„Preis-Schweinerei“ beim Prime-Day: Wer zu früh kauft, spart ggf. weniger

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Artikel wie der Philips 55OLED705 wurden innerhalb des Prime Days nochmals um 50€ im Preis gesenkt
Artikel wie der Philips 55OLED705 wurden innerhalb des Prime Days nochmals um 50€ im Preis gesenkt

Der Amazon Prime Day liefert Prime-Abonnenten Vorteilangebote zum teils „unschlagbaren“ Preis. Doch treue Kunden, die zu früh kaufen, zahlen unter Umständen mehr.

Also ich würde persönlich meinen, dass die Angebote am Prime Day von Jahr zu Jahr unattraktiver werden. Vor ein paar Jahren durfte man noch richtige Preisbrecher und große Aktionen, vor allem bei Medien und Unterhaltungselektronik, erwarten. Dagegen ist die Auswahl in diesem (und auch im letzten Jahr) eher mau (korrigiert mich gerne in den Kommentaren, wenn ihr das anders seht). Ja, wir haben viele Schnäppchen entdeckt, bei denen man mit scheinbar gutem Gewissen zugreifen kann, aber wer sich z.B. gestern für hochwertige Produkte aus dem TV-Segment entschieden hat, sollte heute nochmals den Preis prüfen!

Hier geht es zu den Prime Day Angeboten

Uns ist bei mehreren TV-Geräten aufgefallen, dass Top-Angebote am 21. Juni (Montag) am heutigen Dienstag (22. Juni) noch günstiger ausfallen. Beispiel gefällig? Der Philips 55OLED705, ein 4K OLED TV mit 55 Zoll wurde zu Beginn der Aktion für 949 Euro angeboten. Jetzt kostet das Modell nur noch 899 Euro! Genauso beim beliebten LG 4K OLED TV der B1-Modellreihe (2021). Gestern wurde die 55-Zoll-Variante noch für 1.199 Euro präsentiert. Heute sind es 1.139 Euro. Wer also als treuer Kunde die Vorteils-Angebote bereist am ersten Prime-Day genutzt hat, zahlt unter anderem mehr, als diejenigen, die (aus welchen Gründen auch immer) erste heute zuschlagen. Wir und die Kunden haben und können gar nicht alle Preise im Blick haben. Es liegt jedoch nahe, dass diese Beispiele keine Einzelfälle sind.

Amazon reduziert Preise in mehreren Stufen

Ich verstehe natürlich, dass die Preise im Online-Handel lebendig sind, jedoch leuchtet es mir nicht ein, dass man bei einer solchen Aktion, die ja speziell für Prime-Mitglieder ausgelegt ist, in mehreren Stufen den Preis nach unten korrigiert. Meiner Auffassung nach, sollte es auch egal sein, ob ein Mitbewerber den Preis matcht oder ob die Verkäufe des jeweiligen Artikels nicht zufriedenstellend sind. Richtig wäre es gewesen, bei diesen Produkten gleich den bestmöglichen Preis abzubilden!

Kundenservice kontaktieren

Rechtlich gibt es Amazon natürlich nichts vorzuwerfen, aber den „Verpflichtungen“ gegenüber seinen treuen Kunden (zu denen zähle ich einmal Prime-Abonnenten) kommt man so sicherlich nicht nach. Solltet ihr etwas Kostspieliges bei Amazon im Rahmen des Prime Day bestellt haben, checkt doch heute nochmals den Preis. Sollte dieser günstiger ausfallen, schreibt doch den Kundenservice an und verlangt eine Angleichung des Preises.

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15 KOMMENTARE

  1. Naja Bei sperrigen Produkten ist es blöd, da die Retour aufwendig ist.

    Hatte das schon mehrfach, zwar nicht direkt am Prime Day, der wie hier beschrieben nur noch Quark ist. Einzig Amazon eigen Produkte sind günstig zu haben, vieles andere ist meist auch wo anderes oft billig zu haben.

    Ich hatte vor ein Paar Jahren etwas gekauft, was dann eine Woche Später bei Amazon selbst gut 25 % billiger war. Bei 500 Euro ist das nicht wenig.
    Hatte da auf Preis Anpassung gefragt.
    Und dort wurde mir dann gesagt das es nicht ginge.
    Aber, ich solle das Produkt einfach im Sale kaufen, den älteren Artikel zurück geben (stornieren) sobald das Sale Produkte da ist und das dann einfach zurück schicken.

    Vor kurzen wieder gehabt, vor Ostern ist mein Tablet Kaput gegangen.
    Neues gekauft . 2 Wochen Später zu Ostern war es dann für über 100 Euro billiger zu haben.
    Im Sale bestellt–> Am nächsten Tag angenommen –> Retour ausgedruckt. Paket geöffnet um den Zettel rein zu packen –> zu gemacht –> Packstation und fertig. für mich 10 min Arbeit.

  2. „„Preis-Schweinerei“ beim Prime-Day: Wer zu früh kauft, spart ggf. wenige“

    Seltsame Anspruchshaltung. Niemand hat ein RECHT auf ein bestimmtes Angebot. Der Händler ist (im Rahmen) frei in seiner Preisgestaltung. Wer bei diesem (miesen) Spiel mitspielt muss sich nicht beschweren wenn er/sie verarscht wird.

    • Habe ich auch im Beitrag angemerkt, dass Amazon seine Preise gestalten kann wie er möchte. Aber wenn z.B. dein Mobilfunkanbieter auf dich zukommt und sagt hey, wir haben für dich treuen Kunden ein neues Angebot du sparst damit 5€ im Monat ohne irgendwelche Haken und du sagst zu, und am Folgetag siehst das gleiche Angebot bei besagtem Mobilfunkanbieter nicht nur um 5€ sondern um 10€ günstiger, würdest du dir da nicht an den Kopf greifen?

  3. Auch Amazon kann halt nicht zaubern und nicht dauerhaft Klamotten mit fett Minus raushauen.
    In den ersten 1-2 Jahren hat man das gemacht, um den Status und die „Qualität“ von Prime Day & Co. in den Köpfen zu etablieren.
    Mittlerweile ist es das, was solche Aktionen bei allen Händlern sind:
    Abverkaufsaktionen von Ladenhütern, die nicht wirklich gut laufen, um das Lager leer zu bekommen und die Altware loszuwerden.
    Und was sich halt bis zum Schluss auch in reduzierter Form noch nicht genug bewegt hat, wird halt nochmal reduziert.
    Kennt man ebenfalls seit Jahrzehnten vom Schlussverkauf („Jetzt nochmal X% auch auf bereits reduzierte Ware“).
    Amazon ist nicht die Wohlfahrt und auch nur ein Händler, der ebenfalls normalen marktwirtschaftlichen Problemen unterliegt (in diesem Fall hoher Bestand an Alt- und Restware), die er irgendwie lösen muss.
    Um solche Aktionen etwas attraktiver wirken zu lassen, wird hier und da auch in Maßen Frisch- oder Rennerware eingestreut, damit der Kunde das Gefühl hat, dass es sich lohnt „nach Schnäppchen zu stöbern“ – und dabei dann hoffentlich auch genug Problemware (aus Amazon’s Sicht) mitkauft.
    Wer glaubt, Amazon (oder irgendein Händler) macht solche Aktionen, weil sie sich gewinntechnisch lohnen oder weil sie den armen Kunden einfach mal was Gutes tun wollen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

        • Ich habe ihn schon komplett gelesen. Deswegen ja auch meine Frage, wie der in den Kontext des Artikels passen soll.

            • Dein Kommentar bezieht sich doch mehr als eindeutig auf Aussagen von wegen „Die Angebote beim Prime Day sind eh schlecht“.

              In dem Artikel geht es aber ganz konkret darum, dass an Tag 1 vom Prime Day ein Artikel bspw. 50 Euroanstatt 80 Euro kostet. Die Leute also wegen des tollen Rabattes zuschlagen. An Tag 2 des Prime Days gibt es aber den gleichen Artikel dann nochmals stärker reduziert für 45 Euro anstatt 50 Euro.

              Also erneut die Frage: Wie passt dein Kommentar hier rein. Oder willst du dich einfach allgemein über die ständigen „Kritiken“ äußern, wonach die Prime Days keine guten Angebote haben? Da wäre aber der andere Beitrag wohl sinnvoller als Diskussionsort.

    • Verstehe den Kommentar auch nicht. Liest sich nicht so, als hättest du den Beitrag gelesen. Wie Kater schon erörtert hatte ging es mir darum, dass Leute am ersten Tag bei Angebot xy zuschlagen und dann wird das gleiche Produkt am Folgetag noch günstiger… Und das bei der „Nur für euch lieben Prime Abonnenten“-Aktion.

  4. Schön, dass ihr darüber berichtet.

    Auch ich bin von von einem solchen Fall betroffen. Ich hatte dann per Chat dem Kundenservice geschrieben, dabei kam nur eine 0815-Standartantwort, dass sich Preise halt von Zeit zu Zeit ändern und nur die Stornierung übrig bleibt. Später hatte ich dann noch per Tel. angerufen, und dort wurde mir genau das gesagt, was Schmuserkadser auch meinte. Es komme in 7-10 Tage eine automatisierte Rückerstattung, sofern sich Kunden melden.

    Auch wenn das gut zu hören ist, finde ich die Kommunikation alles andere als transparent. Leider ist Amazon wohl zu groß, als dass man hier Optimierungsbedarf sieht.

  5. Hmmm bin das nur ich oder empfinden das auch andere als fragwürdig, wenn man in einem Artikel über die Rabattaktion eines Händlers mit dem moralischen Zeigefinger wettert, während man zugleich sogar zwei Links zu besagter Aktion in selbigen Artikel packt, sodass man selbst sogar noch monetär dafür belohnt wird, wenn Leute diese kritisch zusehende Aktion nutzen?
    Man kritisiert also Amazon für etwas, von dessen erzielten Gewinn man aber gleichzeitig ein Stück vom Kuchen abhaben möchte … moralisch nicht ganz einwandfrei, oder?

  6. Kann aber auch genauso gut nach hinten losgehen, wollte mir gestern Abend was bestellen, das war schon nicht mehr zum reduzierten Preis zu haben. Mit einem weiteren Artikel den ich zum Glück gleich ergattern konnte genauso.

  7. Hatte ich damals auch mal.
    Da kam kurze Zeit später eine
    automatisierte Mail von Amazon, dass sie
    den Preis nachträglich angepasst haben und mir die Differenz erstatten.

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