Schindlers Liste 4K Blu-ray im Test: Aufgefrischtes Meisterwerk

Inhalt (100%)


Ausgerechnet Steven Spielberg? 1993 schauten nicht Wenige skeptisch aus der Wäsche, als bekannt wurde, dass der Kassenmagnet- und Spezialeffekte-Filmemacher sich eines des größten und schwierigsten Themas menschlicher Historie annehmen würde. Gerade mal ein halbes Jahr vorher hatte Spielberg mit Jurassic Park das moderne Blockbusterkino neu definiert. Und jetzt sollte dieser Spielberg also eine Geschichte erzählen, die so fernab von Kinospektakel ist, wie sie nur sein kann? Die Fach- und Zuschauerwelt sollte sich täuschen – zumindest jene Skeptiker. Denn wer dieses 195 Minuten auf Zelluloid gebannte Meisterwerk gesehen hatte, konnte nicht umhin sämtliche vorhandenen Hüte vor dem Mann zu ziehen, aus dessen ukrainischen Familienwurzeln mehrere Mitglieder in Konzentrationslagern ermordet wurden.

Oskar Schindler, genial gespielt von Liam Neeson
Oskar Schindler, genial gespielt von Liam Neeson

Um dem Thema der Judenverfolgung und -vernichtung in den Konzentrationslagern des Zweiten Weltkriegs angemessen zu begegnen, engagierte man Autor Steven Zaillian, dessen armenische Herkunft ebenfalls mit dem Zweiten Weltkrieg verknüpft war (nicht weniger als 250.000 Mitglieder der armenischen Armee verloren – integriert in die Rote Armee – in den Kriegshandlungen ihr Leben). Zaillian erzählt die Geschichte aus der Sicht Schindlers. Eine Wahl, die ihm nicht nur Lob einbrachte. Gerade jene Zeitzeugen und Überlebende der Konzentrationslager, bei denen die Geschehnisse zu einer (nachvollziehbar) sehr pessimistischen Sicht auf die Welt führten, warfen Schindlers Liste diese Erzählweise als zu heroisch vor. Sich der Tatsache bewusst zu sein, dass man mit einem Kinofilm über den Holocaust niemals alle Kritiker und Zeitzeugen unter einen Hut bekommen würde, ihn aber dennoch zu machen – das ist die „Reife“, von der Spielberg sprach, dass er sie vor Drehstart brauchte.

Was für alle Beteiligten von Beginn an klar war: Man wollte an Originalschauplätzen drehen – zumindest so weit es ging. Im polnischen Krakau musste man zwar einige Schauplätze neu errichten, viele Außenaufnahmen fanden jedoch an den tatsächlichen Orten statt. Da man nicht auf dem Gelände der Gedenkstätte von Auschwitz drehen durfte, baute man die Kulissen für das Konzentrationslager in unmittelbarer Nähe des eigentlichen Bereichs. Für größtmögliche Authentizität und die Betonung eines dokumentarischen Stils entschloss man sich zudem, in Schwarz-Weiß zu drehen – immerhin sind reale Dokumentar-Aufnahmen aus dieser Zeit ebenfalls in aller Regel nicht in Farbe. Spielberg symbolisierte damit zudem die Abwesenheit von „echtem“ Leben und Vitalität während des Holocaust.

Julian Scherner und Amon Goeth gespielt von Andrzej Seweryn und Ralph Fiennes
Julian Scherner und Amon Goeth gespielt von Andrzej Seweryn und Ralph Fiennes

Außerdem war Schindlers Liste der Beginn der Zusammenarbeit mit dem polnischen Kameramann Janusz Kaminski. Bis heute weicht dieser Spielberg nicht mehr von der Seite (insgesamt 18! Filme haben die beiden seitdem zusammen abgedreht). Die Entscheidung, fast die Hälfte der Laufzeit mit handgehaltenen Kameras (und ohne Steadycam) zu drehen, sorgte für die unmittelbare Erzeugung einer (bisweilen unerträglichen) Nähe. Jene Technik, die Kaminski dann in Der Soldat James Ryan perfektionierte.

In Sachen Besetzung wollte Spielberg von Beginn an, dass man mit einem (zu diesem Zeitpunkt) relativ unbekannten Darsteller für Schindler arbeitet. Kein Star sollte die Kraft des Filmcharakters überstrahlen. Ohnehin nicht auszudenken, wenn ein Kevin Costner oder Mel Gibson (die beide Interesse an der Rolle bekundeten) gewählt worden wären. Liam Neeson hat zwar vielleicht die undankbarste Rolle in einem Trio von Hauptfiguren, kann aber aufgrund seiner freundlichen Ausstrahlung und der beeindruckenden Physis (Neeson ist 1,93m groß) dennoch diesen überlebensgroßen Schindler geben. Vor allem in den Casanova-Momenten sowie in den gemeinsamen Szenen mit Ben Kingsley überzeugt der nordirische Schauspieler. Während Neeson als Lebensretter dem Film seine unabdingbar gute Seite gibt, ist es an Ralph Fiennes, den Gegenpol zu geben. Seine Schauspielleistung als Amon Göth ist auch heute noch dermaßen beeindruckend, dass einem beim Zuschauen immer wieder ein kalter Schauer über den Rücken läuft – nachvollziehbar durchaus, wenn man nach drei Stunden Laufzeit einen gewissen Hass auf Fiennes entwickelt, weil dessen Darbietung so extrem überzeugend geriet. Ein Skandal übrigens, dass die Academy zwar den Film, seinen Regisseur und zahlreiche technische Sparten mit dem Oscar bedachte, nicht aber Fiennes als Nebendarsteller – selbst wenn der Gewinner, Tommy Lee Jones, in Auf der Flucht durchaus herausragend agierte.

Endlich sind die Juden frei jedoch gezeichnet von den letzten Jahren
Endlich sind die Juden frei jedoch gezeichnet von den letzten Jahren

Vielleicht hat Spielberg Oskar Schindler etwas zu positiv dargestellt und dessen Lebemann-Eigenschaften und Überheblichkeiten abgesoftet. Aber selbst wenn es so ist, war es gut so. Es war gut so, weil es dem Film die Balance gibt, die er braucht, um den Schrecken auf der anderen Seite ertragen zu können. Schindlers Figur – und vor allem dessen fast schon zärtlich beschriebenes Verhältnis zu Itzhak Stern ist der Ankerpunkt für den Zuschauer, um die unmenschlichen und brutalen Mechanismen der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie überstehen zu können. Und Stern, der von Sir Ben Kingsley (Ghandi) großartig gespielt wird, ist das Gewissen des Films. Als Analyst und Zahlenkenner gibt er Schindler die relevanten Tipps, um die Emaille-Firma zu übernehmen und ans Laufen zu bekommen. Pfiffig empfiehlt er, nicht die polnischen Zwangsarbeiter als Angestellte zu nutzen, sondern die „noch billigeren“ Juden Krakaus. Kingsley gibt Stern dabei eine Menschlichkeit, die als Vorbild für Schindler gedient haben dürfte.

Ein Menschlichkeit, die am Ende Schindlers Liste ausmacht. Eine Menschlichkeit, die man trotz (vielleicht) berechtigter Kritik an den Details, nicht kleinreden darf und sollte. Es zeigt, dass Menschen auch unter den schrecklichsten Umständen fähig sind, Großes – ja Heldenhaftes zu leisten. Und weil Spielberg 1993 auch deshalb die Zeit für den Film gekommen sah, da sich in Europa eine neue antisemtische Stimmung breitmachte (Ralph Fiennes begegnete während der Dreharbeiten gar eine Frau mit den Worten „… die Deutschen wären charmante Menschen gewesen, die niemanden umgebracht hätten, der es nicht auch verdient gehabt hätte“), kann es nur gut sein, nun eine technisch aktualisierte Fassung zu veröffentlichen. Denn während immer weniger Zeitzeugen am Leben sind, die von den Geschehnissen berichten können, kann Film eben auch ein Element für Erinnerung sein. Und da Schindlers Liste den Geist des Humanismus beschwört und sich nicht in Pessimismus oder Menschenfeindlichkeit suhlt, ist er sogar ein ganz universelles und wichtiges Werk.

Schindlers Liste - 25th Anniversary Edition (4K Ultra HD) (+ Blu-ray 2D)
Preis: 28,94 €
(Stand von: 25. June 2022 09:15 - Details
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Bildqualität (90%)

Schindlers Liste wurde 1993 von Janusz Kaminski seinerzeit natürlich analog gefilmt. Zum Einsatz kam 35mm Filmmaterial – und zwar in 4:3. Das 1,85:1-Bildformat, das wir kennen, wurde durch einen Bildbeschnitt erreicht. Von diesem Original-Material wurde für die limitierte Kino-Wiederaufführung sowie für diese UHD ein taufrischer 4K-Scan angefertigt, den Spielberg final höchstselbst abgenommen hat. Wir haben es also mit einer Real-4K-Disk zu tun, deren Basis auch die enthaltene, neue Blu-ray nutzt. Ebenfalls integriert hat man für die UHD den im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum, was augenfällig natürlich nur in den wenigen Farbszenen zur Geltung kommt. Auch mit an Bord: HDR in beiden Varianten (HDR10 und Dolby Vision).

Im laufenden Bild fallen gegenüber der alten Blu-ray dann sofort die verbesserten Kontrast- und Schwarzwerte auf. Gerade in den besser ausgeleuchteten Szenen und jenen Momenten, in denen das Tageslicht bei Außenaufnahmen gut war. Das wirkt insgesamt einfach noch satter und in den Naheinstellungen ist die Schärfe tatsächlich sichtbar besser. Das Fischgrätmuster im Mantel nach 25 Minuten ist für die Kamera in jedem Fall eine Herausforderung gewesen und das wird hier noch besser deutlich. Die aus Totalen aufgenommenen Außenaufnahmen bei diesigem Wetter sind allerdings durch die grundsätzliche Abdunklung des Bildes noch etwas grauer geworden. Die Stimmung ist deshalb häufig noch düsterer, das Bild wirkt in diesen Szenen etwas schmuddeliger. Nicht beseitigen konnte man natürlich jene unscharfen Aufnahmen, die aufgrund der jeweiligen Objektiv-Unschärfen ins Auge fallen.

Die 4K Restauration verhilft der UHD & HD Blu-ray zu einer unglaublich guten Bildperformance. Die 4K/HDR Variante hat die Nasenspitze jedoch etwas weiter vorn
Die 4K Restauration verhilft der UHD & HD Blu-ray zu einer unglaublich guten Bildperformance. Die 4K/HDR Variante hat die Nasenspitze jedoch etwas weiter vorn

Zwischen HDR10 und Dolby Vision tun sich an den Kontrastflanken leichte Unterschiede auf. So lässt Dolby Vision die hellen Bereiche noch etwas deutlicher strahlen und die Schattenanteile werden noch schwärzer dargestellt. Bisweilen ist das eine Spur zu harsch, wobei es aber nie zu unschönen Überstrahlungen kommt.

Ebenfalls auffallend ist das noch feinere Korn. Hier lässt sich dann in vielen Szenen durchaus auch der Auflösungsunterschied erkennen, weil die Körnung nicht so matschig sondern einfach noch filmischer wirkt. Es sollte auch niemand hoffen/vermuten, dass Spielberg beim 4K-Remaster auf die Idee kam, einen Rauschfilter übers Bild zu schicken. Nein, das hier sieht noch genauso analog aus wie seinerzeit im Kino – und so gehört das für Schindlers Liste eben auch. Ein glattgebügelter Wachslook würde den Film in seiner Stimmung komplett zerstören.

Schindlers Liste - 25th Anniversary Edition (4K Ultra HD) (+ Blu-ray 2D)
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Tonqualität (80%)

Akustisch lag die bisherige Blu-ray in dts-HD-Master fürs Englische und in regulärem dts fürs Deutsche vor.Zum Jubiläum hat man Schindler’s Liste für beide Tonspuren schon für die Blu-ray Dolby-Atmos-Spuren geschenkt. Jetzt darf man sich sicherlich fragen, ob es Sinn macht, einem derart dialoglastigen Drama, das so fern von Action-Unterhaltung ist, wie man nur sein kann, eine weitere Sound-Ebene zu spendieren. Während diese Frage sicherlich nicht ganz unberechtigt ist, hat man aber zumindest nicht den Fauxpas begangen, einfach alles mit auf die Höhen-Ebene zu mischen. Weder hört man hier den Score von John Williams, noch hochgemischte Dialoge oder ähnliche Spielereien. Der neue Dolby-Atmos-Sound mit unkomprimiertem True-HD-Kern macht das gesamte akustische Feld auf noch ein wenig feiner und klingt etwas offener.

Die Musikaufnahmen in den Vergnügungs-Etablissements oder auch bei Schindler zuhause haben dieses typisch blecherne Scheppern und die Geräusche auf den Straßen nehmen den Zuschauer in ihre Mitte. Während der Szenen mit den marschierenden Soldaten kitzelt der Ton sogar etwas den Bassbereich und Stimmen gelangen jederzeit sehr gut verständlich und sauber zum Ohr. Fällt dann ein isolierter Schuss aus Göths Waffe, kracht dieser zwar zu Beginn etwas dünn, verhallt aber sehr realistisch über der weiten Anlage (75’39).
Wechseln wir nun auf die Höhen-Ebene, bleiben die Heights einzig und allein den (wenigen) echten 3D-Toneffekten vorbehalten.

In der 2D-Betrachtung können die Dolby Atmos Tonspuren überzeugen. Ein Surround-Mix hätte womöglich ausgereicht, denn die Höhenkanäle kommen fast nie zum Einsatz
In der 2D-Betrachtung können die Dolby Atmos Tonspuren überzeugen. Ein Surround-Mix hätte womöglich ausgereicht, denn die Höhenkanäle kommen fast nie zum Einsatz

Es beginnt mit aufstiebendem Dampf der Lok nach etwa zwei Minuten und offenbart nach weiteren 20 Minuten ein paar schnarrende Produktionslinien-Geräusche in der Fabrik. Nach gut einer Stunde hört man dann die Soldaten auf den Außentreppen entlang rennen, während in der Wohnung darunter die Menschen in Angst ausharren. Die bis dato deutlichsten Effekte aus der Höhe gibt’s dann kurz darauf, wenn die Koffer von oben ausgeleert werden – wobei das Trampeln der Füße nach zweieinhalb Stunden vielleicht der auffälligste 3D-Sound des ganzen Films ist (ab 152’24). Da die Atmos-Unterstützung schon rein quantitativ auf die Gesamtlaufzeit eher zu vernachlässigen ist, hätte man sie vielleicht besser ganz weg gelassen. Denn die paar kurzen Szenen stören in diesen Momenten eher die intime Atmosphäre und erweitern sie nicht. Vielleicht ist Schindlers Liste einfach der falsche Film für solche Spielereien und der deutsche dts-Ton wäre die authentischere Wahl gewesen. Die Kodierung des Subwoofers hätte man sich im Übrigen praktisch sparen können. Dessen Aktivität beschränkt sich über den ganzen Film auf ein paar wenige Szenen – und dort auch nur dezent.

Anmerkung: Offenbar weist die dt. Synchro nach knapp zweieinhalb Stunden für zwei Minuten einen Fehler auf, in der man die italienische Fassung zu hören bekommt. Wer dieses Problem hat, sollte sich an info@universal-pictures.de wenden.

  • Deutsch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Deutsch: Dolby Atmos (10%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Deutsch: Dolby Atmos (60%) 3D-Betrachtung (Qualität)
  • Englisch: Dolby Atmos (80%) 2D-Betrachtung
  • Englisch: Dolby Atmos (10%) 3D-Betrachtung (Quantität)
  • Englisch: Dolby Atmos (60%) 3D-Betrachtung (Qualität)

Bonus (80%)

Das Bonusmaterial von Schindlers Liste setzt sich aus bereits bekanntem, aber auch neuem Material zusammen. Das komplett neue Featurette „Schindler’s List: 25 Jahre später“ zeigt Spielberg, Neeson, Kingsley, Caroline Goodall und Embeth Davidtz bei einer Frage-Antwort-Runde nach einer Sonderführung des Films während des Tribeca Festival 2018. Mit fast genau 40 Minuten Lauflänge nimmt man sich Zeit, den Film und die Dreharbeiten noch einmal Revue passieren zu lassen. Dabei werden zahlreiche Momente eingeblendet, die zeigen, was hinter den Kulissen passierte und wie man sich der Geschichte näherte. Spannend bspw., wenn Leopold Pfefferberg, einer der Schindler-Juden, ein Fotoalbum mit Bildern von seinem „Retter“ öffnet, der ihn in den 60ern in Malibu besuchte. Bewegend, wenn Neeson davon erzählt, dass sein erster Drehtag ihn direkt mit einem der (an der Produktion beteiligten) Überlebenden konfrontierte und dieser ihm zeigte, in welcher der Hütten von Auschwitz er einkaserniert war.

„Stimmen aus der Liste“ wird von Spielberg eingeführt und liefert danach gut 80 Minuten an Interviews mit den Überlebenden selbst. Die „Geschichte der Shoah Foundation“ gibt preis, welche Motive man bei der Gründung der Stiftung hatte und was sie heute zu bewirken versucht. „Lasst ihre Zeugnisse sprechen“ betont, dass Liebe immer stärker sein wird als Hass. und „Über IWitness“ ist ein kleiner Werbefilm über das gleichnamige Programm.

Gesamtbewertung Schindlers Liste (90%)

6,5 Mio. Zuschauer sahen Schindlers Liste seinerzeit in den deutschen Kinos. Zahlen, die für ein dreieinviertelstündiges Epos in Schwarz-Weiß geradezu sensationell sind und heute nur noch von Klamauk-Komödien oder Harry-Potter-Fantasy erreicht werden. Auch 25 Jahre später hat Spielbergs Film nichts von seiner Kraft verloren. Sicher kein Werk, das man sich „mal eben“ nebenbei zu Gemüte führt. Dazu sollte sich auch niemand genötigt fühlen. Es muss schon der richtige Moment sein, zu dem man sich dieses 195-minütige Epos anschaut. Dann aber wird man – bei aller Tragik – mit einer Botschaft belohnt, die vollkommen zeitlos ist.

Die UHD, die nun mit einer nativen 4K-Auflösung erscheint, präsentiert das Bild durchweg in seiner bestmöglichen, kinohaftesten Form – es sollte nur niemand einen glatten Digital-Look erwarten. Ob es den Atmos-Sound wirklich gebraucht hätte, sei dahingestellt. Er funktioniert zwar auf der regulären Ebene ähnlich gut wie seine bisherigen dts- und dts-HD-MA-Pendants (englische Fassung), fügte den wenigen Szenen aber eher ein bisschen Schaden zu als dass er sie authentischer werden lässt.

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Technische Details & Ausstattung:

Erscheinungstermin: 28. März 2019 Review am: 26. März 2019
Erscheinungsjahr Film: 1993 Laufzeit: 195 Minuten
Filmstudio: Universal Pictures FSK: ab 12 Jahre
Auflösung / Bildfrequenz:
2160p @ 24p Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat:
1.85:1 / 16:9 Tonspur:
Deutsch Dolby Atmos
Englisch Dolby Atmos
High Dynamic Range:
HDR 10
Dolby Vision
Ausstattung:
4K Blu-ray
HD Blu-ray
Testgerät TV: LG OLED55B7D Testgerät Player: Panasonic UB9004

Schindlers Liste Trailer:

Timo Wolters
Timo Wolters
Der echte Filmfan bleibt im Heimkino: Das Bild ist besser, der Sound unmittelbarer und die Sitznachbarn angenehmer - Timo rezensiert seit 2002 mit Leidenschaft (fast) durch alle Genres. Aktuelle Rezensionen findest du auf blu-ray-rezensionen.net

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