Philips hat seine TV-Neuheiten für 2026 bekannt gegeben. Der TV-Spezialist überzeugt mit einem breiten Line-Up bestehend aus OLED, QLED und RGB Mini-LED-TVs und liefert wichtige Verbesserungen wie z.B. eine 100 Zoll XXL-Größe, das matter-basierte Ambiscape, Dolby Vision 2 (MAX) und bis zu vier HDMI 2.1-Anschlüsse.
Philips (TP Vision) hat sein neues TV- und Audio-Line-up 2026 in Berlin vorgestellt und statt wiederverwerteter Technik aus dem Vorjahr gibt es viele Neuheiten und punktuelle Verbesserungen, die sich Fans schon seit Langem wünschen. Wir überfliegen einmal für euch die Highlights, werden jedoch in den darauffolgenden Tagen noch einmal auf die wichtigsten Verbesserungen sowie die einzelnen TV-Serien detailliert eingehen. Los geht’s:
4-seitiges Ambilight und Ambiscape

Philips-Fernseher heben sich primär mit einem Feature von der TV-Masse ab: dem integrierten Ambilight-Lichtfeature. Acht von zehn Philips-TV-Kunden kehren allein aufgrund dieses Features immer wieder zu TP Vision zurück. In diesem Jahr werden die TV-Modelle wieder mit 3-seitigem Ambilight ausgestattet, mit Ausnahme der Premium-OLED-TVs der OLED+911 und OLED+951-Serien, die sogar mit einem 4-seitigen Ambilight aufwarten können. Diese Modelle können Ambilight bestmöglich ausspielen, wenn die TVs an der Wand installiert werden. Leider gibt es in diesem Jahr keine Ambilight+-Modelle, wie sie vor zwei Jahren einmal angeteasert wurden (mit 4 LEDs und Micro-Linsen).

Parallel zu Ambilight unterstützen die neuen Philips 2026 TVs auch AmbiScape. AmbiScape ist nichts anderes als die Unterstützung externer Lichtlösungen von Philips Hue, Wiz, Osram, Ikea und Nanoleaf. Voraussetzung ist lediglich, dass die Geräte sich mittels des Matter IoT-Standards verbinden lassen. Somit lassen sich die neuen Fernseher auch wieder mit der alten Philips Hue Bridge verbinden, die mittels Update auf Matter aufgewertet wurde. Kleiner Wermutstropfen: Es können zusätzlich zum installierten Ambilight bislang nur maximal vier zusätzliche Lichter in die AmbiScape-Lichtsteuerung integriert werden. Wir vermuten, dass TP Vision in Zukunft auch mehr verbundene Geräte unterstützt. Das ist lediglich eine Frage der Kompatibilität, Stabilität und Prozessorpower.
„The XTRA“ wird zum RGB-Mini-LED-TV

Der „The XTRA“ (MLED981) ist Philips Premium-Modell im LCD-Segment, welches Kunden eine bessere Ausstattung und bessere Bildqualität bietet im Vergleich zur Bestseller-Serie „The ONE“. Während Philips im Vorjahr noch auf ein verhältnismäßig schwaches Mini-LED-Upgrade gesetzt hat, geht der TV-Hersteller in diesem Jahr mit RGB Mini-LED in die Vollen. Das Modell ist im Line-up unter den OLED-TVs angesiedelt. Je nach Anwendungsbereich, ist der „The XTRA“ aber womöglich den OLED-Geräten überlegen, z.B. wenn man eine große Displaydiagonale zum bezahlbaren Preis, oder man seinen TV oft in hellen Umgebungen nutzen möchte.
Denn mit seinen 3840 Dimming-Zonen (11.520 Dimming-Zonen wenn man die einzelnen RGB-Subpixel zählt) liefert der „The XTRA“ eine maximale Helligkeit von 3.000 nits (auf einem 10% Fenster) und satte 800 nits bei einer Full-White-Darstellung (100% Bild). Abgedeckt werden zudem 99% des DCI-P3-Farbraums und mit Dolby Vision 2 MAX, vier HDMI 2.1-Anschlüssen und einer maximalen Bildwiederholungsrate von 165 Hz fühlt man sich mit diesem Modell gut für die Zukunft gerüstet. Erhältlich ist der „The XTRA“ in beliebten TV-Größen mit bis zu 85 Zoll (215 cm).
Titan OS all the way!

Kein Google TV, kein Android TV… nur Titan OS – zumindest für die hier angesprochenen Modelle. Bevor man das neue Betriebssystem verteufelt oder ins Abseits stellt, sollte man Titan OS erst einmal eine faire Chance einräumen. Das Philips (TP Vision) Titan OS zu seinem „hauseigenen“ Betriebssystem gemacht hat, bringt auch einige Vorteile mit sich. Einer davon ist sicherlich, dass sich Philips TVs aufgrund von Kooperationen und ausgespielten Empfehlungen (Werbung) besser finanzieren lassen. Das ist aber bei allen Herstellern die „Basis“. Wenn sich Philips komplett auf Titan OS konzentrieren kann und jeglichen Ballast über Bord wirft (den ein Google TV oder Android TV gerne mal mit sich bringt), kann das System in Zukunft eines der stabilsten und kundenfreundlichsten auf dem Markt werden.
Denn Philips entwickelt mit Hochdruck an Titan OS, passt das System an Ansprüche seiner Kunden an, erweitert die Unterstützung von Apps (mittlerweile über 500 beliebte Apps integriert), bietet neue Features wie z.B. den neuen Sports-Tab und versucht, sich von der Masse abzuheben. Wir haben Titan OS als reaktionsschnelles und intuitives Betriebssystem während der Präsentationen wahrgenommen, und vielleicht lässt sich die unbegründete Ablehnung vieler Nutzer mit der Zeit aus der Welt schaffen.
Philips „The ONE“ gibt es jetzt mit 100 Zoll

Eine kleine, aber dann doch große Neuheit ist Philips Ausflug in die XL-Größen. Bislang hielt sich der Hersteller, egal mit welcher Displaytechnologie, bei den XL-Größen ab 90 Zoll gerne zurück. Die steigenden Nachfragewerte gehen dann aber doch nicht spurlos an TP Vision vorbei, und so schafft es ein „The One“-TV mit 100 Zoll in den 2026-Kader. Das sind 2,54-Meter beste Unterhaltung und vielleicht endlich die Chance, dass sich Philips auch bald im OLED-Segment an die teuren XL-Größen wagt. Wenigstens startet „The XTRA“ bereits mit Zollgrößen bis 85 Zoll.
Dolby Vision 2 (MAX) für Premium-OLEDs und RGB-Mini-LED

(Achtung, wir schweifen etwas aus): Was Dolby Vision 2 (MAX) wirklich bringt, das wissen wir offen gesagt bis jetzt nicht. Ja, wir haben erstes Vergleichsmaterial gesehen und die Inhalte mit Dolby Vision 2 sahen subjektiv besser aus. Doch wenn wir uns ansehen, wie Dolby Vision 1 derzeit via Streamingdienste, TV und auf so mancher 4K Blu-ray ausgespielt wird, dann wünschen wir uns eigentlich erst einmal, dass die erste Stufe des Standards voll ausgekostet wird. Leider wird Dolby Vision (2) selten im Base-Layer angewendet (vor allem nicht beim Streaming), da man dafür eine eigene Videodatei anfertigen müsste. Im „Zusatzlayer“ benötigt man dagegen nur eine kleine Datei und schon gaukelt uns der TV vor, man hätte mit Dolby Vision HDR einen deutlichen Vorteil gegenüber dem eigentlichen HDR10-Basisstream.
Die Kluft zwischen „was ist möglich“ und „was wird geboten“ ist aktuell extrem breit, und nur weil Dolby Vision draufsteht, ist es nicht automatisch besser. Gleiches gilt übrigens für Dolby Atmos 3D-Sound, welcher ebenfalls oft nur als Buzzword für Inhalte herhalten muss. Wir freuen uns, dass Philips seinen Kunden zumindest das gute Gefühl gibt, dass man mit den neusten Technologien ausgestattet ist, wir vermuten jedoch, dass Filmstudios und Streaminganbieter hier nicht allzu viel investieren werden, um die Bildqualität merklich zu steigern. Wir lassen uns aber gerne eines Besseren belehren. Dolby Vision 2 MAX wird auf jeden Fall bei den Premium-OLED TVs OLED+911 und OLED+951, der Mid-Range-Serie OLED811 sowie dem RGB-Mini-LED-TV (MLED981) zum Einsatz kommen. Dolby Vision 2 (ohne Max) wir dagegen beim „The One“ (PQS9001) integriert werden.
OLED811 mit Dolby Vision 2 Max und 165 Hz bis 77 Zoll

Ihr wollt einen OLED-Fernseher mit neusten Features, wollt aber nicht für das letzte Fünkchen Helligkeit der neusten OLED-Panelgeneration zahlen? Willkommen beim Philips OLED811. Ein hochwertiges OLED-Ex-Panel der neusten Generation (wie es z.B. auch bei der LG C-Serie zum Einsatz kommt) liefert uns hervorragende 4K-Qualität und das mit bis zu 165 Hz inkl. VRR (Variable Refresh Rate). Obendrein ist das Modell mit Dolby Vision 2 Max ausgestattet und nimmt mit Titan OS, AmbiScape und dem P5 AI Intelligent Prozessor auch viele Verbesserungen des 2026-Line-ups mit. Erhältlich in Größen zwischen 42 Zoll und 77 Zoll.
Philips OLED+911 (OLED911) mit Bowers & Wilkins-Soundsystem & 4-seitigem Ambilight

Ein „All-In-One“-System, das nicht nur eine starke Bildperformance bietet, sondern auch in puncto Klang überzeugt? Dann ist der OLED+911 (OLED911) das richtige System für euch. Der TV setzt auf ein META 3.0 OLED-Display (letztjähriges Premium-Panel) und besitzt ein ausladendes 3.1-System mit 80 Watt (RMS). Das 4K-Panel unterstützt maximal 165 Hz und kann zudem mit VRR-Features wie NVIDIA G-Sync und AMD FreeSync Premium aufwarten. Wie schon im vorherigen Absatz erwähnt, wird das Gerät auch Dolby Vision 2 Max unterstützen und kommt zudem mit allen Annehmlichkeiten des Philips TV-Line-Ups wie Titan OS oder AmbiScape. Noch zu erwähnen wäre, dass dieses Modell ebenfalls über ein integriertes 4-seitiges Ambilight verfügt. Bei einer Wandmontage kommt das Gerät also so richtig gut zur Geltung. Erhältlich zwischen 48 Zoll und 77 Zoll.
OLED+951 liefert maximale Bildqualität, dank META 4.0-Panel und P5-AI-Dual-Prozessor

Das Flaggschiff-Modell 2026 innerhalb des Philips TV Line-ups hört auf den Namen OLED+951 (OLED951). Hier lässt Philips keine Lücken. Das neueste META 4.0-Panel liefert Spitzenlichter jenseits der 4.000 nits, eine hervorragende Entspiegelung, die Farben, Kontrast und Schwarzwert aufrechterhält. Angetrieben wird das System mit dem fortschrittlichsten P5 AI Intelligent Dual Picture Engine-Prozessor der unter anderem Dolby Vision 2 Max ins perfekte Licht rückt. Bei diesem Highlight-TV sind 4-seitiges Ambilight inkl. AmbiScape genauso Pflicht, wie Gaming mit 165 Hz, NVIDIA G-Sync oder AMD FreeSync Premium. Philips verzichtet bei diesem Modell auch auf ein Soundsystem von Bowers & Wilkins, womöglich, da Kunden, die sich ein Premium-Bild nach Hause holen, auch eine eigene Audiolösung bevorzugen. Leider wieder nur in 65 Zoll und 77 Zoll erhältlich. Die XL-Größen mit 83 Zoll bzw. 97 Zoll rührt Philips im OLED-Segment bedauerlicherweise bisher nicht an.
Philips TV-Line-up 2026: Vielseitig und spannend

Das Philips TV Line-up 2026 wirkt nicht wie ein aufgewärmtes Produktportfolio aus dem Vorjahr. Der TV-Hersteller liefert Kunden viel Auswahl und gute Gründe, sich für einen Ambilight-TV von Philips zu entscheiden. Neben den hier angeteaserten Fernsehern gibt es noch mehrere Serien, die den TV-Einstieg und das mittlere Preissegment abdecken, auf die wir auch noch eingehen werden. Man hat fast das Gefühl, als hätte sich TP Vision endlich die kleinen und großen Kritikpunkte der vergangenen Jahre zu Herzen genommen und erfindet sich für seine Fans neu. Wir empfinden das TV-Produktportfolio 2026 von Philips als eines der spannendsten seit Jahren.


Im Grunde sind das chinesische TVs egal was drauf steht. Gebaut von TP Vision, einer Tochtergesellschaft des chinesischen Elektronikriesen TPV Technology mit Sitz in Hongkong.
„OLED+911 (OLED911) das richtige System für euch. Der TV setzt auf ein META 3.0 OLED-Display“
Auch aktuelle META 4.0 oder?
Also Kodi auf nem Tv nutzen ist doch für den Ar…. 🙂
Wenn man sich schon nen TV für 3000€ hinstelllt dann sollte doch auch 200€ für nen Top Hardwaremediaplayer drin sein der dann auch die Bildqualität liefert die der TV leisten kann.
Android ist weg und das ist auch gut so. Android ist ne Systembremse und dazu noch gerade bei TVs mit Werbung zugemüllt.
Klar ist abzuwarten wieviel Werbung ins TitanOS kommen wird aber was bei Android und einigen TV Marken da teilweise abgeht ist nicht schön.
Kann es sein, dass hier zu der Pressemitteilung und den anderen Newsseiten Einiges durcheinander gehauen wird?
Der RGB-MIniLED erscheint nur in 85″. OLED911 und OLED951 besitzen das gleiche 4500nit Primary-RGB-Tandem 2.0 Panel. Der OLED811 bekommt in 55-77″ das im Grunde das gleiche Panel wie der LG G5 vom letzten Jahr. LGD vermarktet das nun als neues EX-Panel mit bis zu 4000nits, was Philips geschickt umschifft indem man das Panel zur 9er-Serie entweder in den maximalen Peaks durch ein geändertes ABL-Verhalten kastriert, oder nur den zu erwartenden APL 10%-Wert angibt, statt APL 3%, damit die 9er-Serie leistungstechnisch deutlich besser dasteht. Auch der DCI-Wert ist eigentlich identisch. LGD gibt hier auch DCI 99% an wie bei der überarbeiteten neuen Variante mit geänderter Subpixelstruktur. So gesehen bekommt also der OLED811 das Vorjahrespanel des 910/950 und nicht der 911. Da beim 48″ wie beim 48G5 aufgrund der Pixeldichte und Energiebestimmungen eine geringere Helligkeit zu erwarten ist, müsste man mal nachfragen ob selbst der 48OLED811 das 4-Stack-Panel des G5 bekommt, da Philips sich hier ja scheinbar auf eine Spitzenhelligkeit mit 2500nits bezieht, die der 48″ so oder so nicht erreichen wird. Das „neue“ EX-Panel soll es ja auch in 48″ geben und irgendeinen Abnehmer muss es dafür ja geben.
Danke für die Hinweise. Die „Differenzen“ haben sich dadurch ergeben, dass Philips alte QR-Codes an die Spezifikations-Sheets gehängt hat (zu den Vorjahresmodellen). Parallel die Spec-Sheets auf dem Smartphone lesen und Bilder auf dem PC nach korrekten Infos durchsuchen, war dann auf die Schnelle nicht so einfach. Ich habe jetzt so weit korrigiert.
Verstehe ich das richtig? Es wird auch bei den Top-Geräten kein Android geben???
Das wäre doch ein KO-Kriterium, wenn man Kodi oder eine alternative YouTube-App installieren möchte. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Gruß
Ich bin noch nicht so sicher. Aktuell nutze ich externe Zuspieler, die auch am neuen OLED weiterlaufen können. Aber die App Auswahl bei Titan OS ist schon sehr mager…