Netflix führt neue Bewertungsmöglichkeit ein: Doppelter Daumen nach oben

Netflix stockt seine Bewertungsoptionen auf. Ab sofort können Abonnenten für ihre Favoriten unter den Filmen, Serien und mehr auch zwei Daumen nach oben vergeben.

Netflix hatte vor Jahren noch ein differenzierteres Bewertungssystem. Damals konnte man bis zu 5 Sterne vergeben. Dadurch konnte man also sehr klar kennzeichnen, ob man einen Inhalt sehr mau, durchschnittlich oder fantastisch gefunden hat. Doch der Streaming-Anbieter strich diese Option dann zugunsten einen wesentlich reduzierten Systems. So könnten Abonnenten mittlerweile nur noch einen Daumen nach unten oder eben nach oben für Content vergeben.

Das ändert sich jetzt: Es gibt nun die neue Option, gleich zwei Daumen nach oben zu vergeben. Netflix beschreibt es folgendermaßen: Wer Inhalte mag, der vergibt einen Daumen nach oben. Wer aber einen Inhalt liebt, der kann gleich zwei Daumen nach oben zücken. Umgekehrt scheint aber keine Option geplant zu sein, bei der ihr zwei Daumen nach unten vergeben könnt, solltet ihr einen Film, eine Serie und Co. mal als richtig mies empfunden haben.

Ihr könnt bei Netflix nun zwei Daumen nach oben für Inhalte vergeben.
Ihr könnt bei Netflix nun zwei Daumen nach oben für Inhalte vergeben.

Vermutlich will Netflix hier keine negative Stimmung aufkommen lassen, daher gibt es eben nur die beiden Daumen nach oben und kein kritisches Pendant dazu mit zwei Daumen nach unten. Laut dem Streaming-Anbieter solltet ihr die neue Bewertungsoption eifrig nutzen, denn sie verbessere auch eure Empfehlungen.

Zwei Daumen nach oben sollen dem Algorithmus aushelfen

Demnach führe die Vergabe von zwei Daumen nach oben dazu, dass euch spezifischere Inhalte vorgeschlagen werden. Bewertet ihr dann beispielsweise die Serie „Cobra Kai“ mit zwei Daumen nach oben, kann es sein, dass ihr Vorschläge zu weiteren Inhalten mit denselben Darstellern oder aber den mit der Serie verknüpften Filmen der Reihe „Karate Kid“ erhaltet. Bei nur einem Daumen nach oben empfiehlt euch Netflix dann vielleicht allgemeiner Martial-Arts-Serien.

QuelleNetflix
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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22 Kommentare

  1. aha… doppelter Daumen hoch ist für mich eher eine Negation des eigentlich gesagten…
    getreu dem Motto „ich habe meine Oma niemals nicht gesehen“
    Schließlich ergibt Minus mal Minus auch Plus und nicht Minus.

    sollen mal lieber ordentliche Filter und Sufu einführen, statt ihrer dämlichen KI, die dir Zeug auf Basis abgebrochener Wiedergaben serviert. Netflix ist das perpetuum mobile, welches mit seiner inhaltlichen Nichtigkeit und Irrelevanz immer wieder versucht selbst zu befeuern, weil es immer wieder das gleiche vorschlägt… nur blöd, dass ich diesen zähen Kaugummi Content nicht sehen will, sonst hätte ich ihn doch schon gesehen…und man müsste mir ihn nicht vorschlagen.

  2. Nein, der Mehrwert des Bewertens im Vergleich zu den bereits protokolierten persönlichen Informationen ist verschwindend gering.
    Das Thema Datenschutz und die Verwendung, die Verknüpfung und der Verkauf persönlicher Daten würde an dieser Stelle zu weit gehen.

    • Ja, wenn Du davon ausgehst, dass Netflix personalisierte Daten verkauft. Aber das glaube ich in diesem Fall nicht. Facebook und Google haben vielleicht echte Vorteile davon. Bei Firmen wie Netflix oder auch Amazon und anderen Betreibern von Videostreaming-Services würde das die Konkurrenz zu sehr stärken.

      • Schau einfach mal beim Artikel vom Disney+ Test hier auf 4KFilme nach wieviele Ads&opt-outs da mitwirken. „0022 sind es allein bei Disney über 250, und da ist alles dabei von der Konkurenz

        • Welcher Artikel soll das sein? Gib mir doch mal einen Link oder zumindest den genauen Titel. Einen Artikel mit dem Titel „Disney+ Test“ ist hier nicht zu finden.

  3. 1 Daumen, 2 Daumen, 20 Daumen ist mir ziemlich egal. Ich nutze das Bewertungssystem gar nicht, um nicht noch weiter in die Algorithmus-Blase reingezogen zu werden. Ich bin neugierig, schaue gern über den Tellerrand und will nicht immer nur ähnlichen Content vorgeschlagen bekommen.
    Ein echter Fortschritt bei Netflix wäre es, wenn man endlich „Mein Bereich“ selbst strukturieren könnte. Für das ständige Gewechsel der Vorschaubilder und der Reihenfolge gibts auf jeden Fall 1, meinetwegen auch 2 Daumen runter. Ach, das geht ja nicht *lach*

    • Man kann aber auch einfach Originelles positiv berwerten. Wer nicht bewertet, ändert noch weniger. Ansonsten kann man Fans nicht von Hatewatchern unterscheiden.

      • Das Änderungspotential einer Bewertung empfinde ich als marginal. Durch das Protokolieren wann ich was wo wie lange sehe bekommt Netflix schon mehr persönliche Information als einem Konzern eigentlich zustehen sollte.
        Die Abgrenzung von Hatewatchern könnte Bewerten in der Tat erleichtern, aber die gehören eh eher auf die Couch als vor den Fernseher. Auch bleibt die Frage, ob es Netflix nicht egal sein kann aus welcher Motivation eine Serie geschaut wird.

        • Negative Kritik und schlechte Erfahrungen , gehören genauso zum Leben dazu wie das positvie – Auch bei Netflix. Es ist net die Frage wie und ob jmd etwas bewertet – sondern wie man damit umgeht.

          Es gibt auch keine Hatewatcher – sonein Blödsinn! Wenn ich danach google kommt nix dabei raus :)) Einfach mal mit deutsch versuchen.

          • Ach klar, weil es woanders getrennt oder mit Bindestrich geschrieben wird, gibt es das nicht. 😉
            https://en.wiktionary.org/wiki/hate-watcher
            Wenn Du ein deutsches Wort dafür kennst, dann verrate es mir mal.
            Negative Kritik ist natürlich vollkommen in Ordnung, wenn sie konstruktiv ist. Aber Hate-Watcher sind Leute, die etwas, das sie hassen, gucken, um Pseudo-Argumente zu sammeln, die anderen den Spaß an etwas verderben sollen, was sie mögen. Außerdem sind Hate-Watcher meistens nicht ehrlich in Hinsicht auf die Gründe, warum sie etwas hassen.
            Es gibt auch z. B. Filme und Serien, die ich für Schrott halte. Aber ich wende keine Zeit dafür auf, zu versuchen, Anderen mit aller Gewalt den Spaß daran zu verderben. Das ist der Unterschied.

        • Ja, es ist genauso marginal wie EINE Stimme bei einer Bundestagswahl. Aber das stimmt effektiv nur, wenn ein großer Prozentsatz so denkt.
          Für Netflix sind diese Informationen aber nicht persönlich, sondern nur ein Teil einer Zahl in einer Statistik. Als Individuen sind wir denen doch egal. Und selbt wenn, was könnten die mit solchen Informationen herausfinden? Dass ich ein Nerd bin? Das wissen sowieso alle, die mich persönlich kennen und es kann mir daher weder persönlich noch beruflich schaden.
          Vielleicht kann es Netflix egal sein, aus welcher Motivation eine Serie gesehen wird, wenn sie sehr kurzfristig denken. Mir ist es aber definitiv nicht egal, so oft, wie ich sehe, wie viele „Fans“ tatsächlich Hater sind.

          • Mir sagt der Begriff Hater in zusammenhang mit sozialen (oder asozialen) Netzwerken etwas, aber was das mit Streamingplattformen zu tun hat verstehe ich nicht. Aber ist ja im Prinzip auch total egal 🙂

            • Hater sind im Prinzip das Gegenteil von Fans.
              Fans versuchen normalerweise das, wovon sie Fans sind, aktiv zu unterstützen.
              Hater versuchen, dem, was sie hassen, aktiv zu schaden.
              Warum sollte der Begriff nicht auf die Inhalte von Streaming-Services anwendbar sein?
              Wenn man eine Serie nicht weiterguckt, weil man sie nicht (mehr) interessant findet, ist man kein Fan, was ja auch total okay ist. Wenn man aber aktiv versucht, dafür zu sorgen, dass es keine weiteren Staffeln einer Serie gibt, auch wenn es nur verbal ist, ist man ein Hater. Das ist nicht okay, weil es den Fans der Serie gegenüber unsozial ist.

    • Finde die Daumenbewertung auch suboptimal, aber immer noch besser als gar nix.
      Finde es generell nicht gut, aus reinen Zuschauerzahlen die jeweilige Qualität bzw. Daseinsberechtigung der Sendung, Serie oder Film abzuleiten. Leider ist es halt das einfachste Mittel und erfüllt, was Werbeeinnahmen angeht, seinen Zweck.
      Aber ich wünschte mir manchmal mehr Einfluss mit meiner Meinung zu erreichen.
      Aktuelles Beispiel „Star Trek: Picard“: ich bin kein Hatewatcher und schaue die Serie halt als ein eingefleischter Star Trek Fan an und möchte halt hautnah erfahren, was mit meinem einst so geliebten Franchise passiert. Aber die aktuelle Staffel ist für mich der größte Humbug schlecht hin, sowohl als ST- auch SciFi-Fan.
      Durch mein Schauen signalisiere ich ja ein vermeintlich positives Interesse und bekräftigte, dass solch ein Käse produziert werden kann und auch soll. Man kann zwar auf Amazon Rezensionen schreiben, aber Produzenten und Co. wird das sicherlich nicht erreichen.
      Eine Lösung für dieses Dilemma sehe ich leider nicht.

      • Dann kannst Du der Serie einen Daumen nach unten geben. Aber es wäre noch sinnvoller, wenn man stattdessen, einen, zwei oder drei Sterne von fünf vergeben könnte, wie früher.
        Wenn ich dieselbe Meinung über Star Trek: Picard hätte, wie Du, würde ich persönlich die Serie nicht mehr gucken.
        Keine Ahnung, was Du unter SciFi verstehst, und ich behaupte nicht, Star Trek wäre in der Hinsicht absolut perfekt, aber ich sehe auch nicht, wo da der große Unterschied zu früheren ST-Serien sein soll.

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