Warner Bros. will seine DC-Filme ab 2022 extrem ausbauen

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Warner will es mit den DC-Filmen auf die Spitze treiben
Warner will es mit den DC-Filmen auf die Spitze treiben

Warner Bros. will ab 2022 bis zu vier DC-Kinofilme plus exklusive Produktionen für den Streaming-Dienst HBO Max veröffentlichen. Führt diese Superhelden-Offensive zur Übersättigung?

Neben den üblichen Kinofilmen möchte man pro Jahr ein bis zwei Filme direkt zu HBO Max schieben. Dabei solle es sich dann um Filme mit kleineren Budgets handeln, die sich etwa um unbekanntere Charaktere drehen könnten. Eventuell gibt das also kreativen Experimenten etwas Raum. Laut dem Präsidenten für DC-Verfimlungen, Walter Hamada, denke Warner Bros. ab sofort bei jedem DC-Kinofilm auch über potenzielle Spin-Offs für HBO Max nach.

Neu ist diese Denkweise keineswegs: Disney etwa schiebt zu Disney+ ja ebenfalls in Zukunft zahlreiche Marvel-Serien, welche auch Ableger des MCU, also des Marvel-Filmuniversums sind. Um nur einige zu nennen, sind das beispielsweise „Loki“, „WandaVision“ oder „The Falcon and the Winter Soldier“. Allerdings sieht es bei DC alles noch eine Ecke komplizierter aus.

So gibt es bereits das Arrowverse mit Serien wie „The Flash“, „Supergirl“ oder „Batwoman“. Dazu kommen eigenständige Serien wie „Doom Patrol“ und „Titans“. Somit würden die Spin-Off-Filme und -Serien für HBO Max das Kuddelmuddel dann nur komplett machen. Und auch im Kino will Warner Bros. in Zukunft mehere Universen nebeinander laufen lassen. Diese Idee ist aus dem massiven Erfolg von „Joker“ erwachsen.

Zwei DC-Filmuniversen sollen koexistieren

So möchte Warner einmal das DCEU (DC Extended Universe) erhalten. Teil dieses zusammenhängenden Filmuniversums sind etwa „Wonder Woman 1984“, „Man of Steel“ und „Justice League“. Daneben soll es das DC Multiverse geben. Teil dieses Universums sollen Standalone-Filme wie eben „Joker“ oder der kommende „The Batman“ mit Robert Pattinson sein. Für einige Kinogänger dürfte das verwirrend sein. Denn als Ergebnis könnte es z. B. zweimal Batman geben: einmal Pattinson im unabhängigen „The Batman“ und möglichen Sequels und einmal Ben Affleck (oder einen Nachfolger) im DCEU.

Ob der Gelegenheitszuschauer sich von all dem eher erschlagen fühlt oder den Superhelden-Boom weiterhin befeuert, muss uns die Zeit zeigen.

QUELLEThe New York Times
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

1 KOMMENTAR

  1. Das DCEU ist selbst ein Teil des DC-Fernseh-und-Film-Multiverses. Wie viele Universen das insgesamt werden, ist noch unklar. Denn wie Crisis on Infinite Earths (Fernseh-Version) zeigt, gehören das Arrowverse etc. auch zum selben Multiversum wie das DCEU.
    Das wird für weniger große Fans mit Sicherheit sehr verwirrend, aber das Publikum scheint Superhelden-Filme und -Serien noch nicht leid zu sein. Im Moment bin ich auch noch begeistert davon, aber ich bin auch seit den späten 70ern ein Superhelden-Fan.

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