Schenkt man Zattoo Glauben, dann überholt das TV-Streaming in Deutschland mittlerweile das Kabelfernsehen. Ist das wirklich realistisch?
Zattoos TV-Streaming-Report 2026 für Deutschland stellt eine kühne Behauptung auf: „TV-Streaming überholt erstmals Kabel als meistgenutzten Empfangsweg“. Das mag isoliert auf die Umfrageergebnisse zutreffen, allerdings nicht auf Deutschland. Denn die Ergebnisse stammen aus einer Online-Meinungsumfrage mit 1.045 Teilnehmern im Alter von 16 bis 69 Jahren. Geschickt eingefädelt, denn da fehlt genau die Altersgruppe (Ü-70), welche das klassische Fernsehprogramm wohl am intensivsten nutzt.
Zatto gibt uns einen Fingerzeig
Zudem haben Zattoo und der Partner YouGov hier eben keine wissenschaftliche Studie durchgeführt, sondern eine vage Umfrage. Die Ergebnisse sind also einerseits zwar ein interessanter Fingerzeig, dürfen andererseits aber nicht einfach verallgemeinert werden. Die Tendenz dürfte aber stimmen: Klassische Empfangswege wie Kabel und Satellit verlieren zunehmend zugunsten des Internetfernsehens Marktanteile.

Zattoo kommt zum Ergebnis, dass 54 % der Befragten IPTV (z. B. MagentaTV) oder TV-Streaming über OTT-Anbieter, wie eben Zattoo oder waipu.tv, verwenden. Obacht jedoch: Es sind Mehrfachantworten möglich gewesen. Da dürften sich also viele Überlappungen ergeben. Kabel und Satellit liegen wiederum unverändert bei jeweils 28 %. Für 31 % der Haushalte soll TV-Streaming sogar inzwischen der Hauptzugang zum Fernsehen sein. Dies gilt nur zu 23 % fürs Kabel und zu 22 % für Satellit. IPTV liegt hier wiederum mit 19 % hinten.
Fragmentierung bei Abos und Apps wirkt abschreckend
Interessant ist auch, dass die Befragten technische Hürden nicht mehr großartig ansprechen. Stattdessen fühlen sich aber 10 % derjenigen, die kein Internetfernsehen nutzen, von den wuchernden Apps und Abos abgeschreckt. Im Übrigen bleibt dabei der Smart-TV das wichtigste Wiedergabegerät für die Inhalte. Diesen nutzen 67 % der Befragten fürs Fernsehen. Bei immerhin 28 % sind es auch Notebooks, Desktop-PCs und das Smartphone. Nur 23 % bemühen auch ein Tablet.
Nebenergebnisse der Umfrage: Die generelle Wechsel- und Kündigungsbereitschaft ist beim Fernsehen und Streaming gestiegen. Das ist für unsere Leser sicherlich keine Überraschung. Schließlich drängen immer mehr Streaming-Dienste auf den Markt und bestehende Anbieter schrauben ihre Preise immer weiter nach oben. Da lassen immer weniger Menschen ihre Abos durchlaufen und abonnieren stattdessen eher monatsweise verschiedene Plattformen.
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