Grundig stellt neue 4K-Fernseher mit Android TV und HDMI 2.1 vor

Die deutsche Marke Grundig hat neue 4K-TVs vorgestellt. Die OLED- und LCD-Modelle sind mit dem Betriebssystem Android TV versehen und bieten auch HDMI 2.1.

Bestandteil der neuen Modelle sind die Grundig Vision 6, Vision 7+, Vision 8 und 8+ sowie schließlich die Flaggschiffe der Reihe Vision 9 und 9+. Die Plus-Modelle weichen von den regulären Modellen jeweils nur durch den Standfuß ab, sind ansonsten aber technisch identisch. Bis auf die Vision 9 / 9+ handelt es sich um LCD-TVs. Grundig scheint da allerdings intern ein Fauxpas unterlaufen zu sein, schreibt man den OLED-TVs doch eine „dynmische Hintergrundbeleuchtung“ zu, was relativ amüsant anmutet. Wir haben beim Unternehmen nachgefragt, ob da wider erwarten eine revolutionäre neue Technik dahintersteckt, oder ob es sich schlichtweg um einen Fehler handelte.

Als Betriebssystem aller neuen TVs dient Android TV, was dann natürlich auch Zugriff auf zahlreiche Apps über den Play Store sowie den Google Assistant und Chromecast built-in erlaubt. Dabei weist Grundig den TVs ab der Serie der Vision 7+ HDMI 2.1 zu, geht aber nicht ins Detail. Wir befürchten, dass die Fernsehgeräte lediglich eARC bieten. Datenblätter liegen uns aktuell leider noch nicht vor. Den Vision 9 / 9+ weist Grundig ein OLED-Panel mit 100 Hz zu. Auch Dolby Vision und HDR10+ werden neben HDR10 und HLG unterstützt.

Hier zu sehen: Der Grundig Vision 7.
Hier zu sehen: Der Grundig Vision 7.

Die Grundig Vision 8 und 8+ sind, wie auch die restlichen neuen TVs, LCD-Modelle. Auch hier bleiben aber HDMI 2.1, Dolby Vision und HDR10+ erhalten. Dolby Atmos können die Vision 9, 9+, 8 und 8+ ebenfalls verarbeiten. Der Hersteller verbaut IPS-Panels, ähnlich wie z. B. LG bei seinen NanoCell-TVs. Die Hintergrundbeleuchtung schlüsselt man nicht genauer auf und spricht lediglich von Micro Dimming, was aber eine softwarebasierte Lösung ist.

Die Grundig Vision 7, 7+ und Vision 6 richten sich an Einsteiger

Dann wären da noch die Vision 7 und 7+, die abermals Dolby Vision und HDR10+ unterstützen. Während diese TVs noch 4K-Auflösung bieten, specken die Vision 6 auf wenig zeitgemäße HD (32 Zoll) bzw. Full HD (40 Zoll) ab. Angesichts der ausgerufenen Preise dürften diese TV-Modelle eher Ladenhüter bleiben.

Die Grundig Vision 6 lösen je nach Diagonale nur mit HD bzw. Full HD auf.
Die Grundig Vision 6 lösen je nach Diagonale nur mit HD bzw. Full HD auf.

Für ein Alleinstellungsmerkmal soll an den Grundig-TVs ab der Serie der Vision 7+ die Channel-App sorgen. Jene bietet vorsortierte Senderlisten.

Preis und Verfügbarkeit

  • Der Grundig Vision 9+ ist in den Varianten 65 GOB 9290 (65“) mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.999 Euro und als 55 GOB 9290 (55“) mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.999 Euro im Handel erhältlich.
  • Der Grundig Vision 9 GOB 9280 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.799 Euro (65‘‘) und 1.799 (55‘‘) Euro erhältlich.
  • Der Grundig Vision 8+ GUB 8250 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 949 Euro (65‘‘) und 799 Euro (55‘‘) erhältlich.
  • Der Grundig Vision 8 GUB 8240 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 879 Euro (65‘‘) und 749 Euro (55‘‘) erhältlich.
  • Der Grundig Vision 7+ GUB 7240 ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 849 Euro (65‘‘), 689 Euro (55‘‘), 649 Euro (50‘‘) und 549 Euro (43‘‘) erhältlich.
  • Der Grundig Vision 6 32 GHB 6240 (32“) ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von 369 Euro und als Vision 6 40 GFB 6240 (40“) für eine unverbindliche Preisempfehlung von 449 Euro im Handel erhältlich.

Produktmerkmale Grundig Vision 9 GOB 9280 und Vision 9+ GOB 9290

  • Vision 9+ mit Aluminium-Mittelstandfuß, Vision 9 mit zwei seitlichen Aluminium-Standfüßen ausgestattet
  • OLED-Technologie und UHD-Auflösung
  • Dolby Vision & HDR10+
  • Erweiterter Farbraum (WCG) / Motion Estimation Motion Compensation (MEMC)
  • Dolby Atmos und 3-Wege-Soundsystem mit integriertem Subwoofer, Magic Fidelity Pro und 90 Watt RMS
  • Hands-free-Sprachsteuerung mit Google Assistant
  • HDMI 2.1
  • USB-Recording

Produktmerkmale Grundig Vision 8 GUB 8240 und Vision 8+ GUB 8250

  • Vision 8+ mit nahezu rahmenlosem und flachem Design
  • UHD-fähig mit IPS-Panel
  • Dolby Vision & HDR10+
  • Erweiterter Farbraum (WCG) / Motion Estimation Motion Compensation (MEMC)
  • Micro Dimming
  • Dolby Atmos und integrierter Frontallautsprecher, Magic Fidelity und 2×20 Watt RMS
  • Sprachsteuerung mit Google Assistant
  • HDMI 2.1
  • USB-Recording

Produktmerkmale Grundig Vision 7+ GUB 7240

  • UHD-fähig
  • Dolby Vision & HDR10+
  • Motion Estimation Motion Compensation (MEMC)
  • Micro Dimming und Ambient-Light-Sensor
  • Magic Fidelity und 2×20 Watt RMS
  • Sprachsteuerung mit Google Assistant
  • HDMI 2.1
  • USB-Recording

Produktmerkmale Grundig Vision 6 GUB 6240

  • HD-Modell in 32“ sowie Full HD-Modell in 40“
  • Magic Fidelity und 2×16 Watt RMS
  • USB-Recording
QuelleGrundig
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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11 Kommentare
  1. Wichtig ist was die TVs können, nicht woher sie stammen oder welches Unternehmen dahinter steckt.

    Und bei der TV Marke Grundig ist es nunmal so, dass das Motionhandling zu den schlechteren gehört, sowie auch der Softwaresupport (auch wenn AndroidTV zum Einsatz kommt), Die Elektronischen Komponenten, SoC, etc , sind immer hart auf „gerade noch nutzbar“ zugeschnitten.

    Bei diesen TV Geräten steht der Preis im Vordergrund, weniger die Funktionalität und Umfang der Features

  2. Also hinter der Marke Grundig steht erstmal die deutsche Firma Beko Grundig GmbH. Dass Acelik wiederum die deutsche Beko Grundig GmbH gehört, ändert daran ja nichts. Etliche Konzerne haben ja internationale Töchter und wenn die ihren Sitz in anderen Ländern haben, werden sie nicht plötzlich zur Nationalität des Mutterkonzerns „bekehrt“ :-). Insofern kann man da natürlich lange debattieren, wie man es am besten schreibt, aber ich glaube da gibts interessantere Gedankengänge :-).

    • Ich finde die Debatte tatsächlich sehr spannend. Vielen sind diese Zusammenhänge ja überhaupt nicht klar. Für viele ist Grundig ja eben noch tatsächlich der Hersteller, der ihre Geräte vor etlichen Jahrzehnten gebaut hat. Was ja offensichtlich nicht der Fall ist.

      „Etliche Konzerne haben ja internationale Töchter und wenn die ihren Sitz in anderen Ländern haben, werden sie nicht plötzlich zur Nationalität des Mutterkonzerns „bekehrt“ :-)“

      Genau das ist doch normal. Macht ihr doch auch in euren Artikeln. Ich habe noch nicht gesehen, dass ihr bspw. im Zusammenhang mit LG von einem deutschen Unternehmen schreibt. Müsste dann ja theoretisch passieren, da die TVs hier von der deutschen Tochter von LG in den Verkehr gebracht werden.

      • Was ich eher meine sind Tochterfirmen – nehmen wir mal Facebook kauft ein israelisches Unternehmen mit anderem Namen, das veröffentlicht weitere Produkte. Die sind dann ja dennoch israelischer Herkunft. Allerdings hast du recht, das sind je nach Szenario fließende Übergänge. Im Falle von Grundig ists halt noch eine etwas längere Kette, weil die Marke eben der dt. Beko Grundig Deutschland GmbH gehört, die GmbH wiederum dann zum türkischen Hersteller zählt.

        Stimmt aber schon, dass viele Laien das nicht wissen, die sehen eben nur den Markennamen und nehmen an, das wäre noch die Firma „von damals“.

    • Ja, das tut richtig weh ! Das allgemeine Bildungsniveau ist teils unterirdisch, vermutlich wird der „deutsche Hersteller“ in der TV-Werbung suggeriert …

      • Bevor mit Beleidigungen um sich geschmissen wird, vielleicht mal nächstes Mal vorsichtiger sein und sich selbst informieren. Grundig ist eine Marke des deutschen Unternehmens Beko Grundig Deutschland, also weiterhin in deutscher Hand.

        Das ist dann eher ein Eigentor gewesen, mit der Anspielung auf die Bildung ;-).

        • „Grundig ist eine Marke des deutschen Unternehmens Beko Grundig Deutschland, also weiterhin in deutscher Hand.“

          Es ist aber trotzdem kein deutscher Hersteller. Grundig ist einfach nur noch ein Markenname. Den Eigentümer des Markennamens hast du ja gerade bereits genannt. Eigentümer ist übrigens ein Konzern aus der Türkei (Arçelik). Arçelik ist auch der Hersteller der Produkte, auf die dann einfach das Grundig Logo usw. geklebt wird. Das soll hier auch kein Bashing gegen türkische Produkte usw. sein. Sondern eben einfach nur ein Hinweis, dass der Einleitungssatz: „Der deutsche Hersteller Grundig [..]“ schlichtweg falsch ist.

          Bei anderen ehemaligen deutschen Traditionsmarken ist das übrigens nicht anders. Blaupunkt wäre hier ebenfalls ein Beispiel.

            • Ist jetzt nur die Frage, ob eine Marke neue Produkte vorstellt, oder ob nicht doch der türkische Hersteller Arçelik unter der deutschen Marke Grundig XYZ vorstellt 😀

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