2025 sind OLED-TVs in Deutschland erneut stärker geworden. Die breite Masse setzt jedoch weiterhin auf LCD-Fernsehgeräte.
Das geht aus den Daten der Deutschen TV-Plattform in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von NIQ hervor. Gemeinsam haben beide ihren CE-Branchenkompass für das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Demnach ist der TV-Absatz im letzten Jahr im direkten Vergleich mit 2024 um 3,2 % angestiegen – von 4,6 auf 4,8 Mio. Einheiten. LCDs dominieren zwar weiterhin mit einem Anteil von rund 4 Mio. Geräten, doch OLED-TVs haben ein Wachstum von 9,4 % erfahren. Sie kamen in Deutschland also im letzten Jahr auf rund 821.000 verkaufte TV-Geräte.
Trend hin zu größeren Fernsehgeräten hält an
Dass LCD-TVs weiterhin dominieren, dürfte natürlich auch daran liegen, dass es im Einstiegssegment und in der unteren Mittelklasse gar keine OLED-TVs gibt. Gerade in jenen Preisbereichen wird aber die größte Menge an Smart-TVs verkauft. Es zeigt sich dabei auch, dass immer mehr verkaufte LCD-Fernseher Quantum Dots nutzen. Traff das 2024 noch auf rund 23 % der TVs zu, so sind es 2025 bereits rund ein Drittel der Geräte gewesen.

Dabei hält auch der Trend hin zu größeren Bilddiagonalen in deutschen Wohnzimmern an. Das hat sich vor allem auf die Verkaufszahlen von Smart-TVs jenseits der 65 Zoll ausgewirkt. Denn da hat es einen satten Anstieg um 15 % gegeben. „Bigger is better“ scheint also am Ende doch für viele TV-Käufer zu gelten. Aber auch die Bereiche für Fernsehgeräte mit bis zu 50 und bis zu 65 % sind leicht gewachsen. Dem TV-Markt ging es somit im letzten Jahr, betrachtet man die Verkaufszahlen, immer noch gut.
Gute Verkaufszahlen, schwindende Margen?
Tatsächlich sind die Preise von hochwertigen Smart-TVs in den letzten Jahren tendenziell deutlich gefallen. Gerade Flaggschiffe wie z. B. die LG OLED G5 und Samsung QD-OLED S95F konnte man 2025 zu Preisen von um die 1.500 bis 1.700 Euro mit 65 Zoll Diagonale ergattern. Solche Deals wären vor etwa fünf Jahren noch nicht für die Topmodelle denkbar gewesen. Dabei eröffnet sich natürlich die Frage, ob die Hersteller so noch ihre Gewinnmargen halten können?

Diese Frage ist insbesondere angesichts der aktuellen Speicherkrise berechtigt, die dafür sorgt, dass RAM und Speicherplatz sich extrem verteuert haben. Das betrifft auch die Herstellungskosten für Smart-TVs. Allerdings monetarisieren Firmen wie LG, Samsung und Co. ihre Fernsehgeräte mittlerweile auch stark nach dem eigentlichen Verkauf, da sie euch mit Werbeanzeigen bombardieren. Am Ende sollte man den TV-Markt und die Preisentwicklung da einfach auch 2026 im Auge behalten.
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