TV aus dem Baukasten: Samsung arbeitet an modularem Fernseher

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Bei Samsungs modularem TV lassen sich nicht nur Displayelemente, sondern auch Lautsprecher uvm. selbst zusammenstellen
Bei Samsungs modularem TV lassen sich nicht nur Displayelemente, sondern auch Lautsprecher uvm. selbst zusammenstellen
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Samsung wurde das Patent für einen modularen Fernseher zugesprochen, mit dem sich ein „TV nach Wunsch“ bauen lässt. Neben Display-Segmenten gibt es z.B. auch verschiedene Lautsprecher-Komponenten geben. 


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Der von Samsung patentierte „Display Aparatus“ hört sich äußerst interessant an. In einem Rahmen werden Display-Module und verschiedene andere Komponenten wie in einer Matrix angeordnet. Man erkennt Anleihen aus dem Konzept von Samsungs „The Wall“ Micro-LED-TV. Der „Modular TV“ scheint jedoch mehr auf den privaten Anwender ausgerichtet zu sein und nicht auf professionelle Anwender oder die „Reichen 1%“. Die technischen Komponenten werden jeweils von links oder Rechts in den Rahmen geschoben und können frei kombiniert werden.

Die Display-Module werden seitlich über die Führungsschienen in der Matrix platziert. Connector-Platten sollen die Geräte dabei mit Strom und Signalen versorgen
Die Display-Module werden seitlich über die Führungsschienen in der Matrix platziert. Connector-Platten sollen die Geräte dabei mit Strom und Signalen versorgen

Display Module mit Micro-LED?

Das Gerüst hat mehrere Ebenen mit Führungsschienen. Über diese lassen sich die Module perfekt aufeinander ausrichten. Sind die Module korrekt angebracht worden, werden diese über ein Anschlussteil (Pins) mit Strom und/oder Audio- und Videoinformationen versorgt. Für das würden sich natürlich Samsungs Micro-LED-Module eignen, die fast ohne Spaltmaß verbunden werden können. Je nachdem, wie viele Module installiert werden, verändert sich das Bildverhältnis sowie die maximale Auflösung des Bildschirms. Es klingt fast so, als könne man mit ein paar Handgriffen das 16:9 4K Display in einen „5K“ Bildschirm im 21:9 Breitbildformat „umbauen“. Sogar Multi-Bildschirm-Lösungen sollen sich damit erstellen lassen.

Ein 16:9 Fernseher aus 16 Display-Modulen sowie zwei Tweeter-Lautsprecher (40) eine Subwoofer-Einheit (50) unter dem Display sowie ein Bewegunssensor (60)
Ein 16:9 Fernseher aus 16 Display-Modulen (10) sowie zwei Tweeter-Lautsprecher (40) eine Subwoofer-Einheit (50) unter dem Display sowie ein Bewegungssensor (60)

Kamera, Lautsprecher, Disc-Player und mehr

Neben den Display-Segmenten, hat Samsung noch weitere Module in Aussicht gestellt. Lautsprecher dürfen bei so einem Aufbau natürlich nicht fehlen. Die Tweeter, Subwoofer und Mitteltöner könnten von Samsug z.B. in verschiedenen Qualitäts- und Leistungsstufen angeboten werden. So kann sich der Nutzer im Laufe der Jahre langsam an sein Traum-Setup heransparen. Es wurde auch eine abnehmbare Kamera geplant, die über, unter, neben oder vielleicht sogar zwischen den Displays platziert werden kann. In einer Illustration sind zwei Displays im 4:3 Format mit einer Kamera kombiniert worden. Das rechte Display zeigt das Live-Bild der Kamera, während auf dem zweiten Display die aufgenommenen „Schnappschüsse“ angezeigt werden.

Die Rahmen-Matrix soll sich wohl auch vertikal erweitern lassen, wie hier für zwei 4:3 Displays puls Kamera
Die Rahmen-Matrix (20) soll sich wohl auch vertikal erweitern lassen, wie hier für zwei 4:3 Displays (10) puls Kamera (30

Ein Bewegungssensor soll erkennen, ob und wer sich im Raum befindet. Dementsprechend könnte das entsprechende Nutzerprofil inkl. gewünschten Content geladen werden. Vielleicht zeigt der „Fernseher“ auch erst mal die Lieblingsbilder des Nutzers, wie der Art Modus in den „The Frame“ oder QLED TVs von Samsung.

Das sind nur die ersten „groben“ Ausarbeitungen innerhalb des Patents. Der modulare Fernseher könnte laut Beschreibung noch mit einem Playback-Modul (CD, DVD, Blu-ray, 4K Blu-ray) oder einem Gaming-Modul ausgestattet werden. Wie wäre es auch mit einer „Haupteinheit“ das Betriebssystem, Videoprozessor sowie die Anschlüsse beherbergt? Womöglich würde diese wie bei den QLED Top-Modellen in einer externen Anschlussbox (One Connect Box) ausgegliedert werden.

Vorstellung bereits auf der CES 2020?

Jetzt stellt sich nur die Frage, Zukunftsmusik, ein vorsorgliches Patent oder vielleicht schon DIE Neuheit auf der CES 2020? Das Patent für Samsungs modularen Fernseher wurde bereits Mitte 2017 angemeldet. Erst jetzt Anfang Oktober 2019 wurde dieses veröffentlicht. Eigentlich genug Zeit für Samsung einen Prototyp zu erstellen?

3 KOMMENTARE

  1. Wird wahrscheinlich als Konfektionslösung zunächst sündhaft teuer sein, aber die grundsätzliche Idee sich aus dem Korsett der vorgefertigten, starren Produktangebote herauszulösen, finde ich nicht nur klasse und mutig, sondern zukunftsweisend.

  2. Klingt erst mal super,am interessantesten ist für mich die Option einen 21:9 Schirm aufzubauen.Naja träumen wir noch ein bisschen,die Zeit und der Preis wird es richten.

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