Greenland auf 4K UHD Blu-ray im Test: Weltuntergang mit Bass-Alarm

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Greenland 4K Blu-ray im Test: Und es hat Boom gemacht!
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Es ist ja eigentlich nie gut, wenn eine Karriere als Regisseur anfängt und der erste Film dann unter dem Pseudonym „Alan Smithee“ veröffentlicht wird. Meist wird der gute Alan Smithee bemüht, wenn ein Regisseur sich selbst von dem Film, von der Kooperation mit der Produktion / den Produzenten distanzieren möchte oder aber auch andersrum, die Produzenten so viel Unstimmigkeiten mit dem Filmemacher hatten, dass man im Einvernehmen dessen Realnamen aus den Credits tilgt. Ric Roman Waugh ist eigentlich Stuntman – und das war er sehr lange. 1984 taucht er erstmals mit Stunts auf und hat seither in vollkommen unterschiedlichen Produktionen mitgewirkt – von Teen Wolf 2 über Total Recall bis zum 2001er Daybreak – Katastrophe in LA– reicht seine Vita.

1996 versuchte er sich dann erstmalig als Regisseur, was im besagten Alan Smithee für seinen Heist-Film Exit endete. Doch nicht immer bedeutet der Herr „Schmitziee“, dass man danach kein Bein mehr auf den Filmemacher-Boden bekommt. Und Waugh wäre kein Stuntman und Fighter, wenn er nicht zäh die Zähne zusammengebissen und weitergemacht hätte. Und es ging bergauf: Bereits mit dem dritten Film, Felon, erntete er Kritikerlob und inszenierte 2013 mit Snitch – Ein riskanter Deal einen bis heute auch in Dwayne Johnsons Karriere sträflich unbeachteten, ziemlich kernigen Actionthriller. Mit Shot Caller bewies er fulminant Stehvermögen im Genre und sein nächstes Werk war dann schon eine A-Produktion: Angel Has Fallen.

Die Familie Garrity steht Todesängste durch

Letztere führte ihn dann erstmalig mit Gerard Butler zusammen. Und weil man gerne beieinander bleibt, wenn man sich (offensichtlich) wertschätzt, macht man einfach gemeinsam weiter Filme. Wie diesen hier: Greenland. Hier kann Waugh zeigen, dass er nicht nur dreckig-zynische Gangsterfilme kann, sondern auch Effektspektakel. Als einer der wenigen etwas größeren Filme lief der Katastrophenthriller letztes Jahr im Kino – und das ziemlich erfolgreich. Erstaunlicherweise sogar von Kritikerseite gemocht. Und das geschieht mit Katastrophenfilmen ja nicht gar so oft.

Nun kommt also die zweite Auswertungswelle im Heimkino. Und es kommen neue Kritikerrezensionen dazu. So wie diese hier, die zugegebenermaßen etwas befangen ist. Denn seit Firefly mag ich Hauptdarstellerin Morena Baccarin, seit Homeland verehre ich sie und seit Deadpool bete ich sie an. Man möge mir also verzeihen, wenn dieses Review nicht ganz objektiv sein sollte. Zur Ablenkung fangen wir einfach mal bei Gerard Butler an: Und der ist natürlich erst einmal ein Arsch (sorry). Also sowohl für die Story, als auch für den Rezipienten, hier an den Tasten. Immerhin hat er (bzw. sein Filmcharakter) seine Frau (also Morena Baccarin) just betrogen. Und welcher Mann macht sowas schon. Okay, ich bin immer noch befangen, man merkt’s. Ansonsten ist Butler souverän wie stets und immer. Und natürlich darf er im Verlaufe des Films auch wieder ein besserer Kerl werden.

Mutter und Sohn werden vom Vater getrennt

Ein weiterer Part des Films ist der (gerade zu Beginn) sehr deutliche Konflikt zwischen Privilegierten (Ausgewählten) und Unterprivilegierten (nicht Ausgewählten). Wer auserwählt ist, scheint zunächst willkürlich zu sein (auch wenn man eine Ahnung hat, warum es so ist). Es steht zunächst dennoch nur fest: Einige sind’s, andere nicht. Und wenn dieser Disput mitten unter Freunden der Nachbarschaft ausbricht, führt das natürlich zu ziemlichen Verwerfungen und nachvollziehbaren Konflikten. Und es sorgt nicht gerade für einen kalkulierbaren und unaufgeregten Ablauf an den entsprechenden Stellen. Hier schafft Greenland tatsächlich etwas, das viele Katastrophenfilme nicht hinbekommen: Nachvollziehbare Panik, nachvollziehbare Emotionsausbrüche und echte, weil nicht übermenschlich wirkende Figuren. Im Angesicht einer globalen Katastrophe wird außerdem erfahrbar, dass man sich als Familie zusammenraufen kann – selbst dann, wenn zuvor nicht alles rosarot gewesen ist.

Gegenüber dem Spektakelkino eines Roland Emmerich hat Ric Roman Waugh die echteren Charaktere zu bieten. Und das geringere Pathos. Selbst wenn der Weg der Familie Garrity vorgezeichnet und erwartbar ist, passieren auf diesem durchaus bittere Dinge, die für Magenschmerzen sorgen und die ein Emmerich in dieser Form niemals anpacken würde.
Okay, die Nummer mit Grandpa Dale und dessen Abschiedsgeschenk an John hätte man sich auch sparen können. So eine Kerl-vom-alten-Schlag-Nummer ist dann doch etwas abgeschmackt. Neben der durchaus bewegenden Geschichte, dem Drama innerhalb des Actionfilms, gibt es aber auch noch eine Katastrophe zu sehen. Und zwar glücklicherweise wohldosiert und nicht übertrieben. Der Katastrophenfilm-Aspekt dient hier der Story, nicht andersrum. Und das macht Greenland zu einem geerdeteren, hemdsärmeligerem Film, mit dem man sich besser identifizieren kann als mit dem Gigantismus eines Emmerich.
Und Morena Baccarin? Tja, was soll ich als Fan schon sagen, wenn man sie in ihrer ersten Szene auf dem Laufband mit schweißnasser Haut sieht? Worum ging es in dem Film noch gleich …?

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(Stand von: 2021/04/15 12:35 am - Details
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5 KOMMENTARE

  1. Unfassbar schlechter Cast…..musste den Film in drei Teilen schauen,so schwer zu ertragen.
    Elendige Dialoge,schlecht gespielt,vorhersehbar bis zum Schluss!Wie man diese Hauptdarstellerin so hochloben kann,bleibt mir ein Rätsel.Aber Geschmäcker sind verschieden,da schaut wohl jemand mit einem anderen Auge auf die Dame.
    Ton und Bild ordentlich!

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