MediaMarkt will nicht mehr Kasse machen

MediaMarkt will sich (teilweise) von der traditionellen Kasse verabschieden. Stattdessen könnt ihr bald direkt beim Verkaufsgespräch bezahlen.

Das soll folgendermaßen laufen: Ihr lasst euch z. B. von einem Verkäufer zu OLED-TVs beraten. Am Ende trefft ihr eure Entscheidung für ein Modell. Statt erst zur Kasse zu latschen, könnt ihr den Fernseher direkt beim Verkäufer bezahlen und sofort zum Lager zur Abholung aufbrechen. Das bringt euch nicht nur einen Bequemlichkeitsvorteil, sondern spielt tatsächlich auch MediaMarkt selbst in die Hände.

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MediaMarkt hofft auf weniger Abbrüche

Denn: Nach einem Verkaufsgespräch erleben viele potenzielle Käufer doch noch einen Sinneswandel. Die Überzeugungsarbeit des Verkäufers verblasst und der Kopf setzt ein – oder die Stimme des Partners, die zum Sparen mahnt. Schwupps, wird der erst schon innerlich im Wohnzimmer aufgestellte Smart-TV doch an Ort und Stelle gelassen. Deswegen handelt MediaMarkt mit dem beschleunigten Kaufabschluss direkt beim Verkäufer natürlich im eigenen Sinne.

Farbbrillanz und eine Top-Entspiegelung bringen den Samsung S99H im Vergleichstest an die Spitze.
Farbbrillanz und eine Top-Entspiegelung bringen den Samsung S99H im Vergleichstest an die Spitze.

Zusätzlich entlastet MediaMarkt natürlich auch den Kassenbereich, sodass es für alle Beteiligten bequemer und schneller wird, etwas in der Filiale einzukaufen. Pay-on-Shopfloor nennt sich dieses Konzept im Übrigen. Offen ist aber noch, in welchen Städten die Kette als Erstes damit loslegen will und wann genau der Startschuss fallen könnte. Auch dürfte man nur bestimmte Zahlungsarten zulassen – Bargeldzahlung sicherlich nicht.

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MediaMarkt plant auch Videoberatungen

Obendrein will MediaMarkt auch Videoberatungen einführen. Die sollten wohl beim Kauf im Online-Shop möglich sein. Dort will man zudem optional KI-Agenten integrieren, die euch direkt beim Shopping unterstützen könnten. Vielleicht zeichnet sich da schon dezent der Einfluss des wohl baldigen Eigentümers JD.com ab.

Auch Verkäufer sollen stärker mit KI arbeiten. Die künstliche Intelligenz könnte etwa bei Verkaufsgesprächen helfen und rasch technische Daten oder Erklärungen auf die Tablets der Angestellten zaubern. Das würde die fachliche Qualität der Verkaufsgespräche aufwerten.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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2 Kommentare
  1. Das ist schon schön. Vielleicht kann man sich bei gelingen das Geld für eine Kassiererin sparen. Wir Kunden nehmen dann gerne die Videoberatung vom Media Markt, damit wir bei Amazon das richtige Produkt bestellen können. Wenn der Verkäufer eine KI benötigt um seine Expertise für sein Produkt aufzuwerten, dann weißt du welche Profis man eingestellt hat. 🙂

    • Na ja, bei Saturn sind das halt Verkäufer, keine Technik-Experten. Meine Erfahrung ist, dass die aktuell auch oft viel Quatsch erzählen – kommt natürlich drauf an, an wen man so gerät. Da kann KI schon gut sein, damit unkompliziert korrekte Daten vorliegen.

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