Netflix goes Gaming und übernimmt ersten Spieleentwickler

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Netflix schluckt den ersten Spieleentwickler.
Netflix schluckt den ersten Spieleentwickler.

Netflix macht Ernst in Sachen Gaming. So übernimmt man mit dem Night School Studio nun den ersten Spieleentwickler.

Sollte euch dieser Entwickler nichts sagen: Night School Studio wurde 2014 von Sean Krankel und Adam Hines gegründet. Bekannt wurde man direkt mit seinem ersten Spiel namens „Oxenfree“, das für diverse Plattformen erhältlich ist und auch mit einem Sequel versehen worden ist. Netflix hat im Zuge der Übernahme bestätigt, dass man seinen Abonnenten in Zukunft eine großartige Gaming-Erfahrung anbieten wolle. Und dabei werde Night School Studio unterstützen.

Netflix lässt Blick schweifen

Der spezifische Entwickler sei ein naheliegender Kandidat für Netflix gewesen, da sich die Spiele des Unternehmens auf das Erzählen toller Geschichten fokussieren. Man werde aber weiterhin den Blick schweifen lassen, um Spieleentwickler aus der ganzen Welt anzuwerben und exklusive Games für Netflix zu entwickeln. Ziel sei es, allen Spielern Titel zu offerieren, die sie ansprechen. Genau wie die Filme, Serien, Dokumentationen und Co. werden die Spiele regulärer Teil des Netflix-Abonnements sein.

Letzten Endes sollte man nun allerdings abwarten: Es ist stark damit zu rechnen, dass Netflix die kommenden Spiele im Abonnement auch als Argument für weitere Preiserhöhungen nutzen wird. Auch muss sich zeigen, ob die Kunden des Videostreaming-Anbieters wirklich Wert auf Games im Angebot legen oder ihren Bedarf nicht lieber anderswo decken – etwa über den Xbox Game Pass, Amazon Luna oder Google Stadia.

Gaming: Der heilige Gral für große Unternehmen

Die Gaming-Sparte ist für viele Unternehmen eine Art heiliger Gral: Denn die Spieleindustrie erwirtschaftet mittlerweile höhere Summen als die Film- und Musikindustrie. Allerdings fällt es Unternehmen oft sehr schwer in diesen Markt vorzudringen. Amazon scheitert etwa bisher daran und hat zwar einige Spiele entwickelt, keines wurde aber zum Hit. Und auch Google setzte große Hoffnungen in sein Streaming-Angebot Stadia, erntet aber bisher nur verhaltene Resonanz. Nun wird es spannend, ob Netflix hier erfolgreicher sein wird.

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