LG ruft 60.000 OLED-Fernseher wegen Überhitzungproblemen zurück (Update)

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Unzählige OLED-Modelle von LG haben wohl mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen. LG ruft betroffene Geräte in Südkorea zurück
Unzählige OLED-Modelle von LG haben wohl mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen. LG ruft betroffene Geräte in Südkorea zurück

Wie mehrere Quellen Berichten, ruft LG Electronics in Südkorea rund 60.000 OLED Fernseher zurück, da diese Überhitzungsprobleme aufweisen können. Der Fehler soll im Rahmen eines Reparatur-Programms behoben werden.

Update I: Wir haben am Ende des Beitrages das aktuelle Statement von LG Electronics (gekürzt) angehängt. Dieses gibt im Groben die gleichen Informationen wieder, die bereits im ursprünglichen Artikel kommuniziert wurden.

Originalbeitrag: Rollt da etwa eine größere Rückruf-Aktion auf OLED-Besitzer in Deutschland zu? Wir hoffen mal nicht. Die Berichte, nachdem mehrere OLED-Fernseher aus den Modelljahren 2016 bis 2019 mit Überhitzungsproblemen zu kämpfen haben, konzentrieren sich bislang auf Südkorea. Berichtet hatte unter anderem das Nachrichtenportal YonHap News Agency. Unter den Geräten befinden sich auch Premium-Modelle wie der W9 Wallpaper TV oder der G8 OLED mit in den Glas-Standfuß integrierter Soundbar. Glücklicherweise scheinen die neusten Geräte aus dem 2020-Lineup (BX, CX, GX, WX, ZX) nicht betroffen zu sein. Zudem scheint das Problem nicht bei den 55 Zoll-Varianten oder der E-Serie (ab 2018) aufzutreten.

In der chinesischen Produktionsstätte sollen OLED-Panels, unter anderem wie dieses 48 Zoll Modell (CX) entstehen
OLED-Fernseher aus 2020 wie dieser 48 Zoll 4K OLED der CX-Serie bleiben von den Überhitzungsproblemen wohl verschont.

Die Rückruf-Aktion von LG Electronics läuft anscheinend bereits seit einigen Tagen, es sollen bereits um die 22.000 TV-Sets, die von diesem Problem betroffen waren, repariert worden sein. Laut Angaben von LG muss die Netzplatine ausgewechselt werden. Einzelne Komponenten können sich mit erhöhter Nutzungsdauer so abnutzen, dass es zu einem sogenannten „Stromüberlauf“ kommt. Wie sich dieser Fehler, sollte er auftreten, genau auswirkt, ist nicht bekannt. LG reagiert hier jedoch bereits im Voraus um die „Sicherheit des Kunden“ (Interview mit ZDNet) nicht zu gefährden. Hört sich also nicht wirklich nach einer Lappalie an. LG weist darauf hin, dass das Reparatur-Programm nur eine präventive Maßnahme darstellt. Es gäbe keine Anweisung irgendeiner staatlichen Institution oder Handelsorganisation, die diese Schritte notwendig machen.

Sind OLEDs in Deutschland betroffen?

Das ist natürlich die große Frage. Wir haben uns an hierfür an LG Electronics gewandt und warten derweil auf ein Statement des Unternehmens. Die Nachrichtenagentur YonHap schrieb, dass Fernseher in anderen Märkten nicht Ziel des Reparatur-Programms seien. Gegenüber dem Technik-Portal „The Verge“ gab LG jedoch an, dass das Unternehmen auch andere Märkte nach genau diesen Problemen untersuchen wird. Es ist also gut möglich, dass LG auch Modelle die in Europa, respektive Deutschland, verkauft wurden für eine Reparatur zurückruft. Wir halten euch bei diesem Thema auf dem Laufenden. Betroffen sind aktuell diese Modelle:

OLED-Modelle mit Überhitzungsproblemen:

  • OLED65E6
  • OLED65G6
  • OLED77G6
  • OLED65B7
  • OLED65C7
  • OLED65E7
  • OLED65G7
  • OLED65W7
  • OLED77G7
  • OLED77W7
  • OLED65G8
  • OLED65W8
  • OLED77C8
  • OLED77W8
  • OLED65W9
  • OLED77B9
  • OLED77C9
  • OLED77W9

Offizielles Statement von LG Electronics

LG Electronics hat ein freiwilliges Austauschprogramm ins Leben gerufen, um eine fehlerhafte TV-Komponente zu tauschen, die in insgesamt 18 TV-Modellen zum Einsatz kommt. Die auf der Netzteilplatine verbaute Komponente ist dafür zuständig, um elektrisches Rauschen zu reduzieren. Einige dieser Komponenten können aufgrund eines Defekts im Filmabscheidungsmembran überhitzen.

Rund 60.000 Geräte in Südkorea könnten von diesem Problem betroffen sein. Obwohl die Ausfallrate sehr gering ist, hat die Sicherheit der Kunden bei LG größstmöglichen Stellenwert. Deshalb hat LG ein freiwilliges Austauschprogramm initiiert, das all jene TV-Modelle umfasst, bei denen diese Komponente verbaut wurde. Von den 60.000 betroffenen Geräten wurden 22.000 bereits gewartet.

„Auf die größtmögliche Sicherheit unserer Kunden bedacht, unterziehen wir unsere Produkte einer gründlichen Untersuchung. Sobald diese Untersuchung abgeschlossen ist, werden wir weitere Informationen bereitstellen.“

28 KOMMENTARE

  1. Hallo. Also ich bin von meinen Oled 65C9 schon nicht kanns zufrieden.
    das 4k bild ist sehr gut so wie es sein soll aber die TV Bilder sind in der Auflösung nicht gut
    bei meinen alte HD TV waren die viel brillanter dargestellt. das hat nichts mit der ganzen Einstellung zutun. laut LG ist das die Auflösung der Sender. Aber mein alter TV hat die Bilder nun mal besser dargestellt.

  2. Ich habe im Mai 2017 einen OLED55B6D gekauft. Nach ca. 1 1/2 Jahren hat er mitten im Bild einen grünen Fleck bekommen. Dieser war aber nur sichtbar, bei gelbem Hintergrund, oder bei blonden Haaren…. Im April habe ich den Kundenservice angeschrieben. Die haben mir geschrieben, dass es außerhalb der Garantie liegt.
    Antwort:
    Wir müssten den Bildschirm austauschen, die Kosten hierfür wären:
    49,00 Arbeit
    60,00 Fahrt
    890,69 OLED-Panel
    189,94 MWST
    1189,63€ Reparaturpreis

    • Bei anderthalb Jahren lägst du aber noch in der Gewährleistung, da wäre es sinnvoll sich an den Händler zu wenden.

      • Nicht nur in der Gewährleistung.
        Auch in der Garantie.
        Die Gewährleistung wäre in dem Fall wohl die schlechtere Wahl,
        da die Beweislastumkehr ja mittlerweile greifen würde. Und wenn es nicht gerade Amazon ist, stellen sich da viele Unternehmen dann an.

  3. Bei meinem OLED 77C9PLA habe ich bei einigen Sendern zeitweise kurz eingefrorene, verpixelte Bilder. Laut LG Hotline liegt es an die zu starke Signalstärke, die meine 80 cm Sat-Schüssel dem Tuner des TV zukommen lässt, weil ASTRA das Signal u.a. für Wohnwagen, etc. verstärkt haben soll. Auf Anraten von LG habe ich mir 2 Sat-Dämpfungsregler bestellt, die ich in beiden Sat-Eingängen (Twin-Tuner) zwischenschalten werde. Damit kann ich die aktuelle Signalstärke von -45 dBm auf die für den TV besseren -55 bis -65 dBm herunter regeln. Die Bildqualität soll sich dadurch nicht verschlechtern, aber das Problem der zeitweiligen Pixelbildung, bzw. Einfrierung des Bildes soll damit behoben sein. Die Überprüfung des Status eines LG TV und die RF-Stärke kann über Schnellzugriff (Taste 9 länger drücken) diagnostiziert, bzw. festgestellt werden.

  4. Na da bin ich ja mit meinem 55″C8 mal draußen, vorerst.
    Gibt mir aber doch zu überlegen bzw. zu bedenken, da ich im Herbst eigentlich einen größeren OLED von LG kaufen wollte, ob ich das jetzt doch mache.
    Mal am Rande, wo gibt es denn die B-Serie in 77″? Soweit ich weiß gibt 77 nur bei C, G und W.

    • Die 2020er TVs sind ja explizit nicht betroffen. Und noch heißt es ja sogar, dass nur Geräte im Südkoreanischen Markt betroffen sind. Von daher…
      Was die B-Serie in 77″ angeht, gibt es die Kombination wohl nur in einigen Ländern. In Österreich bspw.:
      https://www.lg.com/at/tv/lg-OLED77B9PLA

      Ansonsten sei wohl erwähnt, dass es zumindest für mich ein Grund mehr LG zu kaufen. Irgendwelche Hardwarefehler können bei jedem Hersteller mal auftreten. Aber als Hersteller dann von sich aus schon entsprechende Schritte einzuleiten, noch bevor überhaupt etwas passiert ist… Das ist dann zumindest aus meiner Sicht schon eine gute Eigenschaft. Da gibt es auch ganz andere Hersteller, die sowas dann auch noch verschweigen oder den Fehler auf den Kunden schieben.

  5. Mir sind die letzten Tage auch aufgefallen dass der Bildschirm richtig heiss war . Nach ein paar Stunden. Modell LG oled65B8lla

  6. Hm, jetzt bin ich erst mal froh, dass ich mir den OLED48CX noch nicht gekauft habe, auch wenn das Problem den scheinbar nicht betrifft.
    Wie es aussieht, gilt die Bergmannsche Regel auch für technische Geräte. Ein Glück.

  7. Zum Glück hab ich meinen C7 schon längst veräußert 😀

    Natürlich bescheiden sowas und kosten Unmengen an Geld, so eine Endkundenreparatur.

    • Sollten sich die Probleme auch doch in Deutschland bzw. dem restlichen Teil der Welt zeigen, dann schicken sie halt 2 Techniker los und die tauschen dir dann das Netzteil aus und gut. Ist ne Sache von nicht mal 10 Minuten für die Techniker. Kein großes Ding. Kostet halt ordentlich Kohle für LG. Aber das kann einem als Endkunde dann ja relativ egal sein. Die Marge bei TV-Geräten ist ja groß genug.

    • Das Überhitzungsproblem ist wohl so definiert, das es sich um ein Filter handelt, welches durch Überstrom anfängt zu brennen. Dann ist das Safety relevant und ernst zu nehmen.
      Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

  8. Wie stellt das Überhitzungsproblem dar?
    Ich habe auf meinem LG E6 (OLED65E6V) tatsächlich in den letzten Tagen zweimal das Phänomen gehabt, das alle Bewegtbilder total verpixelt waren, nur die Menus waren wie immer.
    Ein Neustart des Gerätes hat jeweils Abhilfe geschaffen.

    • Wie im Beitrag angemerkt, weiß man nicht wie sich das Problem genau darstellt. Kommt natürlich darauf an, von welcher Quelle du die Bewegtbilder einspielst. Zudem nimmt die Verpixelung bei Zunahme der Bewegung bedingt durch den Codec natürlich zu.

      • Hallo, ich habe meinen LG OLED 65E6 seit Ende März 2017 und der läuft im Durchschnitt täglich mindestens 2 – 3 Stunden, im Winter auch oft viel länger. Bisher habe ich noch keinerlei Fehler entdeckt, auch keinerlei Einbrenneffekte, da ich mit am PC selbst gemachten Testbildern in den 3 Grundfarben und verschiedenen Helligkeiten ab und an mal teste. Verpixelte Bilder könnten bei Kabelanschluss und Streamingdiensten schon mal auftreten. Wenn dies aber beim Satelliten-TV auch passiert und das bei verschiedenen Sendern, dann kann man davon ausgehen, dass der eigene OLED evtl. doch diesen Fehler haben könnte. Bisher war dies bei mir noch nie der Fall. Aber man weiß ja nie, ob es nicht doch passieren wird?

        • Bei Sat Empfang kann das Bild genau so verpixeln.
          Die senden ja auch mit einem Codec ála H.264 oder H.265 ^__^

    • Was du beschreibst kann auch ein HDMI-Problem sein, was dann auch erklären würde, dass die Menüs normal geblieben sind. Kann also auch einfach das Kabel defekt sein. Das würde ich als erstes mal probehalber wechseln.

    • Ich beziehe mich auf meinen Eintrag vom 24.07.20. Der Einsatz von den Satelitten-Dämpfungsreglern hat geholfen. Seitdem keine Pixel bzw. Bildeinfrierung mehr sichtbar. Ich hatte vor dem LG OLED 77C9PLA auch einen LG OLED 65E6V, der auch das Problem der zeitweiligen Verpixelung hatte. Sat-Dämpfungsregler zwischen Sat-Dose und Sat-Antennenkabel zwischenschalten, Signalstärke zwischen -55 dBm und 65 dBm herunterregeln und das Problem ist gelöst. Alle Sender haben eine Signalqualität von 100 %, obwohl die Signalstärke manchmal nur noch ca. 50 % anzeigt. Kosten des Sat-Dämpfungsreglers ca. 11,- € bei Amazon.

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