Sonos erleidet rechtliche Schlappe: Kundenbewertungen waren nicht transparent

Sonos hat eine rechtliche Niederlage in Deutschland erlitten. Streitpunkt waren Kundenbewertungen auf der hauseigenen Website.

Worum ging es exakt? Nun, so wie andere Hersteller auch, beispielsweise LG und Samsung, veröffentlicht Sonos auf seiner hauseigenen Website Kundenbewertungen zu seinen Produkten. Die können freilich auch andere Interessenten je nach Inhalt zur Bestellung animieren – oder sie abhalten. Als Leser fragt man sich natürlich immer, wie authentisch etwaige Rezensionen sind, gerade auf den Portalen der Hersteller selbst. Und genau an jenem Punkt soll Sonos laut eines Gerichtsurteils mehr Transparenz schaffen.

Sonos soll besser über Kundenbewertungen aufklären

Laut dem Landgericht Köln muss Sonos Kunden fortan darüber informieren, inwiefern man die Echtheit der Kundenbewertungen auf seiner Website überprüft hat. Das Urteil geht auf eine Klage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zurück. Jene ist aber nicht nur gegen Sonos vorgegangen, sondern gegen insgesamt sage und schreibe 122 Online-Shops und Dienstleister, die sich bei den Informationen zu Kundenbewertung nicht an die gesetzlichen Vorgaben gehalten hatten.

Sonos bleibt bei der Soundbar und bietet keine Einbindung weiterer Frontlautsprecher im Heimkino an.
Sonos bleibt bei der Soundbar und bietet keine Einbindung weiterer Frontlautsprecher im Heimkino an.

Sonos soll beispielsweise mitteilen, ob die veröffentlichten Bewertungen zuverlässig von Kunden stammen, welche die bewerteten Produkte auch gekauft und genutzt haben. Offenbar nimmt der Multiroom-Spezialist das Urteil hin. Denn laut der Verbraucherzentrale NRW ist es rechtskräftig. Sonos wies zwar bisher auf „verifizierter Bewerter“ hin, erklärte aber nicht, was dahintersteckte und wie man zu dieser Aussage kam.

Sonos wird jetzt Transparenz walten lassen

Letzten Endes sollen die Vorgaben für Unternehmen natürlich verhindern, dass diese selbst massenweise ihre eigenen Websites mit positiven Bewertungen fluten und diese als „verifiziert“ ausloben. Allerdings ist das natürlich so oder so schwer zu kontrollieren, ohne Einblick in die Shopsysteme zu haben. Allerdings müssen Sonos und Co. eben aufschlüsseln, ob die kontrollierten Bewertungen eben tatsächlich nur von Kunden stammen, welche die jeweiligen Produkte über den jeweiligen Shop gekauft haben.

Auch muss seitens der Hersteller ausgewiesen werden, ob auch negative Rezensionen veröffentlicht oder womöglich ausgeblendet werden.

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André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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