Vodafone will euch mit dem „Jubel-Booster“ der Fußball-EM zum Kabelfernsehen locken

Vodafone rührt wieder die Werbetrommel fürs Kabelfernsehen. Dieses Mal hat man es mit dem „Jubel-Booster“ auf Fußball-Fans abgesehen.

So ist ja das Nebenkostenprivileg aufgehoben worden: Das heißt, Vermieter dürfen die Gebühren für das Kabelfernsehen nicht mehr über die Betriebskosten der Miete abrechnen. Somit steht Mietern frei, selbst einen Empfangsweg zu wählen – oder auch ganz auf lineares TV-Programm zu verzichten. waipu.tv hat sich darüber beispielsweise sehr gefreut, während man bei Vodafone zwar nach außen hin ruhig blieb, aber wohl intern in den Panikmodus wechselte.

So warf Vodafone etwa seine Festnetztarife über den Haufen. Unter dem Vorwand im Tarifdschungel aufzuräumen, erhöhte man teils massiv die Preise, um werben zu können, dass dafür optional ohne Mehrkosten das Kabelfernsehen dazu gebucht werden könne. Ein böser Kniff, wegen des nun diejenigen deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, die am Kabelfernsehen keinerlei Interesse haben.

Kabelfernsehen soll bei Live-Übertragungen am verzögerungsfreiesten arbeiten.
Kabelfernsehen soll bei Live-Übertragungen am verzögerungsfreiesten arbeiten.

Doch zurück zum „Jubel-Booster“. Damit will Vodafone nach eigenen Angaben sicherstellen, dass bei der Fußball-EM über das Kabelfernsehen die geringsten Verzögerungen bei der Übertragung entstehen. Die Verhältnisse seht ihr auch im Diagramm oben. Beim Kabelfernsehen, so Vodafone, bejubelt ihr quasi als Erste ein Tor, während bei den Nachbarn mit Internetfernsehen vielleicht gerade der Angriff über den Bildschirm flimmert.

Jubel-Booster ist ein Pilotprojekt von Vodafone

Laut Vodafone stehe der Jubel-Booster im Grunde dafür, dass man das unkomprimierte TV-Signal aus den Studios der TV-Sender unverändert in der Signalaufbereitung nutze und dadurch schneller weiterleiten könne. Selbst gegenüber der Satellitenüberragung sei man so bis zu 2 Sekunden im Zeitvorsprung. Der Jubel-Booster funktioniert aus technischen Gründen jedoch derzeit ausschließlich bei Das Erste HD und ZDF HD in 13 Bundesländern. Nicht angelegt wird er etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. An der Einführung dort arbeite man noch.

QuelleVodafone
André Westphal
André Westphal
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller.
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1 Kommentar
  1. Wir haben im April auf Sat umgerüstet, ich kann noch Vodafone DVB-C bis Ende Juni nutzen, danach läuft es aus. Das Erste HD über Vodafone Gigabit Glasfaser DVB-C kommt jetzt gerade exakt 8 Sekunden NACH dem DVB-S2 Signal an, aber nicht nicht 2 Sekunden früher und über die App am Smartphone im Livestream sind es sogar 11 Sekunden verzögert
    Ich wohne keine 25km von der Münchner Landesrundfunkanstalt entfernt, angeschlossen am gleichen GF Netz. Wo ist der Boost ???
    Wieder so eine geschönte VF Grafik um auf Kundenfang zu gehen

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