Philips OLED804 setzt sich im Blindtest gegen die Konkurrenz durch

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Blind-Shootout-Test mit dem Philips OLED804, Sony AG9, LG C9 und Panasonic GZW2004
Blind-Shootout-Test mit dem Philips OLED804, Sony AG9, LG C9 und Panasonic GZW2004 || Bild: homecinemamagazine.nl

Philips OLED804 hat in einem Blind Shootout in den Niederlanden die Konkurrenzprodukte von Sony, LG und Panasonic in die Schranken verwiesen. Der OLED von TP Vision setzte sich als klarer Gewinner ab. 


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Alle guten Dinge sind Drei. Philips konnte nach seinen Siegen in Großbritannien und Deutschland auch das dritte Blind-Shootout in den Niederlanden für sich entscheiden. Leser/innen des Magazins HomecinemaMagazin.nl wurden eingeladen, vier Top-OLED-Modelle anhand ihrer Bildperformance zu bewerten. Das Event fand im Philips Fußballstadion in Eindhoven statt. Der Philips OLED804 von TP Vision trat gegen den Sony AG9, den LG C9 sowie den Panasonic GWZ2004 an.

Was ist ein Blind-Shootout?

Blind Shootout Jury
Die Jury kann nur die Bildqualität bewerten. Alle charakterischen Merkmale der OLEDs wurden beseitigt || Bild: homecinemamagazine.nl

Im Grunde genommen wie eine Blindverkostung. Es werden alle visuellen Merkmale eliminiert, anhand derer Nutzer erkennen könnten, um welchen Fernseher es sich handelt. Bedeutet, die OLED-Fernseher werden alle auf die selbst Höhe nebeneinander aufgestellt, markante Standfüße, Rahmen sowie Logos werden überklebt/abgedeckt. Nutzer können somit nur noch die visuelle Bildqualität bewerten. Das HomecinemaMagazin.nl hat sich zu dem Event entschieden, um zu zeigen, dass sich Bildqualität nicht nur durch verbaute Hardware, sondern vor allem durch Bildberechnungs-Algorithmen bestimmt wird. Im TV-Shootout treten ja vier OLED-Panels von LG Display gegeneinander an. Die Bildperformance ist jedoch unterschiedlich.

So lief der Test ab:

Die OLED-Fernseher wurden vor dem Event professionell kalibriert. Im Standard-Modus wurde auf den BT.709 Farbraum mit einem D65 Weißpunkt und einer Helligkeit von 120nits hinoptimiert. Die Kalibrierung nahmen Eric Beeckmans vom homecinemamagazin.nl und ein unabhängiger Kalibrierer, Dimitri Valkenburg, vor. Für die Einstellung der Displays wurden Referenzgerätschaften wie das Klein-10A und Konica Minolta CS-200 Colorimeter genutzt. Als Software kam der Branchenstandard Calman von Portrait Display zum Einsatz. Ebenso wurden die „Vivid“ (Lebhaft) und „Dynamic“ Modi der OLED-Fernseher optimal eingestellt. Die Vorarbeiten waren natürlich bereits abgeschlossen, als die Jury Platz nahm.

Vor dem TV-Shootout wurden die OLED-Fernseher natürlich professionell kalibriert
Vor dem TV-Shootout wurden die OLED-Fernseher natürlich professionell kalibriert || Bild: homecinemamagazin.nl

Gezeigt wurden zehn Demovideos im regulären Bildmodus, sowie zwölf Clips im Bildmodus Lebhaft/Vidid. Das Testmaterial war bewusst „bunt gemischt“, von regulären Blu-rays, 4K Blu-ray über Netflix Streaming-Content bis hin zu Demovideos, wie sie zur Präsentation von TP Vision / Philips genutzt werden. Im Vivid-Testmodus wurden zudem SDR sowie HDR-Inhalte präsentiert. Vor allem HDR-Material, das zum Teil mit einer maximalen Helligkeit von bis zu 4.000 nits gemastert wird, stellt eine große Herausforderung für die OLED-Fernseher dar, die im Regalfall eine Helligkeit von 0-750 nits aufweisen. Hier ist ein optimales Tonemapping unabdingbar, damit Details nicht in den hellen und dunklen Bildbereichen verschwinden.

Die Jury konnte einen oder mehrere Fernseher in der jeweiligen Kategorie als Favorit wählen
Die Jury konnte einen oder mehrere Fernseher in der jeweiligen Kategorie als Favorit wählen || Bild: homecinemamagazin.nl

In einem Fragebogen gab die Jury dann an, wie sie die Bilddarstellungen der vier Fernseher einschätzt. Dabei sollten die Zuschauer vor allem auf Details, Kontrast, Bildschrauschen etc. achten.

Philips OLED804 ist der Gewinner

Die Jury konnte angeben, welche Darstellungen ihnen am besten gefallen hat. Es konnten auch mehrere Geräte ausgewählt werden. Am Ende wurden die Ergebnisse zusammengezählt und der Sieger gekürt. Im kalibrierten „Standard-Modus“ kamen die Zuschauer zu folgenden Wertungen:

  • 1. Platz: (B) Philips OLED804: 38%
  • 2. Platz: (C) Sony AG9: 30%
  • 3. Platz: (A) LG C9: 20%
  • 4. Platz: (D) Panasonic GZW2004: 12%

Das HomecinemaMagazin ist der schlechte Wert des Panasonic GZW2004 und LG C9 ein Rätsel. Sie können es sich eigentlich nur erklären, dass bei diesen geringen Helligkeiten der Blickwinkel der OLED-TVs doch eine Rolle spielen könnte. Bei der professionellen Kalibrierung, konnten die beiden Modelle nämlich sehr gute Werte erzielen. Im Vivid/Lebhaft Modus fiel das Ergebnis schon deutlicher aus und die Vermutung, dass es sich hier um eine Abweichung durch den Blickwinkel handelt, kann eigentlich nicht bestätigt werden:

  • 1. Platz: (B) Philips OLED804: 69%
  • 2. Platz: (D) Panasonic GZW2004: 15%
  • 3. Platz: (C) Sony AG9: 13%
  • 4. Platz: (A) LG C9 (3%)

Kombiniert setzt sich der Philips OLED804 klar mit 107 von möglichen 200 Punkten gegen den Sony AG9 (43 Punkte), Panasonics GZW2004 (27 Punkte) und dem LG C9 (23 Punkte) durch. Das gute Ergebnis des Philips OLED ist auf den optimierten Bildalgorithmus des P5 Prozessors zurückzuführen, der Details auch in sehr hellen und dunklen Bildbereichen erhält.

13 KOMMENTARE

  1. Leider findet man bei den meisten OLED Fernsehern keine Angaben über Bildwiederholungsfrequenz und Helligkeit, z.B. bei LG, Panasonic, Sony. Philps gibt zumindest die Bildwiederholungsfrequenz an und teilweise auch die Helligkeit. Ansonsten kann man als Käufer die TV´s kaum vergleichen, zumal in den bekannten Märkten meist irgendwelche Zeitrafferfilme gezeigt werden. Möglicherweise um irgendwelche Artefakte zu kaschieren, die man beim üblichem TV-Programm mit schnelleren Bewegungen teilweise sehen kann. Oder welchen Zweck erfüllen diese realitätsfremden Zeitrafferaufnahmen von nächtlichen Skylines und sich im Wind bewegenden Blumen in den Märkten sonst?

  2. voll der test, zumal einerseits das Test mit Standard bild modi und vivid/lebhaft nur eins Zeigt, das diese Leute erstens von Phillips gekauft und zweitens Phillips den bild modi Vivid/lebhaft optimiert hat( was völliger schwachsinn ist) die beiden. Wenn überhaupt ein test gemacht wird sollte es so ablaufen wie hier und nicht anders. Bildqualität ist das eine aber das gesamtpaket ist worauf es ankommt. Die beste Bildqualität und der Beste TV siehe folgenden link https://www.4kfilme.de/tv-shootout-lg-c9-oled-best-tv-2019/ ist hier auf eurer Seite bereits ersichtlich. Da kann sich gerne Phillips dazu schließen und dann sieht man welcher TV der beste ist und nicht von sich selbst angepasstes matrial beim Test vorführen! Android ist ein gutes system aber ist immer noch Quatsch mit sose!

  3. Ich war beim Test letztes Jahr in München dabei. Ein Beigeschmack blieb auf jeden Fall hängen, da der Test von Philips kam, das Ergebnis war aber mehr als deutlich. Da ich den 903 mittlerweile selbst habe, kann ich das super Bild aber bestätigen und die 2019er Modelle sollen ja noch besser geworden sein was Shadow Details angeht.

  4. Democlips !?!!?
    Wie wäre es mal mit normalem TV Programm (SD/HD), Sport, genau das sehen die Zuschauer vor der Klotze zu 99% täglich an. Da sollte man sich mal beweisen

  5. Und sollen wir das Glauben ?In Niederlanden war das ganze test .Das ist Marketing
    Zweitens Philips hat jetzt viel Probleme mit HDR dunkle Details verloren gehen .
    In Test auch extra mit Minus bezeichnet .

  6. Was hat Samsung damit zu tun? Ist doch, für euch Fan Boys, schön das die Oleds das unter sich ausmachen konnten!!!
    Nun ist kein QLED dabei und trotzdem wird drüber gemeckert….

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