4K-Video selbstgemacht: Diese Kameras nutze ich selbst

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Panasonic Lumix G81
Panasonic Lumix G81: 4K-Kamera aus der Mittelklasse
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Erst letzte Woche haben wir in einem Beitrag kurz umrissen, dass es mittlerweile viele Optionen gibt, um selbst 4K-Videos anzufertigen. Man muss durchaus nicht Tausende von Euro ausgeben, um einzusteigen. An dieser Stelle wird es nun etwas konkreter, denn ich stelle euch einmal mein persönliches Equipment vor.

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Der Stil dieses Beitrags wird also etwas persönlicher. Dazu muss ich festhalten: Genau wie wohl das Gros der Leser musste ich mir meine gesamte Videoausrüstung von meinem eigenen Geld kaufen. Also klar, auch wenn ich beispielsweise gerne mit einer Sony Alpha ILCE-7 M3 drehen würde, sprengt das etwas mein Budget. Und vermutlich würde es sich auch für meine Zwecke und mein Können als Kameramann nicht rechnen. Denn auch das ist ein Faktor, den man immer bedenken sollte.

So bin ich weder ein professioneller noch ein semiprofessioneller Fotograf oder Videomacher. Ich drehe ab und zu Videos zum Spaß mit Freunden. Dafür habe ich mir Ausrüstung gewünscht, die ich mittelfristig eventuell auch mal beruflich für Video-Reviews oder auf Messen einsetzen kann. Zumindest die Option wollte ich gerne haben. Außerdem ist es für Testberichte sinnvoll, auch einen brauchbaren Fotoapparat griffbereit zu halten. Diese Faktoren spielten also in meine persönlichen Kaufentscheidungen hinein.

Meine Hauptkamera: Die Panasonic Lumix G81

Ende 2017 habe ich mich für die Panasonic Lumix G81 als meine Hauptkamera entschieden. Als Alternative hatte ich zuvor lange Zeit die die FujiFilm X T20 im Auge. Letztere bietet einen APS-C-Sensor, kostet allerdings wieder eine Ecke mehr Geld. Letzteres gilt auch für die Objektive. In Tests wurden die beiden genannten Kameras oft miteinander verglichen. Für mich gab am Ende trotz des kleineren MFT-Sensors (Micro Four Thirds) der Lumix G81 den Ausschlag, dass die Bedienung benutzerfreundlicher sein sollte. Zudem bestellte ich für das beim Kit gesparte Geld direkt das lichtstarke Objektiv Panasonic H-H025E mit.

Jenen Kauf habe ich keinesfalls bereut: Das genannte Objektiv mit Festbrennweite gibt einem bei Fotos und Videos viel Spielraum und ist auch für das Filmen in kleinen Räumen gut geeignet. Der Preis liegt mit 170 Euro für die gebotene Qualität extrem niedrig. Falls ihr euch zu dem Objektiv etwas belest, stellt ihr schnell fest, dass es durchweg in Reviews exzellent abschneidet, Das gilt speziell dann, wenn man den geringen Anschaffungspreis bedenkt.

Für die G81 selbst zahlte ich im Dezember 2017, 50 Euro Cashback von Panasonic einbezogen, etwa 830 Euro. Mittlerweile muss ich zugeben, dass ich aber wohl zur günstigeren und technisch etwas besseren Lumix GX9 gegriffen hätte. Jene war aber eben damals noch gar nicht erschienen. Aber für sich genommen bin ich mit der Panasonic Lumix G81 sehr zufrieden.

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Dazu muss ich sagen: Ich nutze zum Filmen das Stativ Manfrotto 055X PROB in Kombination mit dem Videoneiger Velbon Vel-Flo 9 PH-368. Vorwiegend nehme ich mit der Lumix G81 Aufnahmen ohne Kamerafahrten und Schwenks auf. Selten nutze ich diesen Slider für einzelne Aufnahmen. In Kombination mit dem genannten Objektiv H025E vermisse ich den größeren APS-C-Sensor bisher nicht und habe beim Filmen in Innenräumen bei der Beleuchtung viel Spielraum.

Benutzerfreundlichkeit trifft auf Vielseitigkeit

Ich finde die Lumix G81 sehr ergonomisch und komme mit der Bedienung super klar. Denn genau damit hatte ich vorher an der Nikon D5300 übrigens so meine Probleme. Für Fotos war jene Kamera für ihren Preis richtig klasse. Der Videomodus war aber in der Bedienung eine Katastrophe. Panasonic setzt bei den aktuellen Lumix-Modellen aber den Fokus durchaus auch auf Video. Das macht sich bemerkbar. Sehr hilfreich ist, dass man sich einblenden lassen kann, welche Bildbereiche etwa überbelichtet sind und mit verschiedenen Fokus-Einstellungen bzw. manuellem Fokus unterschiedlichen Anforderungen schnell gerecht wird.

Ich filme dabei im manuellen Modus und habe etwa Schärfe, Rauschminderung und Sättigung auf die niedrigsten Werte (-5) gesetzt. Das empfiehlt sich, da die Lumix G81 schon von Haus aus ganz ohne Software-Nachschleifen eine gute Grundschärfe bietet. Wer mit ausreichend Licht arbeitet, benötigt zudem die Rauschminderung nicht. Sie geht nur zulasten der Details. Die Farbsättigung wiederum senkt man lieber ab, da es auf diesem Setting einfacher ist bei der Nachbearbeitung mit den Farben zu spielen.

Neben der Aufnahme regulärer 4K-Videos mit bis zu 30 fps kann die Lumix G81 etwa auch Zeitraffer-Videos in 4K erstellen. Dabei stellt man die Kamera auf ein Stativ, aktiviert besagten Modus und legt fest in welchem Zeitraum wie viele Einzelbilder fotografiert werden sollen. Aus den einzelnen Fotos setzt die Kamera am Ende das Zeitraffer-Video zusammen. Eine tolle Sache, falls man derartige Clips etwa für Übergänge in längeren Videos benutzen möchte.

Mein Fazit zur Lumix G81

Nein, Panasonic hat mir die Kamera nicht bezuschusst, weiß nichts von diesem Artikel und auch sonst habe ich übrigens keine Verbindungen zum Unternehmen. Ich kann nur subjektiv sagen, dass ich für den Preis, den ich gezahlt habe, sehr zufrieden mit dem 4K-Videos der Kamera bin. Für meine Zwecke, eher geplante, ruhige Aufnahmen, ist die Systemkamera bestens geeignet. Die Qualität der Videos finde ich wirklich gut – an meiner Nikon D5300 war ich da doch stets etwas enttäuscht und abgeschreckt von der wenig intuitiven Bedienung. In die Lumix G81 bin ich sehr schnell hineingewachsen – sonst bin ich nämlich eher so ein Smartphone-Knipser, der alles im automatischen Modus abhakt.

Die Kamera ist übrigens auch schön leicht und kompakt. Wie gesagt, würde ich mittlerweile als Allround-Lösung wohl die GX9 kaufen, aber die G81 macht mir weiterhin wirklich Spaß und ist aus meiner Sicht eine klasse Möglichkeit, um eigene 4K-Videos anzufertigen. Ein kleines Highlight ist dabei übrigens auch der Dual-Bildstabilisator in Verbindung mit dem Kit-Objektiv. Sowohl Objektiv als auch Kamera stabilisieren das Bild optisch. Das funktioniert überraschend gut, so dass man durchaus mal Freihand filmen kann.

Was braucht man noch so fürs 4K-Filmen…

Anfangs machte ich den Fehler, den wohl viele Einsteiger machen: Kamera kaufen, noch ein Objektiv dazu – da kann man doch loslegen! Tatsächlich stellt man aber schnell fest, dass es in den meisten Fällen deutlich mehr Zubehör braucht. Etwa taugen die internen Mikrofone der meisten Kameras gar nichts. Das gilt leider auch für die Panasonic Lumix G81. Deswegen verwende ich noch das Lavalier-Mikrofon Rode Smartlav+. Mit einem Adapter kann man jenes nicht nur an Smartphones verwenden, sondern eben auch an Kameras mit entsprechendem Anschluss. Dafür gehen aber beispielsweise insgesamt auch nochmal ca. 70 Euro flöten.

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Ein Lavalier-Mikrofon nützt natürlich nur etwas, wenn man lediglich eine Person filmt und deren Sprache aufzeichnen will. Deswegen besitze ich für andere Aufnahmen noch das Sennheiser MKE 400. Dieses kleine Shotgun-Mikrofon wertet die Audioqualität von Videoaufnahmen deftig auf – kostet aber auch gute 200 Euro. Tja und dann besitze ich noch das Blue Yeti, um etwa Voiceover am PC einzusprechen. Auch dafür musste ich nochmal 100 Euro hinblättern. Ja, es gibt günstigere Mikrofone und wer qualitative Abstriche hinnehmen mag, kann weniger ausgeben. Das Blue Yeti bietet aber eine wirklich gute Klangqualität für den Preis und ist meines Erachtens eine sinnvolle Erweiterung meines Equipments gewesen.

Auch andere Investitionen läppern sich: Für das Lavalier-Mikrofon musste ich mir ein Verlängerungskabel kaufen, dann sind da solche Dinge wie Mikrofonarme und Mikrofonspinnen, Filter für die Kamera, Filter Adapter und dann will man seine Aufnahmen ja auch irgendwie speichern. Meine Speicherkarte mit 256 GByte von Kingston der Ultra High-Speed Class 3 hat ebenfalls nochmal 100 Euro gekostet. 4K-Videos nehmen zum einen viel Speicherplatz in Anspruch und benötigen zum anderen hohe Schreibgeschwindigkeiten. Auch derlei sollte man also beim Kauf der eigenen Ausrüstung bedenken.

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Nun denn und wenn man seine Videos schneidet, muss man irgendwie den Ton abhören – Auftritt Kopfhörer. Hier nutze ich die für ihren Preis exzellenten Superlux HD681EVO. Über Software zur Videobearbeitung sprach ich ja schon im letzten Beitrag zum Thema. Ich persönlich verwende das einmal über das Humble Bundle ergatterte Magix Vegas Pro 14. Ein tolles, benutzerfreundliches Programm zu dem man online viele kostenlose Plug-Ins findet. Mit Adobe Premiere kam ich persönlich nie recht klar. Hingegen fiel mir die Einarbeitung in Vegas wirklich leicht und für das Schneiden meiner Videos reicht das Tool mehr als aus!

Es werde Licht!

Auch beleuchten will man seine Videos im Idealfall. Für unterwegs habe ich persönlich mir deswegen die recht günstige Video-Leuchte Neewer CN-160 gekauft. Batteriebetrieben erzeugt diese LED-Leuchte, welche auf den Zubehörschuh der Kamera passt, für unterwegs ein gutes Licht, wenn man einzelne Personen beleuchten möchte.

Und zuhause im improvisierten Studio? Da arbeite ich mit drei Softboxen, Reflektoren und ab und zu einem Ringlicht. Meistens beschränke ich mich aber auf zwei der Softboxen. Da ich in relativ kleinen Räumen arbeite und meistens nur ein oder zwei Personen filme, komme ich mit jener Beleuchtung super hin.

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Leicht vergisst man aber viele Kleinigkeiten im eigenen Budget zu berücksichtigen: Wer eine Softbox oder eine Ringleuchte kauft, brauch auch ein Lampenstativ zur Befestigung. Und wie ich schmerzlich herausfinden musste, reicht nicht einmal das, denn zur Befestigung eines Reflektorschirms benötigt man eine spezielle Halterung, wie ich sie oben verlinkt habe. Das alles sind Accessoires, durch die sich ganz schnell nochmals mehrere Hundert Euro zusammenläppern können.

4K-Video: Jeder wie er will

Was ich euch hier ein wenig beschrieben habe, ist mein Weg aktuell 4K-Videos aufzunehmen. Vielleicht klingt das für euch auch nach viel Brimborium. Manch einer schnappt sich den Camcorder, hält drauf – das wars. Und natürlich braucht nicht jeder Filter für die Kamera, ein USB-Mikrofon zur Nachvertonung oder einen zusätzlichen Akku – das vielleicht wichtigste lebensrettende Accessoire, das ich bisher unterschlagen habe.

Panasonic Lumix G81
Panasonic Lumix G81: Mittlerweile würde ich aber zur GX9 greifen

Bedenkt zudem: Ich habe hier vielfach konkrete Produkte genannt, damit es für euch einfacher ist vielleicht selbst nachzuschlagen. Aber vergleicht Preise, schaut was ihr wirklich benötigt und legt einfach los. Eine zusätzliche Softbox, ein besseres Mikrofon oder ein neues Objektiv nachkaufen, das könnt ihr immer. Gerade anfangs habe ich selbst teilweise den Fehler gemacht viel zu viel Kram anzuhäufen, ohne wirklich etwas zu filmen.

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Zu meinen Anforderungen passt außerdem eine Systemkamera, wie eben die Panasonic Lumix G81, am besten. Für viele von euch dürfte aber ein Camcorder die bessere Wahl sein, wenn ihr mehr Freihand filmt oder es z. B. auf Sportveranstaltungen und Co. abgesehen habt. Kollege Dominic nutzt etwa selbst den Camcorder Sony AX33 und ist damit sehr glücklich. Als Ergänzung dient ihm die Sony DSC-RX100 Mark IV.

Auch das Smartphone ist erlaubt

Manchmal reicht Dominic aber auch für Videos sein Apple iPhone 8. Ich selbst bin im Android-Lager unterwegs und drehe unterwegs aus der Hüfte auch mal mit dem Xiaomi Mi Mix 2S das ein oder andere Video. Zuvor war ich auch mal mit dem Mi Mix 2 und dem LG G6 auf der Pirsch. Allerdings greifen eben bei der 4K-Videoaufnahme mit Smartphones einige Mankos, wie die im letzten Beitrag erwähnten Probleme mit der Kompression und die eingeschränkten Eingriffsmöglichkeiten.

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Was ich aufzählte ist größtenteils beileibe kein High-End, da auch mein Budget nicht unerschöpflich ist – da wird eben auch mal ein günstiges Lampenstativ gekauft, das im Zweifelsfall etwas wackelt, in meiner Bude aber ausreicht. Wie sieht es denn bei euch aus? Womit nehmt ihr eure Videos auf? Habt ihr hier vielleicht in dem aufgezählten Equipment einige Tipps entdeckt? Oder fallen euch bessere Alternativen ein? Auf Rückmeldungen bin ich gespannt.

4K-Video selbstgemacht: Diese Kameras nutze ich selbst
4 (80%) 4 Bewertung[en]
Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen.

10 KOMMENTARE

  1. Interessante Mitteilungen.
    Was ich trotzdem nicht akzeptiere und verstehe, warum Kamera Hersteller nicht fähig sind 4K mit 50 fps zu produzieren.
    Bei Smartphones ist es trotz wesentlich kleineren Gehäusen ja auch möglich, und weiteres großes Manko, was leider auch bei den meisten Test-und sonstigen Berichten versäumt wird, das Fehlen von GPS intern. Die paar Cent und die Größe des Chips sollte sicher kein Problem sein. Ebenfalls bei Smartphones sogar als Standard vorhanden!
    Gerade bei Kompaktkameras als besonders angepriesene Reisekameras wird dies verabsäumt.

    Mit tun eigentlich die ganzen Techniker samt Entwickler von Technischen Fortschritts Produkten leid, wegen der Unfähigkeit dies für Konsumenten zu bewerkstelligen. Da brauchen sich die Produktions-Verantwortlichen in den Oberen Etagen nicht über die nicht erreichbaren Verkaufserfolge wundern.
    MfG – Heribert Sp

  2. @Eddie
    Du weißt aber schon, dass Magix mitllerweile (ich schätze mal seit ca. 4-5 Jahren) Proxydateien erzeugt, oder? Wenn Du natürlich mit einer ollen VDL 2010 daherkommst,…. Und wenn Dein i7 schon bei 4 Titeln in die Knie geht, dann stimmt was mit deinem PC nicht. Davon mal ab, ist das A & O für schnellen Schnitt ne SSD-Platte. Bei mir kommt Magix Pro X7 zum Einsatz und ich kann selbst 4x 4K-Videos in der Timeline übereinanderlegen (aufgezeichnet entweder mit der 4K Sony FDR-AX100E oder der Sony rx100 Mark V) und da ruckelt nix. Des weiteren filme ich mit der Sony TD10 in 3D im framepacking. Hier ist ebenfalls alles flüssig. Auch ist Magix ganz gewiss nicht instabil.

    @Andre
    Ein Gimbal ist für mich mittlerweile Pflicht. Tolle Aufnahmen gibt das. Habe mir vor ein paar Monaten für die kleine, leichte Sony rx100V, den Pilotfly C45 gekauft. Geile Schwebeaufnahmen und vor allem, kann man per App den Gimbal für Schwenks steuern. Habe mir zu dem Gimbal ein kleines Manfrotto Tripod gekauft. Den Gimbal draufgeschraubt und mit der Handyapp kann man stufenlos die Geschwindigkeit bestimmen, aber vor allem sind die Schwenks absolut ruckelfrei. Hiermit erreicht man den perfekten Schwenk.

    Für mich steht demnächst noch ein Slider und ein Saugstativ für die KFZ-außenaufnahmen an.

    Mikro interessiert mich nicht, da ich eh den Originalton immer rausschmeiße und dann durch Musik ersetze.

    • Ja, weiß ich, und nein, mit meinen PCs ist alles in Ordnung, SSDs seit 2012 in Verwendung (aktuell eine Samsung 970 Pro)! Getestet habe ich eine der ersten Pro X Versionen, X4 und die Version von letztem Jahr (X8? die letzte bevor es allgemein wieder nur X hieß): Alle Versionen war instabil und langsam. Egal ob Intel (mehrere i7er) oder AMD, Win7-10, nur Nvidia-Grafikkarten waren die Konstante. Die Bewertungen auf Amazon für verschiedene Pro X Versionen sprechen Bände, und die Tatsache, dass auf den gleichen PCs Premiere, Edius, Vegas und Lightworks stabil und schnell liefen (bzw. läuft), dürfte meine Behauptungen auch untermauern. Warum Magix diese Stabilitätsprobeme bei vielen Usern hat und andere Programme zumindest deutlich weniger, weiß ich nicht.
      Mehrere Videos übereinander legen ist auch nicht das beschriebene Problem, sondern mehrere Filter und Schriftspuren zu nutzen. Anderes Beispiel die Instabilität selbst bei deutlich einfacheren Projekten: Eine mit einem USB-Videokonverter aufgenommene MP2 aus einer VHS (1h) brachte das Programm schon beim ersten cut zum Absturz, die Datei in anderen Programmen konnte ich problemlos schneiden. Mit Magix Decoder ins Magix eigene Format aufzunehmen versucht: Extrem träges Verhalten des Programms, trotz nur weniger Filter auf der ungeschnittenen Videodatei, Abstürze kamen dann immer beim Rendern, egal ob nach MP4 oder AVI.

  3. Was Videoaufzeichnung bei DSLRs/DSLMs angeht, hoffe ich für die Zukunft noch auf den Einsatz von professionelleren Codecs wie CinemaCNG… auch wenn da deutlich größere Datenmengen zusammenkommen 😉 Sony bietet den eigenen Kunden zwar mit XAVC S einen aufgewerteten AVC-Container an, kastriert diesen jedoch selbst bei der Alpha A9 auf 4:2:0 Unterabtastung und 8 Bit Farbtiefe. XAVC (ohne S) findet man nur bei Videokameras, welches 4:2:2 bei 10 Bit kann. Den Unterschied zu 4:4:4 soll eh nur noch theoretisch vorhanden sein.

  4. Jeder soll nach seiner Façon selig werden.
    Ich filme mit 2K / 50 fps Wiedergabe erfolgt auf einem 4K TV.
    Geschnitten wird mit MovieMaker.
    Bei Urlaubs- Reisefilmchen ist der Unterschied zu 4K kaum sichtbar.

  5. Ach zum Schnitt: Früher hab ich mit Adobe Premiere und Ulead Media Studio angefangen und war dann lange Zeit auch bei (damals) Sony Vegas. Magix Video delux und Pro hab ich beide probiert, fand ich furchtbar, langsam (5 Textspuren übereinander zum Video haben einen starken i7 in die Knie gezwungen, was mit den anderen Programmen nie ein problem war) und instabil. Seit der Magix Übernahme habe ich nicht das Gefühl, dass die Programme sich in eine gute Richtung entwicklen, aber aktuell bekommt man in dem Preissegment nichts besseres.
    Derzeit bin ich wieder bei Premiere, aber die Adobe Lizenz kann ich mir auch nur dank dem Unirabatt leisten, und das ist nur für Urlaubsvideos schneiden schon eigentlich zu viel Geld.

    Alternativen? Edius und Lightworks haben mir von der Bedienung nicht zugesagt. Vegas werde ich weiter beobachten, aber für das nächste Projekt werd ich erstmal Davinci Resolve testen. Langfristig die vielversprechenste Aussicht um auch diese letzte Tätigkeit von Windows weg zu bekommen.

  6. Ich bin hauptsächlich Urlaubsfilmer, finde bewegte Bilder die schönere Erinnerung als Fotos. Trotz 4K Fernseher und 4K Kamera (Sony FDR-AX53) drehe ich nicht in 4K: 50fps ist mir wichtiger als 4K, die Bewegungsunschärfe ist schon bei diesen Consumer-Geräten für meinen Geschmack grenzwertig, aber was will man machen! 🙂 Was mich außerdem ärgert: Früher habe ich gern mit 5.1 Ton gedreht. Klar jetzt nicht mit Surround Sound von DVDs vergleichbar, aber die grobe Richtung vom Ton kam immer rüber, was ein sehr nettes Feature ist! Aber mit allen neuen Kameras kann man sich entweder für besseres Bild (HD mit XAVC oder 4K) oder 5.1 Ton entscheiden (geht nur mit AVCHD). Dass Consumer-Geräte bei 4K noch keine 50fps schaffen und die ganzen netten Kamerainternen Features bei 4K nicht nutzbar sind, das versteh ich. Aber warum 5.1 Ton nicht nutzbar ist??? Und das ist sowohl bei JVC, Sony als auch Panasonic so.

    Ursprünglich komme ich eigentlich von Panasonic und war mit den älteren HD-Modellen immer sehr zufrieden. Inzwischen wünsche ich mir aber auch einen größeren Bildsensor und einen optischen Bildstabilisator, und das gibt es nur in 4K-fähigen Modellen (was ich aus o.g. Gründen eigentlich nicht bräuchte). Und die neue Modellserie von Panasonic hat eine deutlich schlechtere Bildqualität, vor allem im dunkeln. Bei sonnigem Wetter würde mir ja inzwischen schon fast das Handy von der Bildqualität her reichen, wozu dann noch knapp 1000€ ausgeben??? Und so bin ich bei der AX53 gelandet.

    Alles in allem sehr zufrieden, einzig die Größe & Gewicht ist doch schon für Urlaubszwecke grenzwertig. Mal kurz in die Seitenhosentasche stecken zieht die Hose doch schon sehr nach unten, da waren die Panasonics angenehmer. Heißt aber auch für mich: Der Schritt zu Semiprofessionellen Geräten mit größerem Sensor und physikalisch bedingt dann auch größerem Gehäuse, den werd ich nicht machen. Ein Mikro für besseren Ton wäre schön (jetzt wo ich eh nur Stereo aufnehme), aber dann wird mir die Handhabung dann doch zu lästig.

    Ich hoffe auf einen baldigen Nachfolger zur Panasonic HC-VXF11 mit einer an die AX53 rankommenden Bildqualität vor allem in dunkleren Szenen, und dass irgendwann auch mit aktuellen Videoformaten wieder 5.1 Ton aufgezeichnet werden kann. Und vielleicht wird ja auch irgendwann mal 4K mit 50fps möglich.

  7. GH5 und GH5s für unter Wasser mit einigen lichtstarken Objektiven. Ein Gimbal ist toll. Ich habe Zhiyun, liebäugle aber mit dem neuen DJI.

    • Gimbal wollte ich mir auch nochmal besorgen, damit kann man definitiv viel rausreißen. Bisher war die Notwendigkeit bei mir nur noch nicht ganz so dringend, da der Dual-Stabi meiner Lumix schon meistens für meine kurzen Aufnahmen mit freier Hand reicht. Aber ist auf jeden Fall eine sinnvolle Anschaffung!

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