QD-OLED: Samsung bezieht Stellung zu den Problemen der Technologie

Es gibt aktuell emsige Diskussionen um die Qualität der QD-OLED-Displays von Samsung. Nun hat der Hersteller selbst zu den Kontroversen Stellung bezogen.


Worum geht es? Unter anderem hatten die Kollegen von Heise den QD-OLEDs eklatante Qualitäsmängel bescheinigt, welche auf das grundlegende Fundament zurückgehen. Die spezielle Pixelstruktur der QD-OLED erzeuge an scharfen Kanten Farbsäume. Dies musste man im Test des ersten QD-OLED-Monitors AW3423DW feststellen. Das harsche Urteil: Die Technologie sei aktuell „verkorkst“. (Hier geht es direkt zum Preisvergleich!)

Pixelstruktur mit Vor- und Nachteilen

Die Probleme dürften auch die entsprechenden QD-OLED-Fernsehgeräte betreffen, was viele potenzielle Käufer inzwischen zurückhaltend gemacht hat. Jetzt hat Samsung Display Stellung bezogen. Man habe seine spezielle Pixelstruktur gewählt, um die Farbwiedergabe und die HDR-Darstellung zu optimieren. Dies komme auch der Langlebigkeit zugute. Es gebe auch keine Kompromisse bei der Detailwiedergabe und es handele sich um eine echte Sub-Pixel-Struktur mit Rot, Grün und Blau. Man könne dies also etwa nicht mit einem Pentile-Aufbau vergleichen.

Hier sieht man das Farbsaum-Problem der QD-OLED.
Hier sieht man das Farbsaum-Problem der QD-OLED. | Bild: Mark Mantel / Heise

Laut Samsung Display seien die bemängelten Farbsäume auch auf Displays mit konventioneller Pixel-Struktur in manchen Szenarien sichtbar. An den QD-OLED könnte dieser Effekt allerdings durch die hohen Kontraste und den breiten Farbraum verstärkt werden. Im Klartext dreht Samsung Display es sich also so hin, dass das Problem allgemeinerer Natur sei und durch die hohe Darstellungsqualität der QD-OLED nur mehr ins Auge falle.

Samsung Display sieht kein echtes Problem

Laut Samsung Display sei der bemängelte Effekt in den meisten Szenarien bei gängigen Sitzabständen und Anwendungen nicht sichtbar. Man sieht hier also kein eklatantes Problem, das einen Fix benötigen würde. Viele Kaufinteressenten warten aber nun sicherlich lieber auf weitere, unabhängige Tests, welche den Schweregrad der Farbraum-Problematik tiefergehend einordnen.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

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13 Kommentare
  1. Ich kann nur empfehlen, den Bericht bei heise zu lesen. Getestet wurde dort ein Gaming-Monitor der Dell-Tochter Alienware (AW3423DW) – also ein Monitor, der auf dem Schreibtisch steht und eben kein Fernseher ist. Und genau dort fallen die Probleme besonders auf (die Displaytechnik ist aber identisch zu den QD-OLED-TVs).

    „Alle kontraststarken Kanten stellt der AW3423DW bunt dar. Das fängt bei Schrift an, geht bei Windows-Fenstern weiter und hört bei 3D-Spielen auf“ und „Auf einen Fernseher schaut man zwar aus größerer Distanz, weshalb die Farbsäume wahrscheinlich nicht so auffallen.“

    Dass dieser Effekt nur für hypersensible Tester sichtbar ist, halte ich für ein Gerücht. Es ist bestimmt kein Zufall, dass Samsung seine ersten QD-OLED-TVs auffällig preiswert verkauft.

    • Alle stürzen sich gerade auf den heise-Bericht. Bitte lieber einen eigenen Eindruck von den Produkten machen und nicht alles nachbeten. Und ja, ich kenne einen Teil der Tester, die diesen Beitrag verfasst haben. Die waren ja auch bei der Samsung und Sony Roadshow. Die QD-OLED-TVs werden auffällig preiswert verkauft, weil Samsung parallel noch WOLED-Displays von LG bezieht und sich mit seinen eigenen Produkten nicht abschießen will. Wer kauft sich nen QD-OLED von Samsung für 5000 Euro 65 Zoll, wenn der Hersteller nen WRGB-OLED für 2500 Euro (als Beispiel) anbietet. Der Preis hat rein gar nichts mit „wir haben Müll produziert und müssen den jetzt günstig verwerten“ zu tun. Nochmals die Bitte, selbst die Produkte zu bewerten, mal in nen Laden zu gehen wenn diese dort ausgestellt sind und nicht sich an diesen einen Bericht hängen. Kann mir aktuell nicht vorstellen, dass bei Bewegtbildern (werden 99% der Nutzer eines QD-OLED-TV darauf wiedergeben) negative Bildeffekte auftreten, ohne dass man mit einer Lupe an das Display tritt. Mir ist beim S95B (nicht optimales Testmaterial) und Sony A95K (mehrere verschiedene Bildquellen inkl. Menü) nichts negatives aufgefallen.

  2. Typisches Samsung Marketing Gewäsch.
    Kann man nicht ernst nehmen. Ich werd mir den Monitor selbst bestellen und das testen -gibt ja zum Glück das Rückgaberecht. Ich weiß aber wie sehr mich das damals bei Pentile Geräten gestört hat – und das kann man sehr wohl vergleichen, da es auch hier zu Farbverschiebungen kam – natürlich nicht im gleichen Maße.
    Auf VA und IPS, selbst WRGB OLED Panel nehm sowas aktuell gar nicht wahr.
    BTW schätze diejenigen die mit der Samsung VA Subpixel Struktur der QLED mit Kontrastfilter Probleme hatte, werden das auch bei den QD-OLED TV Panel sehen.
    Bin aber beim TV QD OLED Thema sowieso erstmal raus – die angebotenen Panelgrößen sind aktuell einfach zu klein – somit kein Interesse.

    Grüße

  3. Bei TV Geräten sehe ich es als absolut unmöglich an das bei einem halbwegs normalen Abstand das überhaupt zu bemerken ist.

    Und auch beim Monitor waren alle restlichen Berichte bislang sehr positiv. Auch ein Reviewer wurde an Glaubwürdigkeit und damit zukünftigen Klicks verlieren wenn es wirklich so Massiv stören würde.

    Gibt sogar noch genug Leute die das toll finden das es angeblich verkorkst sein soll.
    Statt sich zu freuen das es nun wirklich ein Konkurrenz Produkt zum WOLED von LG gibt. Ein Monopol eines Anbieters ist für Kunden immer schlecht.

    • „Und auch beim Monitor waren alle restlichen Berichte bislang sehr positiv. Auch ein Reviewer wurde an Glaubwürdigkeit und damit zukünftigen Klicks verlieren wenn es wirklich so Massiv stören würde.“

      Viele große YouTuber (sogar professionlle Magazine) bejubel seit jeher bspw. diese 1000 Nits 43″ VA Panel Monitore. Kaum hatten aber die ersten User die Dinger war der Hype vorbei, weil die Teile einfach grausame Schlierenbildung und diverse andere Probleme hatten. Wirklich grobe Probleme, von denen in Reviews nichts gewähnt wurde. Ist auch einer der Gründe, wieso viele von den Besitzern mittlerweile auf die 48″ OLEDs umgestiegen sind.

  4. Total übertrieben alles. Mehrere Journalisten die bereits den A95K sehen konnten, gaben klar zu verstehen, dass sowas wenn überhaupt nur auffällt, wenn man mit den Augen unmittelbar direkt an den TV geht. Bei normalen Sitzabständen kann sowas gar nicht mehr auffallen, dazu sind wir schlicht nicht in der Lage mit unseren Augen. Hier wird eine Mücke zum Elefanten gemacht. Selbst beim Monitor häufen sich Berichte immer mehr, dass das ein absolutes non-issue ist und infolgedessen von den Medien aufgebauscht. Eine Sau muss man eben immer finden die man durchs Dorf treibt.

  5. Ich mag Samsung nicht, auch wegen dessen Dolby Vision Verweigerung aber nun zum Thema:

    Kein Schwein sieht das beim Filme schauen. Wer sitzt denn so nah dran, um eventuell einen Farbsaum zu erkennen. Kein Display ist perfekt, von keinem Hersteller, entweder gibt es Grid, Banding, Farbverläufe und und und, 95% der TV Konsumenten sieht diese Probleme niemals, weil schlicht und weg keine Ahnung besteht. Auch dieses kastrieren von Farben, Einstellungen, Nits usw. weil irgend ein Knallkopf meint, er braucht ein farbloses, kontrastarmes TV Bild, wo man sich bei 800 Nits einschießt, unzählige Weiß-Grau Bilder durchlaufen lässt um ja einen Mangel zu sehen, ganz ehrlich, ich kann diese Typen nicht ab.

    • Noch schlimmer sind diejenigen die bashen aber selbst einen Monitor haben der bei zig fach gezoomten Bildaufnahmen auch Farbsäume aufweist (und das sind viele besondern die mit FHD Auflösung) es aber bei ihrem Monitor noch nie bemerkt haben^^

      Mein Alienware QD OLED wurde vor 2 Stunde geliefert, inzwischen hab ich mir das mal angesehen, aus meiner üblichen Sitzabstandposition am Schreibtisch und ich seh da nur was bei hohen Kontrastunterschieden bei Windowsfenstern, bei den Abgrenzungen auf die ich mich dann aber auch extremst konzentrieren muss. Abseits davon nicht ersichtlich, schon garnicht beim Gaming, aus ca 70 cm
      Abstand

      • Ich habe das Gefühl, dass dieser „Defekt“ in die Kategorie „Once seen, you can’t unsee“ gehört. Die Kollegen, die den Umstand ans Tageslicht gebracht haben, gehen auch mit einer Lupe direkt ans Display und interessieren sich ggf. für die technischen Aspekte weitaus mehr, als für die realistischen Nutzungsszenarien. Ich muss gestehen, den Alienware hatte ich noch nicht gesehen, die QD-OLED TVs dagegen schon. Ich weiß nicht, ob bei Bewegtbildmaterial die Pixelanordnung extrem negativ auffallen kann. Ich bleibe an dem Thema auf jeden Fall dran.

        • das einzg negative ist bisher der Lüfter, aber zumindest bei mir ist er ist relativ leise. Und da ich den Monitor eigentlich nur fürs Gaming gekauft habe, fällt das für mich nicht ins Gewicht, da ich generell keine stumme Games zocke.

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