Sony: Drei neue 4K Projektoren mit X1 Prozessor und bis zu 10.000 Lumen

Sony präsentiert seine neuen Heimkino-Projektoren mit nativer 4K Auflösung VPL-VW590ES, VPL-VW790ES und VPL-GTZ380 mit X1 Prozessor, Dynamic HDR Enhancer uvm. 

Sony, der Vorreiter für die native 4K Projektion ohne 4K Shifting im Heimkino, hat sein komplettes Projektoren-Lineup überarbeitet. Der neue Einstieg mit Lampen-Lichtquelle hört auf die Modellbezeichnung VPL-VW590ES und ersetzt den VPL-VW570ES, während der VPL-VW790ES mit Laser-Lichtquelle den immer noch exzellenten VPL-VW760ES ersetzt. Beide Modelle sind ab sofort im Fachhandel erhältlich. Wer genug Geld und etwas Gedult mit sich bringt, für den kommt im Winter 2020 der VPL-GTZ380 mit einer maximalen Lichtleistung von 10.000 Lumen!

VPL-VW590ES mit X1 Prozessor

Der VPL-VW590ES 4K/HDR Projektor in Schwarz
Der VPL-VW590ES 4K/HDR Projektor in Schwarz

Der VPL-VW590ES ist der erste native 4K Projektor von Sony, der mit den für Projektoren optimierten X1 Prozessor in den Handel kommt. Es dürfte jedem einleuchten, dass die bildverbessernden Algorithmen an die unterschiedlichen Lichtquellen der SXRD-Projektoren angepasst werden müssen. Mit dem neuen Bildprozessor halten auch neue Features wie der „Dynamic HDR Enhancer“ Einzug in den VPL-VW590ES. Der X1 Prozessor analysiert jeden einzelnen Frame, um die Bildhelligkeit optimal anzupassen. Ein ähnliches Feature hatte JVC bereits bei seinen Modellen im vergangenen Jahr via Firmware-Update nachgereicht. Das Ergebnis der dynamischen Helligkeitsanpassung von HDR-Material, sollte ein deutlich detail- und kontrastreicheres Bild hervorbringen.

Der Dynamic HDR Enhancer kommt in allen neuen 4K Projektoren zum Einsatz
Der Dynamic HDR Enhancer kommt in allen neuen 4K Projektoren zum Einsatz

Ebenso neu ist die „Digital Focus Optimizer„-Technologie, die ursprünglich aus Sonys Ultra-Kurzdistanz-Projektoren-Lineup stammt. Dabei wird die Signalquelle so verändert, dass Unschärfen an den Ecken des Bildes, die durch die Optik entstehen kann, kompensiert werden. Die letzte große Neuerung ist „Super Resolution“, also ein Upscaler für SD, HD und Full-HD Inhalte. Damit sollen auch DVDs und Blu-rays in einem ganz neuen Detailgrad wahrgenommen werden können. Und keine Angst, Highlight-Features der Vorgänger wie die 4K-Motion-Flow-Zwischenbildberechnung oder eine Input-Lag-Reduction sind auch bei diesen Modellen mit an Bord.

Lampe mit 6.000 Betriebsstunden

Die Queksilberlampe im VPL-VW590ES soll im ECO-Modus rund 6.000 Stunden ihren Dienst verrichten. Die maximale Lichtleistung wird mit 1.800 Lumen angegeben, der Kontrast soll bei 350:000:1 liegen. Zwei HDMI 2.0 Anschlüsse mit HDCP 2.3 unterstützen Videosignale in nativer 4K Auflösung 4.096 x 2.160 Bildpunkte mit 60 Vollbildern pro Sekunde (4K/60p). Als unterstützte HDR-Formate werden HLG und HDR10 angegeben. 3D Filme können auch mit den neuen Sony 4K Projektoren wiedergegeben werden.

VPL-VW790ES mit Laser-Lichtquelle

Der VPL-VW790ES in Schwarz mit Phosphor-Laser-Lichtquelle
Der VPL-VW790ES in Schwarz mit Phosphor-Laser-Lichtquelle

Der große Bruder VPL-VW790ES erhält alle Verbesserungen, die bereits dem VPL-VW590ES zuteil wurden. Jedoch besitzt das Modell zum einen ein etwas „hübscheres“ Chassis und nutzt einen Phosphor-Laser als Lichtquelle. Dieser erhöht die maximale Helligkeit auf 2.000 Lumen und verlängert die Lebensdauer auf rund 20.000 Stunden. Das Kontrastverhältnis verbessert sich zudem. Laut Sony könnte ein „unendlicher“ Kontrast dargestellt werden (Laser komplett aus/an), was natürlich nicht der Realität entspricht. Die maximale Leistungsaufnahme verringert sich auf 430 statt 460 Watt (VW590ES), zudem ist das Modell zwei dB leiser als der VW590ES (24 dB). Zudem gibt es den 4K Projektor nur in einer schwarzen Ausführung.

VPL-GTZ380 mit 10.000 Lumen

Das Projektions-Schwergewicht VPL-GTZ380 für Profis, Industrie und Heimkino-Verrückte
Das Projektions-Schwergewicht VPL-GTZ380 für Profis, Industrie und Heimkino-Verrückte (Bild: Sony)

Last but definitely not least – der Sony VPL-GTZ380. Selbst wenn wir uns dieses Modell nie leisten können (und wahrscheinlich nicht würden) ist es doch schön sich durch die Spezifikationen eines High-End-Produkts zu wühlen, um etwas ins Träumen zu geraten. Der VPL-GTZ380 ist genau so ein Gerät. Der 4K-Laser-Projektor beerbt den ausgezeichneten VPL-VW5000ES und legt im Vergleich zum VW590ES und VW790ES noch eine große Schippe drauf. Beginnen wir mit dem Phosphor-Laser. Zu den zwei blauen Lasern gesellt sich jetzt auch eine rote Variante, die es Sony erstmals erlaubt den kompletten DCI-P3 Farbraum abzudecken. Die maximale Lichtleistung liegt bei diesem Modell bei unglaublichen 10.000 Lumen und bringt ein natives Kontrastverhältnis von 16.000:1 mit sich.

Der X1 Ultimate Prozessor mit objektbasierter Super Resolution
Der X1 Ultimate Prozessor mit objektbasierter Super Resolution (Bild: Sony)

Je nach Heimkino-Aufbau stehen dem Nutzer zwei verschiedene Linsen zur Auswahl, eine Short-Throw Lens mit einer 0.8-1.02 Ratio und die Standard-Linse mit 1.4 – 2.73. Was das Gerät zudem von den „kleineren“ Modellen abhebt, ist der integrierte X1 Ultimate Prozessor. Dieser unterstützt nämlich Sonys objekbasierte Super-Resolution-Technologie, die Bilder im Ganzen analysiert, Objekte erkennt und diese anhand ihrer typischen Charakteristika optimiert. Die Performance des VPL-GTZ380 kann natürlich in einem Heimkino genutzt werden, Sony lobt das Modell jedoch eher für professionelle Anwender aus. So könnte man z.B. mit einer zusätzlichen Lizenz und zwei Displayport-Kabeln zwei 3D-4K-60Hz-Signale auf dem Projektor darstellen. Auch 4K/120Hz Darstellungen mit 4:4:4 Chroma und 10-bit wären möglich. So etwas kommt jedoch nur in VR- und Industrie-Design-Szenarien zum Einsatz.

Für den VPL-GTZ380 gibt es zwei unterschiedliche Linsen (Sony)
Für den VPL-GTZ380 gibt es zwei unterschiedliche Linsen (Sony)

Doch wer sich bereits mit seiner PlayStation 5 vor diesem Modell in 4K/120p zocken sieht, den müssen wir leider enttäuschen. Die 4K/120p-Darstellung funktioniert nur über die Dual-Displayport-Lösung. Die beiden HDMI 2.0 Eingänge (HDCP 2.3) unterstützen maximal 4K/60p. Ein Datenblatt mit allen Highlight-Features haben wir HIER!

Preise & Termine:

Der VPL-VW590ES und der VPL-VW790ES sind ab sofort verfügbar und kosten 6.999 Euro (UVP), respektive 11.999 Euro (UVP). Für das absolute Top-Modell VPL-GTZ380 gibt es leider noch keinen konkreten Termin, aber im „Winter 2020“ soll es so weit sein. Bis dahin kann man sich noch etwas Geld zusammensparen, denn der Preis liegt bei satten 79.999 Euro (UVP).

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Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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7 Kommentare
  1. heimkinofreak, so isses die Christi 4k Laser Beamer sind die besten kann man nicht vergleichen mit Barco 4k Laser Beamer die z.b. in Münchner Arri Kinos zum Einsatz kommen daher in Dolby Kinos ausschließlich Christi

  2. heimkinofreak, dreimal darf ich raten du sprichst von Epson Laser Fake 4K Pixel shifting Beamer, für 2D Betrieb habe ich Sony VW1000 und für 3D Betrieb mit infitec habe ich 2x JVC X7000 alle drei Geräte Cinemike getunt also weiß ich sehr wohl was Qualität ist und ja ich gehe jedes Mal mit große Freude ins Münchner Dolby Cinema Kino keine fünf Kilometer von meiner Wohnung entfernt aber das Problem mit Laserprojektoren ob günstig oder teuer sind nach 20.000 Stunden 50% Helligkeit Verlust ist und somit muss man die Kiste wegschmeißen leider haben die Entwickler versäumt austauschbare Lasereinheiten zu verbauen, und somit wäre mein Traum Beamer der VW10000 kalibriert bleiben immer noch 9000 Lumen genug Helligkeit Reserven für den Rest meines Lebens + Dolby Cinema HDR mega helles Bild daheim außerdem was du nicht vergessen solltest ist der X1 Pro Prozessor in VW 10000 und eine dritte rote Lasereinheit Z1 war damals schon überteuert extrem laut und miese..Kontrast bei meinen X7000 Geräten ist schwarz wirklich schwarz wie i. Dolby Cinema trotz Lampentechnik

  3. “ Mit dem neuen Bildprozessor halten auch neue Features wie der „Dynamic HDR Enhancer“ Einzug in den VPL-VW590ES. Der X1 Prozessor analysiert jeden einzelnen Frame, um die Bildhelligkeit optimal anzupassen. Ein ähnliches Feature hatte JVC bereits bei seinen Modellen im vergangenen Jahr via Firmware-Update nachgereicht. “

    Das stimmt so nicht. Der HDR Enhancer arbeitet nicht wirklich anders als der Contrast Enhancer, den es schon lange bei Sony gibt. Hat Sony selbst bestätigt bei der Präsentation. Das JVC frame adapt HDR ist hier eine andere Liga.

    Der VPL-GTZ380 ist in der Tat spannend. Die UVP von €79.999.- ist OHNE Objektiv! Es wird ein Standard für €6.999.- und eines für €12.999.- geben.

  4. @Sammy: Für 160.000 sollte dies kein Problem sein…. 🙂

    Aber es müssen nicht UNBEDINGT 2 sein….wichtig ist…das der Projektor LASER hat…
    Lampe ist out….
    …und jetzt frag Dich mal warum DOLBY nur Laser Christie Projektoren zulässt für
    Dolby Cinemas…

    Hab schon seid 5 Jahren LASER…würde NIEMEHR gegen Lampe tauschen wollen…

    Für den JVC DLA-Z1 hat es nicht (ganz) gereicht…aber es gibt einen ebenso
    professionellen Laser Beamer, welcher out of Order ist und am Schluss für 5000 Euro
    verramscht wurde….dann hab ich zugeschlagen…ein TRAUM, welcher manch teureren
    Sony Beamer in die Schranken weist…
    Pseudonym des Beamers: Black Panther Laser Beamer

    Viel Spass noch!

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