Günstigere Micro LED: Optimierte Fertigung bei Samsung solle es ermöglichen

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Samsungs MicroLED-TV soll neue Maßstäbe setzen.
Samsungs MicroLED-TV soll neue Maßstäbe setzen.

Samsung passt die Fertigung seiner Micro-LED-TVs aktuell an. Das könnte endlich auch die Preise zumindest etwas drücken.

Samsung ist einer der größen Verfechter der Micro-LED-Technologie. Dabei handelt es sich um eine völlig neue Technik mit selbstleuchtenden Pixeln. Im Gegensatz zu OLEDs kommen jedoch anorganische Materialien zum Einsatz. Als Ergebnis kombiniert Micro LED die hohen Helligkeiten von LCDs mit dem perfekten Schwarz von OLEDs – ohne die Nachteile einer der beiden Techniken zu übernehmen. Auf der CES in Las Vegas demonstrierte Samsung da bereits mehrfach seine Modelle der Reihe The Wall.

Dieses Jahr haben die Südkoreaner aber auch einen Micro-LED-Fernseher für Privatkunden vorgestellt. Die Preise bewegen sich allerdings immer noch bei um die 100.000 Euro. Allerdings könnte es nun endlich eine Korrektur nach unten geben. Samsung habe vor, die Produktion zu optimieren. So wurden bisher für Micro LEDs separate RGB-Chips genutzt – jeweils für die Farben Rot, Grün und Blau. Nun will Samsung auf einen Chip für alle Farben setzen, was die Fertigungskosten erheblich senken könnte.

Wunderschön und unbezahlbar. Samsungs Micro LED TV mit Infinity Design
Wunderschön und unbezahlbar: Samsungs Micro LED TV mit Infinity Design

Zum einen wären die Chips dadurch größer und leichter an Bords anzubringen. Zum anderen solle sich dadurch die Ausbeute verbessern. Es werde weniger separate Schritte in der Produktion geben und Samsung spare daher erheblich bei der Herstellung. Das sollte dazu führen, dass Micro-LED-TVs endlich etwas günstiger werden. Wer nun allerdings auf Summen hofft, die mit aktuellen OLEDs gleichziehen, wird sich weiterhin gedulden müssen.

Micro LED: Die Preise fallen, die Technik bleibt aber teuer

Trotz sinkender Herstellungskosten wird Micro LED eine kostspielige Premium-Technik bleiben. Sollte man mit seinem neuen RGB-Chip erfolgreich sein, wären wohl auch RGBRGB-Lösungen denkbar – also sechts Pixel auf einem Multi-Die-Chip, was die Kosten weiter reduzieren würde. Magneten zur Anpassung der LED-Chips sind ebenfalls im Gespräch. Das seien aber die nächsten Schritte, die erst später folgen sollen.

Bei der Fertigung sei es eine Herausforderung die LED-Chips sicher auf den Boards anzubringen, denn wir reden hier über Mikrometer-Größen.

QUELLEThe Elec
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

6 KOMMENTARE

  1. MicroLED hat vergleichbare Probleme wie jeder Selbstleuchter, bei der die Pixel über Spannung zum leuchten gebracht werden und egal ob organisch oder anorganisch, jedes Leuchtmittel nutzt sich ab und bei Millionen von selbstleuchtenden Pixeln geschieht das zwangsweise auch ungleichmäßig.

    https://cdn.thomasnet.com/ccp/30731735/305315.pdf

    Zudem hat MicroLED das Problem der eingeschränkten Skalierbarkeit in der Pixelgröße. M.E. wird MicroLED deswegen kein Faktor für Consumer-TVs. OLED und ELQD wird MicroLED den Rang ablaufen, weil viel einfacher zu fertigen und auch hohe Auflösungen bei kleinen Zollgrößen kein Problem ist. Ohne ABL wird auch MicroLED als Consumer-TV-Gerät nicht auskommen. Der Hype um MicroLED ist absolut überzogen.

  2. Zitat:
    „So wurden bisher für Micro LEDs separate RGB-Chips genutzt – jeweils für die Farben Rot, Grün und Blau. Nun will Samsung auf einen Chip für alle Farben setzen, was die Fertigungskosten erheblich senken könnte.“

    Das wird aber zu Farbverlust führen, RGB LED können 100% BT2020,
    Wenn die jetzt auf 1 Chip umstellen können die von glück sprechen wenn die DCI Farbraum schafen (ca 70% BT2020)

    • Naja klar, aber wenigstens bewegt sich etwas….in ein paar Jahren können wir uns dann sowas auch in die Bude hängen!

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