Analysten warnen: Chip-Knappheit könnte OLED-TV-Markt hart treffen

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Chip Knappheit trifft OLED Fernseher - Analysten warnen
Die Chip-Knappheit wird Produzenten von OLED Fernsehern hart treffen

Das Angebot an OLED-Fernseher könnte in den nächsten Monaten knapp werden. Analysten warnen, dass die anhaltende Knappheit von Mikrochips sich auf das Premium-TV-Segment auswirken könnte.

Spielekonsolen (PlayStation 5, Xbox Series X|S), Automobile, Grafikkarten und viele weitere Konsumgüter leiden unter den derzeitigen Chipmangel. Die Halbleiterindustrie schafft es einfach nicht, alle Kunden zu bedienen. Der CEO von TSMC aus Taiwan, einer der größten Hersteller für Chipsätze, meldete erst kürzlich, dass sich die hohe Nachfrage vielleicht erst 2022 im vollen Umfang bedient werden kann. Als neuer Leidtragender könnte die TV-Branche hervorgehen, besonders die beliebten OLED-Fernseher, die sich im High-End-Segment hervorragend verkaufen.

Covid-19 verursacht Chip-Knappheit

Es ist kein Geheimnis, das sich die COVID-19-Pandemie auf die Lieferketten der globalen Weltwirtschaft ausgewirkt hat. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Konsumgütern rasant, da viele Menschen versuchten, sich in den eigenen vier Wänden bestmöglich zu unterhalten. Bis die Nachfrage abklingt, bzw. die aufgelaufenen Bestellungen abgearbeitet werden können, wird noch einige Zeit vergehen. Die Autoindustrie arbeitet bereits seit Monaten mit Hochdruck daran, eine Lösung für das Chip-Problem zu finden, um teils stillgelegte Werke wieder zum Laufen zu bringen.

OLED und QLED TVs sind gleichermaßen betroffen

Für die High-End-Modellreihen der NEO QLED TVs gibt es eine professionelle Bildkalibrierung ab Werk!
Neben den OLED TVs werden auch Samsung NEO QLED und QLED Fernseher von der Chip-Knappheit betroffen sein

Laut eines neuen Berichts der Financial Times, werden die Halbleiter-Hersteller vor allem die umsatzstarken und essenziellen Industrien zuerst mit Chipsätzen versorgen. Die OLED-Sparte von LG Electronics, Sony, Philips, Panasonic und Co. könnte hier extrem hart getroffen werden. Auch Samsung Electronics warnte bereits im Mai 2021, dass die TV-Industrie als ganzes hart getroffen werden könnte. Der Vorteil bei Samsung, das Unternehmen gehört neben TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Co.) zu den weltgrößten Chip-Herstellern und könnte seine Kontingente ggf. auf die eigenen Sparten umlenken. Sollte Samsung jedoch mit dem Verkauf an Dritte mehr Geld verdienen, würde sicherlich auch das TV-Segment inkl. der QLED und NEO QLED Fernseher darunter leiden.

Analyst CW Chung vom südkoreanischen Marktforschungsunternehmen Nomura: „…die einzig logische Schlussfolgerung sei, dass Chips für OLED-Displays, einschließlich Fernseher und Smartphones, im Vergleich zu denen, die in größeren Mengen zu höheren Preisen verkauft werden, eine geringere Priorität erhalten, wie Auto- und Serverchips.“

Geringer Verfügbarkeit = keine Schnäppchen

Bedeutet, lieber jetzt sich mit einem TV-Gerät, Monitor oder Smartphone eindecken, anstatt im Herbst/Winter 2021 leer ausgehen. Sollte die Verfügbarkeit der Entertainment-Produkte wirklich begrenzt sein, werden Händler auch sicherlich keine Notwendigkeit darin sehen, die Produkte preisaggressiv am Markt zu platzieren. Zudem werden Hersteller vorhandene Chipsätze nur in hochpreisige Modelle verbauen, die eine hohe Marge bieten. So ist auch das Einstiegs- und Mittelpreis-Segment in diesem Weihnachtsgeschäft gefährdet. Man darf auf die Entwicklung in den nächsten Monaten gespannt sein!

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3 KOMMENTARE

  1. Habe den 48er Philips 806 statt für die UVP von 1799€ für 1564€ bestellen können.

    Jetzt muss nur noch geliefert werden. Freue mich schon drauf.

    • Jab habe den 65er bei Bauer Vorbestellt und dann auf Nachhaken (beschweren) eine Preisgarantie bekommen.
      3.100€ Ursprung , jetzt ist dieser schon bei 2.754€
      Da stört es mich auch nicht das er nochmals um eine Woche verschoben wurde, bis dahin ist er bestimmt nochmal 100 € billiger.

  2. Na zum Glück hängt mein C9 hier noch brav an der Wand und verrichtet seinen Dienst. Abgesehen von dem lästigen DV Bug.

    Ich bin aber generell überrascht, dass die TV Branche die Knappheit bisher scheinbar ganz gut überstanden hat. Ich könnte problemlos in den örtlichen Media Markt gehen und mir einen G1 abholen. Da sieht es bei anderen Produkten noch viel düsterer aus. Mal gucken wie es sich dann entwickelt. Solange aber nur Analysten irgendwas sagen kann man wohl noch etwas entspannter sein. Wenn es nach den geht, hätten wir ja auch bald eine PS5 PRO, Series X 2 und eine Switch Pro.

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