Werden Fernsehgeräte 2026 teurer? – Ein Hersteller wagt eine düstere Prognose

Nachdem die Preise von Smart-TVs jahrelang gefallen sind, könnte sich 2026 der Trend umkehren. Zumindest ein Hersteller macht da eine klare Ansage.

Fernsehgeräte zählen zu den wenigen Technikprodukten, die innerhalb der letzten Jahre tatsächlich im Durchschnitt günstiger geworden sind. Beispielsweise konnte man 2025 Flaggschiff-TVs wie die LG OLED G5 und Samsung QD-OLED S95F in Angeboten zu Preisen ergattern, die vor wenigen Jahren noch Mittelklassemodelle in Deals gekostet haben. 2026 könnte es jedoch eine rasante Umkehr dieses Trends geben.

Speicherkrise sorgt für Pleiten, Pech und Pannen

Das unterstellt zumindest vorab der Geschäftsführer des Zulieferers Phison. Der CEO Chien Cheng Pan geht davon aus, dass in diesem Jahr so einige Hersteller aus dem Bereich Unterhaltungselektronik schlichtweg pleitegehen werden. Denn aufgrund der Speicherkrise werde es ihnen an Komponenten fehlen, um zu verträglichen Preisen ihre Geräte auf den Markt zu bringen. Das könnte besonders kleinere Anbieter betreffen. Andere werden wohl Produktreihen einstellen müssen.

OLEDs sind in Langzeittests haltbarer als LCD-TVs.
OLEDs und LCDs könnten 2026 im Preis steigen.

Der Manager sollte sich auskennen, denn Phison fertigt selbst NAND-Speicher. Er rechnet damit, dass 2026 deutlich weniger Smart-TVs produziert werden können, was zu Preissteigerungen und einem eingeschränkteren Angebot führen dürfte. Betroffen sein, werden aber auch andere Produktgruppen wie Notebooks, Smartphones, Spielekonsolen und mehr. Das passt zu den Gerüchten, dass Sony vorsorglich die PlayStation 6 verschieben könnte.

Speicherkrise noch bis 2030?

Der Phison-Chef ist sogar so pessimistisch, dass er nicht an ein Ende der Speicherkrise vor 2030 glaubt. Denn zwar bauen sein Arbeitgeber sowie andere Hersteller wie Samsung, SK Hynix, Micron und Co. die Fertigungskapazitäten aus, doch es dauere Jahre, bis diese Arbeit Früchte trage. Zudem seien natürlich erst einmal Geschäftskunden der Fokus, denn durch Verträge mit jenen könnten die Speicherhersteller viel höhere Margen erzielen und sich über langfristige Vereinbarungen absichern. Die Privatkunden stünden da in der Rangliste an der letzten Stelle.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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5 Kommentare
    • Wenn China nach Taiwan greift, dann kommt nirgendwo mehr irgendetwas an, was halbwegs hochtechnisierte Halbleiter darstellen. Denn bei einem Einmarsch wird TSMC sämtliche Dokumente für ihre Fertigung löschen/vernichten und die Anlagen unbrauchbar machen. Da gibt es schon entsprechende Vorrichtungen, sodass das unmittelbar durchgeführt werden kann. Deren ganzes Know How befindet sich als Backup außerhalb Taiwans und auch China.

  1. Ich glaube nur die Hälfte von diesem permanenten Krisengeschäften. Sobald irgendwo Krise gerufen wird, sind die Hersteller gleich dabei die Preise anzupassen. Der größte Teil wird schlicht zur Gewinnoptimierung dienen und die Krise kann man ja soooo schön plaktativ dem doofen Konsumten vor die Nase halten.

    • Klassisches Konzept von Angebot und Nachfrage, dass jetzt nicht einen irgendwas glauben lassen muss. Sicherlich profitieren die Speicherhersteller jetzt dadurch überproportional und das ist nun mal klassische Wirtschaft, wenn einer was hat, das Viele wollen. War ja mit den Grafikkarten und dem Mining-Hype eine ähnliche Problematik, auch wenn das jetzt hier eine andere Dimension erreicht hat.
      Das Primärproblem sind halt hier die immensen Investitionen in die (KI)-Server-Farmen, die halt jetzt überall maximale Priorität haben und deshalb weder Kosten noch Mühen gescheut werden. Selbst die behäbigen Europäer machen da jetzt auch mal mit.
      Da ist klar, dass das Unterhaltungselektronik-Business nicht diese Preise einfach so mitgehen kann.

  2. Interessanter wird ja sein ob die asiatischen Regierungen den Treiben von U.S. big tech so ohne Gegenmaßnahmen zusehen werden und den Leerverkauf und Niedergang heimischer Industrie so kampflos zu lassen, damit in den usa Rechenzentren entstehen um sie komplett abhängig zu machen, dieser Frühling wird sehr spannend, denn da werden ja eigentlich die Produktion von iPhone, tv, Smart watch usw für den Herbst angeschmissen

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