Filmverbote am Karfreitag: Kritik von Kinobetreibern flammt wieder auf

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Karfreitag bringt für Kinos Vorführeinschränkungen mit
Karfreitag bringt für Kinos Vorführeinschränkungen mit

In Deutschland ist der Karfreitag ein Feiertag. Das bedeutet für Kinos, dass sie bestimmte Filme nicht zeigen dürfen. Das kritisieren viele als nicht mehr zeitgemäß.

In Deutschland gilt diese Regel an sogenannten „stillen Feiertagen“, da dadurch ihr ernster Charakter gewahrt bleiben solle. Allerdings wirkt das mittlerweile wahllos, denn Fernsehen und Streaming-Anbieter sind nicht betroffen. Somit dürfen in TV sowie bei Amazon Prime Video, Disney+, Netflix und Co. alle Filme und Serien munter laufen. Das stellt für das Kino eine aus Sicht von Kritikern unfaire Benachteiligung dar.

Beispiel: Am Karfreitag ist es kein Problem, wenn im Fernsehen Filme wie „Das Leben des Brian“ laufen – im Kino sind sie aber untersagt, da ihnen eine Freigabe für stille Feiertage fehlt. Diese alten Regelungen stammen noch aus der Weimarer Republik, als stille Feiertage unter einen besonderen Schutz gestellt worden sind. Auf die heutige, pluralisierte Medienlandschaft sind sie also überhaupt nicht zugeschnitten.

Untersagt ist somit an stillen Feiertagen auch die Vorführung von Filmen wie „Rambo: Last Blood“ oder „Kingsman: The Golden Circle“, um zwei etwas aktuellere Titel aufzugreifen. Welche Filme aufgeführt werden können, entscheidet dabei die FSK. Letztere gibt aber selbst zu, dass die Regeln überholt und nie angepasst worden seien. Immerin ist die Anzahl der Filme, die keine Feiertagsfreigabe erhalten, in den letzten Jahren stetig gesunken.

Stille Feiertage: Sind sie noch zeitgemäß?

So erhält mittlerweile nur noch ca. 1 % der beantragten Kinofilme keine Feiertagsfreigabe mehr. Vermutlich werden mittlerweile aber auch schlichtweg deutlich weniger Anträge gestellt, da es sich für Kinos heute weniger lohnt ältere Filme erneut aufzuführen, als noch in den 1950er- oder 1960er-Jahren, als an das heutige Heimkino-Angebot noch nicht zu denken gewesen ist.

Kritisiert wird die Feiertagsregelung auch, weil es in Deutschland Religionsfreiheit gebe und nicht jeder Mensch hierzulande christlichen Glaubens sei. Daher seien für alle Religionen verbindliche Feiertagsfreigaben unsinnig.00

10 KOMMENTARE

  1. Dieser Verein von kinderschändern und ketzzern hat immer noch Einfluss in Deutschland und genießt narrenfreiheit.

  2. Sicherlich sind solche Verbote veraltet aber die Feiertage nimmt man ja trotzdem gerne mit. Konsequent wäre es dann alle Verbote aufzuheben aber dann eben auch die Feiertage abzuschaffen und dann auch den Sonntag als Ruhetag aufzugeben und wie in anderen Ländern auch alle Geschäfte zu öffnen.

    • Genau, wer braucht auch schon zwei Tage Frei um sich zu Erholen. Dann noch eine unkomplizierte Art unbezahlten Urlaub zu nehmen, weil der gesetzliche nur 20 Tage in D ist. Denn die 30 sind ja auch nur ein Relikt vergangener Tage wo die Gewerkschaft gekämpft hat.

  3. was wollt Ihr denn anderes erwarten, wenn völlig veraltete Greise Entscheidungsträger sind. War schon immer so bleibt auch so.

  4. Gibt es denn mmer noch Überbleibsel des alten, monoethnischen und monoreligiösen Deutschlands? Das sollte nicht länger hingenommen werden. Lasst uns diese Relikte des dunklen Zeitalters endlich einstampfen. Das Schiff Deutschland sinkt, Volldampf voraus!

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