Warnung vor Fake-Shop „playstation-sony.eu“ – Abzocke statt PlayStation 5

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Der Fake-Shop
Der Fake-Shop "playstation-sony.eu" sorgt für Ärger, liefert aber sicherlich keine PlayStation 5 Konsolen aus

Ein Fake-Shop, der angeblich über Kontingente der sonst überall ausverkauften PlayStation 5 Konsole verfügen soll, schlägt derzeit hohe Wellen. Auf „playstation-sony.eu“ gibt es Abzocke statt PS5.

Bereits im November 2020 hatten wir vor einem großen Fake-Shop gewarnt. Seitdem hat sich eigentlich nichts geändert. Kriminelle Energien stampfen immer wieder professionell gestaltete Webshops aus dem Boden und versprechen dem Kunden ihre heiß ersehnte PlayStation 5 Konsole – das ganze auch noch versandkostenfrei. Doch wer fällt auf so eine Masche rein? Die Antwort auf diese Frage ist wohl „zu viele“. Allein über „ps5-vorbestellen.eu“ sind im letzten Jahr laut Angaben der Polizei über 400 Nutzer geschädigt worden (hier ermittelt vorrangig die Polizei in Krefeld, aber auch in anderen europäischen Ländern z.B. Österreich). Und selbst wenn nur ein Nutzer über „playstation-sony.eu“ zu Schaden kommt, ist das schon zu viel.

Auf den ersten Blick offiziell

Die PS5 als Disc- und Digital-Variante ist laut Webseite noch lieferbar
Die PS5 als Disc- und Digital-Variante ist laut Webseite noch lieferbar

Ungeübte „Internet-Nutzer“ können den Fake-Shop eigentlich nicht als solchen erkennen. Die Aufmachung ist professionell und soll einen offiziellen Direktverkauf von Sony nachahmen. Telefonnummern, Emailadresse, Produktbilder, Terms of Service, Privacy Policy… alles vorhanden. Ungereimtheiten fallen erst auf, wenn man sich den Webshop genauer durchsucht. Laut heise.de gibt es z.B. keine in Deutsch verfassten AGBs (ist Vorgabe der DSGVO), die Telefonnummer des Webshops in Großbritannien gehört zu Russland und auch der angegebene Telegram-Nutzer (Kundenservice) ist nicht vorhanden. Und die angebliche „Sony PS5 Store Europe Ltd.“ existiert laut britischem Handelsregister natürlich nicht. Auch die Produktbilder mit russischem Text auf den Umverpackungen sollten eigentlich stutzig machen.

Webseite immer noch online

Wie dem auch sei, es ist einfach nur ärgerlich, wenn es Betrügern so leicht gemacht wird. Aktuell ist der Fake Shop noch online und man fragt sich, wie so eine Domain sowie der Google Account (über den die Kriminellen z.B. Werbung für den Webshop gebucht hatten) so lange erreichbar bleibt.

6 KOMMENTARE

      • Bei ebay und ebay Kleinanzeigen sind es sicher mehr geschädigte, die auf eine Anzeige reinfallen.
        Aber seien wir doch mal ehrlich, wer sein Gehirn ausschaltet und auf einer dubiosen nicht bekannten Seite eine PS5 bestellt, die noch nicht mal in Deutsch ist, ist selbst Schuld.

        • Letztendlich gibt es dazu auch keine gesicherten Daten, wie viele über ebay und Co. geschädigt wurden.
          Aber ab wann ist man zu blöd, damit man selbst Schuld ist?
          Viele Dinge sind leicht dahergesagt, ohne es vorher selbst reflektiert zu haben.
          Eine Grenze zu definieren ist oft ethisch und moralisch nicht machbar.

    • Nur von einer Polizeidirektion… 400 Kunden viele mehrfach bestellt, dann kommen schnell mal 300.000€ zusammen. Und dann kommen ja noch Kunden aus anderen Ländern dazu.

  1. Falls bei euch demnächst wieder ein Paket mit Kot eintrudelt, wisst ihr, dass es
    dieselben Leute vom letzten Mal waren.

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