Droht uns in Deutschland bereits die nächste Preiserhöhung bei Netflix? In den Niederlanden erhöht der Streamingdienst erneut die Preise für das Standard- und Premium-Abo. Davor lag das Preisniveau gleichauf mit Deutschland.
Dass Netflix auf kurz oder lang auch in Deutschland die Preise erneut anheben wird, ist eigentlich nahezu sicher. Die letzte Anpassung der Abo-Preisstruktur liegt bereits über ein Jahr zurück (April 2024) und laut dem ungeschriebenen „Netflix-Gesetz“ ist der deutsche Markt somit überfällig. Wie teuer es werden könnte, zeigt sich im Nachbarland den Niederlanden. Dort wird das Standard-Abo ohne Werbung jetzt von 13,99 Euro auf 15,99 Euro erhöht, das Premium-Abonnement mit 4K Ultra HD-Qualität, HDR und Dolby Atmos steigt von 18,99 Euro auf 20,99 Euro. Somit knackt Netflix bereits im dritten europäischen Land (neben Irland und Belgien) die 20 Euro-Marke für das Premium-Abo.
Kostet das Premium-Abo bald über 20 Euro?

In Deutschland verlangt Netflix für sein Standard-Abo 13,99 Euro, für das Premium-Abo 19,99 Euro. Das Standard-Abo mit Werbung kostet 4,99 Euro und wurde bei der letzten Preiserhöhung nicht angerührt. Man darf davon ausgehen, dass der Streamingdienst auch in Deutschland die „Preiskontingente“ ausschöpft und zeitnah die Preise „anpasst“. Die offizielle Begründung, wieso Netflix stetig die Preise erhöht, bleibt wie immer vage. Das Statement, welches den niederländischen Kunden zugespielt wurde, lautet übersetzt: „Da wir den Wert, den wir unseren Mitgliedern bieten, ständig erhöhen, bitten wir sie gelegentlich, etwas mehr zu zahlen.“.
Ist eine Notwendigkeit für die Preiserhöhungen gegeben?
Eine wirkliche Notwendigkeit, die Preise zu erhöhen, klingt sicherlich anders. Wenn man den Aktienkurs (+43% in den vergangenen 12 Monaten) und die Entwicklung der Gewinne der vergangenen Jahre bei Netflix beobachtet, muss man eher von Willkür bzw. einer „Fütterung der Aktionäre“ ausgehen. Ob man dieses Spielchen auf Dauer mitmachen möchte, muss jeder für sich entscheiden. Ich hatte mich bereits seit einiger Zeit gegen die stetigen Preiserhöhungen bei Netflix entschieden und bereue meine Entscheidung bislang nicht. Seitdem ist mein Medienkonsum sicherlich etwas „ausgewählter“ z.B. mit günstigen 4K Filmen auf Apple TV. Zudem habe ich Gefallen am Youtube-Premium-Abonnement gefunden, welches mir wirklich zu fast allen Interessengebieten interessante Inhalte liefert, im Abo natürlich ohne jegliche Werbung.


Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, Hallo netflix Geld kann man nicht fressen.
Die Frage ist: Wofür? Neuer Content ist doch mittlerweile mehr als schlecht. Ich habe jetzt seit einem Jahr zwei Gutscheine rumliegen und verspüre überhaupt keinen Anreiz diese einzulösen, wenn ich mir so die Neuheiten von Monat zu Monat anschaue.
So sieht es aus… Ich denke, wir sind natürlich alle etwas verwöhnt von den goldenen Streaming-Zeiten, in denen Netflix jeden Monat gefühlt 100 neue Titel aufgenommen hat. Die Fragmentierung auf so viele Streamingdienste, die steigenden Kosten sowie der Verfall der Qualität sind für mich auch der Grund, wieso ich viele Dienste mittlerweile meide. Ich finde da Apple TV(+) da derzeit ganz sympathisch. Da kommt nicht so viel, aber was die Qualität anbelangt, ist Apple TV meilenweit vor den anderen Diensten. Und da lohnt es sich immer mal wieder, einen Monat zu buchen.
In den Niederlanden gibt es aber auch noch das Basisabo für dann 9,99 Euro. Das Werbeabo gibt es dort anscheinend nicht.
Auch sehr komisch, dass die das noch haben, da Netflix ja extrem viel Geld mit den werbegestützten Abos verdient (an Werbeeinnahmen, nicht an Abogebühren). Hat das vielleicht rechtliche Gründe, wieso sie das noch nicht eingestampft haben?
Hat mit der Klage bgl der DSGVO in NL gegen Netflix zu tun. Netflix sollte klarstellen was und welche Daten gesammelt werden und an wenn diese genau gehen, sowie den Nutzer die Möglichkeit zubestimmten Werbepartner auch Opt Out Optione anzubieten. Netflix musste paar Millionen € rückwirkend für ein paar Jahre Strafe zahlen und um weiteren zuküntige Strafen zu entgehen hat man die Werbe-Abos eingestellt. Da sich Netflix weiterhin nach dem NL Recht weigert über die entsprechende Datensammelei Auskunft zu geben.
Hinzu kommt auch noch dass es dort bestimmte Werbeinhaltsverbote bis zum 23/24 Jahresalter gibt statt der üblichen „ab 18 Jahre“….
Netlix müsste da rausfiiltern was für Werbung da geschaltet werden kann, antsprechend dem Nutzer Alter, auch bei zusätzlichen Mitnutzern für einen Aufpreis muss ein Alternachweis desjenigen erbracht werden. usw…..
Werbeblöcke in Anzahl & Zeit sind auch llimitiert …
Also hat Neflix das Werbefinazierte Abovariante in NL rausgeworfen, aber wahrscheinlich hauptsächlich wegen der verpflichtenden Datensammelauskunft