Netflix und Paramount trennen sich, Panasonics erster neuer UHD-Blu-ray-Player seit Jahren, ein wichtiges Sony-Update sowie zahlreiche 4K-Filmneuheiten. In unserem Heimkino-Rückblick erfährst du, welche Themen euch in der vergangenen Woche besonders interessiert haben.
Die Heimkinowoche war alles andere als ruhig. Was euch am meisten interessiert hat, waren vor allem die Themenbereiche „Streaming“ und „TV“. Aber auch die physischen Film- und Serienneuheiten auf 4K Ultra HD Blu-ray waren extrem hoch im Kurs. Das mit Abstand meistgelesene Thema kam dieses Mal aus dem Streaming-Markt. Direkt dahinter folgten ein neuer Panasonic-Recorder mit UHD-Blu-ray-Laufwerk, Sonys Bravia-Update und die Frage, wie groß der Abstand zwischen den neuen Sony RGB-Mini-LED-Modellen wirklich ausfällt.
Streaming: Netflix und Paramount sorgen für das Top-Thema der Woche

Mit deutlichem Abstand am häufigsten aufgerufen wurde die Meldung, dass Netflix und Paramount bei ihrer Animationspartnerschaft getrennte Wege gehen. Für Abonnenten bedeutet das zunächst nicht, dass Paramount-Inhalte vollständig von Netflix verschwinden. Beide Unternehmen bleiben Lizenzpartner. Die gemeinsame Vereinbarung rund um Skydance Animation läuft jedoch aus, sodass künftige Produktionen anders verteilt werden dürften. Womöglich behält sich Paramount jetzt mehr Titel für seine eigene Streamingplattform zurück?
Beim Apple TV 4K stand dagegen Software im Mittelpunkt. tvOS 27 bringt unter anderem Hi-Res Audio, Thread 1.4 sowie neue Apple-Music-Funktionen auf kompatible Geräte ab dem Modelljahr 2021. Ein neuer Streaming-Player blieb zwar aus, die Hoffnung auf eine vierte Generation des Apple TV 4K in diesem Jahr besteht aber weiter. Wer lieber Filme kauft statt streamt, findet außerdem die Apple-TV-Neuheiten für Oktober und November bei uns im Überblick.
Disney+ war gleich mehrfach Thema. Die Meldung, der Dienst müsse über 100 Millionen Euro für 4K, HDR und Dolby Vision zahlen, gehörte zu den erfolgreichsten Beiträgen der Woche. Zudem sorgte eine Information über Werbung im Standard- und Premium-Abonnement für Unruhe. Für Kunden mit werbefreier Option bleibt das Seherlebnis laut Disney+ erfreulicherweise unverändert. Mehr dazu im Update zum Disney+-Nutzungsvertrag.
Neu hinzukommt im Oktober mit JustWatch TV ein weiterer kostenloser Streaming-Anbieter. Die deutsche Betaversion ist bereits erreichbar, eine werbefreie Wiedergabe ist während der Beta im Pro-Abo enthalten. Weniger erfreulich sind die Sammelklagen gegen mehrere Streamingdienste, die sich um frühere Preiserhöhungen drehen. Weniger erfreulich natürlich nur für die betroffenen Streaminganbieter. Für Endkunden sind die teils ungerechtfertigten Preiserhöhungen schleichend zu einer größeren, finanziellen Belastung geworden.
4K Blu-ray: Panasonic meldet sich zurück, Filme und Steelbooks folgen

Sehr beliebt war die Nachricht, dass Panasonic nach sieben Jahren wieder ein neues Gerät mit UHD-Blu-ray-Laufwerk vorgestellt hat. Der DMR-4X1010 ist allerdings kein klassischer, günstiger Player für das Wohnzimmerkino. Das in Japan angekündigte Modell kombiniert 4K-Tuner, Aufnahmefunktion, Festplatte und UHD-Blu-ray-Brenner. Eine europäische Variante ist bisher nicht bestätigt. Die Resonanz zeigt aber sehr deutlich, wie groß das Interesse an neuer Disc-Hardware nach wie vor ist. Vielleicht nimmt sich Panasonic dies ja zu Herzen und bringt auch in Europa noch einmal etwas Neues heraus?
Bei den Filmankündigungen lag Christopher Nolans „The Odyssey“ weit vorn. Der Titel soll am 17. November gleichzeitig digital und auf 4K UHD Blu-ray erscheinen. Der neue D-Day-Film „Pressure“ kommt als limitiertes Steelbook mit Dolby Atmos, während die Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ in Deutschland auf 4K-Steelbooks mit Dolby Vision und Dolby Atmos vorbereitet wird (beide Staffeln).
Auch für Sammler gab es einiges zu notieren: „Resident Evil“ ist als neues 4K-Steelbook vorbestellbar und der gerettete Looney-Tunes-Film „Coyote vs. ACME“ erhält gleich zwei deutsche Sammlereditionen mit deutschem Dolby Atmos. Die 4K-Blu-ray-Neuheiten der Kalenderwoche 38 fassen die wenigen Veröffentlichungen zusammen.
Fernseher und Zuspieler: Sony, HDMI 2.2 und Fire TV im Fokus

Bei den Fernsehern war Sonys Firmware-Update für Bravia-Modelle eines der erfolgreichsten Themen. Es soll Probleme beheben, die mit Android TV 14 und externen HDMI-Zuspielern aufgetreten waren, darunter eine fehlende Lippensynchronität sowie Schwierigkeiten mit Dolby Vision und eARC. Betroffen sind mehrere Baureihen aus den Modelljahren 2023 bis 2026. Nicht jeder Fehler scheint damit endgültig ausgeräumt, für viele Besitzer dürfte das Update aber ein wichtiger Schritt sein.
Eher erfreulich war das große Interesse am Vergleich zwischen Sony Bravia 9 II und Bravia 7 II. Beide setzen auf Sonys neue True-RGB-Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Das Flaggschiff bietet mehr Dimming-Zonen, höhere Spitzenhelligkeit und eine bessere Entspiegelung. Der günstigere Bravia 7 II ist jedoch, was die Bildqualität betrifft, nicht so weit vom Bravia 9 II entfernt wie man glauben möchte und somit für die meisten die bessere Preis-Leistungs-Wahl.
Bei der Zuspieltechnik steht mit HDMI 2.2 die nächste Generation bereit. Erste zertifizierte Ultra96-Kabel mit bis zu 96 Gbit/s sind bereits bestellbar. Für heutige Fernseher und Konsolen besteht noch kein Grund, die neuen Kabel zu kaufen, langfristig dürften die Kabel aber für höhere Bildraten und Auflösungen wichtig werden. Bei Amazon Fire TV sorgte dagegen die Klarstellung für Aufmerksamkeit, dass die Sideloading-Probleme ein Fehler und keine geplante Sperre gewesen sind.
Preisbewusste TV-Käufer konnten sich den LG B6 in 55 Zoll für 949 Euro ansehen. Der OLED bringt Dolby Vision und vier HDMI-2.1-Ports mit. Weniger erfreulich war die Diskussion um Datensammlung und mögliche Sicherheitsrisiken bei LG Smart-TVs. Sie erinnert daran, dass Fernseher längst vernetzte Computer sind und Software, Datenschutz sowie Updates genauso wichtig wie das Panel geworden sind.
Beamer, Klang und kompakte Hardware: Neue Optionen für das Heimkino

Im Projektor-Bereich stellte Dangbei drei neue Beamer vor. Das Spektrum reicht von kompakteren Geräten bis zu helleren Modellen für größere Projektionen. Die Meldung ergänzt die vielen Neuheiten, die auf der IFA rund um Laserprojektion und 4K-Gaming gezeigt wurden.
Yamaha meldet sich in unserer Heimkinowoche gleich zwei Mal zu wort. Die neuen AV-Receiver mit Dolby Atmos ab 399 Euro richten sich an Einsteiger, die ein klassisches Mehrkanal-System aufbauen möchten. Die nur 60 Zentimeter breite Soundbar B200A bringt dagegen Dolby Atmos und einen integrierten Subwoofer in ein deutlich kompakteres Format. Als separates Upgrade für bestehende Soundbars hat Teufel mit dem T 10 Mk2 einen neuen Subwoofer vorgestellt.
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