HDCP 2.2 oder High-bandwidth Digital Content Protection ist vielen sicherlich kein Begriff, der ein oder andere hat sich aber sicherlich bereits mit dem Thema HDCP auseinander gesetzt, vor allem wenn eine Grafikkarte, Monitor oder Fernseher bestimmte Inhalte nicht wiedergeben will. Alles was du zu HDCP 2.2 wissen musst findest du hier.


HDCP ist eine hardwarebasierte Verschlüsselung welche von Intel in 2001 entwickelt und eingeführt wurde. Diese verhindert, dass Video- Und Audiosignale abgefangen, aufgezeichnet und vervielfältigt werden können. Fernseher und Grafikkarten von namhaften Herstellern unterstützen den HDCP Kopierschutz bereits seit Jahren. Probleme treten vor allem bei „älterer“ Hardware auf. Ein AV-Receiver welcher in 2013 gekauft wurde unterstützt mit großer Wahrscheinlichkeit den HDCP 2.1 Standard und kann somit Videosignale in Full-HD Auflösung ohne Probleme an ein TV-Gerät weiterleiten. Fehlt jedoch die HDCP 2.2 Unterstützung können keine 4K Inhalte verarbeitet oder weitergeleitet werden. Der Standard ist wichtig für zukünftige Inhalte wie 4K Streaming und vor allem für die neue Ultra HD Blu-ray.

HDCP 2.2 – die wichtigsten Fragen:

  • Was ist HDCP 2.2? HDCP ist ein Kopierschutz welcher bei Monitoren, Grafikkarten, Fernsehern, Receivern, Soundanlagen und Spielekonsolen zum Einsatz kommt und verhindert, dass Inhalte ohne Verschlüsselung übertragen werden.
  • Wann kommt HDCP 2.2? Der alte Standard HDCP 1.4 wird von den meisten Geräten bereits unterstützt. Die neue 2.2 Version ist bereits vielen neuen 4K Fernsehern, Receivern und co. im Einsatz
  • Was ist der Nachteil von HDCP 2.2? Ganz einfach: Möchte man HDCP 2.2 geschützte Inhalte abspielen und ein Gerät unterstützt diesen Kopierschutz nicht, können Audio- und Videosignale nicht übertragen werden. Ein Update älterer Geräte von HDCP 1.4 auf 2.2 ist leider nicht möglich.

Welche 4K Fernseher unterstützen HDCP 2.2?

Man kann schwer davon ausgehen, dass alle namhaften Hersteller, welche 4K Fernseher mit HDMI 2.0 Ausgang auf den Markt gebracht haben, auch mindestens einen Anschluss mit HDCP 2.2 integriert haben. Handelt es sich um einen 4K Fernseher von einem „Günstig-Hersteller“ oder das Modell ist älter als Februar 2013, wird dieses den HDCP 2.2 Standard mit großer Wahrscheinlichkeit nicht unterstützen.

100 prozentige Sicherheit kann aber nur die Produktseite des Herstellers, bzw. der Fachhändler geben. Bevor man sich für deinen 4K Fernseher entscheidet, sollte man auf jeden Fall prüfen, ob das ausgewählte Gerät auch HDCP 2.2 unterstützt! Auch die Anzahl der HDMI Anschlüsse mit HDCP 2.2-Support ist unter Umständen wichtig, falls mehrere 4K-Zuspieler am Fernseher angeschlossen werden sollen.

Achtung nicht nur TV-Geräte betroffen!

Nicht nur 4K Fernseher sind auf den HDCP 2.2 Standard angewiesen. Eigentlich alle Geräte der HIFI-Landschaft, welche geschützte Audio- oder Videoinhalte übertragen und verarbeiten müssen, benötigen HDCP 2.2. Das Smartphone mit den selbst gedrehten 4K Videos braucht diesen Standard natürlich nicht. Vor allem bei 4K Media Playern und Soundanlagen denken viele sicherlich nicht an den aktuellen Kopierschutz. In der Anfangsphase des neuen 4K / Ultra HD Standards muss man hier besonders aufpassen.

HDCP 2.2 umgehen mit dem HDFURY Integral:

Wer vielleicht einen älteren 4K Projektor, Fernseher oder Monitor sein eigen nennt, aber trotzdem auf die geschützten Bildquellen der 4K Blu-ray oder 4K Streaming-Anbieter zugreifen möchte, kann einfach den professionellen HDCP-Konverter „HDFury Integral“ nutzen. Dieser wandelt das HDCP 2.2 geschützte Signal in HDCP 1.4 um, welches von allen 4K-fähigen Displays und Wiedergabegeräten unterstützt wird (abwärtskompatibel).

Fazit: Lieber vorab informieren als später doppelt zahlen

HDCP 2.2 ist zum aktuellen Zeitpunkt sicherlich ein nerviges Thema. Bis sich der neue Standard auch bei günstigen Anbietern etabliert hat, wird noch etwas Zeit vergehen. Vor dem Kauf von Unterhaltungselektronik sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass diese HDCP 2.2 unterstützen. Auch wenn man erst zu einem späteren Zeitpunkt auf 4K umsteigen möchte, ist es nicht verkehrt, Neuanschaffungen wie Grafikkarten, Receiver und Soundanlagen bereits mit HDCP 2.2-Kompatibilität zu kaufen. Auch wenn es ein paar Euro mehr kosten könnte, spart man sich ggf. eine zweite Neuanschaffung, weil ein Gerät den neuen Kopierschutz vielleicht nicht unterstützt.

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