xbox Live Gold vergleichbar.

So sollen etwa Abonnenten von Stadia Pro monatliche Gratis-Games erhalten – genau wie bei PS Plus oder den Xbox Games with Gold. Die Spiele werden monatlich rotieren, genau wie bei den Diensten von Sony und Microsoft behält man aber Zugriff auf die Spiele, die man einmal zu seiner Sammlung hinzugefügt hat – solange das Abonnement von Stadia Pro bestehen bleibt. Wer es kündigt, verliert den Zugriff auf seine auf diesem Wege gesicherten Games, kann ihn aber zurück erhalten, wenn neu abonniert wird.

Google Stadia wird ein Gratis-Game pro Monat bieten

Letzten Endes soll Stadia den Pro-Abonnenten ein monatliches Spiel ohne Mehrkosten spendieren – den Anfang wird „Destiny 2“ machen. Google Stadia werde laut Doronichev zudem immer weiter entwickelt und später auch Achievements für Spieler integrieren. Auch Free-to-Play-Titel sollen im Angebot möglich sein, zu den Details hält man sich aber noch bedeckt. So wäre möglich, dass man die Free-to-Play-Spiele auf Pro-Nutzer einschränkt. Denn sonst würde man am Ende draufzahlen, wenn Gamer mit Stadia Base auch noch für die Spiele nichts berappen.

Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an
Stadia passt die Auflösung, Framerate und Audio-Qualität an die Internetgeschwindigkeit an

Des Weiteren hat der Google-Manager betont, dass man Stadia auf lange Sicht aufbauen wolle. Denn natürlich machen sich viele Nutzer Sorgen, dass Google Stadia rasch wieder einstampfen könnte, sollte sich nicht der erhoffte Erfolg einstellen. Für ein derartiges Vorgehen ist das Unternehmen allseits bekannt. Doronichev hat dazu nur erklärt, dass Google sich Stadia verpflichtet fühle. Wie lange dieses Verpflichtungsgefühl währt, ist aber wohl etwas, dass Nutzer selbst überprüfen müssen.

Auf jeden Fall soll es möglich sein z. B. Spielstände aus Google Stadia zu importieren, um sie dann auch auf anderen Plattformen zu nutzen. Auch hier muss man aber noch zu den Details ausharren. Auch Family Sharing will man auf lange Sicht eventuell anbieten, zum Launch im November 2019 soll das aber noch nicht der Fall sein.

QUELLEReddit
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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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