PlayStation 5 & Xbox Series X: Lieferengpässe wohl bis Anfang 2023

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Die Next-Generation-Konsolen werden noch lange schwer zu bekommen sein.
Die Next-Generation-Konsolen werden noch lange schwer zu bekommen sein.

Die PlayStation 5 und Xbox Series X könnten noch bis Anfang 2023 weitgehend vergriffen bleiben. Das hat der Zulieferer Toshiba nun offiziell bestätigt.

So bestätigte die Führung Toshibas gegenüber Investoren und Medienvertretern, dass man Probleme habe, ausreichend Power-Chips zu liefern. Eigentlich sind die Leistungshalbleiter eine relativ einfach produzierbare Komponente. Doch die Ausfälle der Corona-Krise gekoppelt mit einer enorm gestiegenen Nachfrage und Knappheit bei den notwendigen Materialien setzten Toshiba unter Druck. Laut Sprechern des Unternehmens sei man mit Langzeitverpflichtungen überhäuft und müsse bereits harte Prioritäten setzen.

Das bedeutet, dass Toshiba zunächst bevorzugt jene Partner beliefert, die sonst ohne die Power-Chips komplett die Produktion lahmlegen müssten. Auch die Autoindustrie versucht man in den Fokus zu nehmen. Die größten Forderungen kämen derzeit aber von den Konsolenherstellern. Täglich kommuniziere man mit jenen. Ein bestimmtes Unternehmen, das man nicht konkret nennen möchte, bot bereits an sein Board-Design anzupassen, damit zumindest weniger Komponenten notwendig seien.

Die Xbox Series X liefert massive Leistung.
Die Xbox Series X wird weiter schwer zu bekommen sein.

Problem für die Konsolenhersteller: Sie können die Designs ihrer Geräte nicht einfach ändern und sind ebenfalls auf die Power-Chips von Toshiba angewiesen. Würden sie auf einen anderen Zulieferer ausweichen, müssten die Konsolen erneut zertifiziert werden und etwa Sicherheitstests durchlaufen, weil es sich hier um Komponenten für die Strom- bzw. Spannungsversorgung dreht. Laut Toshiba wisse man, dass man derzeit seine Partner nicht voll zufriedenstellen könne und bedauere die Lage enorm.

Toshiba investiert massiv in den Ausbau der Fertigung

Toshiba will nun bis März 2024 ca. 545 Mio. US-Dollar in die Erhöhung des Outputs von Leistungshalbleitern investieren. Man glaubt, dass sich dies langfristig tragen werde. Denn auch nachdem man die Ausfälle der Pandemie aufgeholt habe, werde die Nachfrage nach Ansicht des Unternehmens enorm bleiben. Aktuell sehe es aber eben so aus, dass man wohl bis Ende 2022 mit Lieferengpässen zu tun haben werde. In einigen Fällen, zu denen vermutlich wohl auch die PlayStation 5 und Xbox Series X zählen, werde es bis Anfang 2023 dauern, bis sich die Lage beruhige.

Die Sony PlayStation 5 ist zwar nicht schön, aber dafür selten
Die Sony PlayStation 5 bleibt vorerst rar.

Betroffen sind davon nicht nur die Konsolen und die bereits genannte Autoindustrie, sondern etwa auch Hersteller von Unterhaltungselektronik und industriellen Maschinen. Das Resultat ist, dass es wohl auch 2022 schwierig bleiben wird, eine PS5 oder Xbox Series X zu ergattern. Das hatte sich in der Vergangenheit ja leider schon abgezeichnet.

QUELLEBloomberg
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

12 KOMMENTARE

  1. Na dann bin ich froh dass ich eine seit Mai habe, sowie konnte ich im Juni noch zwei weitere meinem Bruder und dem Schwager besorgen.
    Aber dass sich die Situation bis 2023 nicht bessert ist echt krass. Doch Sony und MS werden sicher irgendwelche Bauteile durch billige ersetzen oder ganz weg lassen um die Produktion weiter zu erhöhen.
    Man sieht ja schon an Sony dass es jetzt mehr Konsolen gibt, seit dem die Kupferplatte weg gelassen wurde und das WLAN Modul verändert wurde.

    • Da denkst du aber ein Stück weit zu simpel. Und eine vermeintlich höhere Verfügbarkeit auf die neue Revision zu schieben ist haltlos.
      Die Hauptlieferengpässe liegen im Bereich der Computer-Chips, die nicht einfach so mal ersetzt werden können. Das beschreibt auch dieser Artikel hier.
      Also wenn AMD die APUs nicht liefern kann, dann ist das so ohne Alternative.
      Da kann man noch so viel Kupfer oder Plastik einsparen, ohne an der Lieferproblematik etwas zu ändern.

  2. Gut das ich Series X und Ps5 seit dem Launch habe. Trotzdem krass wie diese Krise zustande gekommen ist.
    Und am 15 November zieht die Halo Limited Edition ein.
    Momentan sind Konsolen echt ne Wertanlage.

  3. Hatte zumindest Glück die Xbox Series X Halo Edition vorbestellen zu können. Hoffe Microsoft hat die limitierte Menge bis 15. November einkalkuliert.

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