„Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“: Elon Musk „disst“ die Serie

„Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ ist bei Amazon Prime Video angelaufen. Ein prominenter Zuschauer ist wenig angetan von der Serie: der Milliardär Elon Musk.

Elon Musk ist der Chef vom Autobauer Tesla sowie SpaceX. Er ist sich seit langem nicht so ganz grün mit Jeff Bezos, ähnlich wohlhabend und seines Zeichens Gründer von Amazon – die mit dem Streaming-Dienst Prime Video natürlich hinter der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ stehen. Musk kann im sozialen Netzwerk Twitter über 105 Mio. Follower vorweisen, wo er gerne seine Meinung zu diversen Themen zum Besten gibt.

„Tolkien wird sich im Grabe herumdrehen“

In Bezug auf die neue Mittelerde-Serie fällt jene mehr als eindeutig aus: „Tolkien wird sich im Grabe herumdrehen“, urteilt Musk. Die Serie hatte im Vorfeld Kontroversen ausgelöst, da der Autor der Vorlagen, J. R. R. Tolkien, eine eindeutig nordeuropäisch bestimmte Sagenwelt geschaffen hat, in der Serie jedoch beispielsweise schwarze Elben zu sehen sind, was nicht zur Vorlage passt. Außerdem wurde die Figur Galadriel stark verändert und zu einer Art Kriegerin umgedeutet, etwas, das Tolkien nie vorgesehen hatte.

Amazon und die Macher der Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ hatten die Anpassungen an den aktuellen Zeitgeist damit verteidigt, dass man der notwendigen Diversität und Inklusion gerecht werden wolle. Tolkien-Puristen ließen das nicht gelten – und auch Musk hat offenbar abweichende Eindrücke gesammelt.

Wie gefällt euch „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“?

So meint Musk in der Serie männerfeindliche Untertöne zu erkennen: „Fast jeder männliche Charakter bisher ist ein Feigling, ein Trottel oder beides. Nur Galadriel ist mutig, klug und nett“, ärgert sich der Milliardär über die Mittelerde-Serie. Letzten Endes dürfte das dem Erfolg aber keinen Abbruch tun. Laut Amazon sei „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ das bisher am erfolgreichsten gestartete Prime Original überhaupt.

Habt ihr schon in „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ hereingeschaut? Sehr ihr es ähnlich wie Elon Musk oder habt ihr eine positivere Bewertung zu vergeben?

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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24 Kommentare
  1. Alles in allem finde ich die Serie bisher ganz gut. Die Optik ist meist grandios aber es gibt immer wieder Momente wo das CGI deutlich sichtbar ist. Bei dem Budget eigentlich unverständlich.
    Die Story ist bisher so lala, haut mich nicht vom Hocker, ist Luft nach oben.
    Der schwarze Elb und Hobbit ist etwas gewöhnungsbedürftig, allein deshalb, weil es sonst keine anderen schwarzen Charaktere gibt. Wie sind die entstanden? Gut es ist Fantasie, aber bisher war es ja schon so, dass knick knack auch hier die Ursache vom Nachwuchs war … finde es etwas deplatziert und v.a. inkonsequent. Hätte die sich sparen können.
    Galadriel finde ich nicht authentisch und unglaubwürdig. Nicht weil sie eine Frau ist, sondern ich nehme ihr einfach nicht die Kriegerin ab. Der Schauspielerin würden ein paar Muskeln gut zu Gesicht stehen.
    Die Serie ist ganz nett, aber weit weg von HDR, mit Sicherheit schaue ich die Folgen kein zweites Mal an.

    • Die Probleme beim CGI kommen wohl daher, dass seit mehreren Monaten die Branche für Spezialeffekte überlastet ist. Die verbliebenen Künstler (nach der Krise) sind ziemlich am Limit und Filme verschieben sich zum teil nur, weil die Spezialeffekte nicht „geliefert“ werden. Dazu kommen teils unrealistische Zeitvorgaben der Film- und Serienmacher, welche den Druck erhöhen und auch das Ergebnis negativ beeinträchtigen können. Es gibt ja auch nur eine begrenzte Anzahl von Korrekturschleifen, denn jede Korrektur zieht eine Neuberechnung der Szene nach sich, die mehrere Stunden, wenn nicht sogar Tage andauern kann. In vielen Fällen heißt es dann ggf. nimm diese Variante oder gar keine, denn auf uns wartet bereits der nächste Auftrag. So liest sich zumindest der aktuelle Stand, laut mehreren Beiträgen, die ich dazu ergoogelt habe.

  2. Leute die sich darüber beschweren, dass Serien nicht den Büchern entsprechen sollen doch bitte einfach bei ihren Büchern bleiben und sich ihre negativen Kritiken in den Allerwertesten stecken. Entscheidend ist für mich der Unterhaltungswert einer Serie und das die Bildqualität stimmt. Und Beides ist hier definitiv gegeben. Als Fantasy-Fan hat mich die Serie vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen. Die Handlung ist spannend, die Darsteller alle überzeugend und die Bildqualität auf meinem 83 Zoll OLED ist einfach nur klasse. Wer hier noch was zu meckern hat dem ist nicht mehr zu helfen und kann ja den Mister Musk besuchen und ihm was aus den Büchern vorlesen. Die Leute sollten froh sein, dass es Unternehmen wie Amazon gibt, die finanziell in der Lage sind ein solches Projekt überhaupt erst möglich zu machen. Es hat ja nicht jeder gerade mal eine Milliarde US Dollar in der Ecke rumliegen.

  3. Was ich übrigens erwähnenswerter finde als Musks Fürze ist, dass Amazon Prime die Serie in Dolby Vision (gab es meine ich noch nie bei Amazon Prime) und Dolby Atmos (bislang glaube nur die erste Jack Ryan Staffel) ausstrahlt.

    • Ja, das finde ich wirklich super. Allerdings war die dritte Folge am Freitag bei mir auf dem Fire TV Cube in HDR10 (wahrscheinlich HDR10+) und Dolby Atmos, aber ohne Dolby Vision, was die ersten beiden Folgen noch gehabt hatten. Komische Sache, das.

  4. Ich bin auch der Meinung, dass man die Charaktere in erfundenen Welten so besetzen sollte, wie die Autoren sich das gedacht haben. Das hat mich auch schon bei der Witcher-Serie auf Netflix gestört. Da darf man nicht mit blöden Diversitätsregeln aus ‚unserer Welt‘ rangehen.
    Naja, man kann sich die Besetzung ja vielleicht schönreden, indem man sagt, dass die Serie ja mehrere Jahrtausende vor dem Hobbit spielt. Da gab es eben noch verschiedenfarbige Bewohner Mittelerdes. Später nicht mehr.

    • Soweit ich mich erinnere, treten in den ersten beiden Folgen fünf, vielleicht auch sieben Charaktere auf, die in Tolkiens Büchern tatsächlich vorkommen. Die wurden alle von „weißen“ Darstellern gespielt. Also wo ist das Problem, selbst wenn man das für wichtig hält?

  5. Moin, schon nach der ersten Hälfte der ersten Folge, habe ich ähnlich wie Musk gedacht. Allerdings stört mich mehr, das Tolkiens Werke enormen Tiefgang haben und etwas vermitteln sollen. Die Filme waren unter anderem so erfolgreich, weil sie sehr nah an den Büchern sind. Bei der Serie hat man jetzt nur einige der Namen und Handlungsfragmente übernommen und eine völlig neue Geschichte, ohne jeglichen Tiefgang erdacht.

  6. Ich muss in die Serie noch hereinschauen, fand die Trailer aber auch nicht sonderlich ansprechend und sie erweckten schon den Eindruck, dass man da eher auf Krampf auf Diversität und Inklusion schielte, als darauf, der Welt von Mittelerde gerecht zu werden. Allerdings ist das eben nur der grobe Eindruck. Bislang sieht es ja so aus, dass die professionellen Kritiken eher positiv sind, die Nutzerbewertungen eher negativ.

    Reviewer, deren Meinung ich schätze, haben sich weniger an der erkennbaren Ideologie der Macher gestört, als an einer wohl eher langatmigen und spannungsarmen Erzählweise mit bisher wenig ausgereiften Charakteren. Insofern scheint es schon Ansatzpunkte für Kritik zu geben, die eher auf den Inhalt abzielen.

    Bei mir persönlich steht die Serie auf der Liste „vielleicht schau ich irgendwann mal rein“, es gibt aber andere Sachen, die mich d aktuell mehr interessieren – etwa „Sandman“, das ich auch noch nicht schauen konnte.

    • Es ist einfach keine dieser modernen Binge-Serien, die sich so ganz nebenbei mal wegkucken lässt, sie erfordert die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers und ist eher ungeeignet dafür, mehrere Folgen am Stück zu sehen.
      Die Serie wird in den nächsten Wochen enorm davon profitieren, dass sie wöchentlich ausgestrahlt wird.
      In der Langatmigkeit steckt auch eine gewisse Schönheit, die an die Extended Fassung der Filme erinnert, die die Kritiker offenbar in ihrer Erinnerung zu leichtfüßigen Werken gemacht haben.
      In Fellowship ist in den ersten 2h auch noch nicht besonders viel passiert.
      Die Trailer fand ich auch wenig ansprechend, wurde von der Serie ansich aber vollkommen weggeblasen.

      • Die Kritik, die ich gelesen habe, sagt eher das Gegenteil: „Style over Substance“ bei dem das Visuelle grandios ist, aber eben die Charaktere flach und die Handlung sehr viel „nichts“ in eine zu lange Spielzeit packt. Aber wie gesagt, ich kann das selbst nicht beurteilen, habe das nur z. B. von Angry Joe gehört, dessen Meinung ich grundsätzlich sehr schätze, da sie meiner oft ähnelt. Ich werde in die Serie auch irgendwann noch hereinschauen, aber vermutlich wird das ein paar Monate dauern, dann ist eh schon die ganze Season da :-D.

    • Wenn man sich an einer „wohl eher langatmigen und spannungsarmen Erzählweise mit bisher wenig ausgereiften Charakteren“ stört, sollte man auch keine Tolkien Bücher lesen. Die Herr der Ringe Romane haben auch extrem viel Exposition und das World Building hat Vorrang vor den Charakterisierungen. Trotzdem finde ich sie extrem lesenswert.

  7. Neil Gaiman hat da glaube ich die perfekten Worte gefunden als er nach seiner Meinung zu Musks Kritik gefragt wurde:
    „Elon Musk doesn’t come to me for advice on how to fail to buy Twitter, and I don’t go to him for film, TV or literature criticism.“

    Mir gefällt die Serie auch super bislang.

  8. Bisher gefällt mir die Serie auch wirklich gut.
    Was im Hobbit und Herrn der Ringe nicht so stark rauskommt, aber im Silmarillion schon eher, ist, dass Tolkien erzkatholisch war. Ist Musk auch der Meinung, dass man da so genau sein sollte? Wenn man bedenkt, was für Skandale über die katholische Kirche in den letzten Jahren rausgekommen sind, würde Tolkien wahrscheinlich noch viel schneller im Grab rotieren als wegen irgendeiner Interpretation seiner Werke.

    • Mir gefällt die Serie auch überraschend gut.
      Anlässlich der ersten Bilder und Trailer war ich zugegeben recht skeptisch.
      Aber das ist wirklich eine tolle Phantasy-Geschichte, die zu meinem Erstaunen sogar mehr an die Inszenierung der Herr Der Ringe Filme als an die der Hobbitfilme erinnert.

  9. Ich finds bisher auch ganz gut. Bin gespannt, was da noch kommt. Hat natürlich ein schweres Erbe mit den Filmen, aber ansonsten ist es halt typisch Internet, erstmal alles haten.

    2 tolle Serien laufen gerade, da darf man sich dann auch einfach mal dran erfreuen

  10. Den Tolkien-Puristen kauf ich Musk nicht ab.
    Er sagt wieder einmal nur das, was das Internet hören will.
    Er ist der Sauron der Trollarmeen.

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