Premium-Gaming: Hohe Bildwiederholraten sorgen für Vorteile

Bringen Monitore mit hohen Bildwiederholraten in Games wirklich Vorteile? Eine neue Studie sagt: Ja, auf jeden Fall!

Beachtet jedoch, dass die Studie durch LG Display durchgeführt worden ist. Und der Hersteller hat dabei natürlich auch eine Agenda. Immerhin hat man die Ergebnisse aber auf einer wissenschaftlichen Konferenz vorgestellt und im sperrig betitelten Paper „A study on the impact of refresh rate on real-time FPS gaming performance“ festgehalten. Für das Experiment hat man sowohl quantitative als auch qualitative Faktoren berücksichtigt.

Hohe Bildwiederholraten helfen beim Gaming

Gearbeitet hat LG Display für seine Untersuchung mit 31 Spielern. Diese ließ man in zufälliger Reihenfolge einen First-Person-Shooter an OLED-Monitoren mit jeweils 60 Hz, 240 Hz, 360 Hz und 480 Hz zocken. Bewertet hat man dann als quantitative Faktoren ihre Anzahl erfolgreicher Treffer, die Zeitintervalle vom Sicht bis zum Eliminieren eines Gegners und als qualitative Aspekte z. B. die subjektiv wahrgenommene Flüssigkeit der Darstellung und Präferenz.

LG Display will RGB Mini LED in der Farbwiedergabe klar schlagen.
LG Display will RGB Mini LED auch in der Farbwiedergabe klar schlagen.

Ergebnis: Die Hit-Scores verbesserten sich z. B. beim Umstieg von 60 auf 480 Hz um satte 38 %. Selbst der Wechsel von bereits hohen 240 auf 480 Hz brachte eine Steigerung um 10 % mit sich. Zudem gaben die Tester an, bei 480 Hz ein angenehmeres und flüssigeres Bild zu erleben. Das entspricht bisherigen Annahmen, dass in dynamischen Szenen bewegliche Objekte bei hohen Bildwiederholraten deutlich besser erkennbar sind.

OLED schlägt LCD bei der Bewegungsdarstellung

LG Display hebt natürlich im selben Atemzug hervor, dass OLED-Bildschirme da ebenfalls eine Rolle spielen. Aufgrund der viel niedrigeren Pixel-Reaktionszeiten bieten sie eine deutlich bessere Bewegungsdarstellung als die in diesem Punkt technisch eingeschränkten LCDs. Zudem erwähnt man noch, dass z. B. die Eingabeverzögerung sich beim Wechsel von 60 auf 480 Hz um 10 ms reduzierte. Das kann im Bereich E-Sports z. B. ein erheblicher Faktor sein.

Klar, dass LG Display aus dem Experiment schlussfolgert, dass man weiterhin HFR-Monitore forcieren wird. Und auch im TV-Bereich hat man da in den vergangenen Jahren ja Fortschritte erzielt. TV-Flaggschiffe kommen inzwischen im OLED-Segment ja auch schon auf 165 Hz.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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