Geekom A9 Max 2026-Edition im Test: Dieser Mini-PC ist ein Alltagsheld mit Gaming-Potenzial

Der Geekom A9 Max Mini-PC bekommt in der 2026-Edition einen Refresh verpasst. Wir haben uns das Modell mit AMD Ryzen AI 9 HX 470-Prozessor, 32 GB DDR5 RAM und 2 TB SSD-Speicher genauer angesehen und prüfen, wie sich das Modell im Office, bei kreativen Arbeiten oder beim Gaming schlägt. Eines vorneweg: Das Potenzial ist groß, doch Geekom verschenkt leider ab Werk einen Teil seiner Leistung. 

Einleitung: Wo ordnet sich der Geekom A9 Max (2026) ein?

Der Geekom A9 Max Mini PC (2026 Edition)
Der Geekom A9 Max Mini PC (2026 Edition)

Die Modellbezeichnung A9 Max kommt euch vielleicht bekannt vor? Das liegt daran, dass es sich bei dem von uns getesteten Modell um den 2026-Refresh des im vergangenen Jahr überzeugenden Modells handelt. Dieses unterscheidet sich auf dem Papier vorrangig in der Auswahl des Prozessors, der von einem AMD Ryzen AI 9 HX 370 (2025-Edition) auf einen AMD Ryzen AI 9 HX 470 aufgewertet wurde. Die restlichen Spezifikationen mit 32 GB DDR5-RAM und 2 TB NVMe-SSD-Speicher, der Auswahl der Anschlüsse und dem Lieferumfang sind dagegen fast identisch. Wie unser Test offenbart, ist es jedoch essenziell, auch bei ähnlichen Konfigurationen ganz genau hinzuschauen. Denn durch ein Detail verschenkt Geekom bedauerlicherweise Potenzial, welches die Nutzererfahrung bei kreativen Arbeiten und Gaming auf ein neues Niveau heben könnte.

Um die Erwartung noch einmal zurechtzurücken: Der Geekom A9 Max 2026-Edition ist ein Kraftpaket, welches trotz seines kompakten Formfaktors einen Großteil klassischer Desktop-PCs hinter sich lässt und dabei noch effizienter arbeitet. Und genau in dieser Geräteklasse fühlt sich der A9 Max zu Hause: kompakt, schnell, modern ausgestattet mit Performance-Reserven und einer extrem breiten Auswahl an Anschlüssen. Für Mails, Internet und Streaming ist der Mini PC fast schon überqualifiziert. Bedeutet: Man sollte als Nutzer schon den nächsten Schritt in Richtung Bildbearbeitung, Video-Editing und Gaming gehen wollen. Ist das nicht euer Fokus, dann wäre ein einfacher Einstiegs-Min-PC wie der Geekom Air12, ein gehobenes Mittelklasse-Modell wie der A5 Pro oder vielleicht sogar ein superleichtes Geekbook Ultrabook mit AMOLED-Display eine bessere Wahl für euch.

Technische Daten des Geekom A9 Max 2026 Edition

Komponente Ausstattung
Prozessor AMD Ryzen AI 9 HX 470
Grafik AMD Radeon 890M
Arbeitsspeicher 32 GB DDR5, erweiterbar, Dual-Channel-fähig
SSD 2 TB NVMe, M.2 PCIe 4.0
Speichererweiterung 1× M.2 2280, 1× M.2 2230
Netzwerk Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 2× 2.5G-LAN
Anschlüsse 2× HDMI 2.1, 2× USB4 (Typ-C), 6x USB-A-Ports, SD-Kartenleser, 3,5-mm-Audio, 2x 2.5 Gbit-LAN
Betriebssystem Windows 11 Pro
Abmessungen 135 × 132 × 46,9 mm
Netzteil 120 Watt
Garantie 3 Jahre laut Geekom
Lieferumfang Mini PC, Netzteil, Netzstecker, VESA-Halterung, Schraube, Bedienungsanleitung, Grußkarte, HDMI-Kabel

Geekom gibt für den A9 Max 2026-Edition ein sehr breites Ausstattungsprofil mit einer hohen Erweiterbarkeit an: bis zu 128 GB DDR5-RAM, bis zu 8 TB SSD-Speicher über zwei M.2-Steckplätze, vier parallele Displays und USB4 mit bis zu 40 Gbit/s.

Design und Verarbeitung: Kompakt, minimalistisch, schick

Der Geekom A9 Max 2026-Edition präsentiert sich mit einem Metallchassis mit mattem Finish in silber.
Der Geekom A9 Max 2026-Edition präsentiert sich mit einem Metallchassis mit mattem Finish in silber.

Geekom setzt auch beim A9 Max 2026 Edition auf ein hochwertiges Metallchassis mit Blenden aus Plastik auf der Rückseite für die Anschlüsse und der Unterseite. Auch wenn diese Variante ein wenig größer ausfällt als so manches Schwestergerät von Geekom, ist diese mit 135 x 132 x 46,9 mm noch absolut kompakt und fällt auf dem Schreibtisch nicht weiter auf. Die Verarbeitung ist Geekom-typisch auf einem sehr hohen Niveau. Keine Kratzer, Spaltmaße oder Verarbeitungsfehler.

Wer den Mini-PC aufgrund seiner kompakten Maße und breiten Anschlussmöglichkeiten z.B. im Wohnzimmer einsetzen möchte, kann sich sicher sein, dass sich das Modell optisch nicht aufdrängt. Die vier USB 3.0-Anschlüsse (Typ A) an der Front geben dem Nutzer genug Anschlussmöglichkeiten, damit man nicht nur Tastatur und Maus, sondern auch zusätzliche Peripherie wie USB-Festplatten, Smartphones (ein USB-Anschluss mit Ladefunktion) oder Ähnliches parallel anschließen kann. Wenn wir eine Anmerkung machen müssten, dann die, dass sich auch ein USB-C-Anschluss an der Front gut machen würde.

Auch das Netzteil des Geekom A9 Max ist schön kompakt und fällt im Gepäck nicht großartig auf.
Auch das Netzteil des Geekom A9 Max ist schön kompakt und fällt im Gepäck nicht großartig auf.

Auch das im Lieferumfang beiliegende Netzteil mit 120 Watt ist angenehm kompakt und fällt nicht weiter auf, sollte man den Mini-PC mit auf Reisen nehmen. Zuletzt noch der Hinweis, dass sich der Geekom A9 Max auch mittels der im Lieferumfang befindlichen Halterung unkompliziert hinter dem Monitor oder unter dem Schreibtisch installieren lässt.

Die Anschlüsse: Hier hat Geekom absolut nicht gespart

Die Front des Metallchassis mit den vier USB-A-Anschlüssen und dem Kopfhörer-Anschluss.
Die Front des Metallchassis mit den vier USB-A-Anschlüssen und dem Kopfhörer-Anschluss.

Bei der Auswahl der Anschlüsse lässt es Geekom so richtig krachen. Beginnen wir an der Front des A9 Max, die mit vier USB 3.0-Ports (Typ-A) sowie einem kombinierten Kopfhörer-Mikrofon-Anschluss (3,5 mm Klinke) aufwarten kann. So stehen Nutzer abseits von Tastatur und Maus noch weitere Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung, um schnell Peripherie und externe Geräte anschließen oder laden zu können. Perfekt wäre es unserer Auffassung nach, wenn Geekom auch einen USB-C-Anschluss integriert hätte, weil sich der neue Anschluss-Typ ja mittlerweile doch etwas etabliert hat.

Auf der Rückseite des Geekom A9 Max finden sich unzählige Anschlüsse wieder, unter anderem 2x HDMI 2.1, 2x USB-C (40 Gibt/s) uvm.
Auf der Rückseite des Geekom A9 Max finden sich unzählige Anschlüsse wieder, unter anderem 2x HDMI 2.1, 2x USB-C (40 Gibt/s) uvm.

Auf der Rückseite des Geekom A9 Max gibt es keinen Platz mehr für zusätzliche Anschlüsse oder Kritik. Hier bekommt man mit zwei USB-C-Anschlüssen (4.0 – 40 Gbit/s) zwei HDMI 2.1-Ports, zwei 2,5‑Gbit/s-LAN‑Anschlüsse und zwei zusätzliche USB‑Ports (Typ‑A) alles geboten, was das PC-Herz erfreut. Wer möchte, kann bis zu vier 4K-Displays parallel am A9 Max betreiben oder sich das Modell zu einem leistungsfähigen Home-Server umbauen. Die Einsatzmöglichkeiten sind grenzenlos und an den Anschlussmöglichkeiten sollte es nicht scheitern.

Auch der SD-Kartenleser an der Seite findet sich beim Geekom A9 Max wieder.
Auch der SD-Kartenleser an der Seite findet sich beim Geekom A9 Max wieder.

Abgerundet wird das Thema Konnektivität mit einem SD-Kartenleser an der Seite des Mini PCs und einem Kensington-Lock auf der gegenüberliegenden Seite, mit dem sich der Mini-PC im Büro sicher „verschließen“ lässt. Apropos Anschlüsse: Während die HDMI-Anschlüsse dem Standard 2.1 genügen und so 4K-Displays mit bis zu 120Hz versorgen, ist das im Lieferumfang enthaltene Kabel wohl nur ein „High Speed HDMI Cable“ sprich Version 2.0 und schafft somit maximal 60Hz bei 4K-Auflösung.

Leistung im Alltag: Schnell und unauffällig

Im normalen Windows-Betrieb gibt sich der Geekom A9 Max 2026-Edition keine Blöße. Programme starten schnell, mehrere Browser-Tabs, Office-Anwendungen, Bildbearbeitung und Medienwiedergabe laufen problemlos nebeneinander. Genau hier fühlt sich der Mini-PC wie ein sehr moderner Desktop-Ersatz an. Der Ryzen AI 9 HX 470 liefert eine starke Mischung aus Single-Core- und Multi-Core-Leistung. In unserem Geekbench-6-Test erreicht der A9 Max:

Das Testergebnis aus dem Geekbench-Benchmark (Geekom A9 Max 2026-Edition)
Das Testergebnis aus dem Geekbench-Benchmark (Geekom A9 Max 2026-Edition)
Benchmark Ergebnis
Geekbench 6 Single-Core 2.920 Punkte
Geekbench 6 Multi-Core 11.636 Punkte

Wir haben für dieses Testergebnis übrigens im BIOS den „Fan-Mode“ auf Performance gesetzt und auch in der Leistungssteuerung von Windows 11 Pro auf „Beste Leistung“. Ohne diese Änderungen (normaler Fan-Mode + ausgeglichene Leistungssteuerung) gibt es einen kleinen Leistungseinbruch auf 2.760 Punkte im Single-Core Score und 11.295 im Multi-Core Score. Vergleichen wir die Werte mit dem direkten Vorgänger aus 2025, dann fällt uns auf, dass der Multi-Core Score deutlich abgesunken ist. Der Vorgänger hatte hier noch satte 15.180 Punkte erreicht, was einem „Performance-Minus“ von fast 25 Prozent für die 2026-Edition entspricht. Wir vermuten, dass sich hier der Single-Channel-Betrieb des einzelnen 32 GB RAM-Riegels negativ bemerkbar macht.

In den täglich genutzten Anwendungen sowie bei kreativen Workflows (Bild- und Videobearbeitung) hat sich diese „Performance-Delle“ subjektiv nicht wirklich ausgewirkt. Hier braucht es schon einen direkten Vergleich, damit man eine Verschlechterung der Leistung in Form einer trägen Bedienung erkennt.

SSD-Leistung: Die 2TB SSD macht Tempo

Dieses NVMe-SSD-Modell von Kingston verrichtet im Geekom A9 Max seine Arbeit.
Dieses NVMe-SSD-Modell von Kingston verrichtet im Geekom A9 Max seine Arbeit.

Keine Makel konnten wir dabei bei der Auswahl der Speicherlösung in Form einer NVMe-SSD feststellen. In unserem Benchmark-Test erreicht die Kingston M.2 2280 QLC PCIe NVMe SSD mit 2TB Speicher eine maximale Schreibrate von 6.126,96 MB/s und eine Leserate von 5.520,87 MB/s, was die Maximalwerte, die durch den Hersteller vorgegeben werden, sogar etwas übersteigt. Viel schneller wird es übrigens auch nicht mit einer NVMe-SSD mit PCIe 4.0 x4-Schnittstelle.

Der Festplatten-Benchmark der 2TB SSD von Kingston liefert Bestwerte (verbaut im Geekom A9 Max)
Der Festplatten-Benchmark der 2TB SSD von Kingston liefert Bestwerte (verbaut im Geekom A9 Max)
CrystalDiskMark Lesen Schreiben
SEQ1M Q8T1 6.126,96 MB/s 5.520,87 MB/s
SEQ1M Q1T1 4.882,53 MB/s 4.880,04 MB/s
RND4K Q32T1 630,57 MB/s 496,93 MB/s
RND4K Q1T1 64,08 MB/s 181,30 MB/s

Grafikleistung: Radeon 890M mit angezogener Handbremse

Die AMD Radeon 890M ist eine der spannendsten integrierten Grafikeinheiten im Mini-PC-Segment. Sie basiert auf moderner Architektur und kann bei ausreichend Speicherbandbreite erstaunlich viel leisten. Geekom positioniert den A9 Max deshalb auch klar als Gerät, das neben Produktivität und KI-Anwendungen auch 1080p-Gaming beherrschen soll. Für beliebte Spiele nennt Geekom Full-HD-Szenarien mit teils deutlich über 60 Fps, je nach Titel und Einstellungen. Und da wir schon beim Vorgänger bei Cyberpunk Framerates von über 50 Fps erreicht haben, war die Hoffnung auf ein flüssiges Gaming in Full-HD eigentlich ziemlich groß. Ein erster Benchmark-Test liefert uns dann aber Ergebnisse, die nicht ernüchternd, sondern eher verwirrend wirken. Denn beim 3DMark Steel Nomad Light, erreicht das Modell gerade einmal diese Werte:

Der 3DMark Steel Nomad Light liefert uns knapp über 2.000 Punkte für den Geekom A9 Max 2026 - kein wirklicher Spitzenwert.
Der 3DMark Steel Nomad Light liefert uns knapp über 2.000 Punkte für den Geekom A9 Max 2026 – kein wirklicher Spitzenwert.
Grafik-Benchmark Ergebnis
3DMark Steel Nomad Light Score 2.015 Punkte
Graphics Test 14,93 FPS
Geschätzte Battlefield-V-Leistung, 1080p Ultra 55+ FPS

Das Ergebnis ist für einen Mini-PC immer noch ordentlich, zeigt aber auch: Die Radeon 890M könnte mehr. Der limitierende Faktor ist höchstwahrscheinlich der einzelne RAM-Riegel. In einem Mini-PC ohne dedizierte Grafikkarte nutzt die iGPU den Systemspeicher. Läuft dieser nur mit einem RAM-Riegel, halbiert sich praktisch die Speicherbandbreite gegenüber einem Dual-Channel-Setup (wenn zwei RAM‑Bausteine verbaut sind). Genau diese Bandbreite benötigt die Radeon 890M aber, um ihre Leistung voll auszuspielen. Wenn man die ca. 3.250 Punkte im gleichen Benchmark durch das Vorgängermodell gegenüberstellt, dann sieht man erst einmal, was die limitierte Speicherbandbreite anscheinend ausmachen kann.

Gaming-Test: Counter-Strike 2 läuft

CS2 (Counter Strike 2) lief mit 3440 x 1440p mit bis zu 50 Fps bei mittleren Details
CS2 (Counter Strike 2) lief mit 3440 x 1440p mit bis zu 50 Fps bei mittleren Details

Counter-Strike 2 ist ein guter Praxistest, weil das Spiel zwar nicht die schwerste Grafiklast der Welt hat, aber stark von stabilen Frametimes und ausreichender CPU-/GPU-Balance profitiert. In unserem Test lief CS2 in 1440p Widescreen spielbar. Die eingeblendeten Werte zeigten im Szenario eine durchschnittliche Bildrate um die 50 Fps. Für einen Mini-PC ohne dedizierte GPU ist das eigentlich ganz gut. Gleichzeitig ist es genau der Bereich, in dem man merkt, dass der A9 Max nicht Vollgas geben kann. Für E-Sport-Titel, ältere Spiele, Indie-Games und grafisch gut skalierende Titel ist der A9 Max geeignet. Wer aktuelle AAA-Spiele mit maximalen Details erwartet, sollte seine Erwartungen bremsen. Mit FSR (FidelityFX Super Resolution), reduzierten Details und 1080p ist aber mehr möglich, als man einem so kleinen Rechner auf den ersten Blick zutraut.

Kreative Arbeiten: Starker Begleiter für Foto, Video und Content

Die Bearbeitung von Bildern und Videos gehört zu unseren täglichen Arbeiten, und so können wir doch sehr gut abschätzen, ob ein System für unsere Ansprüche genügt oder nicht. An dieser Stelle können wir glücklicherweise überwiegend Positives berichten, denn unsere Arbeiten in Adobe Photoshop und Adobe Premiere Pro konnten parallel zu Email, Webbrowsing und Musikstreaming sehr gut eingesetzt werden. Da wir jetzt nicht mit 100 MB-Fotos hantieren, sondern uns eher auf die Optimierung für Webdarstellungen spezialisiert haben, können wir auch nur für dieses Niveau unseren Segen geben. Das tägliche Hantieren mit RAW‑Dateien von bis zu 30 MB war jedoch kein Problem. Bei der Videobearbeitung mit Adobe Premiere Pro macht sich die eingeschränkte Gesamtleistung dann doch hier und da bemerkbar. Jedoch eher dann, wenn temporär Effekte oder Verarbeitungen stattfinden, Quellmaterial analysiert wird usw. Die allgemeine Verarbeitung, das Schneiden und Optimieren von Videos mit 4K-Auflösung und 60 fps funktionierten dann aber doch sehr flüssig, sodass wir unser Video schnell umsetzen konnten.

Kreative Arbeiten in Phoshop inkl. etwas anspruchsvollerer Arbeit mit mehreren Ebenen waren mit dem Geekom A9 Max ohne Probleme möglich.
Kreative Arbeiten in Phoshop inkl. etwas anspruchsvollerer Arbeit mit mehreren Ebenen waren mit dem Geekom A9 Max ohne Probleme möglich.

Spannend ist auch die KI-Komponente. Der Ryzen AI 9 HX 470 bringt eine moderne NPU mit, die Geekom mit bis zu 86 TOPS Gesamtleistung bewirbt. Das ist vor allem für künftige Windows- und Kreativfunktionen relevant, die lokale KI-Beschleunigung nutzen. Aktuell ist das noch kein Kaufgrund für jeden Nutzer, aber eine sinnvolle Addition. Man möchte uns vergeben, dass wir die KI-Funktionalität dieses Mini-PCs nicht ausgiebig getestet haben, da es hier doch vielleicht etwas schwieriger ist, eine objektive Wertung zur KI-Performance abzugeben.

Lautstärke und Stromverbrauch: Alltagstauglich statt störend

Ein Mini-PC muss nicht nur schnell sein, sondern auch unauffällig bleiben. Der A9 Max macht hier einen guten Eindruck, da er sich im Alltag sehr zurückhaltend zeigt, zum Teil wird hier überhaupt kein Surren des Lüfters wahrgenommen. Unter Last wird die Kühlung hörbar mit bis zu 40 dB, bleibt aber im Rahmen dessen, was man bei dieser Leistungsklasse erwarten darf. Aber auch hier kann es gut sein, dass der Lüfter nach ein paar Sekunden die Drehzahl wieder reduziert, da die maximale Taktrate des Prozessors nur wenige Sekunden gehalten werden kann. Wichtig ist: Der Mini-PC ist kein lüfterloses System. Wer absolute Stille erwartet, wird unter Last Geräusche wahrnehmen. Im normalen Arbeitsbetrieb, beim Streaming oder bei Office-Aufgaben tritt der A9 Max aber nicht unangenehm nach vorn.

Was den Stromverbrauch anbelangt, kann der Geekom A9 Max 2026-Edition im Vergleich mit deinem Tower- oder Workstation-PC nur punkten. Im Leerlauf messen wir ohne zusätzliche Peripherie (bis auf Maus + Tastatur) einen Stromverbrauch von 14 Watt. Bei leichten Arbeiten, im Internet surfen, E-Mail-Programmen usw. bleibt der Stromverbrauch durchweg unter der 30 Watt-Grenze. Unter maximaler Last im Benchmark oder beim Gaming zieht das System um die 80 Watt aus der Steckdose, mit zusätzlichen Peripheriegeräten und einem ladenden Smartphone kamen wir kurzzeitig auf 95 Watt, viel mehr wird der Mini-PC dann aber nicht verbrauchen. Wer einen klassischen Tower-PC mit moderner Grafikkarte betreibt, der zieht im Leerlauf gerne mehr als das Doppelte wie der A9 Max aus der Steckdose, liefert aber in vielen Beispielen sicher die gleiche Performance.

Testazit: Der fast perfekte Mini-PC – wenn Geekom den RAM nicht ausbremsen würde.

Wie hat der Geekom A9 Max (2026 Edition) in unserem Test abgeschnitten?
Wie hat der Geekom A9 Max (2026 Edition) in unserem Test abgeschnitten?

Mit einem Pluspunkt müssen wir beginnen, den wir im Test nicht sonderlich hervorgehoben haben: Geekom bietet euch 3 Jahre Herstellergarantie für den Mini PC. Das ist nicht alltäglich und beweist doch ein gewisses Vertrauen in das eigene Produtk. Der Geekom A9 Max ist ein extrem starker Alltagsrechner – keine Frage. Das vorinstallierte Windows 11 Pro lässt sich binnen weniger Sekunden booten und stellt für das kompakte Kraftpaket in keiner Weise eine schwierige Aufgabe dar. Das Betriebssystem läuft schnell, Programme werden flutt gestartet und auch bei Multitasking-Anwendungen geht dem Mini-PC nicht die Puste aus. Sehr positiv hervorzuheben ist die Anschlussvielfalt, die wirklich keine Wünsche offenlässt. Die 2 TB SSD liefert sehr gute Schreib- und Leseraten und stellt somit kein Bottleneck im System dar. Die CPU-Performance erreicht ein sehr gutes Niveau und auch die integrierte Grafikeinheit (iGPU) zeigt, dass diese über pure Desktop-Anwendungen hinausgewachsen ist.

Der größte Kritikpunkt liegt ausgerechnet beim Arbeitsspeicher: Unser Testgerät nutzt offenbar nur einen einzelnen RAM-Riegel. Dadurch läuft der Speicher nicht im optimalen Dual-Channel-Betrieb. Für CPU-Aufgaben ist das ärgerlich, aber meist verschmerzbar. Für die integrierte Radeon 890M ist es jedoch ein echter Flaschenhals. Gerade beim Gaming und GPU-beschleunigten Anwendungen dürften dadurch spürbar Reserven verloren gehen. Man sollte sich beim Kauf des Geekom A9 Max vielleicht darauf einstellen, im Laufe dessen Nutzungszyklus sich ein RAM-Upgrade auf 64 GB zu kaufen, um das System im Dual-Channel-Mode voll ausreizen zu können. Zum aktuellen Zeitpunkt ist Arbeitsspeicher aber immer noch extrem überteuert, und so lässt sich das Problem derzeit nur mit hohem Geldeinsatz oder mit einem Tausch des Speicherriegels gegen zwei 16 GB-Pendants lösen.

Das gefällt uns

Der Geekom A9 Max 2026-Edition überzeugt mit sehr hoher Alltagsleistung, starker SSD, moderner Anschlussausstattung, Wi-Fi 7, Dual-LAN und erstaunlich guter 1080p-Gaming-Tauglichkeit für einen Mini-PC. Besonders positiv: Die Plattform wirkt zukunftssicher und lässt sich grundsätzlich erweitern. Der Ryzen AI 9 HX 470 liefert eine starke Mischung aus Single-Core- und Multi-Core-Leistung.

Das gefällt uns weniger

Der verbaute Single-RAM-Riegel bremst die integrierte Radeon 890M aus. Wer das Maximum aus dem Gerät holen möchte, muss in einen zweiten passenden RAM-Riegel investieren – und der ist aktuell teuer. Außerdem bleibt der A9 Max trotz guter Ausstattung ein Mini-PC ohne dedizierte Grafikkarte. Für echtes High-End-Gaming ist er nicht gedacht.

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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