LGs 163 Zoll 4K MicroLED-TV soll „bald“ in den Handel kommen

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LG MiroLED TV auf der IFA 2018
LG MiroLED TV auf der IFA 2018

LG Electronics möchte seinen ersten kommerziellen 4K MicroLED TV „bald“ in den Handel bringen. Das 163 Zoll Monstrum wird aber für die wenigsten erschwinglich sein. 

Bereits seit mehreren Jahren begleitet uns die MicroLED-Technologie. Unsere Erfahrungen beschränken sich aber meist auf größere Messen oder Roadshows, an denen die vielversprechende Displaytechnologie meist prominent präsentiert wird. Aus privaten Haushalten hält sich MicroLED immer noch zurück. Bislang ist uns auch nur eine Premium-Variante von Samsungs „The Wall“ TV bekannt, der derzeit käuflich erworben werden könnte. Das soll sich laut Informationen von LG jedoch „bald“ ändern. Das Unternehmen plant einen zeitnahen Marktstart für seinen 163 Zoll 4K MicroLED-TV.

1.200 nits maximale Helligkeit

„Bald“ ist hier jedoch ein dehnbarer Begriff. Mitbewerber Samsung kündigt die innovative Displaytechnologie bereits seit Anfang 2018 an. Eine verfügbare und vor allem bezahlbare Variante konnten wir jedoch noch nirgends entdecken. Und bis es wirklich so weit ist, vertröstet uns LG mit vielversprechenden Spezifikationen. Jeder Pixel des Displays besteht wiederum aus drei LED-Subpixeln (Rot, Grün, Blau), die ihr eigenes Licht emittieren. Die Technologie ist von der Funktionsweise also ähnlich wie OLED. Die maximale Helligkeit soll bei rund 1.200 nits liegen, die typische, also durchschnittliche Helligkeit bei rund 600 nits. Die durchschnittliche Helligkeit bei OLEDs liegt im Übrigen bei 120-200 nits, bei großflächigen, hellen Darstellungen.

Der LG MicroLED TV besteht aus solchen Modulen die zusammengesteckt werden.
Der LG MicroLED TV besteht aus solchen Modulen die zusammengesteckt werden.

LG MicroLED TV ab August 2020?

Das Kontrastverhältnis ist mit 100.000:1 angegeben, der Schwarzwert mit 0.01 nits. Heimkino-Fans bekommen bei diesen Werten sicherlich feuchte Augen. Wie firmennahe Quellen gegenüber MicroLED-Info und LEDinside berichtet haben, soll die Auslieferung in ausgewählten Märkten (womöglich Südkorea) bereits im August 2020 beginnen. Ab wann der MicroLED TV, oder besser gesagt die „Leinwand“, hierzulande erworben werden kann, steht noch in den Sternen.

Wie die meisten neuen Displaytechnologien sind die Anschaffungskosten für die ersten Geräte sehr hoch. Laut IHS Markit ist in den nächsten Jahren ein deutlicher Anstieg in diesem neuen Marktsegment zu erwarten. Für den Massenmarkt, sprich bezahlbare Modelle in „normalen“ Größen, soll es demnach erst ab 2026 geben.

10 KOMMENTARE

  1. Zum Thema Kontrast: Wenn ein MicroLED oder OLED nicht leuchten, sind diese dunkel. Was misst man dann für einen Schwarzwert?
    Wie bekommt man dann das CR heraus?
    Ist der CR dann überhaupt noch aussagekräftig?
    Klar, man kann messen und den angezeigten Wert ablesen und sagen, das ist der Schwarzwert. Bloß, dieser wird bei Schwarz (OLED oder MicroLED) je Analyser mal 3 Stellen oder 4 und beim CS2000A sogar 5 Stellen hinter dem Komma einen Wert anzeigen. Gut für das Marketing unsinnig aus technischer Sicht. Nits war früher mal. Heute heißt das cd/m^2!

    • In viel frühern Posts schreib ich immer wieder. Micro led wird erst ab 2025 kauftechnisch interessant aber keiner will es glauben. falkit hat recht. Solche leute liebt die industrie die laufend sich neue tvs kaufen wegen irgendeinem neuen marketing scheiss. Da kaufen ich mir lieber einmal das top gerät und hab
      dann ruhe bis zum nächsten sinnvollen step…

      • Ich finde nicht, dass Heimkinofreak recht hat.
        Bei uns ist es eigentlich Standart, sich alle 5 Jahre einen neuen TV zu gönnen. Immer die nächst Großer Variante. Wenn Oled TVs mit 77 Zoll Diagonale auf ca. 3500€ fallen, vielleicht sogar mal eher also später.
        Warum sollte man auf die Qualität verzichten wollen, wenn man Home Entertainmend oder Gaming als Hobby hat? Würde ja bedeutden man solle Jahrelang überholte Technik oder winzige Diagonalen verwenden.
        Aber soll jeder so machen wie er will, finde es nur unnötig wenn jemand penetrant versucht etwas madig zu reden.

        MicroLEDs sind wirklich interessant, aber wie schon erwähnt wurde, ist es vor allem die Effiziens und derzeitige Größe die ein Hindernis darstellen – solange der Pixelpitch nicht verkleinert werden kann, nur für ambitionierte Kino Projekte relevant. Man kann das auch mit keiner Projektor Installation vergleichen – die Abwärme ist wirklich ein Problem – je enger beieinander, desto schwieriger wird es ein lautloses System zu kreieren.
        Ist ja für den Privatgebrauch schon nicht unerheblich.

        Viele Grüße
        Gamer51

  2. Ich sag mal 65.000€

    Bin auf Zahlreiche Youtube Videos gespannt wie sich die Technik final schlägt.

    • 65k…haha…träum weiter.

      Und dann noch die Investition in die potente Klimaanlage, damit der Raum nicht zur Sauna wird.

      Die Betriebskostenstunde wird dann auch geil. Zumindest erspart man sich im Winter die Heizung.

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