Panne bei Western Digital: SSD-Preise könnten bald ansteigen

Beim renommierten SSD-Hersteller Western Digital hat es Probleme in der Fertigung gegeben. Als Folge könnten die Preise für SSDs und damit verbundene Geräte zukünftig ansteigen.


Western Digital vertreibt SSDs für Privat- und Geschäftskunden. Einige Modelle des Herstellers sind auch zur PlayStation 5 kompatibel und werden daher gerne von Spielern zur nachträglichen Aufstockung des Speicherplatzes verwendet – etwa das Modell WD_BLACK SN850 NVMe. Allerdings bleibt nun abzuwarten, ob und wie stark die Preise für derartige Laufwerke nach oben schießen.

Davon könnten dann nicht nur Privatkunden betroffen sein, sondern auch Geschäftskunden. Konkret wurden bei Western Digital NAND-Chips mit ca. 6,5 Mrd. GByte bzw. 6,5 Exabytes beschädigt. Gerade in einer Zeit, in der es ohnehin schon Lieferengpässe bei vielen Komponenten gibt, wäre dies ein weiterer Stolperstein für die Produktion. Was genau ist aber passiert?

Modelle wie die WD_BLACK SN850 NVMe SSD könnten bald teurer werden.
Modelle wie die WD_BLACK SN850 NVMe SSD könnten bald teurer werden.

Nun, laut Western Digital sei es bei der Produktion zu einer Verunreinigung gekommen. Dadurch kam es zu dem erheblichen Verlust der Komponenten. Marktbeobachter nehmen an, es könnte jetzt bei NAND-Chips zu Preissteigerungen von bis zu 10 % kommen. Das würde sich auf den PC-Markt sicherlich negativ auswirken.

SSD-Preissteigerungen könnten sich in den nächsten Monaten ergeben

Die Kontaminierungen in der Produktion sind wohl Ende Januar in zwei Werken in Japan entdeckt worden, und zwar bei Western Digitals Joint-Venture-Partner Kioxia. Gemeinsam steht man für rund 30 % des NAND-Flash-Marktes. Dadurch dürfte der Fall größere Kreise ziehen und insgesamt das Preisgefüge des Marktes beeinflussen.

Zu den Ursachen der Verunreinigung schweigt Western Digital. Man teilt lediglich mit, dass man gemeinsam mit Kioxia eifrig daran arbeite, die Produktion wieder im normalen Rahmen zu betreiben.

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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4 Kommentare
  1. Langsam wird es humorvoll. Dabei feiert Kioxia doch gerade 35-Jahre NAND.
    Jedes Jahr gibt es irgendeinen Unfall bei einem der großen Speicher-/NAND-Hersteller (SK Hynix, Micron, Toshiba/Kioxia, Samsung etc.).
    3 % der Gesamtproduktion geht dahin, dafür Preissteigerungen von 10 % und mehr über Zeitraum x.
    Was ein Zufall!

    Unvergessen auch die vielen illegalen Preisabsprachen der Unternehmensführungen in den letzten zwei Jahrzehnten; auch bei der LCD-Industrie. Im Endeffekt überall.
    Vor allem der letzte: 2016 – 2018, als sich der DRAM Preis beinahe verdreifachte.
    Geldstrafen für die Absprachen und globale Marktmanipulation?

    Mal schauen wie der Schweinezyklus diesmal wird. In Q1 2022 schnell mit SSDs eindecken.

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