Sony PlayStation Classic enttäuscht mit schlechter Emulation

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PlayStation Classic: Ab 3. Dezember für 99 Euro erhältlich
PlayStation Classic: Ab 3. Dezember für 99 Euro erhältlich

Die Sony PlayStation Classic ist am 3. Dezember 2018 endlich erschienen. 99,99 Euro kostet die Retro-Konsole mit 20 vorinstallierten Spielen. Doch offenbar enttäuscht die Hard- und Software größtenteils. Denn Sony hat sich da einige Patzer geleistet.


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„Retro vom Feinsten“ titelten wir noch in freudiger Erwartung, als die PlayStation Classic angekündigt wurde. Leider muss man diese Überschrift wohl mittlerweile relativieren. Denn erste Besitzer der Mini-Konsole sind ernüchtert. So gibt es Performance-Probleme und Sony hat sich entschieden einige Games in den PAL- statt den NTSC-Versionen auf die PlayStation Classic zu hieven. Das führt zu falschen Framerates und anderen Querelen. Das Gameplay wird verlangsamt.

Da die Sony PlayStation Classic nämlich nur in 60 Hz ausgibt, die alten PAL-Titel aber auf 50 Hz ausgelegt waren, kommt es zu den genannten Problemen. Das Gameplay wird ruckelig und die Darstellung ist schlechter, als auf Original-Hardware. Das kann bei Spielern zu dem Eindruck führen, dass die Spiele und die Performance schlechter seien, als sie es in den 1990er-Jahren eigentlich gewesen sind. Statt die erste PlayStation also zu feiern, verschlechtert man ihr Image potentiell.

Offenbar nutzt Sony zudem an der PlayStation Classic nicht seine eigene Emulations-Lösung, die man etwa für die PS3 oder PS Vita einsetzt, sondern den PCSX-Emulator. Dabei sollen aber nicht nur die PAL-Versionen der Spiele Probleme haben, sondern auch andere Games schlechter laufen, als man es erwartet hätte. „R4 Ridge Racer Type 4“ etwa lief auf der PlayStation mit stabilen 30 fps und passendem Frame-Pacing, hat auf der neuen PlayStation Classic aber in beiden Bereichen Probleme.

PlayStation Classic ist für Retro-Gamer keine Freude

Insgesamt liefert die PlayStation Classic somit als Ergebnis schlechtere Leistung als Original-Hardware und mischt bunt PAL- mit NTSC-Versionen. Warum sich Sony für die PAL-Versionen entschieden hat, die nun nur im 60-Hz-Modus darstellbar sind und dadurch noch schlechter wirken als ohnehin von Haus aus im Vergleich zu den NTSC-Versionen, das bleibt Sonys Geheimnis. Folgende Spiele sind auf der PS Classic in den PAL-Versionen vorinstalliert und besonders problematisch:

  • Battle Arena Toshinden
  • Cool Boarders 2
  • Grand Theft Auto
  • Jumping Flash
  • Tekken 3
  • Tom Clancy’s Rainbow Six

Als positive Gegenbeispiele sind die NES und SNES Classic Mini anzuführen. Auch jene haben kleinere Probleme mit der Emulation, sie sind aber marginal im Verhältnis zu den Querelen der PS Classic. Was Nintendo also gelungen ist, scheitert bei Sony. Retro-Gamer ärgern sich aktuell vielfach über Sonys Konsole und der Ausflug zurück in die Zeit ist bei Nintendo deutlich gelungener ausgefallen.

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Sony PlayStation Classic enttäuscht mit schlechter Emulation
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QUELLEEurogamer
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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