Amazon Fire TV: Netflix unterstützt endlich das Framerate-Switching

Amazon unterstützt an seinen Fire TV das Framerate-Switching. Allerdings funktioniert dies nur, wenn auch die Apps der jeweiligen Streaming-Dienste mitspielen. Jetzt zieht hier Netflix nach.

Amazon bietet an seinen Geräten der Reihe Fire TV grundsätzlich ein systemweites Feature für das korrekte Framerate-Switching. Das bedeutet, bei der Wiedergabe von Filmen und Serien, kann die Bildrate automatisch im System korrekt eingerichtet werden. Leider funktioniert das jedoch nur, wenn auch die Apps der jeweiligen Plattformen für die Funktion optimiert worden sind. Das galt im Wesentlichen daher bisher für Amazon Prime Video.

Jetzt zieht Netflix also nach und hat auch seine App angepasst. Somit sollten die jeweiligen Inhalte originalgetreu wiedergeben werden. Durch das Matching der korrekten Bildrate werden Ruckler vermieden. Neben Prime Video hatten zuvor in erster Linie Mediaplayer-Apps wie Plex, MrMC und Kodi das Feature beansprucht. Größere Videoplattformen zeigten sich eher unmotiviert. Vier Jahre (!) nach der Einführung hat sich immerhin Netflix einen Ruck gegeben.

An den Amazon Fire TV muss das Framerate-Switching erst aktiviert werden.
An den Amazon Fire TV muss das Framerate-Switching erst aktiviert werden.

In den Einstellungen der Amazon Fire TV solltet ihr zur Nutzung des Framerate-Switching die Videoauflösung auf „automatisch“ stellen und ebenfalls die Option aktivieren, dass die Bildrate jener des Originals angepasst wird. Die Netflix-App sollte für euch zudem eine Nachricht einblenden, dass das Framerate-Matching eingeschaltet ist, wenn ihr sie das erste Mal aufruft und ein Video abspielt.

Amazon Fire TV: Framerate-Switching kann ein Segen sein

Durch den Wechsel der Bildrate kann es kurz zu einem schwarzen Bild kommen, denn die meisten TVs müssen hier kurz umschalten. Laut den Kollegen von AFTVNews konnten die das Framerate-Switching bei Netflix bisher nur mit einem Fire TV Cube der zweiten Generation verwenden. Allerdings soll mindestens auch der Fire TV 4K Max bereits mit dem Update versorgt werden. Ihr müsst offenbar die Netflix-App in mindestens der Version 8.3.4 installiert haben.

QuelleAFTVNews
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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12 Kommentare
  1. Danke für den Tipp! Dann probiere ich das heute gleich mal aus.

    Jetzt muss Nvidia mit dem Shield TV sich anstrengen, da nachzuziehen. So viel schlechter ist der Fire TV Cube meiner Erfahrung nach sonst nicht mehr.

    • Ich habe das Ganze gerade mal gestet. Auf Netflix mit dem Fire TV Cube funktioniert Framerate Switching wunderbar, sowohl mit Full-HD und DD+ 5.1 als auch mit 4K, Dolby Vision und Atmos.
      Das Gerät meldet es auch, wenn die Bildfrequenz gewechselt wird.
      Dann sollten z. B. Disney+ und Apple TV+ da mal nachziehen.

  2. Was dieses Update macht, ist eigentlich nur den TV entscheiden und nicht wie zuvor die/das OS/Software vom Fire hochrechnen lassen.

    Richtiges 23,976/24 Hz Playback funktioniert aber nur bei TVs mit 120Hz Panel. Diejenigen mit 60 Hz Panel haben dennoch den 3:2 Pulldown wenn man ohne Bildverschlimmbesserer verfährt.

    • Wer sich für diese Site interessiert, hat normalerweise ziemlich hohe Standards, was TVs angeht. Ich glaube, die allermeisten von uns haben welche mit 120Hz Panel.

    • Da die externen Player bei UHD-Auflösung auch „nur“ 60Hz liefern, weil die meisten HDMI 2.0 haben, hat man keinen Vorteil, wenn das Panel 120Hz kann. Der TV macht dann trotzdem ein 3:2-Pull-down. Aber vernünftige TVs beherrschen das problemlos und das Bild läuft dann auch ohne Ruckler alle paar Sekunden.

      • Das ist aber falsch, die max Übertragungsfrequenz des Anschlusses, nicht mit der Bildwiderholungsrate des Contents gleichsetzen oder mit der des Panels verwechseln.

        Bei 100/120Hz und 24Hz Content wird jedes Frame einfach 5 mal so lange gehalten, (120Hz : 24 Hz = 5, gerader Teiler,) , und somit erhält man die orginale Framerate des Content
        Bei 50/60Hz Panel und 24Hz Content wird ein Frame 3 mal angezeigt das nächste dann 2 mal, (3:2:3:2:.)
        Bei 100/120Hz Panel und 50/60 Hz Content wird einfach das Frame 2 mal angezeigt.

        Hier war ja das Problem, das der Fire TV XY selbst 24p auf 60Hz hochgerechnet hat, und der TV dass dann trotz 100/120Hz Panel mit einem unnötigen 3:2 Pulldown hochgerechnet hat. Erst wenn den Video gelaufen ist, pausierte, konnte man umständlich auf die orginale Framerate wechseln (was je nach Softwarestand und Device teilweise glücksspiel war). Jetzt wird nichts mehr vom Amazon Devcie hichgerechnet sondern direkt unverändert weitergeben

        Als Bild
        https://www.soundandvision.com/images/archivesart/609sanyoproj.img1.jpg
        http://kcchao.wdfiles.com/local–files/memc/Real_Cinema.jpg

        Einige Bildmodi von einigen Herstellern konnten den 3:2 Pulldown umkehrten, aber nie ohne zusätzliche Zwischenbildberechnung

        Was eingespeisst wird, wird immer auf die maximale BIldwiederholungsrate des Panels hochgerechnet, gerader Teiler = gleichmößger ; ungerader Teiler = ungleichmäßiger Bildverlauf. Ohne Zwischenbildberechnung ruckelt es dann je nach Bewegungsverlauf der angezeigten Szene.

        • Das 5:5-Pulldown funktioniert nur bei der Verwendung interner Streaming-Dienste mit Filmen/Serien, die 24Hz haben.
          Bei externen Playern, sind diese in der Regel bei UHD-Auflösung mit 60Hz angebunden und da bleibt dem TV nichts anderes als ein 3:2-Pulldown übrig.

    • 24hz Wiedergabe sieht trotzdem auf dem billigen Samsung QLED mit 60hz Panel flüssiger aus, als auf dem 3000 Euro OLED mit 120hz Panel.

      • Bei den LCDs zum Beispiel den QLEDs sorgt „blur“ zwischen den Bildern für ein „scheinbar“ flüssigeres Bild. Die OLED Fernseher stellen jedes Bild für sich gesehen schärfer und sauberer dar. Das hat zur Folge, dass das menschliche Auge stärker wahrnimmt wie limitiert die Framerate von Filmen ist.

        Wenn man zum Beispiel bei den LG OLEDs „Filmische Bewegung“ einstellt bekommt man ähnlichen Effekt wie bei den LCDs und kann trotzdem das objektiv überlegene Bild der OLEDs haben. Durch die Einstellung geht natürlich etwas Schärfe verloren.

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