Disney+: Ende des Passwort-Sharings soll für Millionen von Neukunden sorgen

Disney+ wird 2024 gegen das Passwort-Sharing vorgehen. Inzwischen hat man auch verraten, wie viele Neukunden man sich davon erhofft.

Im Zuge der Bekanntgabe der Quartalszahlen hat Disney verraten, dass das Vorgehen gegen das Teilen von Konten über einen Haushalt hinaus nach Berechnungen des Konzerns allein im 2. Quartal 2024 für 5,5 bis 6 Mio. Neukunden sorgen sollte. So wird es in den USA ja schon im März 2024 damit losgehen, dass Nutzern, die über einen Haushalt hinaus ihr Abo teilen, Sperren drohen.

Herausfischen will man die schwarzen Schafe über nicht näher geschilderte, technische Maßnahmen zu denen wohl das Erfassen der IP-Adressen, der Geräte-IDs und Auswertungen der Kontenaktivitäten zählen dürften. Ähnlich geht ja auch schon Netflix vor. Im Gegensatz zu Netflix plant Disney+ aber keine Option, um in einem Konto gegen Aufpreis weitere Haushalte freizuschalten. Da benötigt also wirklich jeder sein eigenes Abonnement.

Disney+ hat im Februar 2024 wieder Neuheiten in petto.
Disney+ hat im Februar 2024 wieder Neuheiten in petto.

Auch in Deutschland hat sich Disney+ schon mit Anpassungen der Nutzungsbedingungen rechtlich auf das Vorgehen gegen das Sharing vorbereitet. Diese Strategie überrascht nicht, denn das Ziel lautet, Disney+ noch vor Jahresende 2024 in die schwarzen Zahlen zu bugsieren. Zuletzt hatte Disney+ nach eigenen Angaben 1,3 Mio. Abonnenten verloren, konnte aber wegen der vorherigen Preiserhöhungen dennoch seine Einnahmen steigern.

Disney+ steht durchaus vor Problemen

Ob der Plan aufgeht, durch Sharing-Sperren die Einnahmen und Abonnentenzahlen zu steigern, muss die Zeit zeigen. Bei Netflix hat dies geklappt, das muss sich aber nichts zwangsweise verallgemeinern lassen. Zumal Disney+ zuletzt einige Flops hinnehmen musste. Beispielsweise haben „Star Wars“-Serien wie „Obi-Wan Kenobi“ und „Ahsoka“ die Fangemeinde genau so gespalten wie „She-Hulk“, „Secret Invasion“ oder das wenig abgerufene „Ms. Marvel“.

Ob Disney+ somit nach Sharing-Sperren und Preiserhöhungen die Abonnenten bei Laune halten kann?

André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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8 Kommentare
  1. Wenn sie gleichzeitig ein Prepaid-Monatstarif, also KEIN Abo, das nicht automatisch verlängert, für Gelegenheitszuschauener einführen würden, dann könnte ich mir einen Gewinn vorstellen. Aber ich vermute eher die Abo-Teiler werden nicht alle auf Einzelabos umsteigen, sondern dann tendenziell mehr verzichten, so dass unterm Strich weniger Abos zustande kommen…

    Die Kritik am Umfang des Content wundert mich etwas: Zugegeben, ich habe auch zusätzlich Prime, weil es halt dort auch Dinge gibt, die ich sehen will, aber wenn man sich finanziell auf ein Abo beschränken muss, hätte ich auch bei Disney+ alleine jahrelang mehr als genug Auswahl, ohne dass es langweilig wird. Es kommen ja auch alle neuen Filme immer hinzu, also k.A. wo hier genau das Problem ist.

  2. Das wird krachend in die Hose gehen! Einfach die in die zu großen Fußstapfen zu steigen und die selben Maßnahmen wie der Branchenprimus Netflix zu fahren, wird nicht einfach vom selben Erfolg gekrönt. Die Leute haben die Superhelden satt und das monatliche Lineup bei Disney+ ist grade mehr als dünn. Im Prinzip wird das ganze nur von dem zugelaufen „20th Century Fox“ Katalog zusammengehalten. Für viele sind das aber nur „alte Kamellen“. Die Preiserhöhung tut ihr übriges. Ohne Preiserhöhung hätte ich ja den „Nostalgie-Katalog“ einfach weiterlaufen lassen. Mit der Sharing Sperre + Preiserhöhung bin ich raus. Das lohnt sich für Gelegenheitsschauer Vorne und Hinten nicht mehr !!!

    • Ich hatte Disney wegen Star Wars und alten Disney Klassikern gehabt.
      Aus dem ganzen Marvel Angebot hat mich nur LOKI ein wenig überzeugt.
      Der modernen Ideologie geladener Disney Stuss hat niemand aus der ganzen Familie geschaut.
      Die letzte Preiserhöhung hat ihr Werk getan, Abo gekündigt. Es lohnt sich einfach nicht Abo laufen zu lassen, wegen 3-4 neuen Star Wars Sachen im Jahr.

      Wobei wenn man ehrlich zusammenrechet, wie viel kosten einzelne Blurays, dann kommt man schnell auf über 90€ im Jahr.
      Andres rum, es fehlt an kostengünstigen Alternativen, für die Menschen, die keine Medienträger kaufen wollen.
      Ich finde die aktuellen Abo-Modelle einfach nicht mehr zeitgemäß.
      Es soll neben Flatrate-Modellen für Vielgucker, auch attraktive Preismodelle für Gelegenheitsschauer geben.

      • „modernen Ideologie geladener Disney Stuss“… bitte? AFD Wähler? 😀 Wo genau stört denn eine ganz konkrete „Ideologie“ eine ganz konkreten Situation/Szene den Filmgenuss eines moderneren Disney Adaption? Die Frage konnte mir bislang noch kein Populist beantworten, dann kam immer nur weiter allgemeines „ja aber ideologie“-Blabla.
        Übrigens find ich die neueren Adaptionen auch eher bescheiden! Das hat aber inhaltlichen Gründe, und ich mache dafür nicht von radikalen Idioten ersponnene „Ideologien“ verantwortlich.

        • Bla bla, bla bla, bla bla.
          Die Sprache beherrsche ich auch. Und warum AFD Wähler? Warum nicht sofort ein Nazi?
          Hast du ein Problem mit anderen Meinungen?

          Den neuen Willow habe ich persönlich direkt nach 15 ausgeschaltet, warum?
          Weil anstatt eine Fantasy Geschichte in Mittelpunkt zu setzen, setzt Disney gleichgeschlechtliche Liebe in Fokus. Und wenn ich später Meldung lese, dass Disney den neuen Willow komplett aus dem Programmangebot entfernt, dann war da wohl zu viel vom „gutem“ und zu wenig vom Fantasy.

          Wenn Idelogie den Medienschafenden und Künstlern im Weg steht ihre Fantasien und Träume so darzustellen, wie die es wollen, wenn Regisseure auf jedes Wort oder Geste achten müssen, um von woken Meute nicht zerfleischt zu werden, dann leidet Kreativität und am Ende kommen mittelmäßige Werke raus. Die übertriebene politische Korrektheit und deren Folgen lassen sich einfach nicht mehr leugnen.

          Hier, letzte Meldung, zwar nicht über Disney, aber aus der gleichen Kategorie:
          https://www.digitec.ch/de/page/avatar-netflix-streicht-sokkas-sexismus-und-begeht-damit-einen-schweren-fehler-31581

          Lass uns parteipolitische Diskussionen beenden, 4kfilme soll Heim für Medien, Datenträger und alles was dazugehört bleiben.

          • Danke für den Text, hätte ich jetzt in Bezug auf die Diskussion nicht besser schreiben können: „Lass uns parteipolitische Diskussionen beenden, 4kfilme soll Heim für Medien, Datenträger und alles was dazugehört bleiben.“

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