Die NASA überträgt UHD-Katzenvideo aus 30 Millionen Kilometer Entfernung

NASA hat Geschichte geschrieben, indem sie ein Ultra-HD-Video einer Katze, über eine Entfernung von über 30 Millionen Kilometer übertragen konnte. Dies markiert einen wichtigen Schritt in der Fähigkeit, visuelle Kommunikation über die Erdumlaufbahn hinaus zu senden.

  • Das Video der Katze Taters wurde aus einer Entfernung von über 30 Millionen Kilometern übertragen, was etwa 80-mal der Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht​​.
  • Die Übertragung des 15-sekündigen Videos in Ultra-HD dauerte weniger als zwei Minuten, was deutlich schneller ist als die meisten Breitband-Internetverbindungen​​ (gemessen an der Entfernung)
  • Der Test wurde mit dem Psyche-Raumschiff der NASA durchgeführt, das für eine sechsjährige Mission zum Hauptasteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter bestimmt ist​​.

Dieses Experiment stellt einen Meilenstein für die NASA dar, da es die Möglichkeiten der visuellen Kommunikation im Weltraum erweitert. Das Video, in dem Taters einem Laser hinterherjagt, wurde vor dem Start des Psyche-Raumschiffs aufgenommen und dann mittels eines infrarot-nahen Lasers an das Hale-Teleskop des Caltech Palomar-Observatoriums gesendet. Die Daten wurden in den Oszillationen der Lichtwellen übertragen​​, mit einer Bitrate von 267 Mbit/s. Diese Technologie könnte es zukünftigen Astronauten ermöglichen, Videos von Mars oder darüber hinaus zur Erde zu senden und eröffnet damit neue Horizonte für die Weltraumkommunikation.

Ultra HD Katzenvideo vs. Menschen auf dem Mars

Die Auswahl des Videos war zunächst pragmatisch – es diente als Platzhalter. Die Entscheidung, das Katzenvideo letztlich zu verwenden, war eine Hommage an Felix the Cat, eine Cartoonfigur, die früher häufig für Testsendungen im Fernsehen verwendet wurde. Es demonstrierte auch die Fähigkeiten der Lasertechnologie, die für die Übertragung genutzt wurde​​. Diese Art der Kommunikation mit Infrarotlasern kann wesentlich mehr Informationen übertragen als die von der NASA üblicherweise verwendeten Radiowellen.

Eine Herausforderung für Präzision und Zukunft

Das JPL-Team präsentiert sich stolz nach ihrem Erfolg
Das JPL-Team präsentiert sich stolz nach ihrem Erfolg || Bild: NASA/JPC-Caltech

Das Erreichen der notwendigen Präzision für das Zielen des Lasers über solch eine große Distanz war eine der größten Herausforderungen des Experiments. Bei der Optimierung und Laser-Übertragungssystems konnte die NASA jedoch einen Meilenstein nach dem anderen jagen. Mit der ersten Übertragung am 14. November wurde der erste stabile Downlink etabliert und in den darauffolgenden Wochen optimiert. Ab dem 4. Dezember 2023 wurden Bitraten von 62.5 Mbit/s, 100 Mbit/s und final 267 Mbit/s erreicht. Da Team konnte während der Testphase satte 1.3 Terrabit (165 GB) über die ultrapräzise Lasertechnik übertragen. Die NASA plant, diese Technologie weiter zu testen und zu verbessern. Auch wenn Taters nicht mehr Teil zukünftiger Experimente sein wird, hat er doch dazu beigetragen, das technische Wunderwerk der NASA zugänglicher und ansprechender zu machen​​.

Was hättet ihr als erste 4K UHD Video über 30 Millionen Kilometer übertragen?

Dominic Jahn
Dominic Jahn
Couch-Streamer, TV-Umschalter & Genuss-Cineast. Am liebsten im Originalton, gerne auch in 3D! Paypal-Spende für die 4KFilme-Kaffeekasse
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5 Kommentare
    • Deutschland hätte eine Leitung für Fax-Geräte gelegt, wobei sich die Übertragung eines Katzenfotos verzögert wegen der komplexen Prüfung bezüglich DSGVO, Lieferkettengesetz, korrektem Gendern und ausreichend Diversität 😉

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