Kinojahr 2021: Stärker als 2020 aber immer noch herrscht Krisenstimmung

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Auch das Kinojahr 2021 spiegelte die Corona-Krise wider.
Auch das Kinojahr 2021 spiegelte die Corona-Krise wider.

Das Kinojahr 2021 endet für die Branche besser als das schwache Vorjahr. Doch die Krise ist noch lange nicht überstanden.

So liegt man mit den Einnahmen in Nordamerika, dem für Hollywood wichtigsten Markt, 101 % über dem Jahr 2020, als die Pandemie erstmals für harte Lockdowns sorgte und viele Filme dauerhaft verschoben worden sind. Vergleicht man jedoch mit 2019, der Phase vor der Corona-Krise, dann liegen die Einnahmen des Jahres 2021 immer noch 60 % hinter der Vor-Pandemie-Ära.

So konnte die Kinobranche in den Vereinigten Staaten laut aktuellen Schätzungen ca. 4,5 Mrd. US-Dollar umsetzen. Zum Vergleich 2019 kam man auf ca. 11,4 Mrd. US-Dollar. Das letzte Mal, dass die Kinobranche in den USA nur 4,5 Mrd. US-Dollar erwirtschaften konnte, war vor 30 Jahren: im Jahr 1992. Allerdings entspräche der damalige Betrag inflationsbereinigt natürlich heute einer höheren Summe.

International schätzen die Marktforscher von Comscore, dass für 2021 Einnahmen von etwa 21 Mrd. US-Dollar drin sein könnten. Zu erkennen ist, dass sich die Branche also nur langsam wieder erholt. Aktuell bremst die Omikron-Variante den Optimusmus. Aber auch der anhaltende Anstieg des Streamings ist für das Kino ein Hemmnis. Denn immer mehr Zuschauer begnügen sich mit dem Heimkino.

Jüngere Kinogänger befeuern aktuell die Einnahmen

Derzeit beflügeln vor allem junge und männliche Kinogänger im Alter zwischen 18 und 34 Jahren die Kinoeinnahmen. Das zeigt etwa auch der Erfolg von „Spider-Man: No Way Home“, welcher genau jene Zielgruppe anvisiert. Somit war der Superhelden-Film nicht nur für Sony ein Meilenstein, sondern für die Branche insgesamt. Erstmals seit Jahrzehnten fand sich jedoch 2021 kein Animationsfilm unter den wirtschaftlich erfolgreichsten Streifen des Jahres.

So sind ältere Kinogänger und Familien in der Pandemie deutlich vorsichtiger als die jüngeren Besucher. Filme, die also eher ältere Zuschauer oder Familien ansprechen, haben es aktuell deutlich schwerer, als Produktionen, die auf Jugendliche und junge Erwachsene abzielen.

QUELLEHollywood Reporter
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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