Media-Saturn steht massiver Stellenabbau bevor – bis zu 700 Stellen

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Bei Media Markt und Saturn sollen bis zu 700 Stellen gestrichen werden
Bei Media Markt und Saturn sollen bis zu 700 Stellen gestrichen werden
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Wie mehrere Medien berichten, steht in der Ingolstädter Zentrale der Media-Saturn Holding ein massiver Stellenabbau bevor. 700 der rund 3.000 Mitarbeiter könnten von den Kosteneinsparungen betroffen sein. 


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Bei der Anzahl der Stellen solle es sich jedoch noch um spekulative Zahlen handeln. Das Ausmaß könnte somit noch drastischer ausfallen. Für die Kollegen der MSH kann man nur hoffen das die ersten Meldungen überzogen sind. Man kann sich jedoch vorstellen, wie sich viele der Mitarbeiter fühlen müssen, die eigentlich nur darauf warten bis der nächste Stellenabbau vollzogen wird. Grund für die Sanierungspläne sind die schwachen Gewinne, die das Unternehmen in 2018 eingefahren hat. Gerade mal 23 Millionen Euro konnte man erwirtschaften. Ein herber Rückgang im Vergleich zu 2017 das mit einem Gewinn von 206 Millionen abgeschlossen werden konnte.

Noch mehr Aktionspreise?

Der Hauptaktionär Ceconomy möchte daraus Konsequenzen ziehen die von der Führung der Media-Saturn Holding, dem Spanier Ferran Reverter, umgesetzt werden sollen. Im ersten Schritt soll die Zentrale in Ingolstadt ausgedünnt werden. Ob auch Personal in den Elektro-Märkten betroffen ist, dazu gibt es bisher noch keine Angaben. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Filialen von den Umbaumaßnahmen verschont bleiben. Nach dem Vorbild der US-Kette Best Buy soll es zukünftig mehr Aktionspreise geben. Noch mehr Aktionspreise? Anscheinend reichen die täglichen und wöchentlichen Aktionen die parallel zu den digitalen Flyern verteilt werden nicht.

Sortiment soll ausgedünnt werden

Das Dauersortiment soll eingedampft werden. Zukünftig sollen also nicht mehr 40 TV-Modelle und 30 Waschmaschinen in den Filialen zur Auswahl stehen, sondern ein „Best-Of“ des jeweiligen Sortiments. Die dadurch frei werdende Platz soll zu Aktionsflächen für Markenherstellern wie Apple oder Samsung umgewandelt werden. Die Shop-in-Shop Systeme sollen von den Herstellern komplett selbst betreut und bestückt werden. Somit wird auch weniger Kapital ans Lager gebunden.

Ein später Online-Start

Die Fehler der Vergangenheit holt die Media-Saturn Holding jetzt ein. Die Technik-Märkte liefen Jahrzehnte gut und waren für Kunden die erste Adresse um sich mit aktueller Technik, Medien und Schnäppchen einzudecken. Als der Boom im Online-Handel begann, war weder Media Markt noch Saturn am Start. Unternehmen wie Otto oder Weltbild hatten bereits seit Jahren eine Online-Präsenz, selbst das US-Unternehmen Amazon startete bereits 1998 in Deutschland. Nach einem holperigen Start konnte erstmals Anfang 2011 im Saturn.de-Shop bestellt werden. Auf Mediamarkt.de musste man ein Jahr länger warten. Der Vorsprung in puncto E-Commerce war einfach nicht mehr einzuholen und eine gesunde Symbiose von Filialen und Online konnte sich nicht einstellen. Zudem war Amazon schon zu groß und Konterte jede Aktion mit gleichen oder noch besseren Preisen. Naja am Ende müssen es wieder die ausbaden, die es nicht zu verantworten haben.

Media-Saturn steht massiver Stellenabbau bevor – bis zu 700 Stellen
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11 KOMMENTARE

  1. die komertare über andre (CJUSER ) ist unter aller sau.statt über das thema zu reden zieht man andere her.man glaubt im internet alles zu sagen zu können, das kann ich auch aud dieses tiefe n.respeckt über andere und sich selber wenn mir deutschkenntnisse fehlen fehlen andre gesunderen menschen verstand

  2. Kein Wunder, wenn man billigere Onlinepreiss hat als Ladenpreise! Nur durch Nachfrage bekommt man den Onlinepreis!!! Die Leute lassen sich nun mal nicht verarschen, und kaufen dann lieber gleich bei Amazon!

  3. Mir kommen die Tränen, wenn die mittleren Totengräber des Einzelhandels von den Big Player Totengräbern begraben werden.

    Und die Kundschaft schaufelt fleißig weiter….ihr eigenes Grab. Irre Welt.

  4. Wenn ich schon sehe, dass in einer mittelgroßen Stadt beide Ketten vertreten sind, frage ich mich echt, was daran effektiv sein soll. Aus beiden Ketten erstmal eine machen und vor allem Personal aus den Führungsetagen rausschmeißen. Und da die Gewinne so gering waren, eben auch OHNE Boni!… wäre zu schön, wenn das wahr werden würde 😉

    • Es war ja mal so angedacht, dass Saturn in den Stadtzentren vertreten ist und Media Markt am Stadtrand in der Nähe von Autobahnen o.Ä., siehe Erfurt. Nachdem diese Regel aber offensichtlich aufgeweicht wurde, siehe Leipzig Hbf / Brühl, machen sie sich natürlich gegenseitig Konkurrenz.

      Ohne Boni wird leider nicht gehen, wenn der Arbeitsvertrag das so vorsieht. Sie könnten nur freiwillig darauf verzichten. Und mal ehrlich, der Prozentsatz in leitenden Positionen, der so etwas macht, ist verschwindend gering.

  5. Überrascht micht nicht. Den Eiertanz den man aufführen muss wenn man mal etwas umtauschen/zurückgeben möchte mach ich nicht nochmal mit.
    Schon überraschend, dass man im Internet besseren Service als vor Ort bekommt.

  6. Ist ja schon seit Jahren bekannt und der neue Chef darf nun Zwangsweise „aufräumen“. Saturn wird so sicher auch nicht mehr lange existieren und schlussendlich in Media-Markt integriert/umbenannt. War ja erst vor 2 Wochen wieder im Media-Markt, man sieht hier eben sofort die enorm hohen Personalkosten und dann wissen diese teilweise nicht mal viel über ihren „Fachbereich“.

  7. war sehr guter kunde bei mir von media markt,das hat sich geändert schlechter serv.liederung zuteuer und langsam jetz kaufe ich elektro at.nur noch im internet mit suchmaschine fast immer umsonstlieferung und immer günstiger informiere mich durch fachzeritschr. ist besser als das personal vor ort ( UNFREUNDLICH-KEINE WISSEN,sollte man nicht stören ausser wenige ausnahmen ) ohne internet kein strem.dienste netflix-prime video. und co wer su spät kommt (INTERNET ) bestraft das leben.videoteken schon tot. tv und kino und andere geschäfte weden langsam sterben.fluch und segen

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