Philips Hue Play Floor Lamp und Table Lamp im Test: Die neuen Tisch- und Stehleuchten sollen Heimkino und Gaming mit einer zum TV-Bild passenden Ambientebeleuchtung aufwerten. Wir haben beide Hue-Play-Modelle zusammen mit der Philips Hue Play HDMI Sync Box 8K ausprobiert und prüfen, wie gut Farbdarstellung, Helligkeit und Synchronisation in der Praxis funktionieren.
Dabei haben wir die Tisch- und Stehlampen jeweils mit der bekannten Philips Hue Play HDMI-Sync Box 8K kombiniert und links und rechts neben dem Smart-TV platziert. Ziel ist eine Beleuchtungszone, die ihre Farben passend zum Bildinhalt verändert und damit Filme, Serien und Spiele immersiver wirken lässt. Gleichzeitig positioniert Signify die Hue Play Table und Floor Lamps als günstigere Alternativen zu den deutlich teureren Gradient-Signe-Modellen.
Die technischen Eckdaten der Philips Hue Play Tisch- und Stehleuchten
Die Philips Hue Play Gradient Floor Lamp gibt es in zwei Größen. Das kompakte Modell weist eine Gesamthöhe von 1.225 mm auf. Die Large-Version kommt auf 1.350 mm und kostet 10 Euro mehr – 149,99 statt 139,99 Euro. Ansonsten sind die beiden Modelle technisch fast komplett identisch. Abweichung: Das kompakte Modell erreicht 925 Lumen, die große Variante 1.040 Lumen. Im Alltag ist das jedoch kaum zu bemerken, da beide Exemplare ja vorwiegend als Stimmungslicht dienen.

Folgende Lichteigenschaften bringen die beiden Stehleuchten mit:
- Farbwiedergabeindex (CRI) – 80
- Farbtemperatur – 2200-6500 K
- Aufwärmzeit bis 60 % Licht – 1
- Nennlichtausbeute (Nom) – 69
- Lichtleistung von 4.000 K – 925
- Lichtleistung von 2.700 K – 880
- Lichtfarbe – Gradient farbiges und weißes Licht (RGBICW)
Dann hätten wir da die Philips Hue Play Table Lamp. Von dieser gibt es nur eine einzige Variante zum Preis von 79,99 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung von Signify beträgt 79,99 Euro.
Folgende Lichteigenschaften bringt die Hue Play Tischleuchte mit:
- Farbwiedergabeindex (CRI) – 80
- Farbtemperatur – 2200-6500 K
- Aufwärmzeit bis 60 % Licht – 1
- Nennlichtausbeute (Nom) – 64
- Lichtleistung von 4.000 K – 400
- Lichtleistung von 2.700 K – 380
- Lichtfarbe – Gradient farbiges und weißes Licht (RGBICW)

Nun kennt ihr die wichtigsten Eckdaten. Gedacht sind die Lampen dafür, sie in Kombination mit entweder der Hue Sync TV App oder eben der Hue Play HDMI-Sync Box 8K|4K zu verwenden. Denn dann können sie Lichtstimmungen erzeugen, die perfekt auf euer TV-Erlebnis abgestimmt sind. Ihr erhaltet also eine Hintergrundbeleuchtung für Heimkino- oder Gaming-Zimmer, die an Ambilight erinnern kann. Freilich kann sich die Beleuchtung auch mit anderen Hue-Lampen und -Leuchtmitteln synchronisieren, wenn ihr sie zu eurem Unterhaltungsbereich hinzufügt.
Im Idealfall nutzt ihr dabei nicht eine einzelne Tisch- oder Stehlampe, sondern zwei Exemplare, links und rechts des Bildschirms. Die Positionierung könnt ihr bei der Einrichtung eures synchronisierten Unterhaltungsbereiches hinterlegen, damit alles passt. Die Hue-App führt euch hier Schritt für Schritt durch die Einrichtung, sodass alles kinderleicht abläuft.
Der Praxistest der Hue Play Floor Lamp
Beginnen wir dabei mit den Stehleuchten. Da die beiden Varianten bis auf die Größenunterschiede identisch sind, meinen wir hier stets beide Modelle – sowohl die kompakte als auch die große Version der Philips Hue Play Floor Stehlampe. Generell empfinden wir diese eher als Ergänzungsmöglichkeit der Tischlampen oder eines kompatiblen Hue-Lightstrips an der TV-Rückseite. Denn wenn ihr nicht gerade ein sehr schmales Lowboard plus ausreichend Platz direkt daneben habt, werdet ihr sie wohl in einiger Entfernung von eurem Fernseher aufstellen müssen. Dann sind die Auswirkungen auf die Immersion natürlich abgedämpft.
Die Philips Hue Play Floor Stehleuchten sind zwar in erster Linie an Gamer gerichtet, könnten aber als günstigere Alternative zu den Gradient Signe auch für andere Nutzer einen Blick wert sein. Allerdings gibt es die Hue-Play-Modelle immer nur in einem schwarzen Design. Das kann für euch ein Ausschlusskriterium sein, denn die Gradient Signe sind auch in Weiß erhältlich. Die Gradient Signe werden allerdings deutlich heller und erreichen bis zu 2.550 Lumen.

Das gilt zumindest auf dem Papier, denn jener Maximalwert bezieht sich auf kaltweißes Licht. Genau das dürfte aber bei den Stimmungslichtern nur selten zum Einsatz kommen. Deswegen sind wir der Meinung, dass die Preisunterschiede, die Gradient Signe gibt es ab 339 Euro, also für 200 Euro Preisaufschlag, technisch eher nicht gerechtfertigt sind. Denn für das Heimkino oder das Gaming-Zimmer dürften die Hue Play Floor Stehleuchten absolut ausreichen.
Die kompakte Floor Lamp nutzt dabei 18 und die große Version sogar 20 einzeln ansteuerbare Segmente. Das sorgt für stimmungsvolle Farbverläufe. Was die Aufstellung etwas komplexer macht: Das Stromkabel führt zu einem fetten Trafonetzteil, das ihr im Wohnzimmer sicherlich verstecken wollt. Die Lampen an sich sind im Übrigen reine Plastikbomber, was sich haptisch natürlich nicht sonderlich attraktiv macht, aber in Ordnung geht, wenn sie ohnehin als TV-Begleitung zum Einsatz kommen.

Die Synchronisierung mit dem TV-Bild haben wir, wie eingangs erwähnt, über die Philips Hue Play HDMI-Sync Box 8K erreicht. Entsprechend lief das Ganze auch pfeilschnell ohne nennenswerte Verzögerungen ab. Schützenhilfe gab hier zudem die Hue Bridge Pro.
Der Praxistest der Hue Play Table Lamp
Auch die Philips Hue Play Tischleuchten haben wir in Kombination mit der Hue Bridge Pro sowie der Philips Hue Play HDMI-Sync Box 8K verwendet. Entsprechend können wir auch hier in unserem Testszenario von einer minimalen und fast nicht wahrnehmbaren Verzögerung bei der Synchronisation berichten. Auch die Tischleuchte hat mit einer Gradient Signe für den Tisch im Übrigen einen hochpreisigeren Konkurrenten aus dem eigenen Hause, der mehr als doppelt so teuer, dafür aber besser verarbeitet und zumindest auf dem Papier technisch überlegen ist.

Die Tischleuchte ist dabei für den Hausgebrauch noch besser geeignet, weil ihr sie direkt neben oder leicht hinter dem Fernseher platzieren könnt. So habt ihr das Stimmungslicht direkt am Smart-TV. Wollt ihr euer Geld also möglichst effizient für eine Ambient-Beleuchtung im Hue-Ökosystem investieren, dann empfehlen wir den Kauf zweier Hue Play Table Lamps. Dann seid ihr bereits relativ gut aufgestellt.
Damit die kompakten Philips Hue Play Tischleuchten sicher stehen, sind die Standfüße stark beschwert. Auch hier besteht ansonsten aber alles aus Plastik. Die Leuchtkraft liegt in diesem Fall übrigens bei 400 Lumen. Das klingt nach wenig, haben wir aber als voll ausreichend empfunden. Am Ende sollen die Leuchten ja nicht etwa das Zimmer ausleuchten, sondern nur dezentes Hintergrundlicht erzeugen. Ähnlich wie die Stehlampen liefern auch die Geschwistermodelle für den Tisch bzw. das Lowboard wirklich schöne Farbverläufe.

Auch die Hue Play Tischleuchten benötigen ein externes Netzteil, das aber ungleich kleiner ausfällt als bei den Stehlampen und direkt in die Steckdose eingesteckt wird. Im laufenden Betrieb sind die Lampen dabei für die Immersion beim Gaming schon ein echter Mehrwert. Die Farben passen dank Synchronisation über die Hue-Box nahezu perfekt zum TV-Geschehen und schonen bei sonstiger Dunkelheit die Augen. So macht das Zocken gleich deutlich mehr Spaß.
Unser Fazit zu den Philips Hue Play Tisch- und Stehleuchten
Die Philips Hue Play Tisch- und Stehleuchten könnt ihr entweder, idealerweise im Doppelpack, für sich stehend nutzen oder mit anderen Lampen und Leuchtmitteln aus dem Hue-Ökosystem kombinieren. Ideal wäre natürlich die Verwendung im Tandem mit einem Lightstrip an der Rückseite des Fernsehers. Gerade bei älteren OLED-TVs halten die Lightstrips aber aufgrund ungleichmäßiger Gehäuserückseiten schlecht. Da sind die neuen Hue-Play-Leuchten sehr willkommen.

Insofern können wir die Philips Hue Play Floor bzw. Table Lamp sehr empfehlen. Ob ihr bei den Stehleuchten zur kompakten oder großen Variante greifen mögt, solltet ihr von eurem Zimmer abhängig machen. Der Preisunterschied beträgt nur 10 Euro, ist damit also fast zu vernachlässigen. Falls ihr auf eine hochwertigere Verarbeitung und mehr Helligkeit bei kaltweißem Licht Wert legt, gibt es auch die schon länger erhältlichen Gradient-Signe-Modelle als Alternativen. Die kosten jedoch wesentlich mehr.
Im Ergebnis hatten wir beim Gaming, aber auch beim Film- und Serienschauen, viel Spaß mit den Philips Hue Play Tisch- und Stehleuchten. Wer sich mehr Immersion in Wohn- oder Gaming-Zimmer wünscht, sollte hier also eventuell seinen Wunschzettel erweitern.
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