„The Sandman“: Zusammengestauchtes Bild der Serie ist kein technischer Fehler

Die Serie „The Sandman“ sorgt aktuell für Diskussionen: Das Bildformat irritiert einige Zuschauer. Jetzt hat Netflix sich selbst zu Wort gemeldet.

So wirkt das Bild der Serie „The Sandman“ in vielen Abschnitten etwa deutlich zusammengestaucht. Die Gesichter der Schauspieler sehen dadurch aus, als würden sie in die Länge gezogen und die Proportionen von Objekten im Hintergrund scheinen nicht zu stimmen. Bei Twitter haben viele Abonnenten daher ihren Unmut geäußert. Doch ein Sprecher des Streaming-Anbieters erklärt die Angelegenheit.

Demnach sei das verfremdete Bild gewollt. Es handele sich ausdrücklich nicht um einen technischen Fehler, sondern um eine kreative Entscheidung. Durch das manipulierte Format habe man den surrealen Charakter der Serie verstärken wollen. „The Sandman“ dreht sich zentral um Träume und spielt teilweise auch in Traumwelten. Das habe man auch in der Ästhetik der Serie berücksichtigt.

Schon im Trailer kann man das verfremdete Bildformat manchmal erkennen. Dennoch sind einige Zuschauer davon wohl nicht sonderlich begeistert. Letzten Endes sollte sich da jeder einen eigenen Eindruck verschaffen. Klar ist, dass sich daran nichts mehr ändern wird, da der Look gewollt ist.

„The Sandman“ läuft für Netflix bisher erfolgreich

Die Serie „The Sandman“ basiert auf den Comics des Autors Neil Gaiman („American Gods“). Die Comicreihe ist sehr angesehen und wird oft in einem Atemzug mit Klassikern wie „Watchmen“ und „The Dark Knight“ genannt. Die Adaption von Netflix, an der Gaiman ebenfalls beteiligt ist, ist auf mehrere Staffeln angelegt und läuft bisher offenbar recht erfolgreich. Zumindest taucht sie auch in diversen Top-10-Listen des Anbieters auf.

Gleichwohl dürfte „The Sandman“ auch ein hohes Budget verschlingen. Insofern ist zu hoffen, dass die Zuschauerzahlen Netflix am Ende ausreichen, um eine Verlängerung in Auftrag zu geben.

QuelleVariety
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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4 Kommentare
  1. Jetzt habe ich die erste Staffel durch. Ich finde sie wirklich absolut super. Sehr nahe am Original, besonders im Vergleich zu der Serienversion des Comic-Spinoffs Lucifer, aber auch nicht so sehr, dass man jede Einzelheit voraussehen kann.
    Ich hoffe, dass diese Serie auf Netflix weitergeht. Zumindest in Deutschland ist die Serie immer noch an zweiter Stelle der Netflix Top 10 Serien und war vorgestern noch auf Platz 1, wenn ich mich nicht sehr täusche.
    Da werden sich auch HBO mit House of the ´Dragon und Amazon mit Rings of Power sehr anstrengen müssen, um die Qualität zu übertreffen oder nur mitzuhalten.

  2. Würde das sogar als „gut abgedreht“ bezeichnen 🙂
    Habe alle original Graphic Novels zu hause und gelesen, dort wird die „platte Optik“ als Stilelement oft verwendet.

  3. Ich frage mich, was diese Leute, die das verfremdete Bild kritisieren, von einer Serie über den Herrn der Träume erwarten.
    Ich habe die erste Staffel noch nicht durchgeguckt, aber ich kenne den Comic komplett, da halte ich so ein Stilmittel für extrem passend.
    Bisher gefällt mir diese Serie wirklich sehr sehr gut. Ich gebe bestimmt noch mal meinen Senf dazu, wenn ich sie durch habe. Das dürfte nächstes Wochende der Fall sein.

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