XIAOMI enthüllt weltweit ersten 4K Projektor mit Dolby Vision HDR

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Der Xiaomi Laser Cinema 2 ist ein 4K-UST-Projektor mit Laser-Lichtquelle und Dolby Vision HDR
Der Xiaomi Laser Cinema 2 ist ein 4K-UST-Projektor mit Laser-Lichtquelle und Dolby Vision HDR

Xiaomi präsentiert mit dem Laser Cinema 2 einen neuen 4K Ultra-Kurzdistanz-Projektor mit Laser-Lichtquelle, der als erstes Gerät weltweit Dolby Vision HDR verarbeiten kann!

Der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi dürfte den meisten durch seine Produkte mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis bereist ein Begriff sein. Egal, ob mit 4K Fernsehern, Smartphones oder Laptops – wo es ein paar Euro/Dollar/Yuan zu holen gibt, taucht Xiaomi auf. Wie das Unternehmen jetzt mit dem Xiaomi Laser Cinema 2 beweist, lässt man sich nicht nur als Fast-Follower in Produktnischen nieder, sondern tritt auch als Innovator auf! Der 4K Ultra Short Throw Beamer (UST-Beamer) mit Laser-Lichtquelle ist nämlich das weltweit erste Modell, welches neben HDR10 auch das dynamische Dolby Vision HDR-Format verarbeiten kann.

Das Alleinstellungsmerkmal Dolby Vision definiert den 4K Projektor Laser Cinema 2 von Xiaomi
Das Alleinstellungsmerkmal Dolby Vision definiert den 4K Projektor Laser Cinema 2 von Xiaomi

4K-Projektion zwischen 40 und 200 Zoll

Der Ultra Kurzdistanz Projektor wirft ein Bild mit 3.840 x 2.160 Pixel (Pixel-Shifting) an die Leinwand und das aus einer Entfernung von nur wenigen Zentimetern. Ein Bild mit 100 Zoll Diagonale kann der Projektor bereits aus einer Entfernung von nur 20 Zentimetern projizieren. Die minimale Displaydiagonale wird mit 40 Zoll angegeben, die maximale mit 200 Zoll. Das Unternehmen empfiehlt sie doch im Bereich von 80 – 150 Zoll zu bleiben, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Der 4K-UST-Projektor "zaubert" ein 100-Zoll Bild aus nur 20cm Entfernung zur Leinwand
Der 4K-UST-Projektor „zaubert“ ein 100-Zoll Bild aus nur 20cm Entfernung zur Leinwand

Neben der Unterstützung von 4K Dolby Vision werden zudem Videosignale mit HDR10 und HLG (Hybrid-Log Gamma) unterstützt. Die Steigerung der Lichtleistung um rund 20 % im Vergleich zum Vorgänger auf rund 2.400 Lumen, spiel dem Projektor dabei natürlich in die Karten. Das DLP-System deckt laut Hersteller auch 113% des rec.709 Farbraums ab.

Die Laser-Lichtquelle soll dank 2.400 Lumen den Einsatz des Xiaomi Laser Cinema 2 auch in hellen Umgebungen ermöglichen
Die Laser-Lichtquelle soll dank 2.400 Lumen den Einsatz des Xiaomi Laser Cinema 2 auch in hellen Umgebungen ermöglichen

Wir sind sehr gespannt, was der Xiaomi Laser Cinema 2 leisten wird. Die Kombination aus Laser-Lichtquelle, welche eine ein Kontrastverhältnis von 3.000:1 realisiert und  dynamischem Dolby Vision HDR könnte ein ganz neues Seherlebnis abliefern. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die HDR-Standards eigentlich nicht auf Projektionssysteme, sondern Displays ausgelegt sind. Wie gut ein UST-Projektor wie der Laser Cinema 2 die Bildsignale wiedergibt, liegt ganz allein bei der Interpretation und Ingenieurskunst der Hersteller.

AlPD RB+: roter und blauer Laser

Der Laser basiert auf der ALPD RB+-Technologie, die ein Upgrade der Standard-ALPD-Lasertechnologie ist, die von den meisten Projektoren in dieser Preisklasse verwendet wird. Die ALPD RB+-Technologie verwendet neben einem blauen einen zusätzlichen roten Laser, um die Darstellung der Rottöne zu verbessern. Das dürfte die Darstellung natürlicher Hauttöne verbessert. Der Delta E-Wert (empfundener Farbabstand) über alle Farben hinweg, soll weniger als 2.9 betragen und liegt somit auf einem Niveau, bei dem Farbabweichungen mit dem bloßen Auge nicht mehr auszumachen sind. Und man darf nicht vergessen, dass die Lebensdauer einer Laser-Lichtquelle gerne 20.000 bis 30.000 Betriebsstunden beträgt. Ein großes Plus, wenn das Gerät eine lange Zeit nicht gewartet werden muss.

Die Anschlüsse des Laser Cinema 2 inkl. drei HDM 2.0-Ausgängen (eARC) zwei USB 3.0-Ports, digital Audio und Ethernet
Die Anschlüsse des Laser Cinema 2 inkl. drei HDM 2.0-Ausgängen (eARC) zwei USB 3.0-Ports, digital Audio und Ethernet

Was die Menüführung und Bildverarbeitung betrifft, wird der Xiaomi Laser Cinema 2 von einem 64-Bit-MediaTek MT9669-System-on-a-Chip angetrieben, bestehend aus einem Quad-Core-ARM-Cortex-A73-Chipsatz, der mit 1,9 GHz taktet. Dazu kommen 3 GB RAM und 32 GB Speicherplatz. Der Projektor verfügt auch über eine AI Image Enhancement-Technologie, die hilft, das Bildrauschen zu reduzieren und verlorene Details wiederherstellt. MEMC (Motion Estimation Motion Compensation) für 60Hz-Darstellungen wird ebenfalls unterstützt. Auch die Konnektivität ist mit drei HDMI-2.0-Anschlüssen, zwei für USB 3.0, einem optischen Anschluss, einem Ethernet-Port und einem einzigen Kopfhöreranschluss gut abgedeckt.

Dolby Atmos via eARC

Laut Xiaomi wird der Laser Cinema 2 mit der MIUI TV-Plattform betrieben, ein Derivat von Android TV, das die gleichen Apps und Funktionen bietet, die man auch auf einem Xiaomi-Smart-TV vorfindet. Audioseitig ist der Beamer mit zwei 15 Watt Breitbandlautsprechern ausgestattet und verarbeitet sowohl Dolby Atmos als auch DTS Surround Sound. Das sollte sich also zu einem ziemlich beeindruckenden Klangerlebnis summieren, umso mehr, wenn der Benutzer externe Lautsprecher anschließt. Über den dritten HDMI 2.0-Ausgang können nämlich 3D-Audioformate wie Dolby Atmos von Streaming-Apps wie Netflix oder Prime Video via eARC (enhanced Audio Return Channel) über die HDMI-Verbindung an eine Soundbar oder Sound-Anlage ausgespielt werden. Ebenfalls an Bord sind zwei Fernfeldmikrofone, die den virtuellen Sprachassistenten Xiao AI mit Strom versorgen. Hoffentlich lassen sich die integrierten Mikrofone des Xiaomi Laser Cinema 2 auch mechanisch deaktivieren.

Geräuscharmer 4K-UST-Projektor dank intelligenter Kühlung

Das Lüftungssystem des Xiaomi Laser Cinema 2 4K-Kurzdistanz-Projektorsverhindert nicht nur Schaden an der Hardware, sondern verringert auch das Betriebsgeräusch
Das Lüftungssystem verhindert nicht nur Schaden an der Hardware, sondern verringert auch das Betriebsgeräusch

Die Hardware verfügt auch über ein ausgeklügeltes System aus Lüftern und passiven Kühlelementen, die von einer aktiven Temperaturregelung gesteuert werden. Diese verhindern vorrangig, dass sich einzelne Komponenten zu sehr erhitzen, sollen jedoch auch dafür sorgen, dass der Geräuschpegel im Regelbetrieb weniger als 30db beträgt. Nach hinten gerichtete Lichtschranken merken, sollten sich Erwachsene, Kinder oder Tiere dem Projektor bzw. dem Lichtauslass des Lasers nähern. Die Helligkeit wird automatisch reduziert, um Augenschäden zu vermeiden.

Alles in allem sieht es aus wie ein sehr leistungsfähiger 4K Ultrakurzdistanz-Laserprojektor, der zu einem verlockenden Preis angeboten wird. Das Alleinstellungsmerkmal Dolby Vision verleiht dem Gerät große Aufmerksamkeit und wir sind gespannt, wie Xiaomi den 4K Projektor vermarktet.

Xiaomi Laser Cinema 2 Preis und Termin

Derzeit wird der 4K-UST-Projektor Laser Cinema 2 nur in China für 14.999 chinesische Yuan verkauft. Auch ohne das Dolby Vision-Feature bewegt sich das Modell auf einem erschwinglichen Preisniveau. Vergleichbare Modelle mit zwei Laser-Lichtquellen (blau + rot) kosten gerne mal zwischen 3.000 und 5000 Euro, zum Teil sogar mehr. Drückt die Daumen, dass das Modell auch nach Deutschland kommt!

  • 4K DLP Projektor mit DMD (3.840 x 2.160)
  • Laser Lichtquelle mit 2.400 Lumen und 25.000+ Stunden Lebensdauer
  • ALPD RB+-Technologie mit roten und blauen Laser-Elementen
  • 113% rec.709 Farbraum
  • 60Hz MEMC
  • Projektionsfläche 40 – 200 Zoll (empfohlen 80 – 150 Zoll)
  • HLG, HDR10 und Dolby Vision
  • Dolby Atmos 3D sound
  • DTS Sound
  • 3x HDMI 2.0 Anschlüsse
  • eARC (enhanced Audio Return Channel)
  • 2x USB 2.0 Anschlüsse
  • Optischer Audio-Ausgang
  • Ethernet / Lan
  • 2×15 Watt Lautsprecher
  • 65-bit MediaTek MT9669 SoC
  • ARM Cortex-A73 CPU (1.9 GHz)
  • 3GB Ram
  • 32 GB Speicher


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7 KOMMENTARE

  1. Dolby Vision…damit wurde schon mal ein chinesischer Beamer angekündigt. Stellte sich dann als fake heraus. Kurz vor Release wurde es dann zurück gezogen. Bin gespannt ob das hier wirklich zutrifft.

  2. @Dominik Jahn, also Tizen OS ist nicht wirlich das bessere System (alleine die Sprachbedienung ist ein Witz), es werden nämlich so gut wie keine Apps mehr dafür entwickelt. Ich hab mir auch einen Samsung LP9T geholt und direkt nen Chromcast angeschlossen und bleibe so deutlich flexibler in Sachen Apps und Bedienung.

    Die technischen Daten hören sich ja erstmal ganz interessant an, aber das wird noch paar Monate dauern bis und ob der überhaupt nach Deutschland kommt….
    LG wird vermutlich auch bald was neues bringen und VAVA hat ja seinen neuen schon über Crowdfunding veröffentlich…

    • Für Tizen OS werden keine Apps mehr entwickelt? Welche Apps fehlen dir denn? Ich bin da einer ganz anderen Meinung. Ich würde Tizen OS einem zusammengeflickten chinesischen Android-Fork auf jeden Fall vorziehen. Hier hat man z.B. keine Probleme mit der Integration diverser Streaming-Apps wie Netflix oder Disney+, die der Plattform nicht vorgaukeln müssen, dass der Projektor eigentlich ein Tablet ist. Bei der Sprachfernbedienung kann ich leider nicht mitreden, weil ich persönlich diese fast nie nutze, weil die manuelle Eingabe meist schneller ist. Und ich habe selten Situationen, in denen ich weiß, dass ich jetzt die nächste Folge „XY“ auf Netflix starten möchte.

      Der Markt für UST und Projektoren im Gesamten kommt gerade etwas mehr ins Rollen, jedoch gibt es im gehobenen Preissegment fast keine Ware durch den Chipmangel. Das wird auch neue Modelle sowie Geräte wie den VAVA betreffen.

  3. Hallo,
    sieht interessant aus, ich hab mir gerade den Samsung LP7t gekauft der sich in einer ähnlichen Preisklasse bewegt.
    Wissen Sie etwas zum Input Lag? Die bisherigen „China“ Projektoren waren ja weniger fürs Zocken geeignet.

    • Das sind die ersten Infos die uns erreicht haben. Input-Lag, Details zu VRR, ALLM usw. stehen alle noch aus. Technisch gesehen, bewegt sich der Xiaomi Projektor ja fast auf dem Niveau eines LP9T (Dual-Laser), ist aber weitaus günstiger.

      • puhhh also ich kann meinen Projektor noch zurück geben.
        Was würdest du an meiner Stelle tun?
        Der LSP7T hat mich 1.700€ gekostet, die 300€ wären jetzt auch schon egal.

        • Ich würde nichts überstürzen. Du weißt noch nicht, was Dolby Vision HDR bei einem Projektor überhaupt bringt. Tizen OS ist sicherlich die bessere Plattform, der Service ist bei Samsung wohl auch besser. Und am Ende weißt du noch nicht, ob das Gerät überhaupt nach Deutschland kommt.

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